Beiträge von DarkMatter

    Nachdem wir zum Glück noch lange nicht so weit sind und das Thema Mehl den einen oder anderen interessiert:
    Wir nutzen zuhause seit vielen Jahren eine Widu-Mühle, die elektrisch auch am Wechselrichter problemlos läuft und auch in Hand bzw. Fahrradbetrieb nutzbar ist. Mittlerweile wird hier das Modell 3 angeboten, welches aber wohl eher optisch anders? Die Mahlsteine und anderes Zubehör ist identisch, lediglich der Motor ist mit 520W etwas schwächer.
    Im elektrischen oder Fahrrad-Betrieb braucht das Glas etwa 15 Minuten, bei Handbetrieb rund 30 Minuten.


    Wir haben vor Jahren übrigens nur deshalb mit dem Mahlen begonnen, weil wir Körner in einem verfallenen Hof gefunden haben, von dem auch noch sehr viel keimfähig waren. Nachdem das Mehl sehr gut war und auch von den Allergikern in Familie und Nachbarschaft sehr gut vertragen wurde, nahm das Ganze seinen Lauf... das ist jetzt über 20 Jahre her.
    Die Mühle haben wir angeschafft, als die Mengen mehr wurden und weil die Lohn-Mahlung zu unwirtschaftlich war. Die Getreide lassen wir seit Jahren speziell für uns von zwei Landwirten ohne Dünge- und Schutzmitteleinsatz auf sonst unnutzbaren Kleinflächen anbauen. Ist viel Handarbeit dabei, aber es macht auch Spaß und jeder freut sich am Ende des Sommers auf das erste frische Brot.
    Aktuell lassen wir Dinkel und Weizen, beides Ursorten (kein Liniensaatgut, oder sonstige Züchtungen), sowie alte Einkorn und den Emmer aus dem alten Hof, für uns anbauen. Ein Teil des Ertrags wird für das Folgejahr als Saatgut genutzt.
    Der Ertrag ist wesentlich geringer als bei aktuellen Sorten aber das stört nicht. Einer der Landwirt hat auch schon versucht das Getreide als Bio-Mehl zu vermarkten, hatte aber auf Grund der "Geiz ist Geil" Mentalität wenig Erfolg.


    Wenn noch Fragen dazu sind, fragt einfach ;)

    Nachdem wir schon viele Jahre selbst mahlen, will ich auch mal mein "Mehl" beitragen.


    Wir lagern vorrangig ganze Körner in 3l und 5l Bügelverschluss-Einmachgläsern ohne Dichtung. Hierbei ist 1 Liter etwa mit 1kg gleichzusetzen. Das klappt sehr gut und auch über 2 Jahre ohne Probleme.
    Mehl mahlen wir nur nach Bedarf, idR. 1 Glas, welches dann zeitnah verbraucht wird. Die Lagerung von Mehl ist schwierig, da der Nährstoffverlust sehr schnell eintritt und die Verarbeitung in unruhigen Zeiten sehr schwierig ist. Siehe hierzu auch der bericht von @Lukas 21.
    Die Körner können dagegen ähnlich wie Reis verarbeitet zu gegessen werden, wobei das Quellen in kaltem Wasser bei Körnern schneller geht als bei Reis. Weiterhin können diese zu Flakes gequetscht werden.


    Mehl heute als Vorrat zu lagern ist recht unsinnig, weil es problemlos zu kaufen wäre und in schwierigen Zeiten wird es noch unsinniger, weil es keine geeigneten Verarbeitungsmöglichkeiten dafür gibt.

    Disclaimer: Dieser Beitrag ist keine Meinung sondern Tatsache.

    Bleib lieber bei Meinung [smilie_blume]
    Du beschreibt den Rand einer Münze ohne die Flächen zu betrachten. Für den zentralen großstädtischen Wohnbereich stimmt dies sicherlich auch, aber die EFH/MFH-Randzonen sind meiner Meinung nach noch wesentlich schlechter dran. Als Meinung ist dies sicherlich in Ordnung, aber eine Tatsache wird es erst, wenn es eintritt!


