Beiträge von urai

    Sorry @Neo Dass ich erst jetzt antworte. Ich habe noch andere Baustellen, bin busy und aktuell in HYMC nicht investiert. Aber Deine (inzwischen gelöschte) Frage nach dem Cash ist extrem berechtigt. Denn es geht aktuell eben nicht in erster Linie um Cash. Durch die Umschuldung und die "grosszügige" Finanzierung der "AMC-Apes" wäre genügend Cash vorhanden.


    Aber selbstverständlich hat es auch mit Kapital zu tun. Das Problem ist und war: Low-Grades und komplizierte Mineralogie. Diane muss praktisch ein neues Projekt erdrillen. Jetzt stellt sich einfach die Frage, ist das vor Ort vorhanden oder nicht. Das Gebiet ist riesig - und das braucht Zeit. Ein oder max. zwei Jahre; und dann muss geliefert werden. Denn wegen den Schulden hat HYMC nicht unbeschränkt Zeit. Die einfache Oxid-Mineralisierung wurde schon abgebaut. Jetzt bräuchte es einen POX. CAPEX mehrere Hundert Millionen USD. Ich bin selber gespannt, wieder dieser Case herauskommt.


    urai

    Meine Aktien wurden heute bei Freedom24 eingebucht. Handel ist möglich….


    Wie bereits erwähnt, waren meine CREST verwahrt. Gemäss Aussage von Lynx nutzt die LSE CREST als Verwahrstelle.

    Herzliche Gratulation - und das ist soweit korrekt @Pesche10


    Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die DACH-Depotbanken an der LSE über einen Broker handeln, wo die Verwahrstelle Clearstream ist - und nicht wie bei Lynx CREST.



    https://www.lynxbroker.de/
    Ganz unten ist die Rolle von Lynx beschrieben:


    Bei Lynx handelt es sich um eine niederländische Wertpapierfirma, die von der niederländischen Finanzmarktaufsicht zugelassen ist. Die Zweigniederlassung in Deutschland unterliegt der Aufsicht der BaFin und der Einhaltung der lokalen Marktverhaltensregeln und der Marktaufsicht. LYNX ist ein Introducing Broker der Interactive Brokers Ireland Limited („IB“), welche als Wertpapierfirma in Irland lizenziert ist. LYNX vermittelt dem Kunden die Eröffnung des Wertpapierdepots bei IB, bietet technischen Support für die Handelsplattform von IB an und leitet Order von Kunden an IB zur Ausführung weiter.



    "LYNX vermittelt dem Kunden die Eröffnung des Wertpapierdepots bei IB": Deine Depotbank dürfte danach Interactive Brokers (IB) sein. Daher keine Probleme und Lagerstelle ist CREST - wie bei allen Brexitlern. Siehe dazu im Forum lse.co.uk Forum.


    urai

    Laut Freedom Finance (...) liege es entgegen dem, was in #628 geschrieben wurde, nicht an Clearstream, daß der Transfer nicht klappt, sondern an der dwpbank, die für viele Banken als Abwicklungsbank agiert,



    (...) Daher bin ich vorsichtig damit, Aussagen von einzelnen Bankmitarbeitern zu verallgemeinern.

    Vielen Dank für deinen wertvollen Bericht @immerso


    So wie ich verstanden habe, betrifft es ausnahmslose alle Depotbanken in DACH, welche Polymetal International seit Ende Februar 2022 blockieren. Davon dürfte die dwpbank nur einen kleinen Teil abwickeln. An der LSE konnten die Brexitler bis vor ein paar Wochen ungehindert Handeln. Selbst steuerbefreite Altersvorsorge war möglich.


    Dass Clearstream das Problem sein könnte, ist eine Vermutung, welche allerdings Sinn ergibt. Denn es muss eine zentrale Stelle sein, welche alle DACH-Depotbanken blockiert. Beispielsweise eben der Sammelverwahrer. Alles andere wäre nicht logisch und es gäbe Unterschiede. Aber hier erfolgte mutmasslich eine durchgängige Blockierung - über alle DACH-Banken hinweg.


