Hallo @woernie
Über die Zeit gesehen, hab ich vieles gemacht, was ihr auch gemacht habt, nur nicht gleichzeitig oder über einen längeren Zeitraum! - So gesehen, sind wir wahrscheinlich auf den ersten Blick, äußerlich gar nicht so verschieden.
Der große Unterschied liegt im Inneren, in Einstellung/Ansichten, der Lebensführung, usw.
Ich möchte den Blick auf etwas, in der heutigen Zeit Unterschätztes , vielleicht auch Vergessens, lenken. Etwas ohne das ein Durchleben schwerer Zeiten sehr schwer möglich wird.
Doch ich bin kein Missionar, geht auch nicht, da dies etwas ist, das jeder für sich selbst beantworten muss.
Während ein Eigenheim für die meisten Menschen etwas erstrebenswertes in Form von Besitz/Ansehen, ist es für mich nicht mehr ein trockener, warmer Ort für die Nacht, oder ein Treffpunkt. Von daher hat mich der Verlust im Herbst '19 auch nicht sonderlich berührt.
Bei euren Handlungen steht ihr, eure Absichten/Ziele im Mittelpunkt, während es bei mir eher eine Sache, bzw. gar nicht so direkt für mich. Ihr trefft Verbreitungen für euch und eure Familie, ich habe ein offenes Haus, in dem jeder willkommen ist. Ihr lagert z.B. Lebensmittel, während wir uns mit dem Anbau beschäftigen.
Unsere Zielsetzung ist ähnlich, der Weg jedoch ein anderer. - Ihr versucht eure Ziele vorrangig für euch zu erreichen, während sich meine (unsere) Zeile eher auf einem Streben nach Harmonie/Symbiose basieren.
Aber es geht hier nicht um mich oder uns...
Wenn ich die letzte Zeit so durchs Forum hier schaue, nehmen die Verlustängste an vielen Stellen zu. Jeder der Betroffenen sieht ein dabei seine ganz eigenen Konfliktpunkte - für einen ist des die Einschränkungen der Freiheiten, für den anderen der Vermögensschutz,...oder auch die allgemeine Ungewissheit und Angst vor der Zukunft.
Natürlich hat jeder der Punkte seine Berechtigung für die jeweilige Person, aber letztlich sind es Dinge die für die Existenz des jeweiligen Menschen gar nicht so wichtig sind. Auch wenn du alles an Vermögen und deinen gesamten Besitz verlieren würdest, würdest daran nicht streben. - Aber es würde dich innerlich/psychisch schwer beschädigen, wenn du keinen Gegenpart/Halt, keine "inneren Güter" hast!
Die Familie ist hier nicht als Gegenpart gemeint, denn diese kann dir ebenso genommen werden.
Du sparst für ein gutes Leben im Alter, wobei du gar nicht wissen kannst ob dies ausreichend ist, du dann noch gesund ist, wie die Umstände dann sein werden... oder ob du dieses überhaupt erlebst.
Dir sollte also klar sein, dass diese Planung zum Großteil hypothetisch auf Basis deiner! Meinung von der Zukunft entstanden sind. - Kann also funktionieren, muss es aber keinesfalls!
Wenn die Zeiten schwierig werden, gibt es 2 große Bereiche die unser Handeln und Empfinden steuern.
Da ist einerseits der negative Teil, der Vergleich mit früher, die Verluste bzw. das Empfinden als solche und andererseits das Positive, die inneren Dinge, die uns am Leben halten, solange uns diese niemand wegnimmt.
Doch wer hat sich zu diesen inneren Dingen überhaupt schon mal Gedanken gemacht?
Viele Menschen haben Kriege vorrangig durch ihren tiefe Religiosität durchstanden, doch wer ist heute noch gläubig? Heute lebt fast niemand hier der überhaupt einen Krieg oder eine schwere Krise erlebt hat.
Es ist auch egal, ob man an einen Gott glaubt oder nicht, solange man sich über seine inneren Dinge/Werte im Klaren ist und diese ausreichend Halt, Orientierung und Antrieb geben.
Also die etwas provokante Frage an dich:
Was ist es, dass dich durch jede schwierige Zeit bringen, dir in jeder denkbaren Situation Halt, Orientierung und Antrieb gibt und das dir keiner nehmen kann?
Wenn du diese Frage für dich beantwortet, wird sich dein Denken über viele Dinge verändern.
Ich könnte noch viele Beispiele bringen, aber diese würden immer zum gleichen Ergebnis führen. Die meisten Menschen haben den Bezug zur Erde verloren und wenn deren Leben durch eine äußere Störung beeinflusst wird, haben sie keine Gegenpart/Halt.. - Was folgt ist Depression, Selbstvorwürfe,.. oder Gewalt.
Ich hoffe du verstehst, worauf ich hinaus will und das dies kein Thema ist worauf ich, oder jemand anders eine Antwort geben kann (auch wenn mir an einigen Stellen die richtigen Worte fehlen).
Aber es ist etwas was für jeden persönlich und uns alle als Menschen von immer größerer Bedeutung wird.