Hi Folks,
Performance-Update. Wir pendeln um die 'schwarze Null. Gold und Silber mit moderaten Verlusten. Die Minen hat's wieder mal etwas 'heftiger' getroffen mit Verlusten zwischen 1,5 und 2,75 %.

Den Chart lass ich diesmal weg. Wir handeln hier in allen Metallen seit nunmehr 6 - 8 Wochen in relativ engen Zonen. (Range-Trading) ohne die Unterstützungen zu unterschreiten. Wir werden sehen ob das ''DER BODEN'' wird, oder ob es noch einen fake move tiefer gibt. So oder so, halte ich die Abwärtsrisiken hier für überschaubar.
Also meine Schmerzen reichen mir !
Aber ist natürlich alles relativ. Ich zehre von der Gnade des frühzeitigen Kaufes.
Interessanterweise betrachten alle , ich nenne sie mal 'Topsucher' , das 1980 er TOP und das 2012 er TOP. Da wird nach Mustern ,Ähnlichkeiten und Parallelen gesucht. Ist das sinnvoll ? Oder ist diesmal alles/etwas anders ? Ich tendiere dazu diese Vergleiche als nicht zielführend zu betrachten. Diesmal ist etwas gewaltig anders.
Schauen wir uns mal die Historie epochaler Tops im Silberpreis an:

Zunächst : was ist denn ein TOP ? Ich würde sagen ein neuer Höchststand nachdem das alte Kursniveau signifikant überschritten wurde. Gefolgt von einer Korrektur des Kursanstieges.
Ich hab' hier in dem Chart (Jahrescandles) mal die wichtigsten Tops nach dieser Definition eingezeichent. Es fällt (sofort) auf, dass TOP Nr. 4 in diesem Sinn gar kein TOP ist, da das Kursniveau von 1980 nicht bzw. nur marginal überschritten wird. Hier haben wir also eher soetwas wie ein Doppeltop. In rot die prozentualen Zugewinne zum Ausbruchsniveau. (Von TOP 3 zu TOP 4 Null % !)
Der Zugewinn von TOP 1 zu TOP 2 ist mit ~ 275 % am ehesten mit dem zwischenzeitlichen Zugewinn am TOP 5 ( 250 %) vergleichbar. Ich würde das diesjährige TOP am ehesten mit den '74 er TOPs von Gold und Silber vergleichen. Obwohl auch da einiges nicht zu(sammen) passen scheint. Aber ich denke wir dürfen (auch inflatiionär bedingt) eine zweite Welle erwarten. Und ich bin mir ziemlich sicher , dass die Korrektur diesmal nicht mehrere Jahre dauert.
Aber gehen wir an der Stelle mal auf die fundamental-analytische Schiene. Ordnen wir dazu die TOPs fundamental.
Top 2: mit dem Ende von Bretton Woods (1971) fliegt der Deckel der auf Gold gelastet hat weg. Beschleunigend die 1. Ölkrise (1973) Stark steigende Inflationsraten. Korrektur mit Abebben der 1. Inflationswelle
Top 3: Starker Anstieg '76 - '80 mit anziehender Inflation, 2. Ölkrise (Iran , Revolution) Und das Ende und beginnende Korrektur : Volcker setzt die FED-Funds-Rate auf 19 %
Top 4: ist eigentlich auch zweiteilig zu sehen, Zwischentop mit der Subprimekrise (2008) danach Nullzins, quantitative easing, Inflationsängste , Eurokrise (whatever it takes...) De Fakto wurde die Krise (und der Goldpreisanstieg) durch Liquiditätsflutung 'beendet'
Top 5: (Meines Erachtens) Goldpreisanstieg initiiert durch steigende Inflationsraten post Corona dann angetrieben in Erwartung einer Staatsschuldenkrise.(geopolitische Spannungen, exponentiell wachsende Staatsverschuldung)
Wir sehen: die TOPs die als Blaupause für das aktuell hinter uns liegende 2026 er TOP herhalten sollen, wurden einmal durch Liquiditätsentzug (FED-Funds ~ 20 %) und einmal durch Liquiditätsflutung quasi kreiert.
Beide Optionen stehen aktuell 'eigentlich' nicht zur Verfügung. Zinserhöhungen sind bei einem Schuldenstand von bald > 40 Billionen explizit (+ 86 Billionen implizite Schulden = > 300 % BIP) eigentlich ein Nogo. Ich würde auch wetten , dass es , wenn überhaupt, bei einem (symbolischen) Zinsschritt (vielleicht im September) bleiben wird. Der Aktienmarkt zeigt alle Zeichen der 'Frühphase' eines Bärenmarktes. Die Anleihen sind bereits in einem solchen. Die Langfristzinsen brechen von Hoch zu hoch aus...
Angesichts der aktuellen Schuldenstände, der geopolitischen Gemengelage, dem drohenden Ölpreisschock scheint mir ein 'analog' zu den 70 er Jahren mit einer starken 2. Inflationswelle unausweichlich . Und der Köcher der FED ist empty...was bleibt ? Pest (Depression) oder Cholera (Hyperinflation). Man wird alle Register ziehen und die 'Insolvenzverschleppung' mittels 'financial repression' vorantreiben...Cholera , das leichter 'vermittelbare' Gift .
Der Zinsmarkt sendet bereits das entsprechende Signal: die Yield-Kurve versteilert sich:

Ich bleibe in meinen Investments und bleibe nicht nur lang- , sondern auch mittelfristig Bulle !
Kurzfristiger Noise lässt mich kalt.

Schönen Sonntag allseits !
