Beiträge von HIghtekki

    Zitat

    Original von Silverfish


    Nun,das mit den Arbeitslosenzahlen und den steigenden Aktienkursen war eher ironisch gemeint.Nur wundert es mich,woher die unerwartet vielen Millarden Euros mehreinnahmen an Steuern herkommen.Auch die Geschäfte sind ganz zufrieden mit ihren Umsätzen,wo es doch eine Zeit lang eher düster dort aussah.Ist es sowas wie ein Aufbäumen,bevor es crasht?


    irgendwo müssen die 11% ja hin :D

    Prof. Max Otte ist sicher vielen hier ein Begriff. Er hat u.a. das Buch "Der Crash kommt" geschrieben:


    Max Otte ist Professor für Allgemeine und Internationale Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule Worms.
    Er vertritt die Meinung, dass die nächste Weltwirtschaftskrise unmittelbar
    bevor steht: Wenn nicht 2008, dann spätestens 2010 - die lobalisierungsblase platzt, die Inflation steigt auf zweistellige Raten, Konsum und Wirtschaft brechen ein. Zu kaufen gibt es nur noch europäische Waren und noch mehr Menschen verlieren ihre Jobs, während die Mieten für Wohnraum steigen. Max Otte erklärt, warum das Ringen zwischen den USA und China um die weltwirtschaftliche Dominanz direkt in die globale Krise führt und mit welchen ökonomischen Überlebensstrategien sich jeder von uns wappnen sollte.


    Am 16.05.2007 wird Prof. Otte beim Börsen-Team der TU Darmstadt ab 19 Uhr Rede und Antwort stehen und erläutern, wieso er einen Crash erwartet. Wer in der Nähe von Darmstadt wohnt, ist eingeladen persönlich vorbei zu kommen. Ansonsten können bereits jetzt Fragen an Prof. Otte gestellt werden, die ich dann an ihn weiterreichen werde.


    Auf der Seite


    http://www.goldsilber.faybl.de


    hab ich eine eigene Kategorie für die Fragen zum Crash eingerichtet, die ersten Fragen wurden bereits gepostet, weitere sollen folgen. Ich werde seine Antworten aus 1. Hand dann an der selben stelle posten und für alle zugänglich machen.


    Weitere Infos gibts unter http://www.boersen-team.de bzw. im ticker unter
    http://www.boersen-team.de/dow…ersen-ticker/ticker52.pdf


    hm wo genau meinst du spielt die bevölkerungszahl ne rolle?

    wieso? wenn die verbraucherpreise fallen heißt das ja nicht, dass auch der aktienindex fällt. wir haben doch oben gelernt, dass er langfristig konstant bleibt, da zwar die preise der verkauften güter fallen, jedoch deren menge steigt, was sich gegenseitig in etwa aufhebt.


    aber der index wird eher heftig schwanken je nachdem ob gerade die produzieRENDEN oder die produzierTEN güter verstörkt nachgefragt werden.


    der FTSE ist übrigens in den letzten 300 jahren unter schwankungen gemessen in gold in etwa konstant geblieben. obwohl dessen menge doch gestiegen ist...gibt da wohl lokale unterschiede und hängt vll damit zusammen von wo das gold abfließt.


    wenn man sich das dow / gold ratio ansieht so ist dieses seit beginn des charts (18xx) etwa 2% p.a. gestiegen. fraglich wäre nun um wie viel % genau die goldmenge jedes jahr steigt. meines wissens um ca. 1-2% p.a. sollten es 2% sein so wäre das aktuelle ratio schon in etwa gerechtfertigt da es auf der trendlinie liegt die die 2% p.a. entspricht. sind es nur 1,5% gewesen so könnte das ratio noch mal etwa dritteln. also auf 6-7 fallen.


    man sieht: wo das ratio 'fair' ist (unter der annahme dass es 1800 auch fair war) hängt doch extem davon ab wie viel gold jedes jahr dazu kommt. 0,2%punkte können da schon viel ausmachen. zudem kommt als unbekannt wie gesagt hinzu ob es 1800 fair war und wenn nein wie viel es über oder unterbewertet war. zudem ist noch fraglich wie viel % des schon geförderten goldes überhaupt jeweils zum angebot bereit standen und wie viel nicht und zu guter letzt ist die berechnung des dow selbst sehr mit vorsicht zu genießen.


    bei so vielen unbekannten halte ich es für sehr fraglich aus dem obigen chart irgendwas rauslesen zu können bis wohin wir noch fallen sollten und ab wann das gold dann im vergleich zu aktien zu teuer ist.


    seh ich ähnlich. aktuell muss man in den usa etwa 300-400 unzen für ein haus aufwenden. nur mal angenommen die häuserpreise würden sich halbieren (was ich schon extrem finden würde) und angenommen die kaufkraft des goldes würde sich nochmal verdreifachen (dann wäre es in etwa so hoch bewetet wie 1980) dann würde man immer noch ca. 50-60 unzen gold benötigen. bei einer drittelung der häuserpreise und einer vervierfachung der kaufkraft noch ca. 30. alles andere ist vollkommen utopisch, realitätsfremd und auch in der historie bisher nicht aufgetreten.


    bei ner hyperinflation steigen natürlich analog zum goldpreis auch die häuserpreise. vll. nicht ganz so stark aber doch annähernd.

