Beiträge von DarkMatter

    Bei Notstrom als Notlösung bin ich ja noch bei euch, aber in der Leistungsklasse in der ihr euch bewegt fehlt mir das Verständnis für eure Nutzung.
    Sollte es einen Blackout geben, wird sich der Strombedarf im Wesentlichen auf die Kühl-/Gefriertechnik für die ersten Wochen beschränken, da die restliche Technik binnen Stunden obsolet sein wird. Unsere beiden kleinen Insel versorgen die Kühl-/Gefriertechnik etwa von März - September, die restlichen Monate je nach Witterung noch teilweise. Wenn der Gefrierschrank dann leer ist war es das zum Großteil mit Strombedarf. Alles was dann noch bleibt ist die Akkuladung für Taschenlampen und sonstiges, sowie die Funktechnik - also fast nichts..


    Ich sehe immer wieder, was hier los ist, wenn es nur ein bisschen Hochwasser gibt und bei einem Blackout oder dergleichen werde ich mit hüten, zu viel "Elektrotechnik" zu betreiben. Statt dessen ist es effektiver sich in die Reihe der "Jammernden" einzureihen - zumindest nach außen hin.
    Eine große Solaranlage ist auffällig und dann eher kontraproduktiv, bzw. lockt eventuell auch "Interessenten" an.

    @Alpha667
    Danke für deinen Kommentar, aber ich will hier eher die Technik und Nutzung von freier, privater Funktechnik kleiner Leitung erläutern. Natürlich stellen sich mit zunehmender Leistung auch Fragen der gesundheitlichen Verträglichkeit, doch bei unter 12W SSB (Spitzensendeleistung) hat man nichts zu befürchten - Außer vielleicht eine Suchtgefahr wie bei jedem Hobby.
    Digitale Betriebsarten bei denen es etwas anders aussieht, haben in diesen Bändern aus meiner Sicht nur wenig Bedeutung. Auch wenn alle paar Jahre ein neuer Hype durchs Dorf getrieben wird, ist der vorherige dann meist schon wieder vergessen.

    Da hab ich mich bisschen ungeschickt ausgedrückt - Sorry! - War aber auch von mir nicht böse gemeint.


    Wir kaufen mit den Nachbaren zusammen so etwa alle 2-3 Wochen 1-2 Sack Rohbohnen (ca. 30kg/Sack), je nachdem wann gutes Rohmaterial für den Rüster "im Angebot" ist. Diese dann für uns in zwei verschiedenen Röstgraden rösten und als ganze Bohne in 750g oder 1kg Päckchen abfüllen.
    Preislich liegt das Kilogramm im Mittel bei rund 30€. Manchmal bekommen wir sehr guten Kaffee auch sehr günstiger, wenn die Produktionsmenge nicht für die richtige Vermarkung reicht oder es um spezielle, aktuell nicht so gefragte Sorten geht. Ab und zu liegt der Preis auch nahe 50€..
    Deshalb auch mein Gedankensprung zum Whisky, wo richtig erlesene Sonderabfüllungen auch oft recht günstig sind, weil die Vermarktung wegen der geringen Menge nicht lohnt. Ist wie beim Kaffee eine Sache von Beziehungen und Freunden an de Quelle :thumbup:

    Und nebenbei kann man auch noch das heimische Handwerk unterstützen.

    ich denke dir ist schon klar, dass bei mir der örtliche Manufakturröster, den ich persönlich gut kenne, den Kaffee liefert. Also nix mit Supermarktware..


    Das Problem kommt bei mir eher in der Beschaffung des Rohkaffees, denn wirklich gute Ware ist gar nicht so leicht zu bekommen. Und ein kleiner Röster hat da auch seine Schwierigkeiten.
    Der Preis ist vollkommen egal solange ich's mir leisten kann, denn es geht um Genuss und nichts anderes. Bein Whisky schau ich ja auch nicht auf den Preis.

    Jacobs kostet im Angebot 3,69.