    Aufgrund der vorliegenden Sachlage, sehe ich die wahrscheinlichste Entwicklung per dato wie folgt:


    - POLY bleibt für uns DACHler blockiert


    - Polymetal International vollzieht die Redomizilierung nach Astana an die AIX


    - Zeitnah erfolgt die juristische Aufspaltung in POLY-K und POLY-R


    - POLY-K wird wieder an der LSE in London notiert (ob primär oder sekundär ist unerheblich)


    - Der "Blockierer" gibt POLY für den Switch in POLY-K wieder frei


    - Wir DACHler werden wahrscheinlich POLY-R verlieren, für viele viele Jahre.


    - Oder alternativ gelingt es Polymetal POLY-R zu verkaufen, bspw. an Polyus.


    - POLY-K (allein) dürfte einen Wert von 5 bis 6 USD haben. Mögliche Dividende 0.30 bis 0.40 USD


    - Alles hängt von den Bedingungen bei der Aufspaltung ab: Es kommt halt ganz drauf an, wie vor allem die Schulden aufgeteilt werden und/oder was für einen Erlös könnte für die Russen-Minen realisiert werden.



    urai

    Vielen Dank @Katzenpirat für Dein freundliches Feedback.


    Zu Deiner Frage: "Google fragen" - und wenn ich nicht ganz sicher bin, kläre ich den Sachverhalt mit Evgeny, Head IR von Polymetal International.


    urai5
    P.S. Ich hätte in den 80ern und frühen 90ern mir niemals vorstellen können, dass ich mit einem "Russen" einen den Umständen entsprechenden vertrauensvollen (virtuellen) Kontakt hätte aufbauen können. Damals wäre das "Landesverrat" gewesen. Auf russisch konnte ich nur 2 Worte: ruki wwerkh

    Die Frage habe ich auch - ich habe viel mitgelesen, dennoch ist es mir nicht klar. Können Besitzer der Originalaktien einfach abwarten oder kann es zur Zwangsliquidierung oder anderen unerwünschten Konsequenzen kommen?

    Leider bleibt jetzt nicht anders übrig als abzuwarten. Das Problem ist ganz klar lokalisiert: Clearstream! Wahrscheinlich b(l)ockt die Compliance Abteilung. Die Aktien bleiben blockiert. Basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen ist die sture Haltung nicht nachvollziehbar.


    Jetzt kommt es drauf an. Sobald sich die Verantwortlichen bei Clearstream zu einer finalen Haltung "durchgerungen" haben, gibt es zwei Möglichkeiten:


    1. Die Aktien werden deblockiert und die Depotbanken erhalten Anweisungen. Wahrscheinlich werden dann Zertifikate ausgestellt. Mit denen kann dann via Tabys App die Registrierung an der AIX vorgenommen werden.
    Oder es werden keine Zertifikate ausgestellt aber der Transfer zu einem an der AIX registrierten Broker wird ermöglicht. Freedom Finance steht da im Vordergrund.



    2. Die Aktien bleiben blockiert. Die Eigentumsrechte sind davon aber nicht betroffen. In diesem Fall dürften auch keine Dividenden von POLY bezahlt werden, da alle von der Clearstream-Blockierung Betroffenen (sämtliche DACH-Depotbanken), die Dividende nicht erhalten können.


    Sobald Polymetal (nach der Re-Domizilierung) in 2 juristisch komplett unterschiedliche Teile aufgespalten und (allenfalls zusätzlich) die Russen-Assets verkauft wurden, gibt es wahrscheinlich wieder eine Notierung an der LSE London. Dabei handelt es sich um die Kasachstan-Assets. Clearstream wird dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit deblockieren. Alles andere wäre Willkür und nicht erlaubt. Wäre es eigentlich schon jetzt nicht, aber gegen Russland kann manches Gesetz "gebogen" werden - ist ja für einen guten Zweck (Achtung Ironie).


