Beiträge von urai

    hat schon jemand Kontakt zu Tabys aufgenommen? Ich hab es über Webseite versucht und es kommt immer Server error.

    Zuerst brauchts Du das Aktien-Zertifikat. Denn mit dem Ausstellen des Zertifikates erfolgt der Eintrag in Aktienregister von Polymetal. Sobald Du ein Zertifikat hast, musst Du bei Polymetal einen Code wie folgt beantragen:


    Mail an folgende Adresse: redom@polymetalinternational.com


    Titel: Tabys access code request


    Mit den folgenden Angaben:
    • First name
    • Last name
    • Date of birth
    • Mobile number with a country code
    • E-mail


    Der ganze Prozess ist im folgenden Guide sehr genau beschrieben:


    https://www.polymetalinternati…/files/en/Tabys_guide.pdf

    Im Nachbarform wurde die Frage gestellt, was die Auswirkungen der beiden offerierten Optionen bei FlatexDEGIRO sind:


    1. Auslieferung der physischen Zertifikate an die Stammadresse


    2. Phyische Zertifikate werden auf den Name FlatexDEGIRO erstellt und im Tresor bei Clearstream verwahrt
    Ich arbeite (bekanntlich) nicht in der Finanzindustrie. Dies bedeutet, ich kann nur das schreiben, was Polymetal International in ihrer Q&As ausgeführt haben - und eine (persönliche, private) Einschätzung abgeben.


    Massgebend ist dieses Dokument:
    https://www.polymetalinternati…domiciliation_QAs_eng.pdf


    Massgebend sind die Erläuterungen zur Frage/Antwort Nr. 32, Seite 10f. Danach müssen die Aktien bei der AIX registriert werden. Denn nur so können Dividenden überwiesen werden.


    Bei Option 1 werden die Aktien-Zertifikate an die (Privat)Stammadresse des privaten Anlegers ausgeliefert. Die Konsequenz ist, dass der private Anleger verantwortlich dafür ist, dass die Aktien an der AIX registriert werden. Siehe Tabelle Seite 11. Via Tabys App oder direkt AIX Registrar.


    Der Prozess bei Tabys App ist beschrieben - bei direkter Registrierung ist er offen. Hier der Leitfaden Tabys App:
    https://www.polymetalinternati…/files/en/Tabys_guide.pdf


    Denn nach der Registrierung verlieren die Aktien-Zertifikate jegliche Bedeutung.




    Bei Option 2 würde/müsste (konjunktiv) FlatexDEGIRO die Registrierung vornehmen.


    Frage/Antwort 42, Seite 13 nimmt dazu Stellung:"Wenn Makler bereit sind, ihre Anteile zu behalten, aber nicht bereit sind, irgendwelche Geschäfte (Käufe/Verkäufe) auszuführen, bleiben die Aktionäre weiterhin an den Aktien der Gesellschaft beteiligt. Alle Dividenden, die das Unternehmen erklärt (oder Ausschüttungen in Aktien oder auf andere Weise im Zusammenhang mit der möglichen Aufteilung der Zuständigkeiten) werden den Anteilsinhabern auch dann weiterhin gutgeschrieben, wenn seitens des Maklers oder des Anteilsinhabers keine Maßnahmen ergriffen werden."


    Jetzt stellt sich die Frage, welche ich nicht beantworten kann: Reicht "nur" die Aktien-Zertifikate in den Tresor zu legen aus, um die (gutgeschriebenen Dividenden) auch wirklich zu erhalten - ohne die Registrierung an der AIX. Persönlich gehe ich davon aus, dass die Aktien an der AIX registriert werden müss(t)en.



    Fazit:
    Grundsätzlich wäre Nummer 2 (Tresor FlatexDEGIRO) die bessere Option. Aber nur, wenn FlatexDEGIRO die Aktien an der AIX registriert oder falls nicht, nachvollziehbar erklärt wird, wie bspw. der Erhalt der Dividenden sichergestellt ist. Nur gut geschrieben reicht nicht aus; sie müssen ausbezahlt werden. Diese Frage würde ich mit FlatexDEGIRO noch klären - sonst halt Option 1.


    urai

    Vielen Dank @matthiasch für Deinen Hinweis. Aber diesen Case kenne ich nicht im Detail; ich war auch nicht investiert. @Pindar hat das "Trauerspiel" um POG eng verfolgt und kommentiert. Vielleicht kann er etwas Substanziiertes dazu sagen.


