Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Mal eine Frage. Ich dachte immer diese Kryptobörsen wären nur Handelshäuser die Verkäufer und Käufer zusammen bringen und dann eine Provision kassieren. Wieso dann dieser massive Liquiditätsengpass, haben die auf Pump selbst in Kryptowährungen investiert und sind jetzt auf die Schnauze gefallen? Wieso sind dann überhaupt die Bitcoin-Eigentümer betroffen, haben die nicht Ihre Blockchain und könnten auf anderen Marktplätzen verkaufen?
    Ich dachte immer ein großer Vorteil wäre, dass die Bitcoins sicher sind, wenn ich jetzt noch auf die Seriosität des Handelshauses vertrauen muss, dann wäre das doch kompletter Irrsinn.

    Es geht um den größten Futures- und Derivatehändler der Coins. Sozusagen eine Blase um/auf der Blase.


    Disclaimer: Derivate auf Aktien, Renten, Währungen halte ich für durchaus seriös, da kann man die Werte gut modellieren und auch hedgen (nach Modellen von Black/Scholes u.ä.), da hatte ich schon selbst das Vergnügen. Aber bei einer Fata Morgana wie Bitcoin ... :rolleyes: .

    Was meine Einkäufe anbetrifft, steht es 7:0 für Münztage Neu-Ulm 2019 (viele, auch kleine Händler) gg. Edelmetallm. München 2022 (nur 3 große Anbieter, Schnäppchen komplett Fehlanzeige).


    Aber nette Foristen getroffen, ein paar halbwegs interessante Vorträge etc. Wer will, kann auch die Referenten separat ansprechen.

    So etwas ähnliches war mir bei einem Shop aufgefallen, der "rarecoins" mit geschmalzenem Spread Ankauf/Verkauf vertreibt. Vielleicht war es sogar der gleiche Shop.


    Die Argumentation mit der schwierigen Bewertbarkeit bei Medaillen/rarecoins ist ja nicht falsch, nur zahlt man dafür unnötigerweise meist exorbitante Aufschläge.

    Nix Resignation oder vorauseilender Gehorsam, ganz im Gegenteil. Überlegungen zum worst case, und wie man diesbezüglicht vorsorgt.


    Begründungen? Gabe es schon ein paar hundert mal, kann man per copy and paste erstellen. Dazu Gerechtigkeit, Klima, Ukraine, ...


    Mit 25% Steuer bekäme der Staat ein bissserl Fiat, aber kein Gramm Gold. Sollt er es aber von jetzt auf gleich brauchen wegen Hyperinflation o.ä. ...

    In der Vergangenheit sind gelegentlich Unterschiede gemacht worden, daher kann das in der Zukunft durchaus auch wieder auftreten. Hier die aktualisierte Liste des Hirneinschaltens verschiedener Zeitgenossen:



    Ich glaube zwar nicht, dass es kommt, weil EM nur 1% aller Vermögenswerte ausmachen. Falls dieser Schwarze Schwan aber doch auftaucht, viele Wege führen nach Rom, hier ein paar Ideen zur Vorbereitung:


    • Gold anonym kaufen, Verschwiegenheit über den Bestand sei angeraten. Ggf. plausible Erklärung für den Verbleib desjenigen Teilbestandes überlegen, der nicht anonym gekauft wurde
    • (Ehe)ringe, Schmuck und Kunst könnten vom Verbot ausgenommen sein (ggf. bis zu einer Grenze), weil ihre Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Sammlermünzen und Medaillen sind in der Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig und könnten deshalb von einer Ablieferung verschont bleiben
    • Originalprägungen könnten verschont bleiben, während Nachprägungen eingezogen werden (die Schweiz erkennt steuerlich bereits heute Nachprägungen nicht als Anlagegold an).
    • Kurantmünzen könnten verschont bleiben (Kulturgut, das schwer zu bewerten ist), während die nie im Umlauf gewesenen Münzen gleich Barren und Bullion abzuliefern wären
    • Alte Münzen als Kulturgut (ggf. älter als Stichtag) könnten verschont bleiben. Allerdings könnte parallel die Ausfuhr von Kulturgütern eingeschränkt werden, sodass nur eine eingeschränkte Verwertbarkeit im Inland möglich wäre (in D: diskutierte Lex Rüttgers)
    • Gold in kleinen Stückelungen, jedes einzelne Stück liegt ggf. unter einer noch gestatteten Grenze; auch werden kleine Stückelungen, insbesondere von bekannten Münzen in Not- und Krisenzeiten auf dem Schwarzmarkt zum Erwerb von lebensnotwendigen Waren oft gut akzeptiert, der Kurs liegt nach einem Verbot oft sogar höher als zuvor
    • Münzen, die gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden eventuell ausgenommen; hierbei kann der Staat allerdings inländische Münzen außer Kurs setzen
    • Kleine ältere Goldmünzen mit Kupferanteil fallen in der Geldbörse beim Verbringen über Grenzen nicht so auf, wenn sie z.B. in ein Land ohne Goldverbot mitgenommen werden
    • So eine kleine Hand voll 1/10 Unzen am besten Rotgold (Krügerrand o.ä.) die lassen sich natürlich leichter in so eine Flasche unterrühren wo man immer die Cent-Stücke hinein wirft.
    • Sakrale Stücke von Religionsgemeinschaften könnten verschont bleiben (gründen wir eine Sekte?)
    • Lagerung im Ausland und insbesondere außerhalb des Bankensystems (Gefahr der Zwangsöffnung von Schließfächern)
    • Lagerung in Zollfreilagern (z.B. Schweiz, Liechtenstein, Singapur), mit Möglichkeit des Wechsels von verbotenen zu noch erlaubten EM, soweit sich das dann noch realisieren lässt
    • Nutzung legaler Offshore-Strukturen (z.B. auf Cayman Islands oder in Panama)
    • Lagerung an (mindestens) zwei verschiedenen Stellen; es wird für den Fall erzwungener Ablieferung das Studium dessen empfohlen, was Elektriker als Opferanode kennen, (z.B. Kombi von Banksafe und Versteck zu Hause)
    • Andere EM (Silber, Platin), ggf. Industriemetalle, Seltene Erden, Diamanten
    • Gegenstände aus massivem Silber (Bestecke, Leuchter, Teekannen, etc.) könnten selbst bei einem Silberverbot verschont bleiben, weil auch hier wieder die Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Silbergranulat (falls eine Affinität des Horters zur industriellen Verarbeitung vorliegt)
    • Einbringung von EM in eine Firma, die internationale Geschäfte tätigt
    • Goldminenaktien/fonds waren bisher nicht von Verboten betroffen
    • Auswandern und legal dem Verbot ausweichen

    Und Version 5 (Punkte 4 und 5 neu aufgenommen):



    Ich glaube zwar nicht, dass es kommt, weil EM nur 1% aller Vermögenswerte ausmachen. Falls dieser Schwarze Schwan aber doch auftaucht, viele Wege führen nach Rom, hier ein paar Ideen zur Vorbereitung:


    • Gold anonym kaufen, Verschwiegenheit über den Bestand sei angeraten. Ggf. plausible Erklärung für den Verbleib desjenigen Teilbestandes überlegen, der nicht anonym gekauft wurde
    • (Ehe)ringe, Schmuck und Kunst könnten vom Verbot ausgenommen sein (ggf. bis zu einer Grenze), weil ihre Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Sammlermünzen und Medaillen sind in der Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig und könnten deshalb von einer Ablieferung verschont bleiben
    • Originalprägungen könnten verschont bleiben, während Nachprägungen eingezogen werden (die Schweiz erkennt steuerlich bereits heute Nachprägungen nicht als Anlagegold an).
    • Kurantmünzen könnten verschont bleiben (Kulturgut, das schwer zu bewerten ist), während die nie im Umlauf gewesenen Münzen gleich Barren und Bullion abzuliefern wären
    • Alte Münzen als Kulturgut (ggf. älter als Stichtag) könnten verschont bleiben. Allerdings könnte parallel die Ausfuhr von Kulturgütern eingeschränkt werden, sodass nur eine eingeschränkte Verwertbarkeit im Inland möglich wäre (in D: diskutierte Lex Rüttgers)
    • Gold in kleinen Stückelungen, jedes einzelne Stück liegt ggf. unter einer noch gestatteten Grenze; auch werden kleine Stückelungen, insbesondere von bekannten Münzen in Not- und Krisenzeiten auf dem Schwarzmarkt zum Erwerb von lebensnotwendigen Waren oft gut akzeptiert, der Kurs liegt nach einem Verbot oft sogar höher als zuvor
    • Münzen, die gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden eventuell ausgenommen; hierbei kann der Staat allerdings inländische Münzen außer Kurs setzen
    • Kleine ältere Goldmünzen mit Kupferanteil fallen in der Geldbörse beim Verbringen über Grenzen nicht so auf, wenn sie z.B. in ein Land ohne Goldverbot mitgenommen werden
    • So eine kleine Hand voll 1/10 Unzen am besten Rotgold (Krügerrand o.ä.) die lassen sich natürlich leichter in so eine Flasche unterrühren wo man immer die Cent-Stücke hinein wirft.
    • Sakrale Stücke von Religionsgemeinschaften könnten verschont bleiben (gründen wir eine Sekte?)
    • Lagerung im Ausland und insbesondere außerhalb des Bankensystems (Gefahr der Zwangsöffnung von Schließfächern)
    • Lagerung in Zollfreilagern (z.B. Schweiz, Liechtenstein, Singapur), mit Möglichkeit des Wechsels von verbotenen zu noch erlaubten EM, soweit sich das dann noch realisieren lässt
    • Nutzung legaler Offshore-Strukturen (z.B. auf Cayman Islands oder in Panama)
    • Lagerung an (mindestens) zwei verschiedenen Stellen; es wird für den Fall erzwungener Ablieferung das Studium dessen empfohlen, was Elektriker als Opferanode kennen, (z.B. Kombi von Banksafe und Versteck zu Hause)
    • Andere EM (Silber, Platin), ggf. Industriemetalle, Seltene Erden, Diamanten
    • Gegenstände aus massivem Silber (Bestecke, Leuchter, Teekannen, etc.) könnten selbst bei einem Silberverbot verschont bleiben, weil auch hier wieder die Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Silbergranulat (falls eine Affinität des Horters zur industriellen Verarbeitung vorliegt)
    • Einbringung von EM in eine Firma, die internationale Geschäfte tätigt
    • Goldminenaktien/fonds waren bisher nicht von Verboten betroffen
    • Auswandern und legal dem Verbot ausweichen

    Ich finde die Frage durchaus berechtigt.


    Für den Fall, dass ein Goldverbot kommen sollte, und für den Fall, dass das nicht absolut gilt (willst du den Leuten den Ehering vom Finger reißen und die Goldzähne ziehen?), kann man sich durchaus auch eine teilweise Verschonung bei Münzen vorstellen. Argumentiert wird mit den folgenden Möglichkeiten:


    Barren und Bullion sind abzuliefern (da nur Materialwert), der Rest wird verschont (weil die Wertbestimmung zu aufwendig wäre)
    Originalprägungen sind verschont, Nachprägungen nicht (die Schweiz beispielsweise erkennt NP schon heute nicht als steuerfreies Anlagegold an).
    Kurantmünzen werden verschont, Anlage- und moderne Sammlerstücke nicht (es muss irgendein Urteil in D geben, das besagt, dass Krüger nicht als "Geld im Umlauf" zu sehen ist, obwohl gesetzliches Zahlungsmittel in SA).


    Da könnte man die Vreneli ab L 1935 B tatsächlich als nicht-Kurant einstufen. In der Praxis wird man sich aber schwertun, denn bis heute werden Goldmünzen in manchen Ländern tatsächlich als Zahlungsmittel benutzt, z.B.:


    https://www.middleeasteye.net/…gold-coins-rent-apartment

    Habe heute auf der Edelmetallmesse in München bei der Münze Österreich nachgefragt, ob sie die Gulden, Kronen und Dukaten immer noch nachprägen ( @taheth hatte das m.E. mal thematisiert).


    Antwort: Im Prinzip ja, die Nachfrage ist aber eher gering, die nach den Philharmonikern aktuell sehr hoch. Da beide auf den gleichen Geräten geprägt werden, die umgerüstet werden müssten, würde dadurch Zeit verloren gehen, und das wollen sie vermeiden.


    Sie behalten aber diese Nachprägungen im Programm, wenn auch derzeit die meisten nicht lieferbar sind.

    Ich will mir am Freitag mal Otte und Krall live anhören, falls ich da reinkomme.


    Ich werde ein Zweiglein Buchs im Knopfloch tragen, ihr könnt mich gerne ansprechen. Und um 13h gucke ich auf jeden Fall mal am Bistro vorbei.


    Bis dann!

    • Dann korrigiere ich auf "Pesos Hidalgo"

    Nicht so schnell. Gold.de spricht von der Centenario-Familie, und die reicht von 2 Pesos bis zum Bicentenario. Der Aztekenkalender ist jedenfalls kein Hidalgo.


    Zu deiner Eingangsfrage: Knapp über Spot macht man nichts verkehrt, wenn man sich einen Satz zulegt, wenn man sie denn nach und nach so günstig erwischt.


    Die Chilenen sind werden wohl noch seltener nachgefragt, aber auch da: einen Satz ...