Also irgendwas stimmt da nicht: RWE will bis 2030 vollständig aus der Braunkohle aussteigen, d.h. nochmal acht Jahre früher. "RWE will bis 2030 weltweit mehr als 50 Milliarden Euro investieren, um die Energiewende zu beschleunigen." Kann ja theoretisch sein, daß dort jetzt auch alle komplett matsche im Hirn sind und VW-Diess-mäßig freiwillig ihren eigenen Konzern abwickeln wollen. Aber evtl. ist ja auch was anderes im Busch. Zumindest in Fachkreisen dürfte es sich ja inzwischen rumgesprochen haben, daß die Energiewende sich soeben totläuft.
Es ist m.E. eh zweifelhaft, ob die Energiewende überhaupt jemals ein ernstgemeintes Vorhaben war. Dann hätte man nicht nur Windräder und Panels hingestellt, sondern auch massiv in Speicher investiert. Der Heindl geht z.B. schon seit über zehn Jahren mit seinem Konzept hausieren, welches m.E. weit und breit das einzige ist, mit dem sich zu vertretbaren Kosten die benötigte Speicherkapazität im höheren TWh-Bereich realisieren ließe. Ohne jeden erkennbaren Erfolg. Ob das volkswirtschaftlich sinnvoll wäre steht auf nem anderen Blatt, siehe EROI. Aber damit hätte man zumindest eine halbwegs belastbare Stromversorgung.
So wie es aussieht ist das CO2-Geschrei schlicht ein kulturmarxistisches Vehikel gewesen, das jetzt am Ziel angekommen ist. D ist sturmreif, jeder der ein Interesse daran hat, kann nun übernehmen.
Vor diesem Hintergrund macht der Ausstieg aus der Braunkohle für einen Konzern wie RWE nur Sinn, wenn bereits etwas handfestes in Sicht ist, sei es ein hinter den Kullissen bereits beschlossener Wiedereinstieg in die Kernenergie oder irgendwas anderes. Oder die sind da wirklich reif für die Klapse, kann natürlich auch sein.