    Persönlich gehe ich davon aus, dass die Aktionäre keinen Anspruch mehr haben - Assets und Schulden wurden gegen gerechnet und der Deal wurde - mit Entscheid des zuständigen Richters - wie geplant durchgezogen.

    Die einzige Option die sie mir anbieten ist eine Änderung von Stammaktie in Namensaktie!? damit wäre ich wohl namentlich im Aktienregister verzeichnet, wodurch ev wenigstens die Eigentumsrechte gesichert würden. Damit wäre aber ein Verkauf an der Börse nicht mehr möglich, meinte er...er konnte mir auch nicht sagen was diese Umwandlung kosten soll.

    Die Namensaktie ist das Aktien-Zertifikat. Wichtig ist die ISIN-Nummer: JE00B6T5S470. Aktuell sind die Aktien bei einem Zentralverwahrer (u.a. clearstream) gelagert. An der AIX ist das nicht mehr möglich, nur namentliche Registrierung.


    Mit dem namentlichen Eintrag ins Aktienregister von Polymetal International bleiben Deine Eigentumsrechte gewahrt. Dann hast Du die Möglichkeit, entweder via Tabys App an der AIX registrieren. Damit wäre die Dividendenzahlung gesichert. Oder, falls Du (später) Verkaufen willst, könntest Du Deine an der AIX registrierten Aktien zu einem Broker, welcher an der AIX handelt, übertragen. Wenn es von den Kosten her stimmt, unbedingt das (namentliche) Aktien-Zertifikat verlangen; mit der Ausstellung erfolgt gleichzeitig der namentlich Eintrag ins Aktienregister von Polymetal. Kommt halt wegen den Kosten ein bisschen drauf an, um viele Stücke es handelt.


    Ganz offensichtlich ist das Ausstellen des Aktien-Zertifikates ex Lagerstelle Clearstream möglich. Dies bedeutet, es kommt auf die Depotbank an, ob ein Auftrag übermittelt wird oder nicht. "Billig-Broker" neigen mutmasslich dazu, das Ausstellen des Aktien-Zertifikates "zu verweigern". Es stellt sich dann die Frage, was nach dem Delisting geschieht - hier unbedingt eine belastbare Antwort verlangen:


    a) Falls die Aktien im Depot bleiben (kann ich mir zwar nicht vorstellen), dann passiert nicht viel. Einfach abwarten bis POLY-K wieder an die LSE zurückkommt.


    b) Offen wäre noch die Zwangsliquidation. Dann allenfalls ein Konto bei Freedom24 eröffnen und gleichzeitig die Anzahl Stücke an der AIX zurück kaufen - falls man in Polymetal International investiert bleiben möchte.


    c) Wertlose Ausbuchung: Direkt an die Geschäftsleitung schreiben resp. CEO, dass hier mutmasslich "Eigentumsrechte" mit Füssen getreten werden - was bei einer Ausbuchung der Fall wäre. Mit dem Hinweis, dass clearstream resp. die Abwicklungsbank das Ausstellen der Aktien-Zertifikate gegen Gebühr ermöglicht.


    urai

    (...) Bei neuerlichen Anfragen wurde gesagt, dass ich einen Antrag auf Depotwechsel stellen könnte, d.h. es klingt so, als sei eine Übertragung ggf. möglich.



    (...) Ansonsten wäre ich für Tipps und ggf. Links zu passenden Foren dankbar!!


    @Keks13


    Das ist die Ausgangslage:


    26.5.2023: Polymetal International plc (the “Company”) has today been notified by The Bank of New York Mellon of its resignation as the depository bank for the Company’s American Depositary Receipt (ADR) program (AUCOY - ISIN: US73178Q1058).


    https://www.polymetalinternati…ress-releases/26-05-2023/


    Das ADR-Programm wird gekündigt. Die ADR Inhaber werden vermutlich ab dem 25. Juli 2023 darüber informiert. Dann gelten die 30 Tage. Der ADR-Inhaber hat (gemäss RNS) zwei Möglichkeiten:


    a) die Umwandlung von ADRs in zugrunde liegende Aktien beantragen; oder
    b) in Ermangelung eines solchen Antrags die Beteiligung liquidieren und den Erlös an die ADR-Inhaber überweisen
    nach Beendigung des Programms.



