Ich finde die allerbesten Leute sind die, die sich Freiheiten durch das Impfen zurückerobern wollen, die ihnen sowieso schon immer gehörten. Dann gehen die mit aller stolz damit hausieren, dass sie nur leichten Schmerz im Oberarm verspürten und nächste Woche in den Fernurlaub fliegen, vorübergehend womöglich bald mit Thrombosestrümpfen, aber das ist ein anderes Thema.
Die Unzufriedenheit steigt, da die Lebensqualität nicht mehr wie vorher ist. Bei der zweiten Runde im Spätherbst wird der ein oder andere Impfling dann schon zögerlicher sein. Wenn sich Impflinge in meiner Gegenwart über ihr schlechtes Befinden äußern, weise ich immer darauf hin, daß das nicht von der Plörre kommen kann. Das muß am Wetter liegen. ![]()
Spannend ist für mich gerade, wie die mittelfristigen Folgen der Plörre sind. Wäre doch langweilig, wenn die Impflinge keine Arzneien bräuchten. Die müssen dann aber auch bezahlt werden, um die V-förmige Erholung der Wirtschaft zu garantieren.
Je größer die soziale Fallhöhe umso verblödeter/ignoranter dem Thema betreffend, es sind eben nicht die Arbeiter und Unterschichten, die im vorauseilenden Gehorsam den gesellschaftlichen Druck ausüben und konsequent die Agenda stützen.
Mit Handwerkern und Arbeitern kann man noch reden. Die tragen auch keine Windel. Bei Studierten und Frauen sind betreutes Denken und Konformität häufig stärker ausgeprägt. Es ist oft schwer, immer höflich zu bleiben, weil die Mehrheit dermaßen abgestumpft ist.
Den Schwankenden und Impfskeptikern helfen vielleicht Schillers Worte aus "Demetrius":
"Die Mehrheit? Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn, Verstand ist stets bei wen'gen nur gewesen. Bekümmert sich ums Ganze, wer nichts hat? Hat der Bettler eine Freiheit, eine Wahl? Er muss dem Mächtigen, der ihn bezahlt, um Brot und Stiefel seine Stimm verkaufen. Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen; Der Staat muss untergehn, früh oder spät, wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet."