Beiträge von TeeKay

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    Original von Tristan2066
    Ich würde nie auf einen einzelnen Silber Eagle oder Maple bei Ebay bieten,
    weil einfach das Preis/Leistungsverhältnis zu schlecht ist.


    Ich suche mir immer die Auktionen raus bei denen ich mehrere
    Münzen aufeinmal ersteigern kann, und beziehe bei meinem Gebot
    die Kosten für den Versand mit ein.


    Also das ist ein Widerspruch. Wenn du die Versandkosten mit ins Gebot einbeziehst, dann kann das PL-Verhaeltnis niemals schlecht werden.


    Ich wuerds dennoch nicht machen, da die Trefferquote bei einer einzelnen Muenze sehr klein ist. Ich hab das ne zeitlang getestet, bei korrekt beschriebenen Anlagemuenzen ist etwa jede zweihundertste ein Schnaeppchen, alle anderen sprengen den gesetzten Preisrahmen. Darum kann es zielfuehrend sein, alle korrekt beschriebenen auszufiltern und nur auf die unzureichend beschriebenen zu bieten.

    Bei Bafög gibts ne Vermoegensobergrenze von 5000 EUR. Wenn dazu auch Wohnungsausstattung gezaehlt wird (keine Ahnung, ob es so ist), kommt man vielleicht relativ schnell ueber die Grenze. Darum kann er evtl. gar nicht mehr als 2000 EUR als fuer den Staat sichtbare Reserve zurueckbehalten.

    Irgendwo las ich mal, dass eBay der Traum der Wirtschaftswissenschaftler ist, da dort deren vereinfachte Theorien wie voellige Markttransparenz, perfektes Polypol, Preis = Grenzkosten etc. noch am besten anwendbar sind.


    Du sagst, eBay biete keine Leistung, gleichzeitig kaemen bei Hood aber keine Kaeufer. Ergo sind die Kaeufer eBays Leistung. Du kannst deine Waren weltweit 150 Mio potentiellen Kaeufern anbieten, das ist die Leistung. Bloederweise must du aber auch mit Millionen Wettbewerbern konkurrieren, das ist dein Problem als gewerblicher Anbieter. Denn es wird sich immer irgendein Idiot finden, der mit 0,1% Rendite anbietet und beim ersten Gewaehrleistungsfall Insolvenz anmelden muss. Und da gewerbliche Anbieter bei eBay seltsamerweise nur austauschbare Standardware anbieten, sich also bewusst der Konkurrenz stellen, wird der guenstigste Anbieter die Kaeufer anziehen.


    Fuer private Nutzer ist eBay aber ein Traum. Als Anbieter erziele ich oft Preise, von denen ich nicht zu traeumen wagte. Z.B. weil einem Chinesen die Steuerelektronik seiner Festplatte kaputt ging und er jetzt die Platine meiner alten Festplatte benoetigt und daher jeden Preis bereit ist zu zahlen - die Fragen oftmals nichtmal nach den horrenden Transportkosten. Oder weil ein Franzose an seiner Grafikkarte den Luefter austauschte, den alten wegwarf und jetzt zur Inanspruchnahme der Herstellergarantie wieder einen Originalluefter benoetigt und auch jeden Preis bereit ist zu zahlen.
    Das sind keine austauschbaren Standardwaren fuer austauschbare Mainstreamkonsumwuensche, sondern Produkte, die ausgefallene Wuensche kaufkraeftiger Kunden befriedigen. Und die Beschreibung muss natuerlich so beschaffen sein, dass der Kaeufer die Produkte auch findet.


    Als privater Kaeufer erziele ich auch Preise, von denen ich nicht zu traeumen wagte. Z.B. weil der Anbieter den Artikel ungluecklich beschrieb oder um 2:00 nachts startete. Oder weil er 20 EUR Versandkosten verlangt, die jeden anderen abschrecken - denn hohe Versandkosten erscheinen ja soooo unserioes.
    Eine Auktion mit 20 EUR Versandkosten war mein vielleicht bester Kauf. Vor dem Kauf dachte auch ich, dass der Anbieter da seinen Erloes etwas aufbessern moechte, zumal er Versand als Paeckchen (damals 4,30 EUR) angab. Aber was solls, die Kosten kann ich ja einkalkulieren.
    Aber als die Ware ankam (Briefmarken), stellte ich fest, dass er 20 EUR wollte, weil das Zeug aufgrund der grossen Menge in zwei Paketen versendet werden (damals 14 EUR) und er dafuer zwei Packsets bei der Post kaufen musste (nochmal 5 EUR). In der Auktion stand weder etwas zur Quantitaet noch Qualitaet der Ware. Pech fuer den Anbieter, Glueck fuer mich.


    Nichtsdestotrotz finde ich eBays Service unter aller Sau, einfach Musterbeispiel fuer die Schaedlichkeit von Monopolen. Die Arroganz dieses Unternehmens macht mich jedesmal aufs Neue wuetend. Aber ich habe noch Hoffnung. Netscape oder AltaVista kennt heute auch keiner mehr.