    Fazit:
    Ganz wichtig ist jetzt, dass Polymetal die vorgesehene Re-Domizilierung nach Astana, Kasachstan wie geplant durchziehen kann. Denn nur in einer "neutralen" Jurisdiktion können die Aufspaltung und der allfällige Verkauf der Russen-Assets erfolgen. Von einer Zwangsliquidation ohne Vorankündigung gehe ich nicht aus. Denn für eine Liquidierung müssen die Aktien deblockiert werden. Clearstream kann nicht verkaufen resp. liquidieren; das müssten die Depotbanken machen. Und dann wäre auch ein Übertrag an einen an der AIX registrierten Broker möglich.


    urai
    P.S. POLY-Aktionäre sind in einer weit besseren Position als die ADR/GDR-Halter von Polyus, Norilsk, Gazprom oder Evraz.

    Es kommt so, wie es kommen musste - und ich schon vor Monaten beschrieben habe: Es dürfte eine vollständige Trennung zwischen dem russischen und dem kasachischen Geschäft geben:


    Polymetal: Update on the Company’s Russian-registered subsidiary, JSC Polymetal


    https://www.lse.co.uk/rns/POLY…etal-szqbasnksiabdak.html


    Grundsätzlich ist das positiv. Denn die wirklich "profitable" Mine liegt in Kasachstan, Kyzyl. Sobald die Re-Domizilierung nach Astana erfolgt ist, dürfte die Aufspaltung kommen in zwei juristisch völlig unabhängige Unternehmen: POLY-K und POLY-R. POLY-K dürfte dann eine Zweitnotierung wieder an der LSE in London anstreben.


    Gemäss meinen früheren Berechnungen hätte POLY-K einen ungefähren Wert von plus/minus 5£ resp. 6$. Dann kommt es ein bisschen auf die Aufteilung und Zuweisung der Schulden an. Ob für uns ei POLY-R etwas herausspringt hängt auch davon ab, ab Clearstream der Übertrag der Aktien "erlaubt" oder nicht. Clearstream ist ein privates Unternehmen - und nimmt sich in (meiner Einschätzung) schon fast hoheitliche Befugnisse heraus und schädigt mutwillig DACH-Investoren.


    urai

    Hat das Konsequenzen, wenn ich Orginalaktien im Depot halte? Nur ich kann die ja gar nicht verkaufen ...soweit ich weiss. Weil es hier angesprochen wurde:

    Polymetal International plc (the “Company” or “Polymetal”) wishes to provide an update and clarify the position on the designation by the U.S. Department of State of JSC Polymetal (AO Polymetal) on 19 May 2023.


    https://www.polymetalinternati…-05-2023/?search_type=all


    Wichtig das Fettgedruckte:
    "Weder das Unternehmen noch seine Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen sind als Sanktionsziele des Vereinigten Königreichs oder der EU ausgewiesen, mit Ausnahme der russischen Tochtergesellschaften des Unternehmens, die von den oben beschriebenen OFAC-Blockierungssanktionen betroffen sind."


    Im Polymetal International Thread ist die Diskussion über die kommende Planung voll im Gange:
    Am 30. Mai 2023 stimmen die Aktionäre über eine Re-Domizilierung von Jersey nach Astana, Kasachstan ab. Falls der Antrag des BoD so durchkommt, werden die Originalaktien per Mitte Juli 2023 an der LSE London dekotiert und an der AIX in Astana primär gelistet. Sekundäres Listing bleibt an der MOEX.


    Polymetal bietet die Möglichkeit der (obligatorischen, namentlichen) Registrierung der Aktien an der AIX in Kasachstan via Tabys App an. Voraussetzung dafür ist, dass die Sammelverwahrer/Settlement-Firmen die Aktionäre namentlich im Aktienregister von Polymetal International eingetragen werden. Falls das so erfolgen sollte, würde das mittels eines Zertifikates bestätigt. Nicht zu verwechseln mit der physischen Auslieferung der Aktien als Wertpapier.


    Es hängt jetzt ganz von den Compliance Abteilungen von Clearstream, Euroclear und Co. ab, ob das so wie vorgesehen funktioniert. Die neuen Sanktionen verhindern die Re-Dom nicht. Aber die Schlinge zieht sich immer weiter zu ...


    urai

    Derzeit liegen uns noch keine Informationen zum obligatorischen Umtausch der Polymetal Intl PLC vor. Bitte kommen Sie mit Ihrer Anfrage in etwa 14 Tagen erneut auf uns zu. Eventuell liegen uns zu diesem Zeitpunkt nähere Informationen zum Umtausch vor, die wir an Sie weitergeben können.


