Beiträge von Bluesbeobachter

    Allerdings hätte der beim Silberanstieg 30 -> 120 Einiges an Performance gekostet. Oder verstehe ich den falsch?

    Nö, verstehst du schon richtig.

    Das ist einfach nur eine generelle vorsichtige Schalte meinerseits.

    Es steht dir generell frei eine persönliche Adjustierung der Risikobewertung und Gewinnmitnahmen vorzunehmen.

    Da ich keinen Bock hab den ganzen Tag am Rechner zu hängen und mir das Gezucke der Fieberkurven und den Chor der Verdammten und Gewinner anzutun, ist das einfach ein Muster, mit dem ich Autopilot fahren lassen kann. Mein Investment betrachte ich als gewinnbringende Freizeitbeschäftigung ohne Zwang darauf angewiesen zu sein.

    Das machts irgendwie lustiger.


    Grüße Bb

    Tips von Manni und Friedel:


    Manni sacht:


    1. Risikoadjustiertes Portfolio – Nutze die kategorische Struktur:

      • Quantität: 60 % Gold, 30 % Silber, 10 % liquide Mittel.
      • Qualität: Setze Stop‑Loss bei ‑2 % unter dem jeweiligen Höchststand (Gold‑Peak $5 600, Silber‑Peak $119,44).
      • Relation: Beobachte Dollar‑Index und Geopolitik‑Indikatoren (Iran‑Spannungen).
      • Modalität: Halte Liquiditäts‑Reserven bereit, um bei plötzlichen Korrekturen (wie am 30. Jan) nachzusteigen.
    2. Gewinnmitnahmen – Plane automatisierte Verkäufe, sobald die Gewinnspanne 5 % überschreitet, um die Zufälligkeit der täglichen Schwankungen zu zähmen.


    Und Friedel meint dazu:


    1. Wille zur Macht – Setze Hebel nur, wenn Du die Macht besitzt, das Risiko zu tragen.
    2. Selbst‑Überschreitung – Diversifiziere in technologische Metalle (Lithium, Palladium) – das ist dein persönlicher Übermensch‑Move.
    3. Umwertung – Betrachte Edelmetalle nicht nur als Absicherung, sondern als Symbol deiner Unabhängigkeit. Jeder Kauf ist ein Akt der Selbstbehauptung.

    ( Ausdrücklich, das sind keine Handlungsempfehlungen sondern fiktive Gedankenspiele persönlicher Natur.

    Ich war und bin kein Finanzexperte sondern nur neugieriger Beobachter mit einer belanglosen Meinung. Bitte diesen Thread als solches bewerten).

    Ein kleiner Methodenvergleich:


    GrundannahmeEs gibt a priori‑Kategorien, die die Möglichkeit von Preis‑Erfahrungen strukturieren.Der Markt ist ein Ausdruck des Willens zur Macht, keine transzendente Ordnung.
    ErkenntniszielObjektive, synthetische Urteile über die Bedingungen von Preis‑Bewegungen.Subjektive Selbst‑Überschreitung – wie kann der Akteur seine Macht durch Preis‑Teilnahme erhöhen?
    MethodikDeduktive Analyse (Quantität, Qualität, Relation, Modalität).Genealogische Kritik – Aufdeckung historischer Moral‑ und Macht‑Strukturen.
    Bewertung von Preis‑SpitzenRichtig im Sinne der logischen Notwendigkeit (wenn Bedingungen erfüllt).Gut oder schlecht je nach individueller Willens‑Entfaltung.
    Normativer ImpulsMoralischer Imperativ: Handel im Einklang mit rationalen Prinzipien.Willens‑Stärkung: Nutze Volatilität, um eigene Macht zu festigen.
    SchlussfolgerungPreis = synthetisches Urteil, erklärt durch Kategorien.Preis = Symbol für den Willen zur Macht, instrumentell genutzt.

    Tja, das sagt Kant. Alles in diesem Fall ist Kausalität.

    Und nun kommt Nietzsche um die Ecke.

    Für den ist das

    " der Wille zur Macht ".


    Jeder Investor, der Gold kauft, tut das, um seine eigene Machtposition zu stärken – das ist kein bloßer Mechanismus, das ist ein Selbst‑Überwindungs‑Akt.