    Selbst 50 Packungen gehen bei uns im Jahr durch. Eher noch mehr.
    Da kann man sich locker 50 Päckchen hinlegen. absolut kein Problem.


    Und ob man ihn in 6 Monaten zu dem Preis und oder überhaupt noch bekommt ist eine ganz andere Frage.

    Ist bei uns nicht anders.. 40kg im Jahr ist ganz normal.
    Aber nachdem der Kaffee alle paar Wochen im Angebot ist, haben wir "nur" 15-20 Packungen hier.


    Wir haben auch schon mal den einen oder anderen im Schrank übersehen, war dann so 1 1/2 alt. Geschmacklich aber auch nicht viel anders, nur bisschen an an Aroma verloren - zumindest in der Espressomaschine.
    Im Brüher war kein Unterschied feststellbar.


    @Dark-End ich weiß nicht ob wir schon unter Junkies fallen, aber das mit dem Kaffee am Morgen ist schon ein Ritual. Andererseits sind es aber auch nur 2-3 Tassen am Tag und pro Person.

    Nun zu meiner Meinung.


    Ich betreibe das Funkhobby seit den 1980er Jahren und habe so mache Entwicklung mitgemacht, getestet und oft wieder zur Seite gelegt.
    Natürlich habe ich auch Freenet und PMR getestet und wollte dieses auch in meinem Unternehmen verwenden. Doch die ersten Tests zeigten, das eine Mauer eben eine Mauer ist und da ging weder Freenet noch PMR durch. CB-Funk mit vergleichbarer, reduzierter Leistung hatte dagegen keine Schwierigkeiten. Die Zuverlässigkeit von Freenet und PMR in industrieller Umgebung war eine Katastrophe, wobei digital so gut wie gar nicht nutzbar war.


    Damals haben wir die Handgeräte von Alan/Albrecht 42 eingesetzt und hatten dies klappte sehr gut. Ersatzbatterie in der Werkzeugtasche und ein externes Mikrofone, mehr brauchtes es nicht. Heute wird dort das President Randy 3 eingesetzt.


    Die im Digitalfunk angegeben Abhörsicherheit ist übrigens nicht gegeben Da es keine richtige Verschlüsselung gibt, bezieht sich diese eher auf ein Marketingargument. Außerdem ist prinzipiell jede Funkübertragung abhörbar, es ist lediglich eine Frage des Aufwands, wobei selbst für Handys bereits ein Notebook und bisschen Software reichen!


    In den 2000er Jahren ist im CB-Funk viel entstanden, auch spezielle Vereinigungen für den Notfunk/Prepperfunk. Durch die gesellschaftlichen und politischen Veränderungen wurden diese jedoch in den Untergrund gedrängt. Aber diese existieren weiter und habe ihre regelmäßigen Testläufe. Der Zugang ist heute nicht mehr über eine Homepage oder FB-/Whatsapp-Gruppe möglich, sondern ausschließlich über den persönlichen Kontakt. Ich bin aber sicher, dass jeder Funkneuling beriets in den ersten Wochen kontakt haben wird und ggf. auch aufgenommen wird.


    Leider kann ich wie bereits geschrieben hier nur Seiten verlinken, aber nichts hochladen. Der beschriebene Reiter existiert bei mir nicht! Ich denke ich kann dennoch viele Fragen beantworten.


    Die Links lege ich alle, soweit möglich auf Amazon, auch wenn ich dort nichts kaufen würde. Eine gute Werkstatt ist sehr wichtig und die bekommt man dort eben nicht. Die Suche in Netz offenbart aber schnell die empfehlenswerten Adressen wie Benson, Funkkeller Weissach, Neunerfunk oder die europaweit tätige Koryphäe Hans Kucha in Offenhausen.



    Nachtrag:
    Ich hoffe das mit der Nennung möglicher Bezugsadressen geht in Ordnung?
    Die aufgeführten sind die, die bei mir in der Nähe oder auch über die Zeit immer wieder genutzt werden und soll keine Abwertung an die anderen sein !

