Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Später hat der Kunde sich erkundigt: Im Gesetz steht "eine angemessene Zeit". Für pro aurum sind das 4 Wochen.

    Das ist ja das hundsgemeine, der Gesetzgeber setzt hier absichtlich keine Frist, Händler und Kunde bewegen sich in einer Grauzone, und insbesondere für den Händler kann es schnell existenzgefährdend werden, wenn man ihm Beihilfe zur Geldwäsche nachweist oder auch nur unterstellt. Von daher ist es schon geradezu großzügig, wenn dir der Verkäufer seine Frist von 4 Wochen benennt (weil auch das schon wieder als Hilfe zur Umgehung gesehen werden könnte).


    Andere Händler sagen beispielsweise: wenn der Kunde heute kauft und morgen wiederkommt, und dann eine Münze kauft, die ich heute noch nicht im Angebot hatte, dann kommt er ja speziell wegen der Münze, ich muss daher nicht davon ausgehen, dass ein Geldwäscheverdacht vorliegt, also muss ich beide Käufe hinsichtlich der 2000€ nicht addieren.

    dass hier so viele kolleschen in etfs sind wundert mich tatsächlich seit Jahren.

    Kann das jemand erklären?

    Lebensversicherung kann ich als jugendsünde ja noch verstehen...

    Ich bekenne mich mal als so ein Kollesche :D :


    Sachwert statt Geldwert, Teilhabe an wirtschaftlichem Wachstum, gute Performance in der Vergangenheit (für die Zukunft ist das nirgendwo gesichert), Teil einer maximalen Diversifikation (Drei-Speichen-Rad plus a bisserl Fiat am Konto).

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    Viele Grüße

    Schwundgeldfluechter

    So sehe ich das auch, aber es muss ja nicht gleich das Ende der Welt kommen. Es reicht schon, wenn wir in eine Lage kommen, wie Italien oder Griechenland in den 70ern oder 80ern, hohe Inflation, Staat funktioniert nur rudimentär.


    Aber auch dort wurde damals gelebt, geliebt, Menschen wurden geboren und sind gestorben ... :)

    Kommt sehr darauf an, was es für Schmuck ist. Moderne Industrieware wird üblicherweise maximal zum Schmelzpreis angekauft, da bekommst du beim Goldheinz (Karlsruhe) und bei der ESG (Rheinstetten) so 96-97% vom Spot. In der Schweiz musst du halt mal Scheideanstalten checken.


    Älteres oder handgearbeitetes muss halt seine Liebhaber finden, über Foren, Versteigerer, ...

    tja, immer noch geringes Aufgeld bei den Händlern laut gold.de Aufgeldliste


    Spricht für hohe Lagerbestände der deutschen Händler und somit fallende oder gleichbleibende Preise in nächster Zeit


    Wat weeste mache...

    Na, Deutschland ist nicht der Nabel der Welt. Nur weil hierzulande so einige ihren Notgroschen versilbern, um die Heizkostennachtzahlung zu stemmen, wird der Gold-Weltarktpreis nicht beeinflusst. Das Angebot an Münzen und Barren aus 2. Hand wird für uns etwas höher und die Aufgelder schmelzen ein wenig ab.

    Wären mach 18 Jahren eben mal 20 Kg Ag. Das wäre nicht wirklich viel...

    Kommt darauf an, Gold ist Geld, Silber Kleingeld. Ich nehme Goldmünzen als Anlage, Silber-DM und Schillinge für Not- und Krisenzeiten als Wechselgeld. Gibt es im Forum manchmal knapp unter Spot, d.h. ca. 25% mehr Silber als bei Bullion. Und handelstauglich sind die Münze auch alle, da für den Umlauf produziert (mit CU-Anteilen).


    ... Was ist denn mit den u.g. Goldverboten? Woher nimmst du die Sicherheit, dass sich die Geschichte nicht wiederholt? ...

    Dafür gibt es im GSF ja einen eigenen Faden, und auch eine Sammlung von Möglichkeiten, sich darauf vorzubereiten:


    Wenn Du Degussa bevorzugst, weil bei Dir in der Nähe, dann beispielsweise Sovereigns, da ist das Aufgeld erheblich niedriger und Du hast kleinere Stückelung / 7,32 g fein. Oder eben, wenn Du den Springbock bevorzugst, die 2 Rand, mit gleichem Gewicht.

    Degussa ist üblicherweise eine Apotheke, aber auch in der Apotheke kann man mal Schnäppchen machen. Dazu muss man aber flexibel sein, regelmäßig die Aufgeldtabelle in gold.de studieren (bzw. im online-Shop stöbern, denn nicht 100% aller Angebote werden in der Aufgeldtabelle angezeigt), und das nehmen, was dann kurzfristig günstig angeboten wird. Bei mir selbst "passt" das dann so 2-3x p.a. und es waren schon schöne Sachen dabei. :]

    So schwierig kann das ja nicht sein, z.B. einen Gold-ETF innerhalb der Brics nachzubauen. Wenn man die Basis verbreitern will, dann einen Rohstoff-Fonds.


    Dann hat man noch keine "Währung", sondern "nur" einen Fonds (dessen Unterlegung mit Gold bzw. Rohstoffen halt mehr oder weniger glaubhaft gemacht werden muss). Die "Bezahlung" mit Fondsanteilen wäre dan ebenfalls kein Hexenwerk, de facto handelt es sich um Tauschgeschäfte (Waren bzw. Dienstleistungen gegen Fondsanteile).


    Will man dem noch einen Währungscharakter geben, kann man z.B. eine Anleihe bei der Lateinischen Münzunion nehmen und festlegen, dass bestimmte Unternehmen (ggf. auch Privatpersonen) ihre Steuerschulden in solchen Fondsanteilen begleichen dürfen. Auf diese Weise gewinnen die Fondsanteile den Charakter einer Zweitwährung, denn wenn Händler ihre Steuerschulden damit begleichen könne, können sie die Anteile auch bei Handelsgeschäften akzeptieren, und dann werden zunehmend auch Privatpersonen solche Anteile akzeptieren (falls man ihnen den Zugang dazu gestattet und das nicht auf Unternehmen beschränkt).

    Das Thema Gold(besitz)verbot wurde von Foristen und diversen Anbietern immer mal weder thematisiert. Ich habe mal Ideen gesammelt (mit besonderem Vergnügen auch die vermeintlich etwas schrägen):


    Goldverbot - wird wieder werden, was schon einmal war?