    Gold und Silber sind Symbole,


    1. Symbolik – Gold ist seit jeher das Zeichen von Reichtum und Unabhängigkeit. Wer es besitzt, signalisiert: Ich bin Herr meiner Existenz.
    2. Spekulation – Das aggressive Kaufen während der Rallye (über $5 600 / oz) ist ein Versuch, den Willen über das kollektive Markt‑Gefüge zu stellen.
    3. Umwertung aller Werte – In einer Welt, in der staatliche Institutionen (Fed) als Sklavenmoral erscheinen, flüchten die Menschen zu eigenen Werten – Edelmetallen. Das ist die Umwertung: Geld verliert seine moralische Autorität, Metall gewinnt sie.
    4. Ewige Wiederkehr – Der Boom am 29. Jan, die Korrektur am 30. Jan, das nächste Hoch – das ist das ewige Wiederkehren von Auf‑ und Abschwüngen. Der Markt lebt in einem endlosen Drama, das wir immer wieder neu besetzen müssen.
    5. Übermensch – Der wahre Investor ist der Übermensch, der die Volatilität nicht nur toleriert, sondern nutzt, um seine Macht zu vergrößern. Er diversifiziert, er spielt mit Hebel, er schreckt nicht davor zurück, gegen den Strom zu schwimmen.

    Kurz gesagt: Preis‑Spitzen sind nicht nur ökonomisch, sie sind moralisch‑psychologisch – ein Spiegel des menschlichen Drangs, sich zu erheben.


    Merkwürdig?

    Faktor:
    US‑Dollar‑Schwäche
    (Fed‑Lockerung)
    Wirkung auf Gold:
    Direktes Preis‑Boost
    Wirkung auf Silber:
    Ähnlich, plus industrielle Nachfrage
    Quelle:
    TradingEconomics
    Geopolitische Spannungen (Iran‑IRGC‑Designierung)Risikoaversion → Safe‑Haven‑KaufSafe‑Haven + spekulative NachfrageTradingEconomics
    Zentralbank‑Käufe (China, Russland, Türkei)Erhöhter KaufdruckAnalogTradingEconomics
    ETF‑Inflows (Gold‑ETFs + 30 Mrd $, Silber‑ETFs + 15 Mrd $)Verstärkt AufwärtsdruckStärkt Silber ähnlichTradingEconomics
    Inflations‑Erwartungen (US‑CPI 4,2 % YoY)Schutz vor KaufkraftverlustZusätzlich industrieller NutzenTradingEconomics
    Gewinnmitnahmen (nach Rekordhoch)Korrektur von $5 600 → $5 056 (‑2 %)Leichte Korrektur
    (-0,4%)
    JMBullion,
    Fortune

    Das sagt Kant:


    Allheit – Der globale Markt betrifft alle Akteure; Einheit – Preis pro Unze ist die Norm; Vielheit – Verschiedene Börsen (London, COMEX, Shanghai) erzeugen mehrere Preisfeststellungen, die durch Arbitrage konvergieren.
    QualitätWie?Realität – Der beobachtete Preis ist real; Negation – Negative Erwartungen (z. B. Iran‑Risiko) reduzieren Vertrauen in andere Anlagen; Limitation – Physische Lieferbarkeit begrenzt das Wachstum.
    RelationWozu?Inhärenz & Subsistenz – Edelmetalle besitzen intrinsischen Wert; Kausalität – Dollar‑Schwäche → höhere Nachfrage; Gemeinschaft – Zentralbank‑Käufe, ETF‑Inflows, Privatinvestoren bilden ein Netzwerk.
    ModalitätWie geschieht?Möglichkeit/Unmöglichkeit – Weiterer Anstieg ist möglich, ein totaler Verfall unmöglich; Existenz/Nicht‑Existenz – Der aktuelle Preis existiert, ein Preis von 0 $ ist nicht existent; Notwendigkeit/Zufälligkeit – Der Aufwärtstrend ist notwendig unter den gegebenen Bedingungen, tägliche Schwankungen sind zufällig.

    Durch die Synthese dieser Kategorien entsteht ein synthetisches Urteil a priori:

    Damit erkläre ich, warum die Preisbewegungen nicht bloß zufällige Schwingungen, sondern strukturell determiniert sind.

    Was soll das Ganze,

    und warum ausgerechnet hier?


    Mir hilft das Philosophieren über die Märkte, weil im Grunde genommen sämtliche Denkschemata zur Betrachtung speziell auch dieses Forums längst gegeben sind.

