Beiträge von HIghtekki

    das mit den zetteln ist auch so eine sache. so fing das ganze ja an. die leute gaben ihr gold an eine zentralbank und bekamen dafür eine art beleg auf dem stand, dass sie der zentralbank gold gegeben haben. das kann man eigentlich nur als verleihen bezeichnen, denn wenn man für den verkauf des goldes einen zettel bekäme dann würde das nicht berechtigen das gold für den zettel wiederzubekommen da ja verkäufe i.d.R. nicht umkehrbar sind wenn nicht beide partner es wollen. sowas würde niemand tun. das volk hat also der zentralbank oder wo auch immer das gold lag das gold geliehen und 1973 hat diese (bzw. der us-präsident) dieses entliehene gold einfach mal ebenso in eigentum überführt. das ist schlicht gesagt RAUB am volk.


    das gleiche haben alle andern länder gemacht die den goldstandard abgeschafft haben. das eigene volk beraubt.


    letztes prominentes opfer waren die schweizer als sie 1992 dem IWF beitraten und 1999 gezwungen waren die golddeckung aufzuheben indem sie sie aus der verfassung strichen und diese in rekordzeit absegnen ließen (von einem völlig für dumm verklauften volk). damit ist auch die stabilität des franken die dieser das komplete 20. jh hindruch hatte, weg. das vertrauen schwindet und das sollte der finanzplatz schweiz zu spüren bekommen. wenn der franken nicht mehr so gut ist wie gold wird weniger 'geld' in den franken fließen und dafür mehr in richtiges gold.


    england hat durch die aufhebung des goldstandards sein empire verloren, die USA können sich noch mit waffengewalt über wasser halten...was passiert wohl mit den anderen ländern? man sollte vor allem als notenbank lieber schonmal anfangen gold zu horten für den ernstfall statt des zu verschludern und billig abzugeben wie das die SNB am absoluten tiefststand getan hat. das war erneuter raub am volk.


    grade fällt mir da ein: mal angenommen dass das gold der deutschen wirklich in den usa liegt. dann wäre das eigentlich gar nicht so schlecht. dann kann es wenigstens hierzulande niemand aus dummheit verhökern ;) (höchstens die usa könnten es rauben)

    was aber wenn die zentralbank gold verleiht an minen, diese es verkaufen, den erlös verzocken (dann pleite gehen) und dann der rechtmäßige eigentümer das gold will? dann müssen die zentralbanken es raus rücken und dann ist es sehr schnell doch verschoben und nicht mehr in ihrer hand. alles andere wäre nicht mehr legal.


    interessant auch folgender fall: deutschland leiht gold aus, der entleiher verkauft es, geht pleite, der erlös ist weg und dann kommt der eigentümer und will sein gold. und was wäre dann wenn D das gold gar nicht hat sondern es irgendwo in den usa liegt wo seit 50 jahren nicht mehr kontrolliert wurde? lässt sich der letztendlich kaufende auf sowas ein? oder müssen die minen oder sonst wer das gold nicht u.U. doch 'physisch' entleihen und an den käufer übergeben?

    man kann natürlich den preis niedrig halten indem man immer neue short positionen aufbaut also die gesamtposition immer mehr vergrößert weil dann ja zunächst mal der preis gedrückt wird. die frage ist nur wie lang sowas aufrecht erhalten werden kann. irgendwann platzt das ding. spätestens dann wenn das geliehene gold nicht mehr aufgebracht werden kann.


    man muss hier noch sehen dass die minen ja theoretisch die möglichkeit haben das geliehende gold durch eigene produktion wiederzuerlangen und so zurückzugeben. aber wenn es sich um mehrere jahresproduktionen handelt dann wird das irgendwann schwierig. es könnte dann auch zu einer art short squeeze kommen. subjekte die dann physisch liefern müssen werden gezwungen ihr gold zu kaufen oder sich neues gold zu leihen. wenn aber die zentralbanken irgendwann auf die idee kommen aus risikogründen nichts mehr auszuleihen dann würde 1. die möglichkeit des leihens weg fallen und damit wäre man zum physischen kauf gezwungen (treibt den preis) 2. die möglichkeit weg fallen geliehendes gold zu verkaufen um den preis zu drücken. das würde zu weiter steigenden preisen führen und zu noch höherem druck zu kaufen usw. wenn minen auf diese art und weise drohen pleite zu gehen werden die zentralbanken noch weniger verleihen (als sie das dann eh schon tun) und wir haben eine art spirale die den goldpreis immer weiter nach oben führt zumindest bis der großteil der short positionen weg ist. sollten sich so viele damit die finger verbrannt haben dasas keine mehr eingegangen werden sollten, dann wars das mit goldpreisdrücken. dann gehts nach oben.


