@Salorius
Der Unterschied Stadt-Land ist sehr groß, wobei aus Bequemlichkeit/Faulheit und rückläufiger Wertschätzung für gutes Essen auch in unserer Gegend immer häufiger zur Kauf-Konserve gegriffen wird.
Ist teilweise schon grotesk, wenn Beete brach liegen und die Äpfel am eigenen Baum verfaulen, während die Frau des Hauses den Dreck im Supermarkt kauft!
Nachdem wir viel selbst anbauen und davon meist mehr haben, als wir rechtzeitig essen können wird auch viel konserviert, versaftet (Sirup) oder getrocknet. Das umfasst diverse Beere, Nüsse, Bohnen, Rüben, Kohl, usw. aber auch Dinge wie Sellerie, Zwiebeln oder gesammelte Pilze. Fleisch wird gepökelt, geräuchert oder luftgetrocknet. Getreide und Mehl kaufen wir in 25kg Säcken und lagern diese dann in ca. 3kg "Portionen" ein. Nudeln, Reis, Kartoffeln, Fisch und Gewürze kaufen wir ebenfalls zu.
Der Anteil der gekauften Konserven ist äußerst gering, da Fertiggerichte sowieso keiner von uns mag. In Dosen gibt's bei uns nur Brathering, Tunfisch, Kondensmilch und Tomatenmark.
Nachdem die Ernten zumeist nur 1x im Jahr erfolgen, ergibt sich daraus ein Vorrat von etwas mehr als 12 Monaten. Wenn die neue Ernte kommt ist es gut wenn die Sachen langsam ausgehen, denn das frisch ist immer noch am Besten.
Im Mittel schaffen wir es etwa die Hälfte des Angebauten über das Jahr zu essen. Mal mehr mal wenige, je nach Ernteertrag. - Wir geben aber meist recht viel ab.. hab da immer sehr dankbare Kollegen..
Die Anbaufläche ist nicht mal so riesig... Eigentlich nur unser Garten/Innenhof - etwa 800qm davon.
Nachdem wir keine Viehhaltung mehr haben und den Hof nur noch als Parkplatz nutzen ist die meiste Fläche eben zum Garten/Beet geworden.
Und Arbeit macht der Anbau auch nicht wirklich, lediglich im Frühjahr und zur Ernte und Verarbeitung etwas mehr..
Mir ist schon klar, dass nicht jeder diese Möglichkeit hat und das der Selbstanbau teurer als der Discounter ist, aber die "Feldarbeit" ist für uns auch ein schöner Ausgleich zum Job, macht Spaß und erhält Freundschaften und Kontakte.
Wenn ich die Fläche rein wertseitig betrachte, ist diese mit rund 35.000€ heute natürlich schon ein Posten.. aber abgeben möchte ich diese um keinen Preis!