    Zitat

    Original von HankTheKnife
    Homm13:
    Ein Goldverbot schwirrt immer in den Köpfen, ob berechtigt oder nicht.... wäre mal gespannt, was passieren würde, wenn z.B. die EZB einfach mal einen Bluff mit einer medienwirksamen Ankündigung über ein geplantes Goldverbot starten würde... ich vermute, dass mindestens 1 Monat lang eine große Menge billigstes Gold als Rückkauf für die EZB zur Verfügung stände... die medialen Möglichkeiten wären da, die "zittrigen Hände" ebenso... nach einem Monat kann man ja bei dann gefüllten Lägern wieder "April, April" sagen....möglich wäre es...


    kommt natürlich drauf an wie viel geboten wird. damals warens 24 $ meines wissens. wenn die aktuell 600 € bieten oder so dann greif ich zu :D (und steck den erlös in silber)

    ein paar aussagen aus dem text sind schon richtig beobachtet, z.b. dass das wachstum tendenziell fällt wenn die märkte übersättigt sind etc. auch dass die unternehmen einen imme größeren teil ihres gewinns mit finanzanlagen verdienen und die realgüter an wichtigkeit verlieren ist zu beobachten.


    aber es werden natürlich mal wieder falsche schlüsse gezogen und dem kapitalismus an sich alles in die schuhe geschoben.


    woher stammt z.b. all das geld mit dem man auf einkaufstour geht und unternehmen zerstört? das wurde doch nicht etwa erarbeitet sondern 'gedruckt'. (bzw als kredit aufgenommen der nicht mehr zurückgezahlt wird).


    hätten wir ein ordentliches (gedecktes, kapitalistisches) geldsystem, wäre eine vielzahl der angekreideten machenschaften gar nicht möglich.

    @ Minos


    danke für die blumen :D


    eine anmerkung habe ich noch. du hast oben geschrieben, im fall einer goldwährung wäre nominales = reales BIP und man könnte das BIP-wachstum nicht mehr messen...


    zu 1: würde ich nicht so sehen. das nominale BIP würde zwar nicht steigen, aber dadurch, dass die preise in gold ja fallen, würde das reale dann doch ansteigen.


    zu 2: was die messung angeht. da beißt sich die katze in den schwanz. das (nominale) BIP würde man angeben gemessen in gold. der 'wert' des goldes ergibt sich wiederum aus den produzierten gütern (es ist so viel 'wert' wie man damit kaufen kann).


    bei einer konstanten umlaufgeschwindigkeit wäre es ausreichend einfach zu untersuchen wie stark die preise gefallen sind um das wachstum zu bestimmen. ist sie nicht konstant, wird es schon schwieriger. hier müsste man für jedes gut messen wie viel davon mehr produziert wurde und es entsprend seines 'gesamtwerts gemessen in gold' gewichten. also gehen würde das schon.


    die mehr oder weniger starken preisschwankungen und die schwankungen bei der produktion die daraus zwangsläufig folgen werden halt von bestimmten leuten nicht gern gesehen und es ist viel besser wenn alles langsam aber sicher immer weiter nach oben geht...bzw. es so den anschein hat. obwohl das natürlich unsinn ist.

    Minos


    ist schon richtig. ich hatte folgende überlegung angestellt: man betrachtet den aktienmarkt mal als weizenfeld und der reale preis des weizenfeldes ist sein preis gemessen in weizenkörnern. das entspricht dem preis der produzierenden objekte gemessen in den produzierten objekten (damit also quasi gemessen im preisindex).


    lanfristig sollte dieses verhältnis um einen bestimmten wert oszillieren. es sei denn das feld wirft jedes jahr mehr weizen ab. dann steigt natürlich sein preis gemessen in weizenkörnern denn für ein feld das 10000 körner 'produziert' zahle ich mehr als für einen der 1000 produziert, von schwankungen abgesehen (mal ist das feld begehrter, mal die weizenkörner). daraus könnte man ableiten, dass der preis des feldes gemessen in weizenkörnern so schnell steigt wie das feld mehr weizenköner produziert. das wäre die analogie zum wirtschaftswachstum.