    Jetzt stellt sich die entscheidende Frage bei consors:
    Wird ein Antrag auf Depotwechsel zu Freedom24 für die ADR genehmigt - oder nicht. Falls genehmigt, sofort Transfer veranlassen. Ich würde da eine zeitnahe belastbare Antwort von consors verlangen, ob dies möglich ist oder nicht.


    Falls die ADR's bei consors verbleiben, wird es wahrscheinlich nach Mitte August 2023 einen Zwangsverkauf geben - und Dir der Erlös gutgeschrieben. Das dürfte einen weiteren Druck auf die Kurse ausüben. Aber hier besteht indirekt eine Chance, falls man weiterhin POLY investiert sein möchte:


    Frühzeitig ein Konto bspw. bei Freedom24 eröffnen. Auf den Zeitpunkt der Liquidation der ADR's gleichzeitig an der AIX via Freedom24 die Aktien zurückkaufen. Problem dabei ist, dass das Handelsvolumen an der AIX (bisher) noch sehr tief ist. Kommt dann halt darauf an, ob es sich um Hunderte oder Tausende POLY-Aktien handelt.


    Da vor allem die US-Anleger ADR's (AUCOY) von Polymetall halten, dürfte es hier ab offizieller Kündigung und Information der ADR-Halter (ab dem 25 Juli 2023) eine entsprechende Diskussion geben:


    https://www.reddit.com/r/POYYF/


    urai

    Der gestrige «Wagner-Prigoschin-Aufstand» war mit ziemlicher Sicherheit echt. Das primäre Ziel war auch klar: Absetzung Verteidigungsminister und Figuren in der (politisierten) vielleicht verweichlichten Armeeführung. Gibt immer und überall Falken und Tauben.


    Ich hatte in meiner militärischen und zivilen Tätigkeit nie erlebt, dass es im Nachgang von Manövern auf Stufe Truppenkörper und Grossen Verband sowie grossen (Stabs)-Übungen in der Armee oder echten (bewaffneten) Einsätzen im Zivilen KEINE «Probleme» gab. Meistens gab es mindestens ein «Bauernopfer». Und jetzt sollte es plötzlich in diesem intensiven Konflikt mit der massiv vom Westen unterstützen Ukraine, wo der Blutzoll auch auf russischer Seite sehr hoch ist, keine «Probleme» gegen «Oben» geben.


    Es geht im Militärischen immer um das gleiche: zu wenig eigene Mittel, zu wenig Munition, zu wenig Artillerie-Unterstützung, zu wenig Reserven, zu wenig Luftkampf-Unterstützung, zu eng gefasste Befehle, zu viele Aufträge. Kurz: Auftrag, eigene Mittel, Unterstützungs-Mittel und Logistik stimmen selten (praktisch nie) überein und sind nicht aufeinander abgestimmt.


    Noch etwas: Das Primat der Politik ist mir auch klar; aber wenn unerfahrene, mediengeile Politikerinnen sich auch noch «einbringen», dann wird es echt gefährlich.



    Hier vielleicht noch eine kleine Reminiszenz aus den frühen 90ern:
    Armee. Stabsrahmenübung. Beübte: Stab eines Panzerregiments plus Regiments Stabskompanie (+). Übungsleitung Divisionskommandeur (Generalmajor). Alle Befehle wurden in der Vorbereitungsphase auf Herz und Nieren geprüft.


    Übungsleitung rückt an – Übung sollte beginnen. Im Regiments-KP war der Regiments-Kommandeur (Oberst) und sein Adjutant (Major) anwesend. Rest: irgendwo in der Geografie draussen! Der Oberst und sein Adjutant stellen sich der Übungsleitung für die «Übung» zur Verfügung. Wortwörtlich: Ihr könnt mich beüben so viel ihr wollt und so lange ihr wollt, der Rest (Stab, Stabskompanie (+)) macht nicht mit! Viel Gefluche. Viel Telefonieren. Gegenseitige Drohungen.


