Beiträge von Bargold

    Damit wäre das strukturelle Kernproblem der Diskussion immer noch nicht gelöst.


    Denn er kann wie gesagt nicht einfach so "senken". Er kann nicht unter den Marktzins! Also muss er entweder hoffen, dass Anleihen wieder wie geschnitten Brot laufen. Was bei stark fallenden Börsen zumindest kurzfristig der Fall sein kann. Oder er muss selbst Hand anlegen und ein QE auflegen.


    Ein QE im Umfeld bereits jetzt schon teurer Vermögenswerte will ich erst sehen, bevor ich es glaube.


    An weltweit stark fallende Börsen glaube ich da viel eher , um das Umfeld für ein neuerliches weltweites QE zu schaffen.

    Du sagtst doch, dass die Fed es tun wird, weil ansonsten die Börsen krachen und der Bürgerkrieg ausbricht. Was impliziert, dass du denkst, dass dies funktionieren wird, ansonsten bräuchte sie es ja nicht tun.


    Ich sage: Tut sie es, wird der Krach noch viel eher kommen als wenn sie passiv bleibt! Daher wird sie passiv bleiben.

    Aber der Bitcoin wird z.B. auch nur noch von den Big Boys im ganzen rumgeschoben, alle anderen "Kleinanleger" können sich da wohl nur noch Bruchteile in die Vault werfen. Genauso geht das jetzt bereits mit Gold. Viele haben gar keins, die anderen holen nix mehr in Menge vom Händler. Paar wenige brauchen eh nicht auf den Preis schauen. Ich schrieb schon vor nem halben Jahr, dass ich auf 1/10 umsteige (und wurde da auch schon belehrt, dass das nicht kommen würde 8o ) , wegen Postversand bis 500€ und weil der Käuferkreis für ganze Unzen eben kleiner werden wird...und schon stehen wir rasant viel näher vor diesem "Luxusproblem"....

    Ja, auch den Dax kauft kaum mehr einer als Ganzes. Dann halt Bruchteile. Und irgend wann halt ersatzweise Silber. Da gebe ich dem Anstoßer der Diskussion durchaus recht.


    Gold war im Vergleich zu lange zu billig und schließt nun einfach langsam wieder auf. Es ist eben Gold und kein Blech! Der Maßstab ist diesbezüglich ziemlich lange verrutscht. Dass sich der Pöbel das Königsmetall so günstig sichern konnte, wie in den 2000ern, hat den Respekt davor gemindert.


    Walter Eichelburg hat auf der Edelmetallmesse mal während eines Vortrags nen ganzen gelben Philharmoniker hochgehalten und gesagt, dass man dafür irgend wann ein ganzes Jahr arbeiten wird müssen.


    Damals gabs die oz noch für einen durchschnittlichen Wochenlohn oder 1.5. Jetzt sind wir schon viel weiter. Und er könnte recht behalten. Und dann werden diese 4 Buchstaben wieder mit der gebotenen Ehrfurcht ausgesprochen.


    Kann man als Luxusproblem sehen, ja. Die großen Stücke bekommst du trotzdem los. Musst halt was großes kaufen. Gold war schon immer Transaktionsmetall fürs Gröbere.


    Für Wurscht, Butter oder den Sparstrumpf gibts normalerweise Silber. Aber das wird ja auch (noch) verlacht.

    Das rumänische Beispiel beantwortet doch alles! Erstens dass es geht. Zweitens, dass sich die Welt trotzdem weiter dreht.

    Diese Meinung kann man vertreten, ich jedoch teile sie nicht:

    Kapitalverkehrskontrollen. Staatsmonopol bei Edelmetallen, inkl. Preisfestsetzung.

    Wie in der DDR.


    Es ist passiert, also wird es wieder passieren.

    Und trotzdem war der, der in Zone Gold hatte King! Und derjenige der welches wollte bekam es. Zu dem Preis, den der King vorschlug und nicht das Politbüro.