    Ich merke momentan selbst, wie schwer es ist auf dem Land etwas zu bekommen, also wird den Städtern nichts anderes übrig bleiben, als ihr Glück dort zu versuchen. - Ebenso wie mir!
    Aber von vorneherein die städtischen Gebiete als "Todeszone" zu deklarieren, bringt keinem was. Außerdem gibt es auch im städtischen Bereich viele Möglichkeiten um zur Stecknadel im Heuhaufen zu werden.


    Das Landleben, welches du dir vorstellst gibt es vielleicht in der mecklenburgischen Pampa (Sorry an die dort wohnenden hier im Forum). Aber in 90 % Deutschlands gibt es kein Land mehr, da die nächste Straße, Ort/Stadt, etc. keine 10km weg ist. Das Land ist so dicht besiedelt und erschlossen, dass es nahezu keine Freiräume mehr gibt. Ich wohne hier auf dem sog. Land: ca.2800 EW, 12km zu nächsten Stadt und nur eine Bundesstraße durch den Ort. Aber 2800 EW sind nunmal 2790 potentielle Futterneider.

    Danke, das ist ein toller Anfang mich endlich besser damit auseinander zu setzen.


    Ja, Leute zum Essen anlocken möchte ich natürlich nicht unbedingt.


    Aber aller Anfang ist schwer sich in ein Thema einzufuchsen.

    Dass du es versuchst ist schon der richtige Schritt und letztlich musst du alleine für dich und deine persönliche Situation entscheiden, was brauchbar und möglich ist.
    Nur achte darauf immer in möglichst viele Richtungen offen zu sein und denke immer daran, dass prinzipiell nur Wasser, Essen sowie eine trockne und warme Unterkunft brauchst. Je unauffälliger alles bleibt, desto sicher ist du vor "Mitessern" und "Interessenten". Ein Holzofen ist eine schöne Sache, aber im Notfall würde ich diesen lieber nicht betreiben, da der Rauch immer sichtbar sein wird.
    Heizen kannst du auch mit Flüssigbrennstoffen und räumliche Begrenzung reduziert den Heizbedarf. Dies gilt auch fürs Kochen mit Vielstoffkocher, wobei du nicht auf den Backofen verzichten musst - Ein Feuertopf und 10 Grillbriketts machen das selbe.
    Strom kannst du aus einem Solarelement erzeugen und in Batterien speichern. Ob du überhaupt großartig Strom brauchst, musst du selbst entscheiden. ich würde nur die Funktechnik und ein paar Taschenlampen damit versorgen. Kühltechnik ist etwas Praktisches, aber vor 100 Jahren hatte diese auch fast niemand.


    Der Anfang ist übrigens gar nicht schwer und du hast diesen ja schon gemacht!
    Viel schwieriger ist die Entscheidung worauf du setzt und welches Konzept du mit Familie? verfolgst.


    Der vielleicht beste Tipp den ich dir geben kann, ist alles was du machst ins tägliche Leben einzubauen. Alles was sich dort bewährt wird dir auch im Fall der Fälle gute Dienst tun. Dinge die du nur für den Fall der Fälle anschaffst oder vorbereitest, werden dir höchstwahrscheinlich nicht viel, bis gar nichts helfen.

    60+ ? Also ich bin 60+, lebe in Italien, baue in Ungarn und fühl mich wie 40+.
    Ich denke, die innere Einstellung ist unabhängig vom Alter. Ich hatte vor 25 Jahren mal ein Klassentreffen, da dachte ich, da sitzen ja Kollegen von meinem Vater/Mutter 8|
    Das waren früher immer die Streber, direkt nach der Schule in den Behördendienst und da vergammelt.

