Laut Freedom Finance (...) liege es entgegen dem, was in #628 geschrieben wurde, nicht an Clearstream, daß der Transfer nicht klappt, sondern an der dwpbank, die für viele Banken als Abwicklungsbank agiert,
(...) Daher bin ich vorsichtig damit, Aussagen von einzelnen Bankmitarbeitern zu verallgemeinern.
Vielen Dank für deinen wertvollen Bericht @immerso
So wie ich verstanden habe, betrifft es ausnahmslose alle Depotbanken in DACH, welche Polymetal International seit Ende Februar 2022 blockieren. Davon dürfte die dwpbank nur einen kleinen Teil abwickeln. An der LSE konnten die Brexitler bis vor ein paar Wochen ungehindert Handeln. Selbst steuerbefreite Altersvorsorge war möglich.
Dass Clearstream das Problem sein könnte, ist eine Vermutung, welche allerdings Sinn ergibt. Denn es muss eine zentrale Stelle sein, welche alle DACH-Depotbanken blockiert. Beispielsweise eben der Sammelverwahrer. Alles andere wäre nicht logisch und es gäbe Unterschiede. Aber hier erfolgte mutmasslich eine durchgängige Blockierung - über alle DACH-Banken hinweg.
Aufgrund der vorliegenden Sachlage, sehe ich die wahrscheinlichste Entwicklung per dato wie folgt:
- POLY bleibt für uns DACHler blockiert
- Polymetal International vollzieht die Redomizilierung nach Astana an die AIX
- Zeitnah erfolgt die juristische Aufspaltung in POLY-K und POLY-R
- POLY-K wird wieder an der LSE in London notiert (ob primär oder sekundär ist unerheblich)
- Der "Blockierer" gibt POLY für den Switch in POLY-K wieder frei
- Wir DACHler werden wahrscheinlich POLY-R verlieren, für viele viele Jahre.
- Oder alternativ gelingt es Polymetal POLY-R zu verkaufen, bspw. an Polyus.
- POLY-K (allein) dürfte einen Wert von 5 bis 6 USD haben. Mögliche Dividende 0.30 bis 0.40 USD
- Alles hängt von den Bedingungen bei der Aufspaltung ab: Es kommt halt ganz drauf an, wie vor allem die Schulden aufgeteilt werden und/oder was für einen Erlös könnte für die Russen-Minen realisiert werden.
urai