    Ich versuche hier mal die Grundlagen möglichst einfach und verständlich zu erläutern.
    ..und versuche mich möglichst kurz zu fassen [smilie_blume]


    Zur Historie:
    Bevor die Handys in den 1990er aufkamen war die Funktechnik ein weit verbreitetes Kommunikationsmittel. Die Basis dafür war das in den 1970er Jahren geschaffenen Citizen Band (CB) im oberen Bereich der Kurzwelle. Daneben gab es schon länger den Lizenzierten Funkbetrieb der Funkamateure, der hier erstmal nicht von Interesse ist.
    Zu beginn wurden im Bereich von 27 KHz 3 Kanäle für den CB-Funk bereitgestellt, mussten jedoch schnell auf 6, 12, 40 und schließlich 80 Kanäle erweitert werden. Da es sich hierbei um deutsches Recht handelt ist dies in anderen, auch europäischen Ländern abweichend geregelt. Viele sind bei den oberen 40 Kanälen geblieben.
    Mit dem technischen Fortschritt (Babyphone, Funkkopfhörer, Funk für Museen/Führungen, etc.) wurde das CB-Band zu klein und auch der Bedarf an anderen Möglichkeiten wurden immer größer. So entstanden im 2m-UKW-Bereich das Freenet und im UHF-Bereich, wo früher das analoge Fernsehen lief der PMR-Funk (Public Mobile Radio).


    Die physikalische Grundlage:
    Funkwellen breiten sich je nach Frequenz sehr unterschiedlich aus und bestimmen entsprechend auch die Nutzung. Kurzwellige Frequenzen (CB-Funk) laufen an der Erdoberfläche über weite Strecken entlang und können bei Abstrahlung nach oben auch innerhalb der Atmosphäre reflektiert werden. Inder Praxis ergibt sich damit eine zuverlässige Reichweite von etwa 40km, die bei guten Bedingungen aber auch 100erte km und viel mehr erreichen kann. Dabei ist auch eine gewisse Durchdringung von Gebäuden möglich.
    Wird die Frequenz höher so verhält sich das Signal immer mehr wie optisches Licht und die Reichweite sinkt rapide. Bei PMR liegt diese bei einigen Kilometern, je nach Gelände und ist in Gebäude hinein fast nicht möglich. Das Freenet-Band liegt dazwischen und bildet einen gewissen Kompromiss.


    Einen Bereich in dem gefunkt wird, ist durch eine untere und obere Grenze definiert. Im CB-Band ist dies der Bereich zwischen 26.565 MHz und 27,405 MHz. So ein Bereich wird auch Band bezeichnet und so wird das CB-Band auch als 11m-Band bezeichnet, weil die Frequenzen um eine Wellen Länge von 11m liegen: Wellenlänge = Lichtgeschwindigkeit : Frequenz in MHz - 300.000 : 27 MHz = 11,1m
    Diese so definierten Bänder werden nun in Kanäle mit einem festen Abstand unterteilt. Im CB-Band ergeben sich bei 0,01MHz Abstand dann die 80 Kanäle.
    So ergeben sich für Freenet 18 Kanäle und PMR 48 Kanäle.