    Es ging mir nicht um das gefühlte sondern das reale Alter!
    Wenn jemand heute über 60 ist macht es wenig Sinn aus einen Zustand hinzuarbeiten von dem er mit 75 oder 80 Jahren profitieren kann. Die Wahl zwischen heute 5 Jahre gut gelebt oder darauf hinzuarbeiten in 15-20 Jahren gut leben zu können kommt u.U. aufs gleiche raus - Oder man erlebt es evtl. auch gar nicht mehr?


    Für mich wäre es ein rationale Entscheidung lieber die gute Zeit jetzt zu haben, als auf irgendetwas in der Zukunft zu hoffen.
    Ich bin übrigens noch deutlich unter 60, aber zumindest nahe genug um mir darüber Gedanken zu machen.


    Deine Beobachtung zu den Schulkameraden kann ich nur bestätigen. Dachte beim letzten Klassentreffen ich wäre auf Besuch im Altenheim. Etwa 30% sind schon gestorben und 60% haben mehr Leiden als Leben...
    Hab mich dann mit den einzigen beiden Fitten bzw. Gesunden unterhalten... Wenn ich jetzt ganz ehrlich zurück blicke was bei mir in der Schulzeit los war und dass wir drei die wahrscheinlich die durchgeknalltesten Schüler waren... Immer kurz davor von der Schule zu fliegen [smilie_happy]
    Unser gutes Verhältnis zu Alkohol, Drogen, Partys und natürlich Ärger aller Art, ebenso wie unsere desolaten Leistungen (Zitat aus einem meiner Zeugnisse), war dies wohl doch nicht so schädlich wie uns damals erzählt wurde?
    Die beiden haben sich übrigens auch in jungen Jahren in die Selbständigkeit begeben und haben so wie ich schon vor 50 die Reißleine gezogen.

    Ihr habt den falschen Ansatz...ihr wollt in der Krise angenehm leben...so wie vorher

    Ein "wie früher" wird es nicht mehr geben und auch wenn es wieder besser werden sollte werden die Meisten hier wohl zu alt sein um noch etwas davon zu haben?
    Dein Argument ist schon richtig, aber altersabhängig verschieben sich die Prioritäten enorm. Wer heute 60+ ist tut gut daran zuhause auszuharren und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wogegen für Menschen -30 sicher auch die Zeit danach interessant sein könnte.
    Für alle dazwischen ist es eine sehr individuelle Entscheidung [smilie_blume]

    @taheth Bei mir sind es auch nicht viel mehr, aber auch das ist ja nicht der einzig wichtige Parameter. Die Frage ist, was von der nächsten Stadt kommt oder auf Grund der Verkehrsanbindung durch de Ort marschiert?


    Damals als ich hergezogen waren diese Parameter nicht so interessant, weil es ohnehin nur um den angenehmen Primärwohnsicht ging und ich eher den Zeitrahmen 2026-2030 für den Beginn der grobe Veränderungen im Blick hatte. Damit wurde die Zeit nun etwas knapp, doch vieles konnte dennoch erledigt werden.
    Heute rücken dadurch natürlich die restlichen Aspekte auf den Schirm. Jenseits des Flusses beginnt die nächste Stadt in etwa 10km Entfernung. Durch den Ort geht eine recht viel befahrene Bundesstraße...


    Der überschaubare Ort ist schon mal gut, aber wie beim Fischen bleibt die Frage wie viele Fische durch die geographischen Löcher im Netz schlüpfen.
    Ein weiterer Punkt ist die Bevölkerung deren Geisteshaltung sich zum Großteil nur noch zwischen Ignorant und Strohdumm(Lebensunfähig) bewegt. Ich habe den Anteil vor einigen Jahren auf unter 25% (ca. 600) geschätzt - Ein Irrtum.
    Aber nun habe ich schon mal ca. 1500 Menschen in unmittelbarer der Nähe die ein Problem werden können!


