Es stellt sich die Frage nach rentablen Investitionsalternativen zu Aktien.
Da Bonds und teilweise Immobilien auch nicht attraktiv sind, da deutlich überbewertet, könnten Aktien tatsächlich als Investitionsalternative unverzichtbar sein, und zwar noch für Monate/Jahre. Die Frage stellt sich, ob dies die richtige Fragestellung ist

Ein Grossteil der Aktienvermögen besteht aus heisser Luft bzw aus geschuldetem Geld. Das ist wie wenn ich mit einem Vermögen von 50'000 Euro einen Kleinkredit bei meiner Lieblings-Zentralbank von sagen wir 2 Mio aufnehme und dann die Entscheidung treffen muss, ob ich je eine Mio in Aktien und Bonds anlegen soll oder doch die ganzen 2 Mio in Aktien. Mein Problem beginnt, wenn ich entweder Zinsen auf meinen Kleinkredit bezahlen muss oder sich jemand erfrecht, darauf zu bestehen, dass ich den Kredit zurückzahlen soll.
Wir befinden uns auf unbekanntem Terrain hier. Der Schuldenberg war noch nie so gross und die Politik der Assetinflation und des Konsums mit gedrucktem Geld wurde noch nie so schamlos und konsequent umgesetzt. Ich denke, dass alle von den Banken unterstützten Assets weiter steigen oder zumindest seitwärts gehen (somit Bonds, Aktien und Immos), und zwar solange, bis die schwarzen Schwäne kommen. Es stellt sich somit mehr die Frage, wann man aus den von den Banken gepushten Assets aussteigen muss und weniger, wie man innerhalb dieser Gruppe umgewichten soll.
Und diese Frage ist, wir wir alle wissen, nicht so leicht zu beantworten. Ich persönlich bin schon länger der Meinung, dass uns dieses ganze System um die Ohren fliegen wird. Wir haben schon viel länger durchgehalten als ich erwartet habe. Was aber nicht heisst, dass es immer so weiter geht.
Tatsache ist, dass sich nun mittel- bis langfristig viel bessere Chancen ergeben als bei Aktien und Bonds, und zwar in unserem Lieblingssektor....