Beiträge von be_we

    Apropos Manipulation



    Hier ein Artikel, der an einem aktuellen Beispiel aufzeigt, wie an der Terminbörse Comex die Bullionbanken den Goldmarkt anhand der Ausgabe von Derivaten kontrollieren und somit großen Einfluss auf den Goldpreis haben (man kann es auch gerne Manipulation nennen).

    • Eines der Hauptwerkzeuge, das den Market-Maker-Banken zur Verfügung steht, ist die Herausgabe neuer Kontrakte. Wenn das Interesse am "Goldbesitz" an der Comex steigt, halten diese Banken nicht einfach das Angebot an Kontrakten konstant. Vielmehr geben sie neue Kontrakte heraus und fügen sie dem vorhandenen Bestand hinzu.
    • Damit verwässern sie das Angebot der Kontrakte, während sie zeitgleich Wetten gegen die Long-Positionen der Spekulanten abschließen. Dies ist oft eine gewinnbringende Wette für die Banken, da es ihnen ihre unendlich tiefen Taschen ermöglichen, die an eine Margin gefesselten Spekulanten einfach zu überdauern.
    • Die derzeitige Preis- und Open-Interest-Entwicklung von Gold an der Comex veranschaulicht, wie dieser Prozess funktioniert. Im Zeitraum vom 30. Mai bis 1. Juli stieg der Preis um 105 $ von 1.285 $ auf 1.390 $. Das ist eine Veränderung um +8,2%. Allerdings haben die Banken im selben Zeitraum den verfügbaren Bestand der Goldkontrakte an der Comex von 443.231 auf 591.164 erhöht. Das sind 33,4% mehr!

    Aber ist das nicht das gleiche Spiel wie mit Futures und den darunterliegenden Indizes/Aktien auch?
    Auch wenn die darunterliegenden Märkte größer sind, können doch auch über Futures "unendlich tiefe Taschen" erzeugt werden um beispielsweise Aktienpreise zu drücken...

    Naja, sind Gott-sei-Dank fast immer keine 19% MwSt, da die meisten Silbermünzen ja diff.besteuert angeboten werden.


    Aber die Aufschlägen für die 1oz Gold Lunars ggü. anderen Anlagemünzen sind schon recht ordentlich.
    Gibt es dort eine Empfehlung was als Aufpreis ggü. z.B. Krügerrand eher günstig ist?

    Naja, die Frage was günstig ist, ist vermutlich sehr subjektiv zu sehen. Besonders wenn man nicht von reiner Anlageware, sondern von Münzen spricht, die schon Richtung Sammlerzeugs tendieren...


    Ich persönlich kaufe Silber (egal ob Barren oder Münzen) nur dann wenn diese maximal 18-20% über Spot liegen.
    Bei Gold liegt meine Schmerzgrenze bei 2,5 bis 3% über Spot.


    Damit ist für mich viel Sammlerzeugs schon mal weg vom Radar... gewisse Lunare, besonders die aktuellen Jahrgänge sind aber schon noch innerhalb dieser Preisspanne.


    Abgesehen von den Aufschlägen ist natürlich noch interessant wie hoch der aktuelle Ankaufspreis der Händler ist - und folgedessen wie hoch der Handelsverlust im Worst-Case wäre, wenn ich morgen alles verkaufen müsste...
    Besonders hier zeigt sich, dass gewisse Sammlerware quasi über Händler unverkäuflich ist, bzw. nur mit extremen Abschlägen... ;)

    Ich war mal bei dem Heubach.....ein kleiner Kramerladen...nichts gegen den Lateiner oder Westgold.


    Aber.....der Mann ist absolut integer.


    cu DL

    Wir waren letzte Woche bei der Filiale in Schwaig - schaut sehr neu und modern aus. Diese dürfte ziemlich neu sein, da wir vor einigen Jahren schon mal in Schwaig waren - aber dazumals war das Ganze noch in einem Einfamilienhaus untergebracht... ;)

    Dann werde ich deine Erkenntnis als Kontraindikator nutzen und hoffen, dass wir bald den Talboden erreicht haben. Das wird dann passieren, wenn alle deine negative Meinung zu Silber teilen. :thumbsup:

    Kataloge wirst Du wohl auch nicht finden, da das keine Münzen sondern Medaillen sind.Die kann jeder herstellen lassen in beliebiger Form, Größe und auch mit der Schwiegermutter drauf.
    Das ganze Geschäft ist eine einzige Abzocke. Das Geld wäre besser versoffen.