    Anstatt die Welt um mich herum neu zu erfinden und mich jedesmal neu zu justieren, nutze ich die vorhandenen Mittel um mich zu positionieren und dafür auch eine Grundlage zu bieten, falls mich jemand thematisch befragen würde.

    Im Ergebnis sieht das dann ungefähr so aus:

    Zweite Zusammenfassung:


    • 12 Kategorien des Verstandes →
    • 4 Gruppen (Quantität, Qualität, Relation, Modalität).
    • Jede Gruppe enthält 3 Begriffe, die zusammen sämtliche möglichen Urteilsformen abdecken.
    • Diese Kategorien bilden das Gerüst für alle synthetischen Urteile a priori – das Herzstück von Kants kritischer Philosophie.
    • In der Kritik der Urteilskraft ergänzt Kant das Bild um ästhetische und praktische Urteilskräfte, die besonders für kreative Felder relevant sind.

    Ergänzend kommen noch 4 Kategorien der Urteilskraft hinzu.


    Ich versuchs mal am Beispiel festzumachen.


    Ich koche ziemlich gern und hab mich auf Soßen spezialisiert, man kann Essen sehr oft in Hauptkomponente, Nebenkomponente zerlegen, also zB. Schweinebraten und Beilage.

    Die vermittelnde und sehr oft auch geschmacksgebende Komponente ist Soße, Sauce, Salsa, Tunke, Dip usw.

    Wie würde Kant rangehen, sollte er ein Sößchen beurteilen.


    Vielleicht so:


    DeterminativObjektive, logische Beurteilung (z. B. „Dieses Rezept ist korrekt.“)Nutzt primär Quantität, Qualität, Relation.
    ReflexivSubjektive, ästhetische Bewertung (z. B. „Diese Soße wirkt harmonisch.“)Aktiviert Modalität (Möglichkeit/Notwendigkeit des Gefühls).
    KognitivErkenntnis über das Objekt (z. B. „Die Reduktion von Säure erhöht die Stabilität.“)Verbindet Alle vier Gruppen zu einem synthetischen Urteil.
    PraktischMoralische Bewertung (z. B. „Eine gerechte Verteilung von Ressourcen ist Pflicht.“)Überschreitet rein theoretische Kategorien, greift auf den kategorischen Imperativ zurück.

    Daraus leitet er

    " Formenlogische Urteile "

    ab.


    UrteilsformBeschreibungZugehörige Kategorien
    Allgemeine Urteile (All‑Aussagen)Aussagen über alle Mitglieder einer Klasse.Allheit, Realität, Inhärenz & Subsistenz, Möglichkeit‑Unmöglichkeit
    Besondere Urteile (Ein‑Aussagen)Aussagen über ein bestimmtes Mitglied.Einheit, Negation, Kausalität & Ursache, Existenz‑Nicht‑Existenz
    Einzelne Urteile (Mehr‑Aussagen)Aussagen über mehrere, aber nicht alle Mitglieder.Vielheit, Limitation, Gemeinschaft, Notwendigkeit‑Zufälligkeit
    Verallgemeinernde Urteile (synthetisch a priori)Kombinieren mehrere Kategorien, schaffen neues Wissen.Alle zwölf Kategorien zusammen (z. B. „Alle Körper haben Masse“ = Quantität + Qualität + Relation + Modalität).

    Jetzt kommen die Kategorien.


    Hört sich kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht.

    Im Grunde genommen " funktioniert " es wie ein Prüfschema.

    Die Systematiker hier, die sich mit Controlling, Booleschen Regeln, Logistik, Juristerei etc beschäftigen müssen, sollten das prinzipiell kennen.

    Die Struktur einer Bilanzerstellung ( Aktiva/Passiva, AP-Tausch etc.) oder Juristischen Zuordnung ( Prüfschema: Wer Will Was von Wem Woraus?) folgt den gleichen Prinzipien.


    Der gute Emmi hat sie halt nur ziemlich allgemein gehalten und zum universalen Erkenntnisprinzip erklärt.