    Der beabsichtigten "Zweitwohnsitz" ist etwas, was ich wahrscheinlich nicht mehr vollständig realisieren können werde. Hier wollte ich abwarten um einen geeigneten Ort zu finden, wenn die Veränderungen sichtbar werden.

    Nee schreibt er doch, Vorkaufsrecht der Gemeinde....Als ob die nen kleinen Heiopei Bürger zum Selbstversorger werden lassen... im Leben nicht.
    Musst schon nen ganzen, runtergewirtshaften Hof übernehmen, alles andere wird leider nichts...
    Deutschland halt

    Die Lage ist aktuell (Stand/Termin heute 13:30) wie folgt:


    Als Nichtlandwirt dürfen wir nur unter ganz bestimmten Vorgaben eine ehemalige Ackerfläche kaufen, aber dann nichts darauf anbauen. Der Kauf/Verkauf von Ackerflächen darf nur durch einen Landwirt erfolgen, wobei hier die Hofgröße entscheidet. Ab einer Mindestfläche muss der Hof komplett verkauft werde!
    Wenn ein Landwirt einen Acker verkauft oder seinen Hof ausgibt, wird die Gemeinde immer ihr Vorkaufsrecht ausüben, um Flächen für Solaranlagen und öffentliche Belang zu bekommen.
    Solange die Fläche vom Landwirt als Ackerfläche angezeigt und genutzt wird, gibt es ein Gesetz mit dem die Verwaltung ihm vorschreiben kann was er dort anbauen muss. Das Gesetz schien recht neu zu sein, weil der Landwirt auch recht dumm schaute.
    Der Mitarbeiter vom Amt erklärte jedoch dass es dieses Gesetz schon einige Jahre gibt, es bisher nur nicht umgesetzt wurde. Sollte es aber durch den zunehmenden Klimawandel wieder zu Ernteausfällen kommen, gibt es laut Aussage bereits eine Gemeinderatsbeschluss zu dessen Anwendung.
    Der Landwirt wurde zudem darauf hingewiesen, dass der Anbau von nicht zugelassenen Saaten im Gemeindegebiet untersagt ist, solange diese nicht der Forschung dienen oder es eine Sondergenehmigung für die Aussaat gibt.
    Soweit sinngemäß knapp 40 Minuten "Ober sticht Unter"...


    Das hätte ein echter Schuss ins Knie werden können und zum Glück ging es um eine Fläche in einer etwas entfernten Gemeinde. Aber die Gesetzgebung ist zumindest regional die Selbe und damit haben wir erkannt, wie dünn das Eis geworden ist.
    Zumindest war das Gespräch sehr lehrreich..

    Du wirst allerdings auch mit 10 ha. heut zutage keine Familie mehr ernähren können.
    Selbst wenn du geringe Kosten ansetzt.

    Bisschen falscher Ansatz...
    Das Problem ist dass du kein Saatgut mehr bekommst!
    Bei mir hier höre ich von immer mehr Landwirten, dass diese nur noch industrielles Saat bekommen. Das dieses in diesem Jahren wetterbedingt große Ausfälle hatte ist das eine, aber es ist nicht Nachkeimfähig. Also nach 2-3 Jahren trägt es keine Früchte mehr.
    Die nicht industriellen Saatgüter werden mittlerweile geächtet, in der Form dass es bei Ausfall keine oder eine geringere Entschädigung gibt. Der Verkauf an größere Abnehmer wird durch gesetzliche Vorgaben erschwert.
    Der Schattenmarkt für altes Saatgut wächst stetig - Der entsprechende Getreidepreis leider auch.


