Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Gold ist Geld und Silber ist Kleingeld.


    Daswegen habe ich ein paar Heiermänner, nach der Frage meines Schwagers "im Krisenfall willst du wirklich für den Sack Kartoffeln mit einer Krüger-Goldunze bezahlen?".


    Ein paar Rollen 5 und 10 DM bekommst du auch in normalen Zeiten in Foren schon innerhalb von vier Wochen los, denke ich.


    Selbst beim Gold könnte es mit 100 Stück 100-Ösi-Kronen auch schwierig werden; auch da darf man schon ein bissserl diversifizieren.

    Mit dem Verkäufermarkt sehe ich auch so wie Nachtwächter.. wenn man was gutes hat, gehts locker weg... aber die La Semeusen, Päpste und Angela Merkel super Münzen, die teilcolorierten, und niedrig legierten Sachen sind sehr schwer weg zu bekommen...

    Was machen eigentlich die La Semeusen falsch?


    Mir sind so zwei bis drei Münzen bekannt, bei denen es im Wiederverkauf nicht so ganz einfach sein soll (wenn nicht gerade wie jetzt große Nachfrage nach Münzen besteht).


    1. Die 100 Ösi-Kronen NP - da muss es unheimlich viele NP geben, so dass zu Zeiten schwacher Nachfrage ein Teil sogar wieder eingeschmolzen wurde (gemäß gold.de ?).
    2. Die Lis, erstes Portrait - keine echte Kurantmünze mehr, mit 45 Mio. Stück sehr häufig, und das Portrait auch auf vielen anderen Münzen.
    3. Die Chilenen - nur sehr selten nachgefragt, warum auch immer.


    Aber was machen die La Semeusen falsch?

    Momentan ist es auch kein Problem, so was auf Ebay zum reinen Goldwert zuzüglich ein peer Prozent los zu schlagen. Abzüglich Ebay-Gebühren kommt man irgendwo um die 95 bis 100 % des Metallwertes raus. Oftmals auch mehr. Da interessiert es absolut rein gar nicht, was ein Goldankäufer zahlt. Der kann zerbrochenen oder defekten Schmuck kaufen und 85 bis 90 Prozent vom Metallwert dafür zahlen, wenn Leute dafür verkaufen. Wer weniger als 90 % des reinen Goldwert kriegt, wurde veräppelt. Aber so was von.....

    Wenn du Bruchgold zur Scheideanstalt bringst, sind 96/97% vom Goldwert drin.

    Die Eule des Vorjahres hat es in numista geschafft:


    https://en.numista.com/catalogue/pieces276481.html


    Der Adler 2001 aber nicht.


    Die mag zwar selten sein, aber es gibt halt zigtausend solcher "selterer" Münzen. (Sehr) nahe am Spot kann man schon bezahlen, die meisten Münzhändler sagen aber dann später beim Ankauf "wir können nur Schmelzpreis zahlen, da kein Anlagegold, denn Goldgehalt < 900".


    Und der Kreis der Sammler von Bimetall-, Farbmünzen sowie Diamantbesetzungen ist halt auch arg klein.

    Habs schon irgendwo mal geschrieben. Es kann doch nicht das Problem sein ein paar stanzen aufzustellen um den Bedarf anzupassen. Vor Zehn Jahren haben sie uns weisgemacht dass es jede Menge Metall gibt aber die Ronden knapp seien.

    Hömma, Alda, das ist eine ehrwürdige staatliche Anstalt. Die Gehälter fließen so und so, weshalb sollten die sich stressen? Da kannst du froh sein, überhaupt was zu bekommen, und außerdem kaufe ich deren Prägungen eh lieber im Zweitmarkt :D

    Wir hatten doch kürzlich das Gleiche beim Thema Fake Sovereigns, ein Sovereign mit gleich zwei Gegenstempeln o.ä.


    Die Sovereigns wurden wohl im Nahen Osten nachgeprägt, und damit da nicht der Henker drohte, hat man halt Fantasiepunzen draufgetan. War dann wohl auch nicht immer 916er.


    Vielleicht gibt es das ja auch für deine Francs, hast du mal den Goldgehalt geprüft?

    Falls jemand noch ein Weihnachtsgeschenk in Dukatengold braucht (und sich mit den 986er Weicheiern anfreunden kann): Diverse 8g, 10g und 16g fein bei Schoeller (smh.net) unter der Rubrik "Neuheiten" zu Spot+3%.


    Z.B. 500 S 1991 Don Giovanni €444.-, ggf. als Examensgeschenk für einen Musikus.

    Ich habs mal oben eingefügt.

    Das ist kein VHS-Kurs von zwei Wochen.
    Dafür braucht es Jahrzehnte, einschließlich der Zahlung von Lehrgeld.

    Wo du recht hast, hast du recht. Allerdings gibt es auch hier eine 80/20-Regel:


    Mindestens 80% aller "Sammlungen" aus Westdeutschland bestehen aus Mitbringseln von Umlaufmünzen aus Urlaubsländern (KIloware, mit Glück einige noch gültig), ein paar umtauschfähige DM, etwas 5 und 10DM Silber (Wert beim Spot oder haarscharf darüber) und einer Handvoll Kaiserreich (ein kleines bisserl über Spot ist nicht verkehrt, solange echt).


    Aber zunächst muss sich unser guter Leo entscheiden: will er sammeln, oder EM horten, oder eine Mischform? Oder gar in den Kleinhandel z.B. mit KMS aus "Euroland" einsteigen :rolleyes: ?


    Und sich für den Anfang auf überschaubare Gebiete beschränken, das Feld ist ja noch um einiges weiter (und teils weitaus teurer) als bei den Briefmarken.


    Nachtrag, beinahe hätte ich es vergessen: häufig findet sich auch der numismatisch völlig wertlose Medaillen-Kram von Reppa, MDM und Konsorten. Materialwert.

    Last but not least würde ich mir selbst es schon zutrauen, hier im Forum ein Gesuch zu stellen, und dann eine Kette oder ein Armband zu erwerben.


    Das Stück würde ich dann aber bei einem Goldschmied, bei dem meine Frau ab und zu kauft/ändern/reparieren lässt, kurz auf Echtheit prüfen lassen. Punzen können täuschen, auch solide Foristenkollegen, das ist halt der Nachteil bei dieser EM-Anlage.

    Könnte auch sein, dass du bei Versteigerungen von Pfandhäusern günstig an ein Stück rankommst, theoretisch ist ja jeder Betrag über dem Schmelzwert dann für beide Seiten ein guter Preis.


    Was Händler machen, ist ihnen überlassen.


    Nahe am Goldwert ist Schmuck wohl in Asien /arabischer Raum. Wenn die Kunden sich auskennen :whistling:

    Bei Harry Potter gibt es ja reichlich Auswahl:


    UK, Frankreich, Fiji, Niue, Samoa, ...


    Vermutlich alles eine ziemliche Geldschneiderei, aber wer es mag:


    Googeln, was es so gibt.
    Dann versuchen, Preise zu vergleichen.
    Und möglichst nicht bei einem Händler bestellen, der bei gold.de auf der Warnliste steht.


    Mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Ich bin mehr so der Typ, der 30 Jahre später einzelne Stücke von den Erben zum Materialwert einsammelt :rolleyes: .