Bargold , mich hat das Wochenende auch fassungslos gemacht. Ich habe nach dem Freitag diesem aufgescheuchten Hühnerhaufen, also der EU, einiges zugetraut. Aber das sprengt meine Vorstellungskraft. Wo sind eigentlich die rationalen Stimmen?
Fassen wir mal zusammen, was wir wissen. Und deuten das auf die Märkte. Man möge mich korrigieren, wenn ich Denkfehler habe.
1. Die USA werden ihr Budget massiv kürzen und signifikanten Personalabbau betreiben. In meinen Augen in Hinblick auf den Schuldenstand alternativlos. Für sich genommen spricht das für fallende Märkte, da preissenkend.
2. Europa wird das genaue Gegenteil machen. In Hinblick auf den Schuldenstand bestenfalls unseriös, gemeinsame Schuldenaufnahme unausweichlich. Für sich genommen spricht das für steigende Märkte, da preistreibend.
3. Zölle, bisher noch in der Schwebe, Stand jetzt ab morgen gegen Kanada, Mexiko, China in Kraft. Das wird im ersten Moment preissteigernd, im 2. Moment aber massiv preissenkend. Die Märkte würde es m.E. zerlegen, da keiner daran glaubt. Weitergehende Zölle gegen die EU und den Rest der Welt ab 2.4. sind im Anflug.
4. Krieg Ukraine, da gibt es 3 Möglichkeiten. Frieden nach Russlands Vorstellung oder Frieden nach Europas Träumen. Sorry, anders kann ich es nicht formulieren. Oder weiter wie bisher. Das kann ich beim besten Willen nicht kalkulieren.
5. Krieg Iran. Das ist das größte Problem. Dann haben wir richtige Preissteigerungen.
Wenn ich das zusammen setze komme ich auf das grandiose Ergebnis, dass ich es nicht kann. Noch schlimmer wird es, wenn ich die Notwendigkeiten des Geldsystems einbeziehe.
Und wenn ich keine Ahnung habe bleibt mir nichts anderes als die Seitenlinie mit dem Depot einzunehmen.