    Herr XY, ein allgemeiner Hinweis für Sie:
    Die Ein- oder Auslieferung effektiver Stücke (gedruckte Wertpapier-Urkunden) ist bei comdirect nicht möglich.

    Vielen Dank @goldlatte


    Zum 1. Punkt:
    Das war mir/uns immer klar: vor dem bindenden Entscheid am 30. Mai 2023 erhalten die Depotbanken keine verbindlichen Weisungen. Aber wir lassen uns nicht mehr überrumpeln, wie beim Handels-Stopp vor gut einem Jahr.


    Zum 2. Punkt:
    Das ist genau der Sachverhalt, welcher von den Depotbanen NICHT begriffen wurde. Es geht nicht um die Auslieferung von physischen Aktien (Wertpapiere) - sondern es geht um die Bestätigung (Zertifikatsform), wonach die Aktien auf dem Namen im Aktienregister von Polymetal International eingetragen wurden. Das sind KEINE Wertpapiere.


    urai
    P.S. Ich hatte in einer Mail am letzten Donnerstag Evgeny (IR POLY) auf den 2. Punkt aufmerksam gemacht. Es hängt jetzt wirklich alles von den Compliance Abteilungen der Settlement/Sammelverwahrer wie Clearstream, Euroclear etc. ab.


    Die Auslieferung von effektiven Stücken bieten wir nicht an.

    Danke @Montgomery für Dein Feedback.


    Die Antwort der DKB zeigt deutlich, dass die "Banken-Heinis" den Case nicht verstanden haben. Es werden eben KEINE effektiven Stücke ausgeliefert. Das wären Papier-Aktien und Wertpapiere. Ausgeliefert wird ein Zertifikat, das bestätigt, wonach die Aktien namentlich im Aktienregister von Polymetal International eingetragen sind. Aber sie warten "geduldig" auf Anweisungen. Diese müssen dann von den Settlement-/Verwahrunternehmen kommen, wie Clearstream oder Euroclear.


    urai

    @All Vielen Dank für die Feedbacks und die Unterstützung


    ADR und POLY-Besitzer sitzen jetzt im [b]«gleichen Boot».


    Mutmasslich gibt es jetzt eine Baustelle weniger: In einer Mail an einen User im Nachbarforum w:o hat BNY Mellon bestätigt, dass die Bank ex ADR direkt Zertifikate für die hinterlegten Aktien ausstellen würde. Verbunden mit der Aussage sind klare Handlungsanweisungen an die Depotbanken, welche an die Settlement-Firmen wie Clearstream und Eurostream zu übermitteln sind.


    Damit sitzen die Besitzer von ADR-POLY und von POLY wieder im gleichen Boot. Unser (gemeinsames) Problem sind – wie gestern schon festgestellt – die Compliance Abteilungen von Clearstream und Eurostream.


    Weiteres Vorgehen:
    Nach dem 30. Mai 2023 braucht es eine neue Runde an Anfragen an die Depotbanken für das Ausstellen von Zertifikaten. Falls dies nach wie vor (ADR und POLY) verweigert werden sollte, sind genaue Begründungen zu verlangen. Sollten es wirklich (wieder) Clearstream und Eurostream und Konsorten sein (vielleicht liest jemand von diesen «Brüdern» hier mit; obwohl in den Compliance Abteilungen sitzen vorwiegend «Brüderinnen») dann könnte man wieder an IR Polymetal International gelangen.


    Ich denke, sobald sich das Problem «Settlement» für das Ausstellen von Zertifikaten gelöst haben sollte, werden wir wahrscheinlich eine Annäherung an den Kurs an der MOEX sehen. Aktuell 670 Rubel resp. 6.70 GBP. Dafür lohnt es sich «zu kämpfen».


    Noch eine Klarstellung zu den «Aktien-Zertifikaten»
    Es gilt zuhanden dem «Bodenpersonal» der Depotanken noch ein Missverständnis zu klären: «Aktien-Zertifikate». Das sind keine Wertpapiere und es handelt sich schon gar nicht um die physische Auslieferung von POLY-Aktien.


