Dann hoffe ich mal für Dich, dass Du das Abstoßen in eine Phase der Panikverkäufe hinein nicht bereust. Mir ist auch nicht klar, wo Du eine "ersichtliche Schwäche" im Goldmarkt siehst. Die kann ich nämlich überhaupt nicht erkennen.
Hier mal Gold in $ und in € im Vergleich zu den Indizes und Bitcoin nach dem Crash im ersten Halbjahr.
Zusammengefasst sehen wir, dass Gold im letzten halben Jahr in Dollar die Stellung gehalten hat, in Euro gestiegen ist – und trotzdem ist der RSI unten im verkauften Bereich. Wenn so eine "Schwäche" aussieht, freue ich mich auf die nächste Stärkephase.
Achso, und das mit Abermilliarden an Papiershorts gedrückte Silber ist übrigens die hellgrüne, dritte Linie von oben...kommt einem schlimmer vor, gelle?
Nun zu den Goldaktien. Hier der Platzhirsch wöchentlich:
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Was wir da gesehen haben, ist ein Pullback nach dem Allzeithoch (!). Der Aufwärtstrend ist absolut intakt. Spätestens die blaue Linie bei 53 $ bietet massivsten Support, bevor es in die andere Richtung zur oberen Begrenzung des Trendkanals geht. In 100 Jahren würde ich nicht verkaufen in so einer Phase.
Als ich vor geraumer Zeit mit den Goldminen angefangen habe, habe ich als erstes gelernt, dass tägliche Schwankungen von 10 % etwas völlig Normales in diesem extrem volatilen Segment sind. Jetzt geraten die Leute wegen 15-20 % in Panik, wollen aber mehrere hundert Prozent machen. Passt in meinen Augen nicht zusammen.
Deshalb noch einen meiner Werte, der in den letzten Wochen besonders auf die Nuss bekommen hat, Evolution Mining (bin knapp 30 % hinten und stocke jetzt nach dem Abverkauf weiter auf). Warum mich ausgerechnet dieser Kursrutsch völlig kalt gelassen hat, hier kurz zusammen gefasst. Zuerst der Chart:
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Hier sehen wir was passiert, wenn Trading-Programme Verkaufsorder rausjagen. Getriggert wurde eine SKS-Formation, unterhalb der Nackenlinie flog dann unter Rekordvolumen alles auf dem Markt, was an der Chartmarke "abgesichert" wurde.
Herzlichen Glückwunsch. Die Leute haben sich von über 14 Jahren Goldreserven- und weiteren 35 Jahren Goldressourcen bei einer jährlichen Produktion von 800.000 Unzen getrennt - bei immer noch positivem Cashflow und Gewinnen wohlgemerkt. Und das reichlich vorhandene Kupfer zählen wir da noch gar nicht mit, dass sind alleine 640.000Tonnen an Reserven, kann ja jeder selbst ausrechnen den Wert.
Genau das sind die Gelegenheiten, wo man zugreifen muss und nicht umgekehrt. Aber das ist nur meine Sicht der Dinge. Denn ich bin der Überzeugung, dass man sich weder von Marktschreiern noch von notorischen Schwarzsehern beeinflussen lassen sollte, sondern immer den eigentlichen Wert eines Investments im Blick haben muss.