    Die Kategorien:


    Quantität (Wie viel?)1. Allheit (Universalität)

    2. Einheit (Singularität)

    3. Vielheit (Pluralität)
    Beschreiben, ob etwas alle, einzelne oder mehrere Dinge betrifft.
    Qualität (Wie?)4. Realität (Vorhandensein)

    5. Negation (Abwesenheit)

    6. Limitation (Beschränkung)
    Entscheiden, ob ein Begriff ist, nicht ist oder nur teilweise zutrifft.
    Relation (Wozu?)7. Inhärenz & Subsistenz (Substanz‑Relation)

    8. Kausalität & Ursache (Ursache‑Wirkung)

    9. Gemeinschaft (Wechselseitigkeit)
    Stellen Beziehungen her: Was ist wovon abhängig?, Wer verursacht wen?, Wie stehen Dinge zueinander?
    Modalität (Wie geschieht?)10. Möglichkeit – Unmöglichkeit (Potential)

    11. Existenz – Nicht‑Existenz (Tatsächlichkeit)

    12. Notwendigkeit – Zufälligkeit (Unvermeidlichkeit)
    Fragen nach potenziellen Zuständen, tatsächlichem Sein und ob etwas unvermeidlich ist.



    Quantität legt fest, wie viele Gegenstände wir meinen.


    Qualität sagt, welche Art von Aussage wir machen (positiv, negativ, eingeschränkt).


    Relation verbindet Gegenstände miteinander (Substanz‑Beziehung, Ursache‑Wirkung, Wechselwirkung).


    Modalität bestimmt den Modus des Seins – ob etwas nur möglich, tatsächlich oder zwingend ist.

    Sinn und Zweck :


    Kant stellt uns eine Art Werkzeugkasten zur Verfügung, mit dem wir folgendermaßen vorgehen können:


    1. Bestimme das Erkenntnisobjekt (z. B. ein naturwissenschaftliches Phänomen, ein moralisches Dilemma, ein Kunstwerk).
    2. Identifiziere die zugrundeliegenden Begriffe (Raum, Kausalität, Freiheit, Schönheit).
    3. Frage nach den a priori‑Strukturen: Welche unmittelbaren Formen des Denkens werden vorausgesetzt?
    4. Prüfe die Möglichkeit der Synthese: Können diese Begriffe zu einem synthetischen Urteil kombiniert werden, das neues Wissen schafft?
    5. Erkenne die Grenze: Wenn die Synthese scheitert, haben wir das Grenzgebiet der Vernunft erreicht – dort dürfen wir keine endgültigen Behauptungen mehr aufstellen.

    Nun, da wir einschätzen können, wie er seine Kritiken meinte,

    hier in chronologischer und sinnstiftender Reihenfolge:


    Kritik der reinen Vernunft (1781)ErkenntnistheorieWir besitzen synthetische Urteile a priori (z. B. Raum‑Zeit‑Formen), die die Struktur aller Erfahrung bestimmen. Die Kritik deckt auf, dass wir nur die Phänomene (Erscheinungen) erkennen können, nicht das Noumenon (Ding an sich).
    Kritik der praktischen Vernunft (1788)MoralphilosophieDie reine Vernunft liefert das moralische Gesetz (kategorischer Imperativ) als a priori‑Prinzip. Die Kritik prüft, ob Freiheit und moralische Verantwortung logisch konsistent sind – und legt ihre Grenzen offen.
    Kritik der Urteilskraft (1790)Ästhetik & TeleologieHier wird die Fähigkeit des Geistes untersucht, Urteile über Schönheit und Zweckmäßigkeit zu fällen. Die Kritik verbindet die beiden vorherigen Bereiche und zeigt, dass ästhetische Erfahrung eine Brücke zwischen Erkenntnis und Moral schlägt.

    Jede Kritik ist ein Selbsttest der jeweiligen Vernunftart (theoretisch, praktisch, ästhetisch). Sie fragt: „Kann ich hier wirklich begründen, was ich zu sagen beabsichtige?“ – und gibt dann ein klares Ja‑ oder Nein‑Signal.

    Was meint er eigentlich, wenn er von Kritik spricht?


    Dieser Begriff ist heute durch populär-populistischen Gebrauch, oder besser Mißbrauch, negativ konnotiert, ein Ergebnis übrigens des herabgesetzten Bildungsniveaus, daß sich mittlerweile durch die Vulgarisierung der Sprache selbst, insbesondere offizieller Stellen, Ämter und Medien gefressen hat.