    Beim Sendesignal wird es etwas komplizierter:
    Analoge und digitale Signal sind prinzipiell in allen drei Bändern möglich, wobei bei Freenet und PMR einige Kanäle speziell für die Digitalen Signale reserviert sind, währen es im CB-Band lediglich eine Empfehlung gibt.
    Der wesentliche Unterschied zwischen der analogen und digitalen Übertragung liegt in der Verständlichkeit des Signals, die bei digital besser ist und es gibt auch kein Rauschen in den Gesprächspausen. Diesen kleinen Vorteil erkauft man sich jedoch mit dem Umstand, dass das digitale Signal bereits bei kleinen Störungen oder Signalschwächen komplett ausfällt (abhackt - wie man dies früher auch vom Handy kannte.
    Beim analogen Signal gibt es verschieden Methoden die als Modulation bezeichnet werden und somit nach dem zu Grunde liegenden Verfahren bezeichnet werden: FM, SSB, AM
    Das gebräuchlichste Verfahren ist FM, weil dies jedes Gerät kann. Nur im CB-Band stehen mit SSB und AM noch zwei andere Verfahren zur Verfügung. AM ist das älteste Übertragungsverfahren und wird heute nur noch gelegentlich genutzt, weil die Übertragungsqualität sehr störanfällig ist. Dafür kann AM aber mit einfachsten Mitteln Empfangen werden.
    SSB war bis vor Kurzem noch dem Amateurfunk vorbehalten und verbindet die Signalqualität des digitalen Funks, ohne die Problematik der Aussetzer. Leider ist die Technik noch nicht sehr verbreitet und die wenigen Geräte vergleichsweise teuer.


    Die Geräte:
    CB-Geräte sind größer schwerer und benötigen auch etwas mehr elektrischen Strom, während Freenet und noch mehr PMR heute an die frühen Handy erinnert. Der Hintergrund liegt dabei in der benötigten Technik und dem Umstand dass die Sendeleistung im CB-Band bei 4W FM und 12W SSB liegt, während Freenet mit lediglich 1W und PMR mit 0,5W arbeiten.
    Wenn das gerät ins Auto eingebaut oder zuhause betrieben wird, sind Größe und Gewicht kein Argument. - Als tragbares Gerät muss man ggf. Kompromisse treffen und auf SSB verzichten?
    Ich nutze auch im Rucksack ein klassisches Mobilgerät mit einem LiFePO4-Akku, dass bis zu 5 Stunden Betrieb ermöglicht. Die knapp 3kg sind der Preis den ich gerne dafür trage. Eine Handgerät ohne SSB kommt hier auf etwa 1kg.


    Zu jedem Funkgerät wird einen Antenne benötigt, wobei je kürzer die Wellenlänge, bzw. höher die Frequenz, desto kleiner die notwendige Antenne. Die mächtigen CB-Antennen aus den 1970ern und 80ern kennen viele noch. Diese hatten eine Höhe von 6-8m, woran sich bis heute auch nichts geändert hat. Baut man eine derartige Antenne jedoch aus Draht, so ergibt dies einen Wickel mit einem Gewicht von 200g, den man an jeden Baum hängen kann.
    Jede Verkürzung eine Antenne bringt einen Leistungsverlust! In der Praxis um im Vergleich ist dies jedoch nicht so wichtig, denn ein CB-Gerät mit einer verkürzten 90cm Antenne übertrifft in der Reichweite immer noch ein Freenet mit 1m oder PMR mit 35cm.


    ...


    Was man nun nutzt liegt an den Anforderungen und auch dem, was vor Ort gebräuchlich ist. Der innere Trieb nach technischen Neuerungen, der viele CB-Funker zu Freenet und PMR zog ist das eine, des Revival des CB-Funks über die letzten Jahre lag eher in der weltweiten Verfügbarkeit und hohen Reichweite.
    Hier kommt auch noch einen andere interessante Entwicklung hinzu: Immer mehr Amateurfunker kommen auf das CB-Band zurück.
    Als Grund wird häufig genannt, dass so auch nicht lizenzierte Familienmitglieder mit funken können. Ob die erhöhte Aktivität im CB-Band, insbesondere im Bereich des Handyersatzes/Notfunks ganz unwesentlich sind, lasse ich mal offen.

    Walkietalkies wäre nicht schlecht.

    Ist durchaus sinnvoll...


    Die Situation an der Ahr wieder gezeigt hat das die Informationen über die Funknetzte schneller uns zuverlässiger laufen als die öffentlichen Medien. Zumal diese privaten Funkdienste bestens organisiert sind und auch über ein recht engmaschiges Netz verfügen. Der Hauptteil läuft auf CB 3FM und 33FM, mit Nachrichten alle 3 Stunden, aber vieles auch auch auf Freenet und PMR. Was direkt vor Ort am gebräuchlichsten ist richtet sich auch nach den gewerblichen Nutzern, wie Landwirte/Landservice, Lieferdienste und Speditionen, aber auch den privaten Vereinigungen.


