Man sollte meinen, dass die Finanzministerin angesichts solch schrecklicher Finanzergebnisse und langfristiger Prognosen in ihrem Begleitschreiben zu sofortigen Reformen und Haushaltsdisziplin aufrufen würde.
Aber es gab kein einziges Wort der Warnung in ihrem Brief.
Stattdessen prahlte die Ministerin damit, wie großartig die Wirtschaft ist, und lobte ihr lächerliches Inflationsbekämpfungsgesetz als "die aggressivste Maßnahme unserer Nation zur Bekämpfung der Klimakrise".
Wie bitte? Sollte der Inflation Reduction Act nicht dazu dienen, die Inflation zu senken?
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@Boomerang
bzgl. mit dem ehemaligen Finanzministers V*(:-)): mit dem Sozialismus weiß ich nicht, ich habe den Link von Tweeterer santiagoaufund, der Erklärer der Mik-Shake-Theorie (USD-Schulden der Nichtamiländer: unlösbares Problem und "Garant" für den USD). Santiago erklärt, daß V* zumindest die Lage richtig beschreibt. V* stammt nicht von armen Eltern, lehrte Ökonomie in Australien, ich weiß auch nicht...
Die Ganze Show die mit Corona begann, hatte den Zweck das Defizit der USA zu reduzieren. Lockdown, heißt Prod zuerst herunter fahren, keine Importe mehr aus China. Dann langsam hochfahren und intern bzw bei den verbündeten dafür sorgen, dass sie z.B. Gas aus den USA kaufen, nicht aus Russland, die Autoindustrie in D und generell Industrien in Europa nach USA wandern etc.
Das reicht aber nicht, das ist das problem der Amis und natürlich Putin, der das gecheckt hat und dazwischen grätschte.
Der Dollar ist solange das Problem der Dollar-Schuldner, solange der Dollar stark ist. Er wird von der weltweite Finanzwirtschaft hoch gehalten, nicht von der Realwirtschaft. Sprich es gibt eine Handelsbilanzdefizit, also eigentlich sollte der Dollar fallen, aber gleichzeitig gibt es eine hohe Dollar Nachfrage. Also woher wenn sie doch ein Defizit haben, was wiederum bedeutet, dass mehr Dollars auf den Markt geworfen werden, um all die Güter zu kaufen?
Die Finanzwirtschaft braucht Rendite.
Die Zinsen in den USA sind immer höher als in den (allermeisten) anderen Industrieländern. Deshalb gibt es eine Nachfrage nach Dollar, die das Defizit mehr als ausgleicht. Und wenn es nicht reicht, müssen die anderen Zentralbanken herhalten und Dollar kaufen.
Blöderweise müssen aber nun auch die anderen ZB's die Zinsen erhöhen, wie z.B. die EZB, denn auch hier herrschft Inflation. Die Fed muss also höher, sonst fällt der Dollar, aber dann massiv. Erhöht sie die Zinsen mit, behält also die Differenz von ca 2%.
Das ist Gift für die US-Wirtschaft und konterkariert die Vorteile durch LNG nach Europa.
Also sind die Amis in der Zwickmühle. Durch hohe Zinsen die Gesamtwirtschaft völlig ruinieren, die ohnehin nur durch die Dollar-Subvention wettbewerbsfähig ist, und somit das Defizit weiter erhöhen, oder die Zinsen senken, ggf unter denen anderer ZB's aber dann eine Flucht aus dem Dollar erzeugen und auch ein höheres Defizit zu erzeugen.
Either way, die sind am Arsch.
ON top kommt jetzt eine sinkende Nachfrage nach Dollar, weil die BRICS und andere Umsteigen. Also müssen sie keine Dollar mehr kaufen um untereinander Geschäfte zu machen. Sie können sogar Dollar-Verträge abschließen und trotzdem in der eigene Währung erfüllen. Bzw eine ausgeglichene Bilanz anstreben und nur die Überschüsse/Defizite ausgleichen, ggf sogar mit anderen Waren oder Gold etc.
Jetzt zu den Dollar Schuldner Bisher kam nur der IWF und die Weltbank um sie zu Retten.
Was wenn China kommt? Sie haben noch genug Dollar.
Die USA haben ein 360° Problem 
Ich finde die Analogie mit der Supernova sehr schön! 