    Es stellte sich heraus: Das Panzer-Regiment hatte zu wenig Munition für die Schiessübungen und zu wenig Treibstoff für die Panzer Verschiebungen, plus schlechte Verpflegung – und das Wetter war auch zu kalt (keine adäquate Kälteschutzkleidung). Und im übrigen konnten sich die beiden Kommandeure nicht «riechen».


    Damit alle irgendwie aus dieser «Nummer» ohne Militärpolizei und ohne Militärjustiz und ohne vorgesetzten Kommandostellen herauskamen, hat man sich auf ein kleines «Übchen» in der Umgebung geeinigt. Dan kurze Übungsbesprechung. Spuk beendet. Genau so lief es gestern. Einfach ein paar Stufen höher. Und in Kriegszeiten.


    urai

    Die Sensations-Lüsterei der westlichen Medien-Quaken ist unglaublich. Die Weiberinnen geifern ja richtig. Im Kern des inner-staatlichen Konfliktes geht es nach meiner Einschätzung primär darum, dass sich der Ukraine-Krieg dahin zieht – und dahin zieht – und kein finaler Vernichtungsschlag gegen das Kiew-Regime erfolgt ist. Ganz offensichtlich gibt es (politische) Kreise, welche die Militärs (reguläre Armee, Wagner und andere Milizen) in ihren Operationen bremsen und behindern. Bachmut als trauriges Beispiel.


    Daher: Unabhängig wie der Ausgang dieses Machtkampfes ist, im Nachgang dürfte es ein massiv härtes Vorgehen gegen die Ukraine geben. Denn der bisherige Blutzoll für Russland ist einfach (viel) zu hoch. Ich würde als erstes, mindestens den Präsidenten-Palast in Kiew in Schutt und Asche legen und als zweites (nach einem Ultimatum) Mechanisierte Bereitstellungen mit taktischen A-Waffen vernichten.


    urai

    Was antwortet man solchen Ignoranten?

    Verbindlicher Auftrag zum Ausstellen eines Aktienzertifikates für meine xxx POLY Aktien (ISIN Nr. JE00B6T5S470)


    Polymetal International verlegt seinen juristischen Geschäftssitz per 17. Juli 2023 nach Astana, Kasachstan. Damit sind die Bedingungen für die Kotierung an der LSE London nicht mehr erfüllt und POLY wird delistet.


    [b]Daher erteile ich Ihnen hiermit verbindlich den Auftrag, für meine POLY-Aktien ein Aktien-Zertifikat auszustellen[/b]


    Falls Ihre Bank damit ein Problem haben sollte, bitte ich Sie dringend, sich mit Ihrer Abwicklungsbank in Verbindung zu setzen. Erfahrungen aus gleichgelagerten Fällen mit anderen Depotbanken zeigen, dass clearstream (Sammelverwahrer) und die zuständige Abwicklungsbank entsprechende Aktien-Zertifikate via Depotbank ausstellen.


    Falls Sie (wider Erwarten) den Auftrag nicht annehmen sollten, bitte ich Sie höflich, Ihre Absage substanziiert zu begründen und mich zu informieren, welches Organ bzw. welche Person hier (widerrechtlich) blockiert. Denn hier geht es um die Sicherung meines Eigentums, welches infolge des Delistings per 17.7.2023 zeitkritisch ist.


    Ich bedanke mich für Ihre Unterstützung und Ihr zeitnahes Feedback.


    Freundliche Grüsse

    @urai: Meinst du, es macht schon Sinn, sich bei Tabys zu registrieren? Hast du bei Polymetal schon einen Code angefordert? Oder braucht man dafür erst das Aktienzertifikat?

    @Wurschtler das ist jetzt gar nicht möglich. Der Prozess ist wie folgt:
    1. Es wird ein Aktien-Zertifikat ausgestellt und Dir zugestellt.
    2. Gleichzeitig mit dem Ausstellen des Zertifikates erfolgt der namentliche Eintrag ins Aktienregister.
    3. Sobald Du das Aktienzertifikat hast, musst Du per Mail bei Polymetal einen Code beantragen.
    4. Mit diesem Code ist dann eine Registrierung der POLY-Aktien an der AIX via Tabys App möglich.