    Leider kann ich hier nichts an Doku einstellen :(

    Dunkler....du redest Müll. Ich schlafe immer bei offenem Fenster....und das Schlafzimmer hat keine Heizung.


    An der Wand sehe ich dann manchmal in der Frühe so ein leichtes Klitzern....ne...keine Diamanten...es sind Eiskristalle.


    cu DL.....nach 2 Tagen bei minus 20 komme ich und messe nach bei dir :wall: :wall: :wall:

    Hey Patrone, nicht jeder hie ist so hart drauf. - Auch wenn es bei uns nicht ins Schlafzimmer gefriert, nur bisschen Reif, innen am Fenster.


    Wir campen jeden Winter eine Woche mit Nachbarn und Freunden. Das entstand ursprünglich mal als Gag zu einem Geburtstag und ist über die Jahre zu einem festen jährlichen Event geworden. Ist auch ein riesen Spaß für die Jugend (auch ohne Handy und Internet :D ). Meist wird es nicht unter -15°, was dem vielen Wasser hier geschuldet ist, sich mit der Feuchte und bisschen Wind viel kälter anfühlt. Aber in diesen Tagen lernt man schnell was man wirklich braucht und wie überflüssig viele Wohlstandssachen sind. Die letzten Jahre ist das Ganze durch die älter werdenden Kinder auch zum Testfeld oder Survivalcamp geworden. Während wir meist nach einer Woche wieder nach Hause gehen, macht die Jugend regelmäßig die 2 Wochen bis in den Januar durch (Schulferien).
    ..und bisher ist noch keiner erfroren oder verhungert.


    Aber für die meisten Menschen ist so etwas abartig und weit weg von jedem Vergnügen.
    Aus der Sicht eines Notfalls und im Rückblick auf die letzten Jahre, kann ich nur sagen: Ohne vorherigen Versuch, wird das dann nichts!

    Das ist schon richtig und auch die lebenswichtige Straßenbeleuchtung bleibt abends aus..
    Das einzige Problem könnte beim Trinkwasser liegen, denn wofür brauchst du Tanken, Banken, Internet,..???
    Heizung ist abhängig von der Jahreszeit, aber dies ist nicht schlimm, wenn du dich geistig und körperlich etwas vorbereitet hast. Unter +6-7°C wird es in unseren Breiten innerhalb einer Behausung nicht mal im tiefsten Winter (Wintercamper haben da sicherlich eine Wissensvorsprung).


    Du musst zwei Szenarien unterscheiden:
    1. das Leben in der gewohnten häuslichen Umgebung mit weitgehender Komfortzone
    2. Das Leben nach Verlassen der häuslichen Umgebung
    Im zweiten Fall ist der Ressourcenverbrauch wesentlich geringer und damit wird auch der Zeitpunkt für den Übergang von 1 zu 2 festgelegt.


    Kochen kannst du solange du noch zuhause bist, aber wenn du das Zuhause verlässt nicht mehr geht gibt's allenfalls Suppe (Nudeln, Reis, Körner,..). Damit reicht de Gasgrill etwa 20-30 Wochen bei einer 11kg Gasflasche (2 Flaschen reichen etwa 1 Jahr). Ist ein praktisch ermittelter Wert, weil ich täglich 8-10l abgekochtes Wasser brauche und dieses zu erwärme.


    Hoffen wir mal, dass Fall 2 auch zukünftig Outdoor-Spaß bleibt. und keine Notwendigkeit wird.

    @PatroneLupo ich versteh dich schon und du hast auch Recht, denn mit einfach Körner in eine Mühle und auf den Knopf drücken ist es halt nicht getan. Obwohl viele dies so machen..


