Der Impfwunsch des Kindes sei „als Akt der Selbstbestimmung in besonderem Maße beachtlich“. Die 15jährige wolle auch nicht zu ihrer Mutter zurück.
Ohne das nur ansatzweise verharmlosen zu wollen, aber diese Mutter hat andere Probleme oder ist das Problem sogar selbst, denn offenbar will die Tochter nicht zu ihr. Ganz sicher reicht dazu nicht, ein Streit über die Impfung. Das ist ein typisches Bespiel von Zuständen im "Precariat", sagen wir es mal höflich.
Bei uns war es meine jüngste Tochter, die sehr damit gehadert hat, dass ihre Eltern solche "Impfnazis" waren und der Vater sich sogar auf den Demos mit der Polizei angelegt hat Ehrlich: Ich bin im Sinne meiner Tochter (die war da schon volljährig) gegenüber wirklich sehr autoritär aufgetreten. War halt für zwei Jahre ein ArsXXloch, sie hat es aber nicht ausgesprochen. Heute ist meine Tochter doch tatsächlich dankbar und hat sogar geäußert, dass sie diese ganzen "Verschwörungstheorien" seinerzeit einfach nicht glauben konnte. Jetzt hingegen sähe sie, dass fast alles stimmt oder sich sogar schlimmer darstellt. Es ging nur um die Möglichkeiten der staatlich zugeteilten "Freiheit".
Ich freue mich für dich Goldhut und für deine Tochter! Ich kann mir vorstellen, was du durchgemacht hast.
Zum Glück musste ich bei meinem Nachwuchs gar nicht erst was sagen. Da war die Haltung bereits grundsätzlich kontra. Das war aber Bestandteil meiner Erziehung vom Kindesbein an. Immer kritisch sein, nichts glauben, nachhacken und selbst denken und überprüfen.
Im Falle meiner Cousine lief das anders. Da haben die Elter gemacht, was das (erwachsene) Kind gesagt hatte, nämlich alle Impfungen mitmachen. Wie es denen geht, weiß ich nicht so genau, denn der Kontakt ist schon seit Jahren aus anderen Gründen stark zurückgegangen. Direkt würden sie nie zugeben wenn etwas nicht stimmt, da sind sie zu eitel dafür. Hatte aber von meiner Mutter erfahren, dass die Cousine regelmäßig Erschöpfungszustände hat, "bestimmt die Schilddrüse", sagte man ihr, obwohl sie seit 20 Jahren L-Thyroxin nimmt, wie sehr viele in Deutschland, nicht erst seit gestern.
Man sieht wie stark der Staat in das Familienleben hineinregieren will und es auch tut. Umso wichtiger ist, dass man ein gutes Familienleben pflegt und vorlebt. Die Kinder müssen sich im Kreise der Familie geborgen fühlen, auch wenn der Vater "ein Arschloch ist", weil man Hausarrest hat. Keine leichte Übung aber , das funktioniert trotzdem bei den meisten. Am Ende nutzt dem Staat das Gesetz nichts, wenn mein Kind auf meiner Seite ist. Wenn ich zurück erinnere, gerade im Kommunismus, habe ich nie daran gezweifelt, dass nur meine Eltern mich im Zweifel schützen, und niemand sonst. Auch und gerade wenn ich etwas verbrochen habe.
Diese typisch (west?)deutsche antiautoritäre Erziehung trägt nun Ihre Früchte. Viele Kinder sehen in ihren Eltern Spielkameraden, die für das Essen bezahlen, aber keine Autorität mehr. Allein schon das wort Autorität hat eine negative Konnotation.