    Zeitkritisch ist das Ausstellen des Aktien-Zertifikates. Dieses sollte mutmasslich vor dem De-Listing am 17. Juli 2023 ausgestellt werden - und damit der Eintrag ad personam ins Aktienregister von Polymetal. Die anschliessende Registrierung via Tabys App ist nicht zeitkritisch.

    Jedenfalls, an der prinzipiellen Möglichkeit des Dividendenflusses sollte die Sanktionierung doch nichts ändern, oder? Also von JSC Polymetal zur reinen kasachischen Holding POLY-R (so verstand ich das Ziel jedenfalls), und von dort sowohl in den Westen als auch nach Rußland.

    @immerso - da haben wir grundsätzlich keine Differenz.


    Meine Aussage bezog sich nicht auf die Fähigkeit von Polymetal, Dividenden bezahlen zu können, sondern darauf, dass dieser Entscheid abhängig davon ist, ob grundsätzlich alle Aktionäre die Dividende erhalten können. Jetzt sieht es anders aus: ganz offensichtlich ist es möglich, dass die DACH-Depotbanken Aktien-Zertifikate ausstellen und diese daher nicht mehr (vollständig) blockiert sind.

    Darf ich jetzt nachfragen ob von unserer Seite jetzt Handlungsbedarf besteht ?

    @rosab2000
    De jure wahrscheinlich nicht. Im Vorfeld des De-Listings (geplant 17. Juli 2023) sollte die Depotbank auf Dich zu kommen. Wahrscheinlich wird Dir ein Aktien-Zertifikat angeboten. Offenlegen müsstest Du dann Deine Person am Ende gegenüber Polymetal International. Einen Aktienübertrag zu einem AIX-Broker (bspw. Freedom Finance) wird mit ziemlicher Sicherheit blockiert.


    De facto ist es immer gut sich bei der Depotbank zu melden. Denn damit kann vielleicht so ein ultimative Aufforderung innert Stunden wie bei @holzschlange umgangen werden.


    urai

    Vielen Dank @holzschlange für das Einstellen des Schreibens.


    Der zentrale Punkt dabei ist, dass die Identität mit Name und Adresse offen gelegt werden muss. Dies ist notwendig, damit mit dem Ausstellen des Zertifikates gleichzeitig der Eintrag ins Aktienregister von Polymetal International ad personam erfolgen kann. Jetzt gibt es "nur" eine Sammelverwahrung mit Sammeleintrag via clearstream als Sammelverwahrer.


    Damit ist dann auch ein Abgleich mit den Angaben der (zu sendenden) Mail an Polymetal International und dem Firmen-Aktienregister möglich - und der anschl. gelieferte Code "müsste" dann für die Registrierung der Aktien an der AIX mittels Tabys App funktionieren.


    urai5
    P.S. Ist korrekt, dies betrifft jetzt "nur" Originalaktien POLY mit ISIN JE00B6T5S470 welche an der LSE London gekauft wurden.

    Aber das, was ihr bekommen habt, sehe ich von der Formulierung nicht zwingend so, dass wir als Kunden etwas bekommen. Es könnte auch so gemeint sein, dass die Verwahrstelle eine physchische Sammelurkunde erhält und dort verwahrt bleibt. Die Aktie wäre dann nicht börslich handelbar, aber unsere Eigentumsrechte wären auch so gewahrt.


    Dividendenzahlungen sollten damit theoretisch möglich sein, aber das sollte man nochmal nachfragen.


    Wie funktioniert das mit der Dividendenzahlung eigentlich über Tabys?

    Sorry @Wurschtler - aber ich denke, da hast Du etwas falsch verstanden: Von wem sollte denn die Verwahrstelle (clearstream) eine "physische Sammelurkunde" erhalten?


    Nein, der Fall ist eindeutig: POLY wird an der LSE dekotiert. Damit ist auch die Sammelverwahrung durch clearstream hinfällig geworden. Neu muss dann Polymetal International ein Aktienregister namentlich führen (vorher Sammelverwahrung, was an der AIX nicht geht). Damit der Eintrag bei POLY erfolgen kann, wird gleichzeitig ein physisches Aktienzertifikat zuhanden des Aktionärs ausgestellt.