    Letztlich ist die notwendige Technik die Gleiche wie in einer kommerziellen Mühle. Kann man , wenn man möchte im Netz nachlesen, aber lass ich hier mal weg, weil es zu umfangreich ist. Man kann Vollkornmehl machen oder eben ohne Schale, genauso wie man mit dem Mahlgrad/-dauer/-temperatur viel mehr Einfluss nimmst als nur die "Korngröße" des Mehls zu bestimmen.
    Es ist sicher nichts für jemand der einfach mal Mehl haben will, oder als Investition für den Notstand geeignet, sondern schon einige Arbeit, wovon des eigentliche Mahlen der geringste Aufwand ist.
    Wir haben hier auch einiges probiert/gebaut und mittlerweile sieht unser Mehl genauso aus wie gekauftes Mehl. Wobei ich dazu sagen muss, dass wir von einer kleinen Manufakturmühle sehr gut unterstützt wurden.
    Es ist wie privates Bier zu brauen - Irgendwo zwischen Hobby und persönlichen Vorlieben. Doch wenn man das Verfahren mit der eigenen Technik mal beherrscht taugt es auch in schwierigen Zeiten.


    Es ging uns aber nie darum unbedingt selbst zu mahlen oder auf den Öko oder Selbstversorgerzug aufzuspringen. Unsere Körner sind nur zu wenig um diese in einer Mühle mahlen zu lassen. So blieb uns nichts anderes übrig als uns selbst einzuarbeiten, oder darauf zu verzichten - wobei die geschmackliche Bandbreite schon etwas ganz Besonderes ist und keine hier darauf verzichten möchte.
    Von der Gewichtung machen wir knapp 50% Vollkornmehl, was aber vorrangig zum Kochen und für Vollkornbrot verwendet wird. Kuchen und Gebäck mit Vollkornmehl ist sicher nicht jedermanns Sache ;)

    Nachdem wir zum Glück noch lange nicht so weit sind und das Thema Mehl den einen oder anderen interessiert:
    Wir nutzen zuhause seit vielen Jahren eine Widu-Mühle, die elektrisch auch am Wechselrichter problemlos läuft und auch in Hand bzw. Fahrradbetrieb nutzbar ist. Mittlerweile wird hier das Modell 3 angeboten, welches aber wohl eher optisch anders? Die Mahlsteine und anderes Zubehör ist identisch, lediglich der Motor ist mit 520W etwas schwächer.
    Im elektrischen oder Fahrrad-Betrieb braucht das Glas etwa 15 Minuten, bei Handbetrieb rund 30 Minuten.


    Wir haben vor Jahren übrigens nur deshalb mit dem Mahlen begonnen, weil wir Körner in einem verfallenen Hof gefunden haben, von dem auch noch sehr viel keimfähig waren. Nachdem das Mehl sehr gut war und auch von den Allergikern in Familie und Nachbarschaft sehr gut vertragen wurde, nahm das Ganze seinen Lauf... das ist jetzt über 20 Jahre her.
    Die Mühle haben wir angeschafft, als die Mengen mehr wurden und weil die Lohn-Mahlung zu unwirtschaftlich war. Die Getreide lassen wir seit Jahren speziell für uns von zwei Landwirten ohne Dünge- und Schutzmitteleinsatz auf sonst unnutzbaren Kleinflächen anbauen. Ist viel Handarbeit dabei, aber es macht auch Spaß und jeder freut sich am Ende des Sommers auf das erste frische Brot.
    Aktuell lassen wir Dinkel und Weizen, beides Ursorten (kein Liniensaatgut, oder sonstige Züchtungen), sowie alte Einkorn und den Emmer aus dem alten Hof, für uns anbauen. Ein Teil des Ertrags wird für das Folgejahr als Saatgut genutzt.
    Der Ertrag ist wesentlich geringer als bei aktuellen Sorten aber das stört nicht. Einer der Landwirt hat auch schon versucht das Getreide als Bio-Mehl zu vermarkten, hatte aber auf Grund der "Geiz ist Geil" Mentalität wenig Erfolg.