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    Original von Yousuf810
    Ich verbiete Dir hier mit, mich mit einem anderen User in Verbindung zu bringen, dies zu behaupten und meine Person zu verunglimpfen.
    Ich melde Deinen Account für die permanente Abmeldung von Goldseiten.de bei H. W.
    Scanne mal die IP von uns beiden, dann würdest Du feststellen, daß wir völlig verschiedene Provider und Länderkennungen haben.
    Ich fliege keine 3000 Km um meinen Account mit einer zweiten Identität zu betreuen. Wie dumm und haßerfüllt muß jemand sein, um solche Wiederwärtigkeiten zu formulieren.


    Dein Verbot gruendet worauf? Die Parallelen zwischen den beiden Accounts fielen meines Wissens nach nicht nur mir auf.


    Und zu dem Rest, das klingt schon wieder so herrlich uninformiert.

    Nach Marktkapitalisierung und Output grosse Silberminen sind noch
    Pan Am Silver: 1,6 Mrd EUR
    Coeur D'Alene: 900 Mio EUR


    Und Barrick (Gold) hat auch schon eine groessere Marktkapitalisierung als deine Nummer 3.


    Was ich mich nur frage: Was hat Marktkapitalisierung mit Investmentattraktivitaet zu tun? Barrick mag Nummer 2 sein, aber hier werden nicht viele in das Unternehmen investieren wollen.

    Beim Barren reicht eine einfache Dichte- oder Leitfaehigkeitsbestimmung um zu sehen, ob das drin ist, was draufsteht. Schrott muss eingeschmolzen und anschliessend komplizierter analysiert werden.

    Die Frage kam hier schon oefter auf. Fazit war jedesmal, dass die auf der Website genannten Preise wohl nur fuer Standardbarren gelten, wer mit Schmelzgut ankommt, dem duerfte die Hutkrempe hochgehen, wenn er die genannten Ankaufpreise hoert. Dazu kaemen dann noch Untersuchungskosten, die der Verkaeufer uebernehmen muss.
    Audibeni (Nickname hier im Forum) hat ganz gute Ankaufpreise, duerften derzeit 28-30 Cent pro Gramm sein.


    Abgesehen davon wird niemand alte Kursmuenzen als Schmelzware verkaufen. Es gibt einfach bessere Verkaufskanaele. In den USA ist die Anlage in Kursmuenzen wesentlich fortgeschrittener als in Deutschland. Dort bekommt man die Dinger regulaer sackweise, z.B.
    http://www.gold.ie/modern_silver_coins.php

    Ist die Frage, ob die Raffinationskosten im gleichen Maße steigen wie die Silberkosten. Wenn Silber um 1000% steigt, die Raffinationskosten aber nur um 100%, dann ist es guenstiger, jetzt soviel Silber wie moeglich anzuhaeufen, egal in welcher Form.
    Der Spread ist ja nicht gottgegeben, sondern entspricht den Praege-/Raffinationskosten + Marge der am Handel beteiligten Parteien.

    Wie gesagt, kurz- und mittelfristig seh ich aufgrund des Ueberangebots keine grosse Preisbewegung nach oben (allenfalls im Sog von Platin), langfristig duerften die katalytischen Eigenschaften aber fuer sichere Nachfrage und steigenden Verbrauch sorgen. Ich seh Palladium (und auch Silber) eher als das absolute Langfristinvestment an, weil die Metalle im Gegensatz zu Gold von der Industrie nachgefragt und in einer noch staerker technisierten Zukunft vermutlich in noch viel staerkerem Maße gebraucht werden als jetzt. Und da Palladium von der Anlegerschar scheinbar noch ueberhaupt nicht entdeckt wurde, bieten sich hier gute Chancen.

    Wenn du die Dinger mit 20-30% Abschlag auf den Barrenpreis vom Haendler kaufen kannst, dann ist wohl kaum damit zu rechnen, dass man sie zum Barrenpreis verkauft bekommt.
    Vorteile gegenueber Medaillen sind hoher Bekanntheitsgrad und sichere Feinheit, moeglicher Sammlerwert, so dass der Abnehmerkreis potentiell groesser ist.

    Soweit ich weiss, besteht bei Palladium ein Angebotsueberschuss. Und mal schnell gegoogelt ergibt sich die Erkenntnis, dass Palladium in Katalysatoren bei hohen Temperaturen schnell klumpt und daher ueberproportional viel Palladium (also mehr, als fuer den Ausgleich der besseren Oxidationsfaehigkeit Platins noetig waere) verwendet werden muss.
    Ich fuerchte, sobald der Angebotsueberschuss abgebaut ist, kommen die ganzen Palladiumkats aus den 90ern in die Schrottverwertung und steigern das Angebot drastisch. Fuer die naechsten zehn Jahre seh ich jedenfalls auch noch keine drastischen Preisbewegungen nach oben. Auf Sicht von Jahrzehnten duerfte Pd aber aufgrund seiner hervorragenden katalytischen Eigenschaften ein gutes Investment fuer die Altersvorsorge sein.

