2Wie groß ist ein Virus? Mehrere Atome Groß...mit einer gewöhnliche Maske Viren auffangen zu wollen ist so intelligent wie mit einem Fischernetz Wasser aufzufangen....Das geht aus Studien klar hervor.
Eigentlich ist die Idee, einen Schal als Schutz zu verwenden nicht komplett verrückt. Aber die Handhabung macht so ein Teil brandgefährlich.
Aber erst einmal zum Virus und zu FFP3-Masken und deren Verhältnis zueinander.
Ein Coronavirus misst im Durchmesser max. 160 nm (0,16 μm). [1]
Für ein Virus ist es damit recht gross. Das deckt sich mit dem Befund, dass "[d]as einzelsträngige RNA-Genom der Coronaviren [max.] 31.000 Nukleotide (nt) lang [ist], womit Coronaviren die längsten Genome aller bekannten RNA-Viren besitzen."
Wie ist es mit den Masken? Die Maskengüten FFP1 bis FFP3 filtern mindestens 80%, 94% und 99,5% von Partikeln bis zu einer Größe von 0,6 μm.
"Bis zu einer Grösse" wird hier etwas widersprüchlich angewandt. Gemeint ist natürlich nicht, dass Partikel in der Grösse von "0 bis 0,6 μm" gefiltert werden, sondern solche mit "0,6 μm und grösser".
Tja. 0,6 μm ist grösser als 0,16 μm. Würden Viren alleine in einer puren Virenwolke rumfliegen, würden mit so einer Maske pro Minute 2 Trillionen (Milliarden Milliarden) Viren eingeatmet [2]. Für eine solche Umgebung wäre ein Mondanzug besser geeignet.
Viren befinden sich aber glücklicherweise in der Regel nicht in so einer Virenwolke, sondern in Tröpfchen. So ein Tröpfchen hat im Schnitt einen Durchmesser von etwa 5 μm. Diese Tröpfchen werden von der Maske aufgefangen, bleiben aber auch darauf haften. Also nicht an die Maske fassen! Und an das Restrisiko denken, denn weder 99,5% noch 94% und schon gar nicht 80% Filterleistung sind ein vollumfänglicher Schutz: bei FFP1 muss mit dem Durchdringen jedes fünften Virus gerechnet werden, bei FFP3 immerhin noch mit jedem zweihundertsten.
Und jetzt die nicht klinischen Masken.
Schaut euch mal so einen Schal an (oder was auch immer eingesetzt wird). Da sieht man die einzelnen Öffnungen. Tröpfchen von 5 μm sieht man aber nicht von blossem Auge.
Natürlich, wenn nur 40% durchlässige Öffnungen vom ganzen Gewebe sind (inkl. der nicht von blossem Auge sichtbaren), bleiben beim angespuckt werden 60% der Tröpfchen am Gewebe haften, die anderen 40% kriegt man sofort ab.
Dann legt man den Schal aber zur Seite, und jetzt kommt's ganz dicke, beim Wiederanlegen vermutlich falsch herum. Die Viren sind dann aber noch immer aktiv. Und jetzt atmet man die zuvor gefilterten 60% nicht nur einmal ein wie beim angespuckt werden, sondern viele Minuten lang.
Freunde, ernsthaft jetzt: Wenn nicht garantiert werden kann, dass immer die selbe Seite benutzt wird, und dass man die falsche Seite nicht anrührt, dann trägt man besser keine Maske, oder das Ansteckungsrisiko vergrössert sich rapide.
Aber abgesehen davon gilt das auch für Masern.
Da hingegen hab ich noch niemanden einen Schal tragen gesehen.
[1] Wer auch immer diesen Wiki Artikel geschrieben hat, hat von Latein nicht viel Ahnung: Viridae ist nicht der Plural von Virus, da Virus eines der wenigen lat. Wörter ist, die keinen Plural haben.
[2] Weil's Spass macht: Würden Viren alleine in einer puren Virenwolke rumfliegen, würden 3,75 davon nebeneinander durch eine "Masche" schlüpfen können. Und auch übereinander, also 14 Stück pro Schicht. Bei einer Materialdicke von etwa 1 mm ergibt das 6.250 Schichten davon. Rein rechnerisch passen also 87.500 Viren in jede einzelne "Masche". Bei einer Oberfläche von ca. 0,2 x 0,2 m = 0.04 m2 und 25% Öffnungsanteil (0.01 m2) kann man von 0.01 m2 / (0.6 μm)2= 27,8 Milliarden "Maschen" ausgehen. Sich in einer reinen Virenwolke zu bewegen, würde die "Maschen" so einer Schutzmaske instantan mit 2,4 Billiarden (2,4 Millionen Milliarden) befüllen. Und jetzt einatmen bitte. 8 Liter Luft pro Minute, das ergibt 0.008 m3 / 1 mm = 8 m2 davon, also 800 Maskendicken, mithin eben 2 Trillionen Viren pro Minute.