    Wenn noch Fragen dazu sind, fragt einfach ;)

    Nachdem wir schon viele Jahre selbst mahlen, will ich auch mal mein "Mehl" beitragen.


    Wir lagern vorrangig ganze Körner in 3l und 5l Bügelverschluss-Einmachgläsern ohne Dichtung. Hierbei ist 1 Liter etwa mit 1kg gleichzusetzen. Das klappt sehr gut und auch über 2 Jahre ohne Probleme.
    Mehl mahlen wir nur nach Bedarf, idR. 1 Glas, welches dann zeitnah verbraucht wird. Die Lagerung von Mehl ist schwierig, da der Nährstoffverlust sehr schnell eintritt und die Verarbeitung in unruhigen Zeiten sehr schwierig ist. Siehe hierzu auch der bericht von @Lukas 21.
    Die Körner können dagegen ähnlich wie Reis verarbeitet zu gegessen werden, wobei das Quellen in kaltem Wasser bei Körnern schneller geht als bei Reis. Weiterhin können diese zu Flakes gequetscht werden.


    Mehl heute als Vorrat zu lagern ist recht unsinnig, weil es problemlos zu kaufen wäre und in schwierigen Zeiten wird es noch unsinniger, weil es keine geeigneten Verarbeitungsmöglichkeiten dafür gibt.

    Disclaimer: Dieser Beitrag ist keine Meinung sondern Tatsache.

    Bleib lieber bei Meinung [smilie_blume]
    Du beschreibt den Rand einer Münze ohne die Flächen zu betrachten. Für den zentralen großstädtischen Wohnbereich stimmt dies sicherlich auch, aber die EFH/MFH-Randzonen sind meiner Meinung nach noch wesentlich schlechter dran. Als Meinung ist dies sicherlich in Ordnung, aber eine Tatsache wird es erst, wenn es eintritt!


    Ich merke momentan selbst, wie schwer es ist auf dem Land etwas zu bekommen, also wird den Städtern nichts anderes übrig bleiben, als ihr Glück dort zu versuchen. - Ebenso wie mir!
    Aber von vorneherein die städtischen Gebiete als "Todeszone" zu deklarieren, bringt keinem was. Außerdem gibt es auch im städtischen Bereich viele Möglichkeiten um zur Stecknadel im Heuhaufen zu werden.


    Das Landleben, welches du dir vorstellst gibt es vielleicht in der mecklenburgischen Pampa (Sorry an die dort wohnenden hier im Forum). Aber in 90 % Deutschlands gibt es kein Land mehr, da die nächste Straße, Ort/Stadt, etc. keine 10km weg ist. Das Land ist so dicht besiedelt und erschlossen, dass es nahezu keine Freiräume mehr gibt. Ich wohne hier auf dem sog. Land: ca.2800 EW, 12km zu nächsten Stadt und nur eine Bundesstraße durch den Ort. Aber 2800 EW sind nunmal 2790 potentielle Futterneider.

    Danke, das ist ein toller Anfang mich endlich besser damit auseinander zu setzen.


    Ja, Leute zum Essen anlocken möchte ich natürlich nicht unbedingt.


    Aber aller Anfang ist schwer sich in ein Thema einzufuchsen.

    Dass du es versuchst ist schon der richtige Schritt und letztlich musst du alleine für dich und deine persönliche Situation entscheiden, was brauchbar und möglich ist.
    Nur achte darauf immer in möglichst viele Richtungen offen zu sein und denke immer daran, dass prinzipiell nur Wasser, Essen sowie eine trockne und warme Unterkunft brauchst. Je unauffälliger alles bleibt, desto sicher ist du vor "Mitessern" und "Interessenten". Ein Holzofen ist eine schöne Sache, aber im Notfall würde ich diesen lieber nicht betreiben, da der Rauch immer sichtbar sein wird.
    Heizen kannst du auch mit Flüssigbrennstoffen und räumliche Begrenzung reduziert den Heizbedarf. Dies gilt auch fürs Kochen mit Vielstoffkocher, wobei du nicht auf den Backofen verzichten musst - Ein Feuertopf und 10 Grillbriketts machen das selbe.
    Strom kannst du aus einem Solarelement erzeugen und in Batterien speichern. Ob du überhaupt großartig Strom brauchst, musst du selbst entscheiden. ich würde nur die Funktechnik und ein paar Taschenlampen damit versorgen. Kühltechnik ist etwas Praktisches, aber vor 100 Jahren hatte diese auch fast niemand.