    Zur Dividendenzahlung Tabys:
    Zur Registration musst Du eine Kreditkarte angeben:


    20. Bank account details (Register New Card (Visa, Mastercard, etc.))
    21. Take a picture of your card
    22. Enter your card information(non-Kazakhstan cards are alsoapplicable)


    Gemäss Aussagen von Brexitler im lse-Forum ist es nach der Registrierung möglich, eine IBAN-Nummer des Bank-Accounts anzugeben. Falls nicht, erfolgt die Dividendenzahlung mittels einer Gutschrift auf Dein Kreditkarten-Konto. Möglich wäre auch eine direkte Registrierung bei Polymetal International. Aber dafür gibt es noch keine Handlungsanweisungen. Polymetal promotet Registrierung mit der Tabys App - oder alternativ Eröffnung eines Accounts bei einem Broker mit Zugang zur AIX.


    urai5

    Verstehe ich das richtig: wenn ich nix weiter mache, bekomme ich ein Papier wo draufsteht, xy besitzt soundsoviele Aktien. Dann kann ich später bei irgendeinem Broker, der mit der kasachischen Börse zusammenarbeitet, ein Depot eröffnen und bekomme sie dorthinein übertragen?



    Es sind in meinem Fall A1JLWT bzw. JE00B6T5S470.

    Vielen Dank @txlfan für Dein Feedback.


    Mit dieser Formulierung sollte es so sein. Aber ich würde mir das schon noch rückbestätigen lassen und dabei die Frage der Kosten klären. Bei Deiner ISIN handelt es sich um die Originalaktie POLY; soweit ist alles im "grünen" Bereich. Das mit dem Broker ist so - oder eben alternativ Registrierung an der AIX mittels der Tabys App. Hier nochmals der Link für den Guide:


    https://www.polymetalinternati…/files/en/Tabys_guide.pdf

    Unsere Lagerstelle Clearstream Banking Luxemburg kann keine Verwahrung in Kasachstan vornehmen undIhre in Wertpapierrechnung verwahrten Aktien werden nach der Sitzverlagerung in eine physische Urkundeumgewandelt. Bitte beachten Sie, dass dadurch kein Handel mehr möglich ist und auch die VerfügbarkeitIhrer Wertpapiere massiv eingeschränkt wird.

    Super @JoeMetal Vielen Dank für das Einstellen des Textes. Kannst Du noch etwas zu den Kosten sagen?


    Ganz offensichtlich haben sich die Banken entschieden - entgegen der Firmenpolitik - Aktienzertifikate auszustellen. Aktuell gibt es eine Sammelverwahrung bei clearstream. Das wäre an der AIX sowieso nicht möglich.


    Wenn das Zertifikat ausgestellt wird erfolgt gleichzeitig der namentliche Eintrag im Aktienregister von Polymetal International. Und als nächsten Schritt dann Taby App (was ich machen werde) oder Broker bspw. Freedom Finance. Ob es eine Online-Lösung für die direkte Registrierung bei Polymetal gibt, ist noch offen. Aber persönlich bin ich von der Tabys-POLY-Lösung überzeugt.


    urai

    @all Vielen Dank für die Feedbacks.


    Aktuell sieht es danach aus, dass Polymetall nach Kasachstan re-domiziliert und Aktien an der LSE-Börse (geplant 17. Juli 2023) vom Markt nimmt. Damit die Eigentumsrechte von POLY (ISIN JE00B6T5S470) gewahrt bleiben, empfehle ich dringend folgendes Vorgehen:


    1. Klarer rechtsgenüglicher Auftrag an die Depotbank, Aktien-Zertifikate für POLY zu liefern. Ob mündlich oder schriftlich ist nicht so entscheidend. Entscheidend ist, dass der Auftrag von der Depotbank schriftlich (Chat, Mail, Brief) bestätigt wird.


    2. Falls Auftrag nicht angenommen wird. Klare Frage: Wer blockiert diese Transaktion. Hier hartnäckig bleiben, bis eine zufriedenstellende Antwort kommt (Abwicklungsbank).


    3. Falls immer noch blockiert wird, klarer Auftrag an Depotbank bei der Abwicklungsbank zu klären, wie nach dem De-Listing verfahren wird.


    4. Falls immer noch geblockt wird: Klare Frage an Depotbank: Was geschieht mit POLY nach dem Delisting an der LSE London.


    Aufgrund meines gestrigen Kontaktes gehen ich davon aus, dass "hinter den Kulissen" daran gearbeitet wird, Aktien-Zertifikate - entgegen der bisherigen Firmenpolitik - auszustellen. Offenbar geht es noch darum Details zu regeln, beispielsweise Festlegen der Gebühren. Wären dann auch Kriegswinnler - soviel zur Ethik.


    Wenn die Zertifikate ausgestellt sind, bleibt immer noch genügend Zeit sich zu entscheiden, ob Registrierung via Tabys App oder Transfer an einen Broker, welcher an der AIX handelt oder direkte Registrierung bei Polymetal International (online-Lösung sollte vorbereitet werden).


    urai

    Verantwortlich für Blockade: Offen Sammelverwahrer clearstream oder Abwicklungsbank



    Ich hatte wiederholten E-Mail Verkehr mit Evgeny von IR POLY und intensiven Kontakt mit meiner Depotbank.


    Polymetal International prüft, ob Klage gegen clearstream eingereicht werden soll oder nicht.


    Meine Depotbank macht die Abwicklungsbank für die Blockade verantwortlich. Sie gibt aber keine Auskünfte, ob das ein Entscheid der Bank oder der Verwahrstelle clearstream ist. Im Verlaufe des Chats mit der Depotbank stellte sich heraus, dass sämtliche Bank-Beteiligte «grosse Angst» haben, gegen Sanktionen zu verstossen. Die Angst in der Bankenwelt geht insbesondere von den USA aus.


    Aufgrund der mir vorliegenden Informationen kann ich nicht beurteilen, ob die Verantwortung für die Blockade bei:


    1. dem Sammelverwahrer clearstream oder
    2. der verantwortlichen Abwicklungsbank liegt.


    Falls es die Abwicklungsbank sein sollte, in meinem Fall UBS, dann dürften sich alle DACH-Banken abgesprochen haben.


    Nachfolgend die schriftliche Stellungnahme im Chat, entspricht einem geprüften, abgewogenen Wording:


    «Der Titel Polymetal International ist aufgrund des Krieges in der Ukraine auf der Sanktionsliste. PostFinance bietet mit E-Trading eine Handelsplattform für den selbständigen Online Wertschriftenhandel an und hat keinen Einfluss darauf, ob ein Titel handelbar ist oder nicht.


    Bezüglich den geltenden Restriktionen aufgrund von offiziellen Sanktionen (insbesondere der Schweiz, der USA, der EU und des UK) stützt sich unsere Abwicklungsbank auf Vorgaben und Sanktionslisten von diversen nationalen und internationalen Behörden und Institutionen (z.B. das SECO, die OFAC, UNO, EU etc.). Nebst diesen Restriktionen können aber auch entsprechende Anweisungen von Depositären und Brokern von unserer Abwicklungsbank dazu führen, dass Titel aus Risikoüberlegungen für den Handel gesperrt sind. Wir, bzw. unsere Abwicklungsbank müssen diese Vorgaben befolgen. Das heisst, PostFinance trifft keine Entscheide darüber, welcher Titel handelbar ist und welcher nicht.


    Diese Vorgaben können täglich ändern. Es ist uns leider nicht möglich, Ihnen weitere Informationen dazu zu geben, weshalb, wie lange und aufgrund welcher Sanktion oder Massnahme ein Titel für den Handel gesperrt ist.»



    Jetzt klärt die Depotbank bei der Abwicklungsbank UBS, unter welchen Bedingungen die Polymetal International Aktien in Form von Aktienzertifikaten physisch geliefert werden können. Erfolg offen. Falls erfolgreich, würde ich anschliessend die Registrierung an der AIX mittels Tabys App vornehmen.


    urai

    Keine der beiden Seiten kann und wird zurückziehen. Daher halte ich auch die Optionen von @urai für unrealistisch. Ein wie auch immer geartetes Einfrieren der aktuellen Konstellation ist nur der Versuch des Zeitgewinns. Es bleibt letztlich die Frage, welche Seite es wirtschaftlich länger durchhält. Und da kommt m.E. China ins Spiel. Für die Chinesen ist dieser Konflikt wie Weihnachten und Ostern auf einem Tag. Das sollte man immer im Hinterkopf haben.


