Alles anzeigenDas stimmt in dieser Form nicht ganz. Meine Großeltern und meine Mutter wohnten auf dem Dorf, erlebten diese Zeitalso vor Ort. Für Gold erhielt man im Grunde alles. Optimal war es das Gold bei einem "Grosshändler", noch besser
bei Besatzern (Offiziere) in Genussmittel wie Zigaretten, Schnaps und Konserven einzutauschen. Mit dieser "Währung" bekam man dann alles auf dem Schwarzmarkt. Der direkte Tausch beim Bauern war die schlechteste Option, vor allem Schmuck war schlecht einzuschätzen und führte deshalb immer zu unterschiedlichen Bewertungen
durch die Parteien. Letztendlich bestimmte der Bauer den "Preis", natürlich zum Nachteil des Verkäufers. Zigaretten
waren da wesentlich besser und auch bei den Bauern beliebt und begehrt.
Mein Großvater war bei der Reichsbahn und hatte auf Grund seiner Tätigkeit als Stellwerksleiter Kontakt zum Militär.
4 Kaiser Wilhelm 20 RM = 200 Lucky Strike.. Und der Willi war sehr begehrt.
Ein goldener Ehering = ein kleiner Sack Kartoffeln (1945)
Die Bauern haben die Notlage schamlos ausgenutzt.
Gold taugt nicht in, sondern nach der Krise!