    Kant nutzte Kritik im Sinne von:


    EtymologieVom griechischen kritikē – „die Kunst des Urteilens“.Kant will nicht bloß kritisieren, sondern urteilend prüfen, ob unser Erkenntnisvermögen überhaupt das leisten kann, was wir von ihm verlangen.
    Methodischer AnsatzTranszendental‑Analyse: Untersuchung der a priori‑Bedingungen, die Erfahrung überhaupt erst ermöglichen.Ohne diese Grundbedingungen würden wir im epistemologischen Niemandsland wandern – keine sichere Basis für Wissenschaft oder Moral.
    ZielBestimmung der Grenzen und Möglichkeiten der reinen Vernunft.Damit wir nicht in spekulative Trugbilder (Metaphysik ohne Fundament) verfallen, sondern klar zwischen dem, was möglich ist, und dem, was jenseits unserer Erkenntnis liegt, unterscheiden.

    Kurz gesagt: Für Kant ist Kritik kein bloßes Negieren, sondern ein systematisches Prüfen – ein Werkzeug, das uns zeigt, wo das Denken fest verankert ist und wo es ins Leere stürzt.

    Kurze Zusammenfassung bis hierhin:


    • Kritischer Idealist: Kant verbindet rationalistische Erkenntnistheorie (a priori Strukturen) mit empirischer Erfahrung.
    • Deontologische Ethiker: Seine Moral basiert auf Pflichten, nicht auf Konsequenzen (im Gegensatz zu utilitaristischen Ansätzen).
    • Transzendentalphilosoph: Er erforscht die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnis, nicht die Inhalte selbst.
    • Einfluss auf spätere Strömungen:

    Deutscher Idealismus (Fichte, Schelling, Hegel), Neukantianismus, analytische Philosophie (Kant‑Studien) und moderne Erkenntnistheorie.

    ( gehen wir hier nicht drauf ein, ist den einzelnen Darstellungen der Denker vorbehalten. )

    Was hat Kant versucht der Welt mitzuteilen:


    Kritik der reinen Vernunft1781 (zweite Auflage 1787)Analyse der Bedingungen möglicher Erfahrung; Einführung von Phänomen vs. Noumenon.
    Grundlegung zur Metaphysik der Sitten1785Formulierung des kategorischen Imperativs; Basis der deontologischen Ethik.
    Kritik der praktischen Vernunft1788Vertiefung der Moraltheorie; Verbindung von Freiheit und moralischem Gesetz.
    Kritik der Urteilskraft1790Ästhetik (Schönheit, Erhabenes) und Teleologie (Zweckmäßigkeit in der Natur).
    Metaphysik der Sitten1797Ausführliche Darstellung von Rechts- und Tugendethik.


    Zitate aus obigen Werken:


    • „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784)
    • „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“ – Aufforderung zur autonomen Vernunft.
    • „Der Himmel über uns und das Gesetz in uns.“Kritik der reinen Vernunft, Ausdruck der Dualität von Naturgesetzen und moralischer Autonomie.
    • „Zwei Dinge erfüllen den Geist stets mit neuer und zunehmender Bewunderung … das bestirnte Firmament über mir und das moralische Gesetz in mir.“Kritik der praktischen Vernunft (1793).

    Warum hat ihn das beschäftigt:


    An nachvollziehbaren Einflüssen stößt man darauf:


    David HumeSkeptizismus gegenüber Kausalität → Kant erkennt die Notwendigkeit einer apriorischen Kausalitätsstruktur.
    Rationalisten (Leibniz, Wolff)Tradition der deduktiven Metaphysik, die Kant kritisch weiterentwickelt.
    Pietismus & AufklärungEthik des Pflichtbewusstseins und das Streben nach universeller Vernunft.
    NewtonNaturgesetzmäßigkeit als Modell für die Struktur der reinen Vernunft.


    Den Begriff des " a priori " kann man am besten mit

    " Voraussetzung, ist von vornherein zwangsläufig vorhanden "

    verstehen.

    Der Jurist würde vielleicht ein

    " sine qua non " daraus machen, also "etwas, das nicht hinweggedacht werden kann ", ohne das der Erfolg einer Sache nicht stattfinden kann.


    Diesen Begriff muß man einmal verstanden haben, darauf beruht seine Kausalitätsstruktur der Wahrnehmung.


    Diese Kausalitätsstruktur unterteilt er in Kategorien.


    Genauer kommen wir später drauf zurück.