    Ich hab zusammen mit anderen dort "investiert", also erstmal zum Verzehr und einen Teil für die Aussaat durch einige Landwirte. Wir stellen das Saatgut und bezahlen die Arbeitsleistung des Landwirts. Der Ertrag kommt dann wieder zu uns. Da es nun zunehmend Probleme bei den Landwirten wegen der Flächennutzungsmeldung gibt, werden wir wohl Äcker kaufen und in besitzrechtlich kleine Parzellen aufteilen müssen. Dies ist momentan in Vorbereitung, aber auch hier werden wir massiv behindert, z.B. mit Vorkaufsrechten der Verwaltung.


    Der Wille ist da und ich hoffe auch mal von einem Erfolg schreiben zu können, aber der Wille allein ist heute sehr schwer umzusetzen!

    Der fränkische Automobilzulieferer Bolta hat Insolvenz angemeldet. 1000 Arbeitsplätze sind betroffen.


    Derweil macht sich der Pöbel auf Facebook über leere Regale und Tankstellen in England lustig. Die schnallen nicht, dass es ein Blick in ihre nahe Zukunft ist.

    England ist uns nur etwa 2-3 Monate voraus..
    Also einfach abwarten, die Engpässe kommen sicher schneller als die Meisten erwarten.


    Was mich die letzten Wochen jedoch wundert ist zunehmende Abflachung in den wirtschaftlichen Diskussionen, leider auch hier. Der Mangel wird vielschichtig diskutiert, aber woher kommt der eigentlich so plötzlich?
    Ich habe einige Versorgungskrisen im Job miterlebt und immer waren die Gründe in Produktionsausfällen in Fernost.
    Nun sind etwa 30 Jahre seit der ersten aktiv miterlebten Krise vergangen und nicht hat sich verändert - Wenn Fernost hustet, bekommt die Welt die Grippe.
    Ich bin zwar ziemlich raus aus dem aktiven Geschäft, aber wenn ich bei befreundeten Komponenten-Distri's nachfrage, wissen die auch keine Antwort, außer "heruntergefahrene Produktion".
    Die Abhängigkeit von elektronischen Komponenten ist etwas das die westliche Welt sich selbst aufgezwungen hat. Eine vernünftige Erklärung gibt es eigentlich nicht und diese Geschichte beginnt schon um 1990.



    Aber zurück zum eigentlichen Thema.


    Erst fallen die Unternehmen bzw. Job und dann die Leben der Bevölkerung.
    Lediglich der Zeitpunkt war bis vor kurzem noch nicht klar. Aber dass es so endet, war mit dem Aufstieg der sogenannten Automatisierung schon absehbar. Nur wer es in 30 Jahren nicht gesehen und verstanden hat, der wird erst verstehen, wenn er mit leerem Magen vor einem ebenso leeren Regal steht.

    Ich denke das Stromausfallthema wird wie andere vergleichbare Themen hier maßlos überzogen. Der Ansatz ist häufig gut, die Umsetzung auch durchdacht, aber im wirklichen Ernstfall war es dann doch vergeben Liebesmüh.


    Zu deiner Frage @sie nach dem Zeitraum für ein Leben unter widrigen Umständen kann ich nur aus meiner Erfahrung sprechen. Bei uns geht es, wie ich mehrmals geschrieben habe um Hochwasser, also ein lokales örtlich begrenztes Ereignis. Eine Woche auszuharren und sich selbst zu versorgen ist machbar, aber alles was darüber hinaus geht wird mit jedem Tag schwieriger.
    Die Heizung, Stromversorgung und Ernährung ist dabei gar nicht das große Problem, sondern die Umgebungsbedingungen. Durch den Ausfall der Kanalisation schwimmen die Fäkalien, aber auch die dort lebende Tierwelt durchs Haus und auch wenn 100m weiter trockenes Land ist, die Biester beißen sofort zu!
    Nur ein Beispiel.. aber jedem muss klar sein, dass in seinem Kartenhaus alles einstürtzen kann wenn nur eine einzige Karte entnommen wird!