    ähnliches sollte auch fürs silber gelten.
    letztendlich sollte der preis dorthin gehen wo er wäre OHNE die preisdrückungen durch gold und silberverkäufe bei denen man sich das objekt nur geliehen hat. und dieser preis ist sicher höher als der aktuelle.

    ich denke wenn hohe zinsen eher gegen gold sprechen dann nicht so sehr weil die leute dann mehr vertrauen in das papier bekommen sondern eher deswegen weil - im falle dass die lease rate nicht auch steigt - es für die minen attraktiver wird gold zu leihen, zu verkaufen und den erlös in bonds o.ä. anzulegen. da dies verkäufe verursacht drückt das auf den preis. man sollte sich also die differenz zwischen bond zins und lease rate ansehen.

    Zitat

    Original von SalonHelga
    Hmm. Die Zentralbanken verkauften und verliehen seit den 80er Jahren mehr und mehr Ihr Gold.
    a) Wer waren die Käufer, wo ist das verkaufte Gold heute?
    b) Wo ist das verliehende Gold derzeit physisch?


    Ich glaube kaum, daß der Leiher es den Zentralbanken wieder zurückgeben wird, denn das ist ja das katastrophale an den Leasinggeschäften, daß die Zentralbanken das Risiko eines Totalverlust zu mickrigen Zinsen eingehen.


    käufer waren z.b. minengesellschaften die gold das sie noch nicht gefördert hatten, schon geliehen und verkauft hatten (um es dann später zu fördern und dann zurückzugeben aber teilweise wurden mehrere jahresproduktionen ausgeliehen). die leihgebühr war mickrig, die zinsen auf das geld was sie aus dem verkauf des geliehenen goldes erhalten haben, wesentlich höher. also ein lohnendes geschäft. ebenso für die zentralbanken denn sie bekommen immerhin 2% statt 0%. wer ist also der verlierer?


    a) die zentralbanken denn das risiko der ausleihe ist viel zu hoch als dass man sich mit 1-2% begnügen sollte
    b) das volk dessen gold die zentralbank verliehen hat und das eventuell weg ist


    das problem ist: minen die große short positionen haben könnten theoretisch pleite gehen wenn der goldpreis zu hoch steigt da dann ihre verluste zu groß sind. wenn die zentralbank an so eine mine aber gold verliehen hat, welches schon verkauft wurde, der erlös verspielt wurde und das gold noch nicht gefördert wurde und nie gefördert werden wird: dann ist das gold? WEG. ganz einfach. es sei denn die zentralbank holt es selbst aus dem boden oder nimmt es denjenigen wieder ab die es rechtmäßig der mine abgekauft haben.


    hinzu kommt noch, dass durch goldleihe wenn das gold dann verkauft wird, der preis gedrückt wird. die buchverluste der zentralbanken sind durch die leihe viel höher als die mickrigen leigebühren.


    alles in allem ist diese leihe totaler bullshit aber es lockt das schnelle geld.

    Zitat

    Original von wolfswurt
    @Hlghtekki


    Gold wirst Du immer eintauschen können. Ob heute, in oder nach einem Crash. Wie hoch der Gegenwert einer Unze sein wird, entscheidet Angebot und Nachfrage oder die Wichtigkeit eines Gutes(Lebensmittel).
    Gold bekommst Du in und nach der Krise garantiert bei den Bauern. Sie sind nämlich diejenigen, die an Gold kein Interesse haben, aber die Kenntnis besitzen, daß nur Nahrung zählt - und zwar immer!
    Der heutige materiell Verblendete wird sein Rest an Papiergeld oder das bißchen Gold dann gegen Fleisch, Gemüse und Kartoffeln bei ihnen eintauschen müssen - sofern er in seiner Umgebung noch einen Bauern findet.


    Gruß Wolfswurt


    das stimmt schon. von gold wird man nicht satt. es kommt dann drauf an ob das gold gehortet wird oder ob es als zahlungsmittel verwendet wird und öfter mal den besitzer wechselt. wenn ich meinen lohn in gold bekäme und dieses dann am nächsten tag beim bauern in fleisch tausche dann kommt es eigentlich nur auf den preis des fleisches im verhältnis zum lohn an. auch die die es horten wollen müssen es irgendwann ausgeben wenn nichts anderes mehr genommen wird.