    das problem dabei besteht zugegeben darin, dass man dies jetzt nicht 1:1 aufs gold übertragen kann. die aktienkurse würden in diesem fall zwar gemessen in den produzierten gütern so schnell steigen wie das reale BIP. aber nur weil eben diese güterproduktion so schnell steigt wie das BIP. steigt die goldmenge langsamer, so würde natürlich der index gemessen in gold auch langsamer steigen, eben so schnell wie das goldmengenwachstum. beträgt dieses 0, steigen langfristig auch nicht die kurse.


    ps: das stimmt allerdings nur dann wenn die 'umlaufgeschwindigkeit' des goldes sich nicht ändert...dass sie konstant bleibt kann man annehmen aber ist das wirklich immer so? wenn sie anstiege, könnte auch das verhältnis aktien/gold steigen, weil dann die preise nicht so schnell fallen wie mehr güter hergestellt werden.

    wenn man mal das unterschreiten der unteren trendlinie (10) als dn punkt ansieht an dem gold langsam überbewertet ist gegenüber aktien, dann ist es zumindest unwahrscheinlich, dass der dow um 90% einbricht und gold sich gleichzeitig verzehnfacht ;)


    ich denke eher, dass aufgrund der steigenden geldmenge beides weiter steigt, gold allerdings stärker. oder nur gold steigt und die aktien stagnieren (nominal. real natürlich dann weniger)


    oder würdet ihr drauf wetten, dass wir wieder so einen peak kriegen wie 1980 wo die trendlinie extrem unterschritten wird?

    ich glaube kaum, dass es sich bei silber noch mehr lohnt das zeug einzuschmelzen statt den schmuck zu verkaufen als bei gold da bei silberschmuck die kosten für die herstellung stärker ins gewicht fallen sollten als das für das material.

    welcher analyst lehnt sich schon gern zu weit aus dem fenster? in der masse falsch liegen ist kein problem. als einzelner schon. könnte den job kosten und da ist man lieber risikoavers ;)

    zu bedenken ist noch, dass die großen indizes so gemacht sind, dass immer von zeit zu zeit gute aktien reinkommen und dafür schlechte rausfliegen, was dazu führt, dass der index tendenziell einen zu hohen punktestand aufweist. noch krasser wirds beim dow jones, weil der nach dem absoluten kurs der aktien gewichtet wird und nicht nach der marktkapitalisierung. d.h. der wäre eigentlich viel tiefer als bei 13.000 (der s&p hat ja auch noch nciht sein hoch überschritten, da er nach kapitalisierung gewichtet wird). in gold gerechnet sähe es dann also noch schlimmer aus.


    langfristig kann der aktienmarkt (von ausnahmen z.b. stark wachsenden unternehmen abgesehen) eigentlich in gold gerechnet nicht mehr steigen als das reale BIP.

    glaube auch nicht, dass noch jemand positionen aus 1983 hat. der widestand stammt eher aus dem jahr 2006. wobei das ein aufsteigendes dreieck ist und daher bullish zu werten wenn der kurs deutlich über die 15 geht.

    hallo,


    zum Thema Gold und Silber kann auch auf


    http://www.goldsilber.faybl.de/ diskutiert werden.


    Ich hab diese Seite angelegt, um insbesondere einen Fokus auf sehr kontroverse Fragestellungen und Themen zu legen und Meinungen und Links zu sammeln, die sich damit befassen und Argumente dafür und dagegen liefern, z.b. ob ein Crash bei den Aktienmärkten und der gesamten Wirtschaft naht oder nicht und wie lang er noch auf sich warten lässt.


    Das ganze soll gleichzeitig eine Wissensansammlung wie auch ein Livechat werden. Jeder der etwas beizutragen hat, ist eingeladen mitzumachen. Treten Fragen wie: Warum sollte man mit Gold vorsorgen? im Bekanntenkreis o.ä. auf, kann dann schnell auf das gesammelte Wissen zurückgegriffen werden.


    Die Seite soll keine Konkurrenz für die Goldseiten darstellen sondern eine Ergänzung und dient der Verbreitung von Wissen rund um Edelmetall. Da es neben dem Thema Gold und Silber noch andere Gruppen mit anderen Themen gibt und diese untereinander verlinkt werden, können auch andere Interessierte zu uns stoßen ohne das Goldseitenforum explizit zu kennen. Gern gesehen sind natürlich Links auf das Goldseitenforum (bei Empfehlung posten);-)


    Gruß

    der erste teil meiner arbeit über spekulaionsblasen (insgesamt 137 seiten) steht bereits drauf. weitere folgen. ist u.a. ein historischer abriss zu 8 wichtigen blasen und deren platzen sowie gemeinsamkeiten der blasen. alles mit quellen (aus büchern) belegt.


    da stellt sich gleich die frage: sind wir schon wieder in einer? wenn ja warum, wenn nein warum nicht.