    Wie sind denn so die Ankaufpreise in den Doenerbuden? Wer traegt denn als Unkundiger dort sein Edelmetall hin? Doenerbude/Kiosk haben in Punkto EM nicht unbedingt ein serioeses Ansehen, kann mir aber vorstellen, dass die Ankaufkurse sich dort wesentlich staerker am Spot orientieren als bei zahlreichen Juwelieren.

    Heissts nicht, Geld mache man mit einfach zu verstehenden Anlagen? Dieses ganze Kombinationsgedoens verschiedenster Papierprodukte versteh zumindest ich nicht so ohne weiteres. Und wie man an Amaranth und LTCM sieht, offenbar auch Leute nicht, die dafuer Millionengehaelter bekommen.
    Darum tu ich mir Artikel, die mir irgendwelche Absicherungsstrategien verkaufen wollen, auch gar nicht erst an.

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    Original von Schürfer
    Angeblich steigen die Schulden
    Deutschlands um 2500€ pro Sekunde


    Was heisst angeblich? Kann man ja grob ueberschlaegig selbst berechnen. Bundesschuld ~1,5 Bio, bei 3% = 45 Mrd EUR pro Jahr. Macht 1427 EUR pro Sekunde. Dazu dann noch die Laenderschulden, und man kommt problemlos auf 2500 EUR/s + Neuverschuldung.
    Die Zinsen koennten auch hoeher sein als 3%, da ein Grossteil der Bundesschuld aus kurzlaufenden Krediten besteht (keine Lust, jetzt die Statistik zu suchen, um genaue Prozentwerte zu nennen). Die muessen natuerlich staendig zu aktuellen Zinsen umgeschuldet werden. Und weil das so ist, kann man sich schonmal auf das Ende der Niedrigzinsaera "freuen". Bei 5% Zinsen sinds schon 75 Mrd EUR pro Jahr, bei 8% nicht weniger als 120 Mrd EUR. Bin gespannt, ob der Haushalt dann zwecks Haushaltskonsolidierung auf den Posten "Zinsen" zusammengestrichen wird.

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    Original von boersianna
    Frage 1: Wo bekommt man Silber mit Nr. (Habe bei der Bank angerufen und die Auskunft erhalten: "soweit mir bekannt ist, haben die Barren keine Nummer".)?


    Wozu soll das gut sein? kg-Barren haben Nummern.


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    Frage 2: Ist ein Bankschließfach ein Sammeldepot (m. E. nach: "nein", richtig?)


    Unter Sammeldepot wuerd ich eher einen Dienstleister verstehen, bei dem zwar das von dir gekaufte Silber physisch lagert, dir aber keine konkreten Barren zugeordnet sind. Also z.B. goldsilber.org. In einem Bankschliessfach befindet sich nur dein Silber. Ergo ist es kein Sammeldepot.


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    Frage 3: Wenn ihr von einem Tresor schreibt, meint ihr dann den Tresor bei der Bank oder einen Eigenen, der daheim irgendwo aufbewahrt wird?


    Kommt auf den Zusammenhang an. Es gibt hier viele, die Bankschliessfaechern nicht vertrauen und alles in ihrer Verfuegungsgewalt haben wollen. Vielen ist das Gold daheim aber auch zu unsicher.


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    Frage 4: Ist es auch möglich bzw. zu empfehlen, Gold & Silber z. B. in der Schweiz zu kaufen? Wie würde das praktisch ablaufen, hat jemand Erfahrungen darin?


    Man sucht sich eine Bank mit Goldverkauf, geht hin, bezahlt, kriegt sein Gold und geht?
    Moeglich ist das, es verkauft wie in Deutschland aber nicht jede Bank, schon gar nicht Silber. Problematisch ist da eher der anonyme Geldtransfer. Ueberweisen geht schlecht, da wirst du nach einem Jahr nur vom Finanzamt gefragt, wo das Geld denn geblieben sei. Und bar ueber die Grenze, da freut sich die mobile Zollkontrolle ueber ihren vermeintlichen Schwarzgeldfund.


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    Frage 5: Kann man legal irgendwie die MWST beim physischen Silber umgehen?


    Firma gruenden und darueber kaufen.
    Problem 1: Wenn du Firma nichts anderes macht, wird dir irgendwann fehlende Gewinnerzielungsabsicht unterstellt.
    Problem 2: Der Staat weiss vom Silber.


    Andere Moeglichkeit waere Kauf von privaten Anbietern. Aber die sind nicht daemlich, die wissen auch, dass du beim Kauf vom Haendler die Umsatzsteuer zahlen muesstest und werden daher mindestens 1/2 der gesparten Umsatzsteuer von dir verlangen.