    ja ok wenn er das meinte dann hat er wohl recht. in der tat käme man etwa auf diesen wert wenn alles papiergeld wieder durch gold gedeckt werden sollte bzw. wenn man einfach das gesamte papiergeld durch das gesamte gold teilt. allerdings war auch vor 1914 nicht alles papiergeld durch gold gedeckt zumindest nicht zu 100%. ich meine mal was von 10-40% gelesen zu haben. insofern wären dann preise zwischen 1000 und 4000 oder so ebenfalls realistisch ;) und damit wird die spanne wo es hin gehen könnte sehr groß und man kann eigentchlich keine aussage treffen wer es sich dann noch leisten kann.

    herr eichelburg schreibt gegen ende:


    Zitat

    Der Preis für Gold wird so stark steigen, dass sich nur mehr wenige Leute Gold leisten werden können. Denn wenn die Massenflucht in die Edelmetalle beginnt, werden die Massen natürlich die letzten sein und die höchsten Preise in Papiergeld bezahlen.


    das wäre aber nur so wenn gold noch schneller steigt als die geldmenge also z.b. sich verzehnfacht während sich das allgemeine preisniveau sowioe die löhne nur verdoppeln. was wäre wenn es eine hyperinflation gibt und beides sich ver-1000-facht? in der hyperinflation von 1923 sind die 'reallöhne' natürlich gefallen aber wenn ich nicht irre waren es 'nur' 40%. d.h. gold würde für den normalbürger der 40% weniger verdient real ca. doppelt so teuer. jemand der schon vorher zu wenig geld hatte der kann sich dann natürlich auch kein gold leisten. aber jemand der immer ein bisschen zur seite legen konnte und auch in der hyperinflation noch was übrig hat der könnte sich dann - zumindest aus dem laufenden einkommen - auch gold leisten. das müssten dann nicht unbedingt multimillionäre sein. oder sieht das jemand anders?


    (relevanter wäre die frage ob man gold dann noch irgendwo bekommt. aber auch jemand der gold hat MUSS es irgendwann wieder los werden. spätestens dann wenn keiner mehr papier annimmt und man etwas einkaufen möchte)

    genauso seh ich das auch. und statt den wert in broten oder fässern öl auszudrücken kann man auch versuchen ihn in einem warenkorb auszudrücken. hat zwar so seine tücken aber besser noch irgendeine durchschnittswarenkorb als den us-$. daher bietet sich der cpi schon irgendwie an. zumindest um eine tendenz zu bekommen.

    ok das kommt auf die zeitspanne und die inflation an. bei 10% könnten die 100 2012 oder 2015 durchaus drin sein. wenn es eine hyperinflation gibt ist der nominale preis sowieso egal. dann gibts auch 5 und 7-stellige preise.

    der chart soll 2 dinge zeigen
    1. wir sind weder auf historischen höchstständen noch in einer blase. den preis 'umzurechnen' dient lediglich dazu die effekte der geldmengenausweitung in gewisser weise 'rauszurechnen'. klar dass das nicht perfekt ist. aber imer noch sinnvoller als zu sagen: 2001 bei 4 $ war silber teuer, da es 1756 bei nur 1,28 $ stand. einen metallpreis in einer einheit auszudrücken die sich ständig ändert und manipuliert wird, ist eigentlich das was ziemlich sinnlos ist.


    2. dreistellige kurse sind auf sicht von ein paar jahren nicht unbedingt wahrscheinlich oder gar ausgemachte sache.


    ich finde der chart sagt schon aus dass die kaufkraft steigt und fällt aber sich langfristig in einer range befindet. aktuell sind wir noch eher im unteren bereich. wären wir in der nähe der höchststände von 1980 würde ich jetzt nicht mehr unbedingt silber kaufen. inflation hin oder her.


    alternativ kann man statt des CPI auch was anderes nehmen z.b. den ölpreis. wenn man gold durch öl teilt dann ist die ölkaufkraft von gold aktuell extrem (historisch) niedrig. man könnte sich also überlegen jetzt gold zu horten und dann irgendwann später in öl zu tauschen, wenn man von einer steigenden öl-kaufkraft ausgeht. dann würde man nämlich mehr für sein gold bekommen.

    ps: die rote linie sollte man nicht zu ernst nehmen ;)

    interessant. wenn man den realen silberpreis von 1792 ausrechnet (an hand des us-cpi) kommt man auf einen preis von 26,31 ;) also nix mit 100. 30-35 könnten laut chart drin sein in den nächsten jahren. die 'inflation' muss man dann halt noch drauf rechnen. aber selbst wenn die bei 10% liegt dann würde es noch 11 jahre dauern bis dann nominal die 100 erreicht sind.

    btw: aktuell ist sowieso schon der allergrößte teil des 'geldes' bei den banken. nämlich alles außer dem bargeld das ich im geldbeutel habe. wenn der trend mit bargeldlosem zahlen anhält wird es irgendwnan so sein, dass 99,99% des 'geldes' irgendwo bei der bank rum liegt und lediglich bits hin und her geschoben werden. es muss daher gar nicht mehr erst 'zurückfließen'.