    Ganz so negativ würde ich es nicht sehen, immerhin gewinnen/verlieren die ja mit dem Silberpreis.
    Wie bereits erwähnt - aktueller Silberpreis plus 10 bis 25% wären denkbar, vorallem wenn du jemanden findest der einen Bezug zu der Gegend oder den Personen hat. Diese Käufer zu finden wird aber etwas mehr Zeit und Geduld erfordern. ;)

    und die 100 Kilo Silber lagern die 4 Burschen dann in der Oma ihrn Nachtkasterl :thumbup: . Der Oma würd ich eher Phils und Dukaten emphehlen und ein paar Schillingserien in Silber, wenn sie mag. Das ganze wickelst beim Schöller, smh.net, zu sehr geringen Kosten ab. Die stellens der Oma zu und Du fährst nach Deutschland.
    Freundlich CARLOZ

    Ist dein Beitrag ernst gemeint oder nicht?
    Bei Schöller kostet aktuell der Philharmoniker in Silber ganze 2€ mehr als bei einem Händler in Nürnberg.
    Das sind bei einem Invest von 2500 Unzen Silber ganze 5000€ - da lohnt sich jede Fahrt ;)

    Die großen Preisvorteile sind nicht mehr vorhanden. Meist muss man von Fall zu Fall unterscheiden, oft ist es dennoch so, dass die deutschen Händler bessere Silberpreise als die österreichischen bieten.


    Wenn man vorhat 40.000€ zu investieren (zu 4t natürlich), lohnt es sich leichter, zu viert eine Autofahrt nach Deutschland in kauf zu nehmen... ;)

    Deswegen sollte man Edelmetalle einfach nur kaufen und in Ruhe liegen lassen - es ist eine Absicherung für schlechte Zeiten, und wenns mal ein paar Jahre einfach nur dahindümpelt soll es so sein. Langfristig gesehen standen wir vor 10 Jahren bei 600 USD - also haben wir fast 100% in 10 Jahren gemacht... was will man mehr. :)

    Da hier immer von Freitagsdrückung die Rede ist habe ich mal etwas genauer analysiert was Gold die letzten 5 Jahre gemacht hat:


    Schlusskurs 16.06.2013: 1384,80 USD
    Schlusskurs 14.06.2018: 1302,27 USD
    Macht eine Differenz von -82,53 USD


    Nun habe ich die Differenzen der Schlusskurse zum Vortag pro Wochentag berechnet und komme auf folgendes:


    Montags: -178,25 USD
    Dienstags: -221,32 USD
    Mittwochs: -46,47 USD
    Donnerstags: -35,38 USD
    Freitags: 398,89 USD


    Was bedeutet, dass Gold in den letzten 5 Jahren von Montag bis Donnerstag gefallen ist und Freitags gestiegen ist.
    Dies entspricht angeblich nicht eurer Wahrnehmung - aber Zahlen lügen nicht - behaupte ich mal.


    Im Anhang ist das Excel wo ich es berechnet habe, ich halte es für Fehlerfrei :)


    Sorry, in meinem Falle habe ich eher Arbitrage gemeint, dieser Begriff trifft es besser. ;)


    Was du geschrieben hast stimmt nicht. Der Minenbetreiber bekommt durch das verkaufen von Futures kein Geld. Er sichert sich nur den derzeitigen Preis der aus jetziger Sicht für 2019 bezahlt wird.
    Sprich er kann sich jetzt absichern, sodass er z.b. 18 USD/oz im Jahr 2019 bekommt. Dadurch lässt sich Risiko minimieren, besonders hinsichtlich Preisverfall.
    Angenommen der Silberpreis fällt 2019 auf 10 USD/oz, dann kann der Minenbetreiber die 8 USD Differenz aus dem Short Future Geschäft lukrieren.


    Futures haben nichts mit Finanzierung zu tun.
    Es könnte nur sein, dass Banken zur Finanzierung vom Minenbetreiber verlangen, dass dieser seine Verkäufe per Futures hedged.