    Ich sage ja, dann stimmt was am Preis nicht! Verfügbar war die Pappe immer, gegen genug Papier [smilie_happy]

    Wie weit sind denn 5000€ noch weg?


    Das ist weniger als eine Verdoppelung. Also das, was der Preis in den letzten 47 Monaten hingelegt hat.


    Ich sehe das Problem nicht!


    Dann kostet die Unze eben 5000€. Und?


    Wen juckts?


    Juckt doch auch keinen, wenn der Dax 20.000 kostet. Oder virtuelle Nummern 100.000€.

    Wenn ein Käufer bei 5000€ kein Gold mehr kaufen können wird, stimmt am Preis was nicht. Denn es kostet, was es kostet!


    Warum sollte er bei diesem Preis nichts mehr bekommen, vorausgesetzt es läuft noch alles in halbwegs geordneten Bahnen?

    Alternativlos... Das Wort haben schon andere in den Mund genommen.


    Hinz und Kunz halten NVDA. Sogar die SNB.


    Wer soll also noch kaufen, wenn bereits alle drin sind?

    Vergibt sie nicht auch Kredite?

    Dann kommt noch eine zweite Macht dazu: Förderung bzw. Aushungern von einzelnen Unternehmen/Banken und sogar ganzen Wirtschaftzweigen.

    Den Aushungerungshebel bedient zumindest in den USA die Politik. Dort wird Geld nach Gutdünken verteilt. Bei der EZB siehts da anders aus. Sie hat sogar Klimarettung als ihren Auftrag definiert.


    Ja, die Fed kann auch Kredite vergeben. Ich betrachte das jedoch als passive Option, denn wenn niemand die Kredite abfordert, passiert an dieser Stelle auch nichts.


    Das eigentliche Schwert der Fed ist im Grunde die elektronische Druckerpresse und die Hand die es führt, der direkte Markteingriff.


    Ginge es anders, hätte es nie QE gegeben.

    An dieser Denke ist bereits die UdSSR zugrunde gegangen. Dort dachte man auch, man könnte Preise festsetzen wie man will. Notfalls intervenieren und überhaupt alles nach dem Willen des Politbüros beeinflussen.


    So funktioniert es aber nicht! Das weiss die Fed ganz genau und daher muss sie sich zurückhalten. Ihre Zinssenkungen sind im Grunde nichts anderes als Illusion. Sie reagiert nur auf den Markt. Sie ist ständig "behind the curve". Aus gutem Grund. Sie hat eigentlich nur eine echte Wirkmacht. Nämlich die Zentralbankgeldmenge zu erhöhen und direkte Staatsfinanzierung zu betreiben.


    Alle anderen Faktoren laufen am Kapitalmarkt ab. Jenseits der Fuchtel der Fed. Über Geschäftsbanken, Investoren und Konsumenten, die bereit sind, Kredite aufzunehmen.

    Soweit ich weiß, wollte Hitler die Welt erobern.

    Braver Lumpi [smilie_happy] .


    Den Anspruch, die eigene Doktrin der Welt aufzuzwingen hatten ganz andere. ,,Proletarier der Welt vereinigt euch" oder ,,Die Internationale" oder die sowjetische Symbolik mit der Weltkarte unter Sichel und Stern sind da ziemlich eindeutig.


    Ähnliches kann man dem NS beim besten Willen nicht andichten, denn er war territorial sehr begrenzt, sprach nach wie vor von Maas, Memel, Etsch und Belt und war ethnisch ziemlich exklusiv, konnte also gar nicht über seine völkischen Grenzen hinaus. Die Expansionsansprüche über die in diesem Kontext bekannten Teile Osteuropas hinaus, soll mir erstmal jemand anhand von politischen Aussagen , Schriften oder anderen Quelle belegen.


    Nehmen wir den italienischen Faschismus, siehts noch finsterer aus, was angebliche Weltherrschaftsansprüche angeht. Da gabs in der Doktrin noch historische Ansprüche in Lybien und nahe Albaniens und das wars dann.

    Auch ohne Dekret. Sie kaufen einfach alles auf, was auf dem Markt ist.