    nur: wenn die bank das geld bei sich hortet kann sie damit kein 'neues' geld verdienen. sie muss es verleihen und damit fließt es wieder 'von der bank weg' (zumindest die verfügung darüber an jene die damit wiederum überweisungen u.ä. tätigen).


    wenn man schon die banken als 'böse' bezeichnet dann nicht deswegen weil sie zinsen verlangen, sondern weil sie geld aus der luft zaubern (und darauf dann auch noch zinsen verlangen). dadurch wird nämlich 'mein geld' das ich aktuell 'habe' weniger wert.

    was machen eigentlich die banken wenn sie alles geld wiedererlangt haben das sie ausgeliehen haben? däumchen drehen? oder damit heizen?


    ich würde mir als bank versuchen möglichst viele sachwerte unter den nagel zu reißen.


    vermutungen aufzustellen inwieweit unternehmen betriebs- oder volkswirtschaftlich denken ist reine spekulation. genauso wie die annahme dass die wirtschaftliche tätigkeit irgendwann mal auf 0 sinken wird (dann wären wir nämlich innerhalb einer woche alle verhungert).

    Zitat

    Original von mesodor39
    Kurz und Knapp: Fiat-Money führt am Ende dazu, daß ganze Volkswirtschaften im Würgegriff der Banken enden und verenden werden.


    wer bekommt eigentlich das geld, das die banken einnehmen? zum einen die aktionäre, zum andern wird es wieder verliehen. und was machen die aktionäre und kreditnehmer? sie geben es aus. und damit geht es wieder 'in die volkswirtschaft'. eine bank ist ja kein monster wo das geld rein fällt und auf nimmer wiedersehen verschwindet.


    die banken werden niemals die ganze volkswirtschaft 'erwürgen' da sie sich sonst selbst mit erwürgen würden, da sie ja teil der volkswirtschaft sind.

    Zitat

    Original von Captain_Proton
    Wirtschaftswoche:
    Blackstone bereitet Telekom-Übernahme vor
    Der Chef des neuen Telekom-Großaktionärs Blackstone, Stephen Schwarzman, bereitet offenbar die komplette Übernahme der Deutschen Telekom vor


    ohne Kommentar!


    stand da auch zu welchem kurs? sollte man schnell noch ein paar kaufen? ;) reagiert hat der telekom kurs allerdings (noch) nicht von daher wird da nicht viel dran sein.

    herr siegel gibt jedes mal das kauf verkauf verhältnis bei westgold an. daraus kann man z.b. einen chart basteln ;) man sieht hier, dass ziemlich genau am top des goldpreises das verkaufsinteresse vergleichsweise sehr hoch war (1:1) und am tiefpunkt bei 542 war das kaufinteresse mit 10:1 käufer zu verkäufer extrem hoch. anscheinend 'riechen' die physischen käufer wann gold hoch oder tief ist. den chart kann man (fast) täglich aktualisieren.

    dieser artikel bzw. die aussagen der bank sind schon reichlich lächerlich. zusätzlich zu dem unnsinn mit der korrelation wird vom kommendem crash geredet obwohl dieser zwischen 1980 und 2001 statt fand. immerhin verlor silber in diesem zeitraum real ca. 95% seines wertes. der letzte anstieg hat dieses minus grade mal auf 90% reduziert. so viel minus hatte nicht mal der nasdaq auf seinem absoluten tiefpunkt. vor 100 jahren notierte das silber real ca. 50% höher als heute und der reale durchschnittspreis seit 1906 liegt bei knapp über 11$ also ebenfalls höher als momentan.


    beim kupfer sieht es etwas anders aus. das ist auch inflationsbereinigt auf einem historisch vergleichsweise hohen niveau. allerdings auch nocht etwas von seinen (realen) tops weg. von blase kann da also auch keine rede sein. und wenn man sich softies ansieht. weizen bspw. hat in den letzten 100 jahren ebenfalls real 95% verloren...


    dass das die längste und stärkste aufwärtsbewegung seit 30 jahren naja besser gesagt 25 jahren ist, stimmt schon. ist aber auch kein wunder, da es es ja eine 20 jährige baisse gab. 1987 hätte man bei dow jones auch sagen können: das teil ist viel zu hoch gelaufen, schon seit 6 jahren nur an steigen...das ist der längst anstieg seit den 60ern. ja genau. und das beste kam dann erst noch in den folgenden 11 jahren ;)


    im dateianhang das 'silberbläschen'