    Der Anfang ist übrigens gar nicht schwer und du hast diesen ja schon gemacht!
    Viel schwieriger ist die Entscheidung worauf du setzt und welches Konzept du mit Familie? verfolgst.


    Der vielleicht beste Tipp den ich dir geben kann, ist alles was du machst ins tägliche Leben einzubauen. Alles was sich dort bewährt wird dir auch im Fall der Fälle gute Dienst tun. Dinge die du nur für den Fall der Fälle anschaffst oder vorbereitest, werden dir höchstwahrscheinlich nicht viel, bis gar nichts helfen.

    60+ ? Also ich bin 60+, lebe in Italien, baue in Ungarn und fühl mich wie 40+.
    Ich denke, die innere Einstellung ist unabhängig vom Alter. Ich hatte vor 25 Jahren mal ein Klassentreffen, da dachte ich, da sitzen ja Kollegen von meinem Vater/Mutter 8|
    Das waren früher immer die Streber, direkt nach der Schule in den Behördendienst und da vergammelt.

    Es ging mir nicht um das gefühlte sondern das reale Alter!
    Wenn jemand heute über 60 ist macht es wenig Sinn aus einen Zustand hinzuarbeiten von dem er mit 75 oder 80 Jahren profitieren kann. Die Wahl zwischen heute 5 Jahre gut gelebt oder darauf hinzuarbeiten in 15-20 Jahren gut leben zu können kommt u.U. aufs gleiche raus - Oder man erlebt es evtl. auch gar nicht mehr?


    Für mich wäre es ein rationale Entscheidung lieber die gute Zeit jetzt zu haben, als auf irgendetwas in der Zukunft zu hoffen.
    Ich bin übrigens noch deutlich unter 60, aber zumindest nahe genug um mir darüber Gedanken zu machen.


    Deine Beobachtung zu den Schulkameraden kann ich nur bestätigen. Dachte beim letzten Klassentreffen ich wäre auf Besuch im Altenheim. Etwa 30% sind schon gestorben und 60% haben mehr Leiden als Leben...
    Hab mich dann mit den einzigen beiden Fitten bzw. Gesunden unterhalten... Wenn ich jetzt ganz ehrlich zurück blicke was bei mir in der Schulzeit los war und dass wir drei die wahrscheinlich die durchgeknalltesten Schüler waren... Immer kurz davor von der Schule zu fliegen [smilie_happy]
    Unser gutes Verhältnis zu Alkohol, Drogen, Partys und natürlich Ärger aller Art, ebenso wie unsere desolaten Leistungen (Zitat aus einem meiner Zeugnisse), war dies wohl doch nicht so schädlich wie uns damals erzählt wurde?
    Die beiden haben sich übrigens auch in jungen Jahren in die Selbständigkeit begeben und haben so wie ich schon vor 50 die Reißleine gezogen.

    Ihr habt den falschen Ansatz...ihr wollt in der Krise angenehm leben...so wie vorher

    Ein "wie früher" wird es nicht mehr geben und auch wenn es wieder besser werden sollte werden die Meisten hier wohl zu alt sein um noch etwas davon zu haben?
    Dein Argument ist schon richtig, aber altersabhängig verschieben sich die Prioritäten enorm. Wer heute 60+ ist tut gut daran zuhause auszuharren und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wogegen für Menschen -30 sicher auch die Zeit danach interessant sein könnte.
    Für alle dazwischen ist es eine sehr individuelle Entscheidung [smilie_blume]