Sind die Gegenparteien dann noch vorhanden und Willens Hr. Müller auszuzahlen? Sehe ich hier etwas falsch? Der ganze Ansatz funktioniert doch nur in einer „geordneten Börsenwelt“.
Soweit ich es verstanden habe (ist schon länger her) sichert er eher kurzfristig mit Futures ab. Das würde ich noch nicht als ko-Kriterium sehen. Optionen hat er wohl am Anfang versucht, das hat ja überhaupt nicht geklappt. Lehrgeld, was praktischerweise die Anleger bezahlt haben.
Der Haken an dem ganzen Konzept, was er auch selber z.T. einräumt, ist, daß die in Frage kommenden Instrumente nicht zu seinem Fonds passen. Er hat halt eine andere Zusammensetzung/Gewichtung mit seinen Aktien. Erstaunlich finde ich, daß es im den letzten Jahren fast immer zu seinen Ungunsten gelaufen ist. Zu erwarten wäre eigentlich gewesen, daß es mal ne Woche schlechter ausgeht und dann wieder besser. Aber scheinbar ist es ihm trotz aller Anstrengungen (die unterstelle ich mal) nicht gelungen, das Absicherungsproblem zu lösen. Genaues weiß ich aber auch nicht, ich steck da ja nicht drin.
Das Szenario, auf das er den Fonds ausgerichtet hat, ist m.E. ein kurzer, harter Crash. Den hat es nunmal nicht gegeben, stattdessen ein Minicrash 2020 mit schnellen Erholung, was er offenbar überhaupt nicht für vorstellbar gehalten und deshalb anderthalb Jahre lang permanent Miese gemacht hat. Jetzt hat er noch ca 85% über und wartet weiter auf den maßgeschneiderten Crash...
Soweit alles noch nachvollziehbar, man muß es ja nicht mögen. Aber was er im letzten Video erzählt hat, nach dem Motto, jetzt ist alles ganz toll, wir haben da eine Automatik die schaltet dann ganz schnell um, wenn der Markt dreht, da war ich dann doch baff. Das wäre ja doch neu, daß ein Algorithmus sauber die Tiefpunkte erwischt, quasi ein permanenter Lottogewinn. Und wenn nicht, zahlen seine Jünger halt nochmal Lehrgeld.