    Im Falle eines großflächigen Stromausfalls wird die Lage wesentlich schneller kritisch - spätestens wenn die Nacht kommt. Nachdem es schon einige solche Vorfälle gab, kann man dies gut recherchieren, dass es bereits nach 3 Stunden gefährlich auf den Straßen wurde, ehe nach 24 Stunden überall das völlige Chaos und Gewalt herrschten.


    Natürlich haben wir, wie sicher auch schon viele andere auch, über dieses Thema diskutiert und uns unsere Gedanken gemacht.
    Das wichtigste ist eine ausreichend größere Gruppe die sich auf ein oder zwei Häuser konzentriert. Wir verstehen uns hier super, arbeiten beim Hochwasser Hand in Hand und jeder hilft dem anderen, aber beim Gedanken an ein längerfristiges Zusammenleben unter einem Dach, tun sich schon erste große Gräben auf. - Anderseits ist klar, dass jeder für sich alleine keine Chance hat!


    Also macht heute jeder das, was er für sich für gut und richtig hält, wobei keiner in ein MadMax-Szenario investiert. Also alles im Rahmen dessen was auch heute schon nutzbar ist, bzw. gebraucht wird.
    Wenn beispielsweise ein großflächiger Stromausfall kommen sollte, werden wir sehen was sich ergibt und wie das miteinander dann aussieht. Aber dennoch werden wir realistisch nicht länger als eine Woche auf einem vernünftigen Niveau ausharren können und die größte Unbekannte liegt nicht bei uns sondern bei den anderen Menschen um uns herum.

    @DURAN wobei ich gestehen muss, dass mir dies vollkommen egal wäre. Die groben Bahnen in denen die Politik agieren darf sind vorgegeben und so sind auch die unmittelbaren Arbeitsweisen und Ziele der einzelnen Parteien sehr ähnlich.
    Vielleicht wird die Agenda von RRG etwas schneller umgesetzt als von einer anderen Konstellation, aber sind ein paar Monate wirklich noch wichtig?
    Oder ist es nicht vielleicht sogar besser wenn die Umsetzung und der Niedergang schneller kommen, um den Gewöhnungseffekt in der Bevölkerung zu verringern?


    Ich weiß es nicht und bin mir nicht mal sicher welche variante ich bevorzugen sollte.


    Was ich heute sehe ist Zerbrechen der Gesellschaften, nicht nur hier in Deutschland. Ein Internet mit all seinen Einrichtungen, welches mehr spaltet als zusammenführt. Während Gemeinschaften und Kultur bereits zerstört sind.
    Den Aufstieg krimineller Kreise deren Handeln niemand mehr kritisiert - entweder aus Angst oder weil es eigene Vorteile bringt.
    Ich denke die politische Kaste die diese Veränderung jahrelang voran treibt erkennt mittlerweile wie nahe sie selbst am Zaun stehen. Sie verkaufen nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihre Seele - Im Wissen was auf der anderen Seite des Zauns passiert oder noch passieren wird.


    Hier geht es um denn wirtschaftlichen Niedergang der unmittelbar auch der persönliche Niedergang sein wird. Auch wenn viele dies leugnen oder etwas zu verdrängen versuchen - Hilflosigkeit und Angst haben bei vielen längst das innere Ruder übernommen.
    Die anderen stehen vor der Problematik, dass Freundschaften und Vertrauen plötzlich auch eine gefährliche Komponente bekommen..


    Am Ende zeigt sich, dass wir häufig in unserem Handlungsrahmen nicht so viel anders als die Politiker sind!

    Die heutige Politik ist weder der Besatzung noch Verschwörungen geschuldet.

    Es ist leider keine Verschwörungstheorie sondern eine Tatsache1
    Die Besatzungsverträge gelten bis heute weiter und stehen über nationalem deutschen Recht. Du must dir auch keine Sorgen machen, dass Deutschland jemals wieder frei sein wird. Denn die Ablösung, oder besser deren Erweiterung für die EU als Ganzes, ist in TTIP und den anderen Verträgen enthalten.
    Egal wer in Berlin oder sonst wo in diesem Land sitzt ist nur ein Verkünder und die Bevölkerung wird erst aufwachen wenn das tiefe Tal erreicht ist - Macht nichts, denn zu spät ist es schon heute..

