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Aus der FTD vom 8.3.2004 http://www.ftd.de/warren-buffet
Finanzguru Buffett misstraut Aktienmarkt
Von Heike Buchter, New York
In seinem jährlichen Brief an die Aktionäre von Berkshire Hathaway hat Großinvestor Warren Buffett die Steuerpolitik der US-Regierung, zu hohe Managergehälter und die mangelnde Kontrolle bei Investmentfonds kritisiert. Buffetts Äußerungen werden jedes Jahr von Anlegern weltweit mit Spannung erwartet.
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Buffett kontrolliert und leitet die Berkshire Hathaway Holding in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seinen Gewinn auf 8,15 Mrd. $ verdoppelt und eine Barliquidität von 36 Mrd. $ angehäuft - das ist fast viermal so viel wie 2002 und für Analysten ein klares Zeichen, dass Buffett den Aktienmärkten und Firmenbewertungen nicht traut.
Der 73-Jährige - der auch das "Orakel von Omaha" genannt wird - folgt bei seinen Investitionen dem so genannten Value-Ansatz. Er investiert langfristig in werthaltige Aktien. Buffett wetterte gegen die seiner Ansicht nach weiterhin mangelhafte Corporate Governance in den USA. Die Reform der internen Kontrollsysteme der Unternehmen stellt den Großinvestor noch nicht zufrieden. "Der Lackmustest sind die Vorstandsgehälter, und das Ergebnis ist nicht begeisternd", schreibt Buffett.
Aufsichtsräte sind Schoßhündchen
Er beklagt die "Schoßhündchen-Mentalität" der Aufsichtsräte, die bei Gehaltsverhandlungen selten die Interessen der Aktionäre durchsetzten. Seine spitzesten Bemerkungen widmet Buffett jedoch Investmentfonds und deren Managern. Es fehlten wirklich unabhängig Aufsichtsräte. In der Branche gehe eine "Epidemie der Gier" um.
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