@Otoshi
@Wildkatze
Berichtet doch mal von den kolportierten Treffen, was macht man dort, wie muss man sich das vorstellen? Warum im Geheimen, welche Verbote werden übertreten, was für Orgien gefeiert? Geht es um sexuelle Ausschweifungen? 
Keine Sorge, wir sind ja unter uns 
BTW, die Frage ist vollkommen ernst gemeint. Wenn man so etwas schon zum Thema macht, wäre etwas mehr Erhellung doch durchaus angebracht.
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Deine Frage zielt sehr detailliert, weshalb ich eine allgemeine Antwort sich nur auf meine Gruppe bezieht. Natürlich gibt es unzählige Randgruppen, die teilweise ganz andere Ziele verfolgen, aber die Gesellschaft differenziert hier nicht.
Es wird von irgendjemand aus der lokalen Gruppe ein Ort/Zeitpunkt gewählt und dann in der Gruppe verbreitet. Man trifft sich, tauscht sich aus, hört bisschen Musik und trinkt etwas zusammen. Nichts anderes, was man nicht in jedem Lokal auch machen könnte!
Nichts illegales, außer dass vielleicht mal jemand einen Joint raucht, keine laute Musik und auch kein übermäßiger Alkoholgenuss (man muss ja meist später noch nach Hause fahren).
So unspektakulär unsere Treffen sind, so viel Probleme können diese für einzelne Besucher nach sich ziehen.
Stell dir einfach mal vor, zu deinem Nachbarn kommen eines Abends 20-30 unbekannte, ungewöhnlich bekleidete/aussehende Menschen. Du hörst paar kritische Gesprächsfetzen... Aber ist die Haustür zu und du hörst nichts mehr! Keine Party/laute Musik, kein Gegröle,.. nichts außer Kerzenschein.
Also interpretieren die Menschen das hinein, was sie sich vorstellen, dass dort, hinter den verschlossenen Türen abläuft und pflanzen damit die Wurzel des Übels. Aus Gerüchten wird schnell mehr und plötzlich bekommt ein Besucher eines Treffens die Kündigung seines Jobs, seiner Wohnung,.. keine Einzelfälle.
Was man unter sexuellen Orgien und Ausschweifungen versteht ist so jedem seine Sache. Denke mal für @PatronaLupa wäre es im ersten Moment der Blick ins Paradies - bis die Enttäuschung folgt - nix zum Anfassen.
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Was den Unterschied von uns zum Mainstream macht ist ähnlich wie die Menschen die hier im Forum sind und so gibt es einige Parallelen. Aber die Tiefe (Spiritualität) ist eine Andere, was es evtl. schwer verständlich macht, aber auch meiner Offenheit grenzen setzt - Aber frag ruhig, wenn was unklar ist.
Wir lehnen die Gesellschaft, deren vorgetäuschten Werte und jede Art von Religion grundsätzlich ab. Der "Prozess" der Zugehörigkeit zu unserer Gruppierung ist etwas, das sich anfangs, alleine in demjenigen selbst vollzieht. Er hinterfragt den Istzustand: Was gibt meinem Leben Sinn? - Welche Werte sind für mich wichtig? usw.
Auch Fragen zum Zweck des Lebens, der Bedeutung von Geburt und Tod oder des eigenen Körpers.
Wenn dieser Prozess zu einer Spaltung von der Gesellschaft führt, in unsere Richtung kommt und er zufällig Kontakt zu uns bekommt, kann er eingeladen werden. Ist also viel Zufall dabei, wobei die meisten "Neuen" von alleine auf uns zukommen und einfach jemand ansprechen.
Wenn der "Neue" zu ersten Treffen kommt, betritt er eine fremde/utopische Welt, in der jedoch viele seiner inneren Reibungspunkte bedeutungslos sind oder werden. Alles weitere ist ab dann Geben und Nehmen, aber letztlich seine Entscheidung ob dieser Weg der Richtige für ich ist oder er wieder geht.
Mit der Zeit trennen sich dann für ihn die beiden Welten immer mehr in eine öffentliche Welt und ein in der Gruppe. Es ist ein schmerzhafter Spagat zwischen zwei grundverschiedenen Welten, der auch zu massiven Spannungen führt - innere wie äußere. Zumindest bis er gelernt hat seine Rolle in der immer bedeutungsloseren Öffentlichkeit zu spielen.
Ich war viele Jahre sehr erfolgreich selbständig. - Den Grund für den Erfolg sehe ich nicht in meinen Fähigkeiten oder Kenntnissen sondern vielmehr darin, dass der Erfolg für mich nie eine Bedeutung hatte. Wer keine Angst vor Misserfolg hat, entscheidet wahrscheinlich sachlicher und hat dadurch mehr Erfolg?
Da ich jedenfalls nicht der Einzige mit einer solchen "Karriere" bin, scheint da wohl was dran zu sein.
Über die Zeit wird die Gruppe zum Gegenpol der Gesellschaft. Was einem in der Gesellschaft negatives widerfährt, wird in der Gruppe kompensiert. Dabei werden auch die eigenen Werte immer mehr hinterfragt und so kommt über die Zeit die wahre Persönlichkeit zum Vorschein. Hier kann auch eine Trennung von der Gruppe durch den äußeren Einfluss erfolgen - Ist ja keine Zwang dahinter.
Für die die bleiben, entsteht aus der immer weiter fortschreitenden inneren Trennung der Bedarf nach einem Schutz, in und vor der Gesellschaft draußen. Hieraus kommt die meist innerhalb der Gruppe geschneiderte Kleidung.
Was uns gemein ist, ist eine respektvolle Achtung jeden Lebens und ein entsprechender Umgang mit der Schöpfung. Aber kein Glaube an eine Gottheit oder übermenschliche Führung. Es liegt alleine bei uns, was wir aus der uns übergebene Schöpfung machen, und wir wollen die Gesellschaft auch nicht verändern.
Aus Fragen, nach dem: "Was möchte ich in die Schöpfung einbringen und was hinterlassen?", also der Suche nach der persönlichen Position innerhalb der Schöpfung, entstehen dann weitere grundsätzliche Fragen, wie beispielsweise nach der Ernährung, aber auch Bedeutung des Geschlechts, Monogamie, usw.
Gesellschaftliche Dinge wie Vermögen, Karriere, Wohlstand haben jedoch keinerlei Bedeutung (mehr)!
Nun merke ich , wie schwer es ist die andere Seite des Spiegels in Wort zu fassen, ohne in Klischees zu verfallen und unverständlich zu werden. Von daher lasse ich diese Zeilen mal so stehen..