    @John Doe Silver dir ist schon bewusst dass es bei den Wahlen nur um den Verkünder der Besatzerpolitik geht. In diesem Land wird nichts frei entschieden und entsprechend ist auch recht egal wer da wo sitzt.
    Es ist lediglich großes Kino für die Politikerkaste.. und der Pöbel jubelt.
    Einige Monate später schimpft wieder jeder, dass sich nichts ändert, zumindest nicht zu einem besseren, und hinter den Kulissen andere das Sagen haben. Und auch 90% für die AfD würden daran nichts ändern, außer dass die Besatzungsrechte noch etwas weiterreichender vollgezogen würden.


    Ehrlich gesagt finde ich das Ergebnis gut so. - Keine klare Mehrheit und keine wirklichen Macher vorne dran. Hoffe mal, dass es nun so wie die letzten Jahre zäh und ziellos dahin tümpelt und somit das unvermeidliche Ende noch bisschen hinausgezögert wird.
    Denn bei allen gehypten Katastrophen der letzten Jahre war das Leben hier in Deutschland für mich gut und ohne große Einschränkungen möglich. Klar habe auch ich einiges vermisst, aber dies ist wenn man die Gegenseite (Währungsverlust, wirtschaftlicher Niedergang, gesellschaftlicher Verfall und Bildungs-Diaspora,Zuwanderung,..) betrachtet doch gar nicht der Rede wert.

    @Salorius II ich kann hierzu nur meine Erfahrung mitteilen:
    Wenn bei uns der Hochwasserfall eintritt, wofür schon eine überflutete Straßenverbindung ausreicht, weis keiner was es noch gibt. Mal Gas, mal Benzin oder Diesel oder Heizöl, Holz, usw. und häufig wechselt die Verfügbarkeit im Laufe der paar akuten Tage. Lediglich der Strom, Internet, Handy,.. sind meist zeitnah weg.
    Hier liegt auch der Grund warum wir mittlerweile sehr omnivalent aufgestellt sind. Wir können heute nahezu alles verwenden um Wärme und Strom zu erzeugen. Dabei ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder alles haben muss, sondern vor allem Kabeltrommeln, Kanister und sonstige Hilfsmittel viel wichtiger sind. Gute nachbarschaftliche Beziehungen sind unerlässlich und im absoluten Notfall sammelt man sich eben in einem der Häuser. Eine helfende Hand ist ohnehin durch nichts zu ersetzen.
    Solar ist vorrangig eine persönliche Stütze, die jeder für sich selbst in für sinnvoll erachteter Größe und Ausführung umgesetzt hat.


    Finanziell oder wirtschaftlich macht das alles keinen Sinn, aber das war von vorneherein klar. Es geht lediglich um eine zeitlich begrenzte Autarkie im Krisenfall, um den Schäden zu begrenzen. Wobei die zeitliche Grenze bei 2-3 Wochen liegt, denn alles Weitere macht nach reichlicher Überlegung nur wenig Sinn.
    Durch die Entwicklung der letzten Jahre, insbesondere durch mehr Freizeit in Folge von Corona, haben wir einige kleine Dinge angepasst und wenn keine Pumpen benötigt werden, reicht es auch für 4-6 Wochen, je nach Jahreszeit/Wetter.


    Eine sicher nicht unwichtige Sache, die häufig außer acht gelassen wird, ist die Eigendynamik in einer Gruppe, vor allem in der jüngeren Generation. So haben wir seit einiger Zeit auch zwei Holzvergaser, die einerseits Strom produzieren und andererseits der Heizung dienen. Da kann alles rein, was irgendwie brennbar ist, erfordert aber rund um die Uhr einen erfahrenen Anlagenbediener. - Wenn alte Technik zum Hobby der Jugend wird..