    Wenn du meine drei Optionen durchgelesen hast, habe ich diese Option genannt.


    Per Dekret, also per ordre de Mufti geht NICHT! Da lacht der Markt milde drüber, wie man sieht. Sie können den Markzins nur dann beeinflussen, wenn sie selber auf dem Markt tätig werden. Was sich Quantitative Easing nennt und auf das Aufkaufen von längerfristigen Anleihen hinausläuft um die Marktzinsen bzw. Renditen am langen Ende zu drücken.


    Das ging zu Obimbos Zeiten ne Weile gut, weil sich quasi alle auf der Welt einig waren und das selbe taten, die Inflation noch halbwegs im Rahmen war und die wirtschaftliche Grundsubstanz noch solider.


    Jetzt gibts aber andere Situation. Man ist sich nicht mehr einig, die Inflation ist nach wie vor hoch. Gleichzeitig gibts Konjunkturprobleme.


    Noch einmal Zeit kaufen, und zwar als alleiniger Akteur wird also sehr teuer werden. Ginge das so einfach, hätten sie es längst getan.


    Ich möchte diesen Versuch gerne sehen, und damit die völlige Implosion des Dollars.


    Da die Fed aber nicht völlig dumm ist und sie auch genau um ihre eigentlich begrenzte Macht weiß, prognostiziere ich, dass sie dies (ein neues QE) nur im allergrößten Notfall (Deflatorischer Börsenkrach) machen werden.


    Dem folgend, erwarte ich entgegen den Allmachts-Fedgläubigen Marktteilnehmern , zunächst diesen Deflatorischen Krach, bevor überhaupt daran zu denken ist, dass die Fed interveniert. Ob diese Intervention überhaupt gelingt, ist höchst fraglich. Und wenn, wird sie einen sehr sehr hohen Preis haben.

    Willst du mir erzählen, die Fed ist in der Lage, das lange Ende der Zinsen per Dekret zu kontrollieren?

    Nun noch S+P-short bei 6037,5 . Ich hoffe, ich bin nicht zu früh mit den shorts, deshalb unbedingt

    die Absicherungen ! :)

    Alle 3 shorts sind Halbpositionen, so daß notfalls auch nachgelegt werden kann.

    Krypto bekommt jedenfalls zur Stunde ganz gut das Ränzlein gegerbt. [smilie_happy]


    Und wir kennen ja die Korrelation zur Techblase.


    Und nachbörslich gibt Alphabet 7% vom Schlusskurs wieder ab. Der nächste Große, der einen starken Abwärtsimpuls bekommt.


    Könnte sich als richtig erweisen, nicht noch einen höheren swing abgewartet zu haben.

    Definitiv nicht. Die USA könne sich diese hohen Zinsen schlicht nicht leisten.


    Das ist Sozialismus nicht Kapitalismus! Das Framing funktioniert offensichtlich.

    Den Markt interessiert es nicht, ob sich irgend jemand den Zins nicht leisten kann.


    Riecht er das, wird er noch mehr verlangen, da das Ausfallrisiko steigt.


    Die Fed kann am kurzen Ende senken wie sie will, es spielt für das lange Ende gar keine Rolle, denn dort müssen Dumme gefunden werden, die ihnen tatsächlich Geld leihen. Und die sterben in diesem Fall zur Abwechslung langsam aus.


    Was bleibt? Die Fed könnte offene Staatsfinanzierung betreiben, würde damit aber den Wechselkurs nach unten treiben, was als Importnation natürlich ganz schlecht ist und die Dummen noch schneller aussterben lassen würde.


    Oder es geschieht ein Wunder und Eurasien geht wieder voll ab auf US Trashuries, was ich allerdings ob des Gebahrens seit 2022 bezweifle.


    Oder aber, gods own country muss sich wie jeder andere Staat den gottgegebenen mathematischen Gesetzen beugen und entweder sparen oder eben den Argentinischen Weg gehen. Dort hat es den Kreditangebotsmarkt auch nicht gekratzt, wie hoch deren Zinslast war.