Das war doch bewußt von mir überspitzt formuliert. Das Argument "anderen geht es noch schlechter bzw. uns geht es doch noch ganz gut" finde ich einfach daneben. Jede Gesellschaft und jedes Land ist letztlich selbst verantwortlich für seine Kultur und seinen Wohlstand, sofern es zugelassen wird.
Hier werden wir systematisch seit 1918 ausgebeutet. Nur wegen des Fleißes, Erfindergeistes und des technischen Fortschritts haben wir hier trotz der Ausplünderung noch so einen hohen Lebensstandard. Es lohnt sich aber kaum noch, sich anzustrengen, weil das Geld in dunklen, staatlichen Kanälen versickert, vom Ausland abgepumpt wird oder schlicht verschenkt wird. Den Politikern, welche diese Zustände eingeleitet haben, mit der Problemlösung dessen zu betrauen, ist einfach nur leichtsinnig.
Wenn man hier mit seiner Familie fest verwurzelt ist, warum sollte man sich wegen der ökonomischen Lage vertreiben lassen. Im Ausland bleibt man stets ein Fremder. Nach der Krise wird der Wiederaufbau hier sicherlich leichter werden, sofern nicht die alten Tugenden durch weitere Überfremdung verwässert werden. Daher kann ich das Beklagen der Einheimischen mehr als nachvollziehen, das hier das Potential nicht ansatzweise ausgeschöpft wird.