    Stellen die Chinesen die Unterstützung für Russland ein, fällt Russland. Machen sie weiter wie bisher, wird der Konflikt ohne klaren Sieger noch "ewig" weitergehen.

    Deine Argumentation @inspirare ist nicht logisch. Denn ein Einfrieren bedeutet "keine Seite wird sich zurückziehen". Also plus/minus Status quo. Und was soll jetzt der "Zeitgewinn"? Ohne direktes Eingreifen der Nato (zugunsten Ukraine) resp. China (zugunsten Russland) hat keine Konfliktpartei die militärische Offensivkraft, den Status quo nachhaltig territorial zu verschieben. Auch nicht mit Zeitgewinn von 1 oder 2 Jahren.


    Und ohne (aktuelle indirekte) chinesische Unterstützung bleibt es auch beim Staus quo. Russland als Supermacht kann von einem mittleren Staat, wie die Ukraine einer ist, niemals in seiner Interessens-Sphäre besiegt werden. Dazu ist das eigene militärische Potenzial von Russland viel zu gross.


    Und für China ist das nicht Weihnachten und Ostern. Denn China will profitabel geschäften. Dazu braucht China bezahlbare Rohstoffe von Russland - was es jetzt auch mit einem Discount erhält. Aber China braucht auch die lukrativen und hochprofitablen westlichen Absatzmärkte. Die will China nicht verlieren. China hat gar keinen Handlungsspielraum. Daher mutmasslich territorialer Status quo bzgl. Verlauf Kontaktlinie.


    urai
    P.S. Ganz abgesehen von der Lösung der Taiwan-Frage und der "künstlichen Inselchen" im Chinesischen Meer.

    Ich bleibe bei meiner Meinung, dass beide Seiten aktuell nicht gesichtswahrend aus der Nummer rauskommen.
    1. Die Ukraine drängt die Russen aus dem eigenen Gebiet.
    2. Die Russen rücken weiter westwärts vor.


    Hat einer noch eine weitere Option?

    Ich habe mich schon einmal dazu geäussert und ich bleibe dabei. Als 3. Option sehe ich das Erstarren der Front plus/minus entlang der heutigen Kontaktlinie - und jetzt mit 2 Untervarianten:


    1. Schrecken ohne Ende resp. "Koreanische Lage": Waffenstillstand. Weder EU-/noch Natobeitritt. "Durchfüttern" der Rest-Ukraine durch den Werte-Westen - bis zur vollständigen finanziellen Erschöpfung und/oder Abwahl der verantwortlichen Regierungen. Dürfte für den Westen zu einem existenziellen Desaster werden, wo der gesamte westeuropäische Mittelstand verarmt. Erste Tendenzen, vor allem in den "Suppenküchen" sind bereits erkennbar.


    2. Ende mit Schrecken: Friedensvertrag und *Nato- und EU-Beitritt" im Fast-Track. Die Bedingungen sind letzte Woche vom EU-Parlament glasklar und ohne jeglichen Interpretationsspielraum definiert worden: Beitritte (Nato/EU) erst, wenn Krieg beendet. Dann aber im Schnellzugstempo. Neuer "Eiserner Vorhang". Ukraine muss dann selbstverständlich auch "durchgefüttert" werden. Aber unter dem Nato-Schutzschirm Artikel 5 sehe ich dann Potenzial für ausländische Investitionen. Erfolg absolut offen.


    Persönlich sehe ich nach den katastrophal verlustreichen ukrainischen Gegenangriffen - hatte nichts anders erwartet - langsam der Punkt gekommen, wo die Realitäten langsam wieder überhand nehmen: Russland kann in seiner unmittelbaren Interessens-Sphäre militärisch nicht besiegt werden. Auch nicht mit dem Eingreifen der Nato. Würde den 3. Weltkrieg, atomar geführt, bedeuten. 1. Zielpunkt(e): Berlin und London.
    Aber Russland hat auch nicht (mindestens nicht dieses und nächstes Jahr), die militärische Offensiv-Fähigkeit, weiter nach Westen zu stossen - ohne den Einsatz von mindestens taktischen A-Waffen.


    urai