    Denn es geht um Folgendes:
    Mit dem namentlichen Ausstellen des Zertifikates erfolgt gleichzeitig der namentliche Eintrag im Aktienregister von Polymetal International. Dies ist notwendig, da die AIX (Kasachstan) keine Sammelverwahrung – repräsentiert bspw. durch Clearstream, Euroclear etc. – akzeptiert.


    An der AIX muss zwingend der namentliche Eintrag erfolgen. Dafür hat Polymetal zusammen mit der AIX auf der Basis der Taby App eine Lösung entwickelt. Denn ganz am Anfang muss auf der Tabys App ein von Polymetal gelieferter Code eingegeben werden.


    Vor der Registrierung ist es für den Aktienbesitzer ein Bestätigung, wonach er im Aktienregister von Polymetal International eingetragen ist und er die Registrierung an der AIX veranlassen kann (Tabys App). Nach der Registrierung sind die Zertifikate nutzlos – höchstens noch als Erinnerung zum an die Wand «nageln».



    urai

    Das bringt so in der Form wahrscheinlich nichts, weil als Korrespondent nicht der "beneficial holder", sondern nur der Broker entsprechend handeln (und verhandeln) kann. Auf die Abwicklungssysteme haben halt nur die Banken/Broker Zugriff. Nur zu sagen "Hallo, hier bin ich, das will ich" hilft da leider nicht weiter, sondern streut Sand ins Getriebe. Wenn überhaupt Antwort kommt, dann sicher nach Wochen: "Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker - äh, Bänker"...
    Als Teilnehmer in diesem Sammelverwahrungsgedöns bist Du eben auf den guten Willen Deiner Bank angewiesen. Und selbst wenn Du jahrelang fleißig Gebühren gezahlt hast - wenn es in Arbeit ausartet, ist es für die einfacher, Dich abzuweisen... :wall: ...das ist knallhartes Business. Daß man dadurch natürlich auch Kunden und Umsatz riskiert, juckt doch den Mitarbeiter an der Front überhaupt nicht.

    Vielen Dank; da hast Du schon recht @Pindar mit der Mail an BYN. Nur, jetzt können wir noch reagieren. Und immerhin hat Polymetal vorgeschlagen, wenn es Fragen bzgl. ADR-Programm geben sollte, sich an BNY Mellon zu wenden. Und wenn man den Text genau liest, geht Polymetal sogar davon aus, dass direkt ein Zertifikat ausgestellt werden könnte (Konjunktiv) - und nicht den Umweg über den Tausch in eine POLY-Originalaktie.

    Ich hatte in den letzten Stunden einen intensiven e-Mail Kontakt mit dem Head IR Polymetal. Er hat sich auch zu den ADR's geäussert. Zusammenfassend hier das Ergebnis der letzten Abklärungen zu den ADRs. (sinngemässe Übersetzung):


    "Wir haben gerade mit BNY gesprochen, die sich um unser ADR-Programm kümmern. Sie teilten uns mit, dass sie bereit seien, Anträge auf Umwandlung von ADRs in Stammaktien zu bearbeiten, und dass ihre Kanäle (sowohl Euroclear als auch Clearstream) offen seien. Sie haben heute auf unsere Anfrage mit Clearstream gesprochen und Clearstream hat bestätigt, dass sie die Aktie weiterhin bewegen und keine Blockaden sehen."


    Ich halte keine ADR. Aber wenn ich hätte, würde ich mich mit der BNY Mellon in Verbindung setzen: DRRussiaInquiries@bnymellon.com


    Bezüglich der Originalaktien steht das "team supporting/advising the redom" Polymetal International im Kontakt mit Clearstream und Euroclear, damit allfällige Missverständnisse bezüglich der rechtlichen Auslegung der Sanktionen beseitigt werden können. Aber am Schluss sind es die Compliance Officers von Clearstream und Euroclear welche entscheiden werden. Das sind keine staatlichen Organe - sondern private Firmen. Ich gehe nach wie vor von den drei Optionen in meinem Beitrag 593 aus.


    urai

    Die Antwort von Evgeny, Head IR, ist schon gekommen (Auszug, online Translation):



    "Lassen Sie mich Ihren Fall an unser Rechtsteam weiterleiten und sehen, was dagegen getan werden kann.


