Beiträge von mesodor39

    Egal wie es funktioniert:


    Mit OS verdienen die Emmitenten richtig Geld. Und das sollte jedem Anleger zu denken geben. Denn die Profite der einen sind die Verluste der anderen. Und bei den Emmitenten, i.d.R. Investmentbanken mit hochgebildeten und hochdotierten Mitarbeitern mit fundiertem wirtschaftlichen und mathematischen Hintergrund und den entsprechenden Handelsprogrammen und archiviertem Wissen handelt es sich um Vollprofis.


    Und bei den meisten "Privatanlegern" um denen langfristig hoffnungslos unterlegene Glücksritter.


    Irgendwann kassieren die (fast) jeden ein.


    Ein OS ist für mich primär ein Instrument der Kurssicherung, verbunden mit der Chance bis zum Fälligkeitstermin günstiger an- bzw. verkaufen zu können.


    Nicht mehr und nicht weniger.


    Dabei spielt es keine Rolle, ob lediglich Barausgelich gewährt oder der Basiswert physisch ge- oder verkauft werden muss / kann.


    Und nur einmal angenommen, ein Emmitent verspekuliert sich total:
    OS müssen lt. Vertragsbedingungen vieler Emmitenten nicht einmal besichert oder mit Basiswerten hinterlegt werden. Eine Forderung aus OS-Geschäften wird im Insolvenzfall genau so behandelt, wie jede nicht besicherte Geldforderung.


    Der Erwerber von OS zahlt jedoch die OS-Prämie beim Erwerb.


    Alles klar?.

    Nachdem ich nun für gut 9 Tage mein Depot veröffentlicht habe und die Sache nun im wesentlichen ausdiskutiert sein dürfte, lösche ich meine Aufstellung nun, verbunden mit den besten Dank für Anregungen und erhaltenen Zuspruch.


    Meine wesentlichen Anlagephilosophien sind:


    Geld ist für mich ZAHLZUNGSMITTEL und kein WERTAUFBEWAHRUNGSMITTEL.


    Von einer Anlage wesentlicher Teile des Vermögens in auf GELD lautenden Forderungen (z.B. Bonds oder Sparguthaben) sehe ich daher ab. Einzig und alleine für geplante Anschaffungen und eine gewisse Mindestliquidität für Unvorhersehbares sind solche Anlagen nach meinem Dafürhalten geeignet und auch eine sinnvolle Alternative zu Bargeld.


    Und der Schutz der Forderung eines Gläubigers gegen Insolvenz oder gar Betrügereien seines Schuldners ist praktisch nicht mehr gegeben. Ermittlungsverfahren und Rechtsstreitigkeiten können sich über Jahre und zum Teil Jahrzehnte hinziehen. Und meist gibt es Steine statt Brot.



    Der beste Philosoph ist der, der unbeschwert genießt


    Heute (Geld)sparen um morgen zu darben - das ist ganz bestimmt nicht mein Ding - sollen doch Sinn & Co das erst mal vormachen - aber die trinken leiber selbst Wein und predigen anderen Wasser!.


    Optionen kommen für mich nur als Instrument der Kurssicherung in Frage, wobei eine Kurssicherung um so sinnvoller ist, je größer der Verlust (bis hin zum Totalverlust) einer Anlageklasse sein kann.


    Bislang habe ich zu Kurssicheungsgeschäften keine Notwendigkeit gesehen. Auch weil man sich beim Kauf solcher Produkte erneut von Schuldnern abhängig macht (s.o.).