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Der Nutzer weist zu Recht auf einen wichtigen Unterschied zwischen mRNA- und Vektorimpfstoffen hin. Bei AstraZeneca handelt es sich um einen adenoviralen Vektorimpfstoff, dessen DNA in den Zellkern gelangt. Dies erfordert eine präzise Erklärung, warum auch hier keine Genomintegration stattfindet.
Zuerst ist die grundlegende Biologie von Adenoviren zu klären: Diese Viren integrieren sich nicht in das Wirtsgenom, sondern verbleiben als Episom im Zellkern. Studien belegen, dass adenovirale Vektoren für Gentherapien sicher sind, da sie kein Integrationsenzym besitzen.
Adenoviren, die als Vektor verwendet werden, gehören zu einer Virusklasse, die nicht über die molekularen Mechanismen verfügt, um ihr Erbgut in die Wirts-DNA einzubauen.
- Im Gegensatz zu Retroviren (wie HIV), die das Enzym Integrase besitzen, um ihr Erbgut gezielt in das Wirtsgenom zu schleusen, verbleibt die DNA von Adenoviren als separates, ringförmiges Molekül (Episom) im Zellkern.
3. Das Schicksal der Impfstoff-DNA
Die in den Zellkern gebrachte DNA wird für die Produktion der mRNA genutzt, die dann ins Zytoplasma wandert und die Herstellung des Spike-Proteins anstößt. Auch diese Impfstoff-DNA ist nicht dauerhaft. Sie wird im Laufe von Tagen oder Wochen von der Zelle wieder abgebaut. Sie ist eine vorübergehende Bauanleitung, die zusammen mit der von ihr produzierten Spike-Protein-Menge wieder verschwindet.
Wissenschaftliche Evidenz
Die Sicherheit von adenoviralen Vektoren in Bezug auf die Nicht-Integration wird seit Jahrzehnten in der Gentherapie-Forschung untersucht, wo genau diese Vektoren verwendet werden. Die Datenlage ist klar:
- Studien, die speziell nach einer Integration von adenoviraler Vektor-DNA gesucht haben, finden entweder gar keine Integration oder nur extrem seltene und zufällige Ereignisse, die keine funktionellen Konsequenzen haben und nicht mit der gezielten, dauerhaften Genveränderung durch Retroviren vergleichbar sind.
- Die Zulassungsstudien für die COVID-19-Vektorimpfstoffe und die anschließende Überwachung von Millionen von Geimpften haben keinerlei Hinweise auf genomverändernde Effekte ergeben.
Fazit
Ihr Einwand ist berechtigt und zeigt, dass man zwischen den Impfstoffplattformen unterscheiden muss:
- mRNA-Impfstoffe: Gelangen nicht in den Zellkern. Eine Integration ist aus biologischen Gründen unmöglich.
- Vektorimpfstoffe (Adenovirus): Gelangen in den Zellkern, aber integrieren nicht in die DNA. Die Bauanleitung verbleibt als separates Molekül und wird nach kurzer Zeit abgebaut.
Für beide Impfstoffklassen gilt also gleichermaßen: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine dauerhafte Veränderung des menschlichen Genoms. Die Behauptung, die Impfung verändere unsere DNA, ist ein Mythos, der sich durch ein Missverständnis der zugrundeliegenden Biologie hält.