Wir haben nicht mal die Fähigkeit ein Reiskorn oder Grashalm herzustellen, maßen uns in totaler Verblendung an, irgendetwas unser Eigentum zu nennen. Nicht einmal einen Knopf dürfen mitnehmen.
Eigenartigerweise sind jene die uns das immer wieder sagen (du bist nicht gemeint, sondern Institutionen wie Kirchen und Staat), sehr an Eigentum vor allem der anderen interessiert.
Die Idee der "eigentumsfreien Welt" ist schlicht ein Märchen, das seinen Ursprung in den modernen Religionen hat (Paradies wo Löwe und Antilope kuscheln und der Mensch alles geschenkt bekommt). Davor gab es keine Diskussion darüber ob einem Klan ein bestimmtest Territorium gehört oder nicht. Das wurde sowohl außerhalb als auch innerhalb der Gruppe mit Macht geklärt.
Je mehr Mitglieder man für sich einspannen wollte, desto mehr Macht war nötig, doch diese Macht war begrenzt, physisch und zeitlich. So haben sich manche bestimmte Ideen einfallen lassen, um ohne physische Macht, über viele andere Macht auszuüben. Die zunächst naturistischen Religionen wurden "adaptiert" in so eine Form, dass die Götter plötzlich "Gesandte" auf der Welt hatten, die eben mit der nötigen "Macht" ausgestattet waren. Ihnen stand auch das Eigentum zu, oder wahlweise "allen" denn "es ist ja auch nicht wichtig". So viel zu den Fakten.
Diese sollen aber nicht als Argumente gegen ein sinnvolles und erfülltes Leben, das viel mehr ist als Eigentum, verstanden werden Nur das Eigentum komplett aus der Rechnung zu entfernen wäre zu kurz gedacht. Eine Welt ohne Eigentum, das inzwischen schon als Pejorativ für geleistete Arbeit verwendet wird, kann und wird nicht funktionieren. Zumindest nicht für die nächsten 500 Jahren, falls der Mensch jemals diese mentale Stufe überwinden kann.
Bei Eigentum gibt es aber auch für mich Grenzen. Ich halte "geistiges Eigentum" für Unsinn. Bin gegen Lizenzen und Patente, jedenfalls über eine relativ kurze Zeit hinaus. Das ist gegen die Evolution und die Natur des Menschen.