    Bitte beachten Sie in der Zwischenzeit die allgemeinen Sanktionshinweise, die wir gestern auf unserer Website veröffentlicht haben. Vielleicht hilft es bei Gesprächen mit Ihren Banken/Maklern."



    Hier ist das Dokument, welches auf der Website von Polymetal International abgerufen werden kann:
    https://www.polymetalinternati…older_sanction_advice.pdf


    Es handelt sich um dasjenige Dokument, worauf bereits @Real de Catorce im Beitrag Nr. 591 Bezug genommen hatte. Kurzfassung: POLY-Aktionäre verstossen bei der geplanten Re-Dom gegen keine EU-Sanktionen, sofern vor dem 16.12.2022 gekauft.


    Wichtig ist, dass das Problem "Clearstream" bei Polymetal International adressiert ist. Jetzt verbleiben knapp 2 Wochen bis zum AGM-Re-Dom-Entscheid. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass mindestens unsere Eigentumsrechte geschützt sind.


    urai

    Leute, ich denke wir haben jetzt das "Hauptproblem" identifiziert: Clearstream.


    Daher habe ich mich entschlossen, dem Head Investor Relations zu schreiben - auf englisch. Sobald ich eine Antwort erhalten, werde ich diese hier einstellen. Nachfolgend der Text in deutscher Sprache.


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    Re-Domizilierung Polymetal: Problem Clearstream.


    Lieber Evgeny


    Im Sinne nicht präjudizierender Sofortmassnahmen haben viele Aktieninhaber im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und der Schweiz) Kontakt mit den Depotbanken aufgenommen. Dabei ging es insbesondere darum, die von Polymetal International entwickelte Lösung vor dem Entscheid am 30. Mai 2023 anlässlich des AGM vorzubereiten: Bezug des Aktien-Zertifikates, gleichzeitiger namentlicher Eintrag ins Aktienregister von Polymetal International und anschliessend Registrierung an der AIX, Kasachstan mittels Tabys App.


    Dabei zeigte sich einheitlich: Den Depotbanken sind die Hände gebunden. Hauptverantwortliche für die totale Blockade ist die Clearing- und Verwahrstelle Clearstream. Dieses (private) Unternehmen verweigert uns Aktionären seit dem Februar 2022 das Settlement in POLY-Aktien, unter anderem ist keine Handel und kein Übertrag möglich. Die Depotbaken haben anschliessend (gezwungenermassen) die POLY-Aktien gesperrt.


    Dazu habe ich jetzt zwei Fragen beziehungsweise Erwartungen:


    • Kann Polymetal International Kontakt mit Clearstream aufnehmen und die Rechtslage bezüglich Einhalten des Sanktions-Regimes so weit klären, damit nach dem 30. Mai 2023 Clearstream Aktien-Zertifikate – wie von Polymetal International geplant – ausstellt?
    • Falls die Aktien weiterhin durch die Depotbanken blockiert bleiben - auf Weisung Clearstream - und eine Buchung einer allfälligen Dividende nicht möglich sein sollte, wie würden die betroffenen Aktionäre behandelt?


    Mir ist klar, dass die aktuelle Lage für Polymetal nicht einfach ist. Trotzdem ist es dem Unternehmen gelungen, unter den gegebenen Umständen eine pragmatische, situationsgerechte Lösung zu entwickeln. Für eine erfolgreiche Umsetzung müsste jetzt noch das Problem «Sturheit von Clearstream» angegangen werden.


    Ich danke Ihnen für Ihren Support und die grossartige (operative) Leistung des Unternehmens sowie den perfekten Service von Investor Relations. Auch bedanke ich mich bei Ihnen dafür, dass sie sich Zeit nehmen und mir ein kurzes Feedback geben.


    Freundliche Grüsse


    xxxxxx xxxxxx

    Vielen Dank @Adamantium


    Die (jetzt ausführliche) Antwort von ING macht Sinn und ist nachvollziehbar. Danach sieht es wie folgt aus:


    1. Die Hauptverantwortliche für Blockierung (seit Ende Februar 2022) ist Clearstream.


    2. Wenn POLY im Depot (sperrt) verbleibt, sind die Eigentumsrechte auf jeden Fall gewahrt.


    3. Sobald das juristische Splitting bei Polymetal International etwa in 18 Monaten erfolgt ist, sollte POLY-K wieder frei handelbar sein.


    4. Clearstream wird ihre (unmögliche) Haltung erst überdenken - und allenfalls Weisungen an die Depotbanken erteilen, wenn Polymetal International die Re-Domizilierung rechtsgültig entschieden hat, nach dem AGM 30. Mai 2023.


    urai

    Mir ist klar, dass wir hier im Sinne einer Eventualplanung handeln und dabei die involvierten Organe möglicherweise "überfordern". Grundsätzlich gibt es drei Optionen für Halter von Originalaktien POLY. Wichtig dabei ist, dass das Eigentum gesichert bleibt:

    1. Verbleib im Depot, jedoch (wahrscheinlich) gesperrt.
    2. Aktien-Zertifikat und Registrierung an der AIX via Tabys App.
    3. Übertrag auf einen Broker, welcher in Kasachstan handeln kann, z.B. Freedom Finance, Deutschland

    Ich denke wir sollten mit einem «blauen Auge» davon kommen. Verbindliche, belastbare Entscheide mit verbindlichen Weisungen an die Depotbanken wird es auf jeden Fall erst nach dem AGM am 30. Mai 2023 geben.


    urai
    P.S. Für Halter von ADR empfehle ich wie schon erwähnt, sich direkt an die BNY Mellon zu wenden.
    E-Mail: DRRussiaInquiries@bnymellon.com
    P.P.S. Vielen Dank für die Feedbacks und die interessante Diskussion.

    Danke @Wurschtler


    Es zeichnet sich immer mehr ab, dass Euroclear (Deutsche Börse) die Verantwortung trägt. Euroclear macht die Vorgaben, bspw. die Blockierung des Handels ex DACH-Banken im Februar 2022. Wie schon erwähnt ist mir klar, dass wir für Weisungen (zu) früh dran sind. Ganz offensichtlich handeln die DACH-Banken nicht eigenständig. Ist natürlich sehr bequem. Also kommt es jetzt drauf an: Was macht Euroclear nach den mutmasslichen Entscheiden am 30. Mai 2023. Vorher wäre es wirklich an der Bank, die Zertifikate zu bestellen und heraus zu geben. Chancen dafür wahrscheinlich gleich Null.


    urai
    P.S. Das emittierende Unternehmen müsste allenfalls bei den DRs (GDR, ADR) kontaktiert werden.
    P.P.S. Falls es keine Zertifikate geben sollte und POLY im Depot (gesperrt) verbleibt; auch gut. Warte ich halt auf das juristische Splitting in POLY-K und POLY-R. POLY-K sollte dann wieder ohne Einschränkungen verfügbar sein, da wieder an der LSE London kotiert - so zumindest der Plan von Polymetal.

    Genau @Wurschtler


    Im Nachbarforum w:o hat ein User eine Antwort von Freedom Finance Germany GmbH gepostet - inkl. E-Mail-Adresse. Bei Freedom Finance handelt es sich um einen Broker, welcher von Polymetal International empfohlen wurde. Freedom ist an der AIX, Kasachstan akkreditiert. Der Vorteil der Broker-Lösung, gegenüber der Registrieren des Zertifikates via Tabys App ist, dass Polymetal an der AIX gehandelt werden könnte.


    Für mich ist diese Lösung eine Rückfallebene (Plan B) falls Zertifikat und Tabys App NICHT funktionieren sollte. Das erstrangige Ziel dabei für mich bleibt: Sicherung der Polymetal International Aktien und Sicherstellung, allfällige Dividenden erhalten zu können.


    urai
    P.S. In der Mail wurde ausdrücklich die Umwandlung der DR's in Originalaktien erwähnt (GDR, ADR)