    Die Größe einer Gruppe, die vor Allem nicht nur wegen oder für einen Notfall zusammenarbeitet, ist ein wesentlicher Faktor. Erst die unterschiedliche Ausrichtung, Gedanken. Kenntnisse, Möglichkeiten, Situationen und Erfahrungen lassen eine Lösung vielseitig (sicher) und zuverlässig werden. Als Einzelner oder Familie hat man schon bei den kleine Krisen der Vergangenheit keine Chance gehabt.
    Das sehe ich immer wieder im grünen Neubaugebiet wo jeder Einzelkämpfer sein will, keiner dem Anderen traut und am Ende die Meisten immer wieder auf der Nase liegen. Und selbst dann schlagen Sie jede Hilfe aus und rufen nach Hilfe von Verwaltung und Staat.
    Doch wenn Sie dann wieder aufstehen, sind wir plötzlich die bösen Reichsbürger, die Prepper, Umweltsünder,.. die Verrückten die weggesperrt gehören. Fehlt nur noch, dass wir auch für Wasser verantwortlich sind?

    Die Diskussion der letzten Tage erinnert mich sehr an andere Themen. Auf der einen Seite die "Verharmloser" und auf der anderen die "Panikponnys". Diejenigen die was sagen könnten halte sich zurück, weil man deren Erfahrung ohnehin nur als Kritik oder Hinweis auf eigene Versäumnisse sieht.
    Außerdem gibt es extra für das Thema Notstormversorgung eine eigenen guten Faden!


    Das wichtigste in schwierigen Zeiten ist Ruhe behalten und Pragmatismus. Und wenn man kein Ahnung hat oder die eigne Vorbereitung nicht klappt, sollte man eher zu Beginn der Krise Hilfe oder Anschluss bei Mensch suchen, die wissen was sie tun und entsprechende Erfahrungen/Kenntnisse haben.
    Heute noch schnell vor einem eventuellen Fall X aktiv werden zu wollen macht keinen Sinn mehr - Es ist schlicht zu spät !!


    Wie in jeder Situation bleiben dann drei üblichen Möglichkeiten der persönlichen Reaktion:
    Bleiben, Fliehen oder Kämpfen. Was man wählt hängt von der jeweiligen persönlichen Situation ab. Diese Fragen stellen sich uns immer wenn das Wasser steigt: Bleiben und kämpfen wir gegen das Wasser oder gehen wir und räumen später auf?
    Ebenso wie diese die Grundlage für viele Entscheidungen, wie den Job zu wechseln oder Deutschland zu verlassen.


    Wäre vielleicht ein Thema für einen eigene Faden?


    Meine Meinung siehe Spoiler..

    ich setze mich ins auto und lass den Motor an?

    Ich denke nicht, dass die Lichtmaschine das lange mitmacht..
    Die Rechnung mit der Blei-Säure-Batterie ist übrigens falsch!- Die 100Ah einer 12V-Batterie ergeben zwar theoretisch 1200Wh, aber in der Praxis sind nur etwa 60% davon nutzbar. Dies liegt in den chemischen Abläufen in der Batterie. Also realistisch rund 700Wh bei einer neuen und voll geladenen Batterie.


    An sich ist die Idee aber nicht so schlecht und entspricht dem, was man im WoMo-Bereich auch macht. Ladung einer separaten LiFePO4-Batterie (weil 94% der Energie nutzbar) für den Wechselrichter über die Lichtmaschine und zusätzlich über Solar.


    Ob die dies in der Praxis genügt musst du selbst herausfinden, aber Motor nur für die Ladung laufen lassen ist sehr ineffektiv, wenn du die Abwärme nicht zusätzlich nutzen kannst.