Weatherford ist eine andere Art von Offshore-Aktie als Transocean, Valaris, Subsea 7 und TechnipFMC.
Während Bohrunternehmen ihr Geld mit der Vermietung von Bohrschiffen verdienen und Tiefsee-unternehmen von neuer Infrastruktur auf See profitieren, ist Weatherford viel enger mit der täglichen Förderung in Öl- und Gasfeldern verbunden.
Das Unternehmen liefert unter anderem Technologien für Bohrungen, die Fertigstellung von Bohrlöchern, künstliche Hebesysteme, digitale Überwachung und Wartung. Dadurch profitiert Weatherford von zwei Faktoren gleichzeitig.
Einerseits nimmt die Komplexität im Offshore-Bereich zu, sodass Kunden mehr Technik benötigen, um Felder sicher und effizient zu erschließen. Andererseits wollen Ölkonzerne und staatliche Ölgesellschaften auch bestehende Felder produktiver machen, da die Erschließung neuer Vorkommen immer teurer und schwieriger wird. Darin liegt die Stärke von Weatherford.
Das Unternehmen erzielt seine Einnahmen nicht nur aus neuen Projekten, sondern auch dadurch, dass bestehende Anlagen länger, besser und kostengünstiger betrieben werden.
Im vierten Quartal 2025 belief sich das EBITDA auf 268 Millionen Dollar und der freie Cashflow auf 222 Millionen Dollar.
Über das gesamte Jahr 2025 belief sich der freie Cashflow auf 466 Millionen Dollar. Dass das letzte Quartal die Hälfte des gesamten Jahres 2025 ausmacht, zeigt, dass Weatherford stark wächst.
Weatherford ist vielleicht weniger spektakulär als ein Bohrunternehmen, aber genau deshalb ist die Aktie interessant. Wenn die Offshore-Investitionen weiter steigen, profitiert das Unternehmen davon. Und wenn Ölgesellschaften vor allem die bestehende Produktion optimieren wollen, anstatt nur aggressiv neue Bohrungen durchzuführen, profitiert Weatherford ebenfalls.
Diese Kombination aus Offshore-Wachstum, wiederkehrenden Serviceeinnahmen und einem starken freien Cashflow macht die Aktie nach wie vor kaufenswert.