Nachdem wir zum Glück noch lange nicht so weit sind und das Thema Mehl den einen oder anderen interessiert:
Wir nutzen zuhause seit vielen Jahren eine Widu-Mühle, die elektrisch auch am Wechselrichter problemlos läuft und auch in Hand bzw. Fahrradbetrieb nutzbar ist. Mittlerweile wird hier das Modell 3 angeboten, welches aber wohl eher optisch anders? Die Mahlsteine und anderes Zubehör ist identisch, lediglich der Motor ist mit 520W etwas schwächer.
Im elektrischen oder Fahrrad-Betrieb braucht das Glas etwa 15 Minuten, bei Handbetrieb rund 30 Minuten.
Wir haben vor Jahren übrigens nur deshalb mit dem Mahlen begonnen, weil wir Körner in einem verfallenen Hof gefunden haben, von dem auch noch sehr viel keimfähig waren. Nachdem das Mehl sehr gut war und auch von den Allergikern in Familie und Nachbarschaft sehr gut vertragen wurde, nahm das Ganze seinen Lauf... das ist jetzt über 20 Jahre her.
Die Mühle haben wir angeschafft, als die Mengen mehr wurden und weil die Lohn-Mahlung zu unwirtschaftlich war. Die Getreide lassen wir seit Jahren speziell für uns von zwei Landwirten ohne Dünge- und Schutzmitteleinsatz auf sonst unnutzbaren Kleinflächen anbauen. Ist viel Handarbeit dabei, aber es macht auch Spaß und jeder freut sich am Ende des Sommers auf das erste frische Brot.
Aktuell lassen wir Dinkel und Weizen, beides Ursorten (kein Liniensaatgut, oder sonstige Züchtungen), sowie alte Einkorn und den Emmer aus dem alten Hof, für uns anbauen. Ein Teil des Ertrags wird für das Folgejahr als Saatgut genutzt.
Der Ertrag ist wesentlich geringer als bei aktuellen Sorten aber das stört nicht. Einer der Landwirt hat auch schon versucht das Getreide als Bio-Mehl zu vermarkten, hatte aber auf Grund der "Geiz ist Geil" Mentalität wenig Erfolg.
Wenn noch Fragen dazu sind, fragt einfach ![]()