Beiträge von HIghtekki

    noch zwei weitere:
    1. es wird gesagt man solle nicht mehr das eigentum an seinem grund und boden haben. wer würde in diesem fall irgendeinen penner daran hindern auf meinem balkon zu übernachten und diesen vollzukotzen? oder meine krokusse zu rupfen? oder meinen teich leerzupumpen? oder darf ich den rasen behalten? vll. bis zu einer tiefe von 3 cm? oder wie genau soll sich das abspielen? wenn ich kein eigentum mehr daran habe wie kann ich dann jemand wegen hausfriedensbruch verklagen? gar nicht. also muss ich damit leben dass sich jeder in meinem garten rum treibt. würdest du das wollen?
    2. die entschädigung. haha. womit soll entschädigt werden? woher soll die öffentliche hand das geld nehmen wenn nicht stehlen? ok kann man es aus der luft zaubern. leider würde dies die geldmenge so stark ausweiten dass der grundstückbesitzer einen exorbitanten realen verlust hinnehmen müsste und sämtliche sparer gleich mit. wer ersetzt den? ist das der lastenausgleich an die allgemeinheit? was wenn ich mir mein grundstück 15 jahre vom munde abgespart habe? soll ich dann 3/4 an die allgemeinheit hergeben? oder wie stellst du dir das vor? wäre das nicht extrem ungerecht?


    last but not least haben systeme die man 'umsetzen' 'einsetzen' oder 'durchsetzen' musste noch nie lange gehalten. wenn sich das system nicht von allein einstlelt dann kann man mit gutem grund annehmen dass viele was dagegen haben und dann wird es nicht lange dauern bis man es wieder abschafft. oder meinst du nicht?

    grade noch eine frage zu der bodenreform die auf jeden fall nötig wäre. es ist ja schön und gut zu sagen der boden gehört allen und man solle ihn nicht sein eigentum nennen. ABER jetzt die große frage. angenommen es existiert ein stück land und dieses stück land wäre heute extre viel wert da es eine sehr gute lage aufweist während ein anderes stück weit ab vom schuss ist, weit entlegen und sich niemand dorthin verirrt. normalerweise würde derjenige der das gute stück land haben will, dafür viel zahlen und der der das andere bekommt entsprechend weniger und zwar an den vorherigen eigentümer. die frage wäre nun wenn der boden allen gehört: wer sagt bzw entscheidet denn wer die gute lage bekommt und wer die weniger gute? wenn alle guten schon besetzt sind dann hab ich pech und muss irgendwo hin wo kein kunde kommt obwohl ich so viel geld verdient hab dass ich das grundstück abkaufen könnte. oder wie würde dann entschieden ob ich das grundstück kaufen darf? kann ich es irgendwie erwerben oder hat der vorgänger auf immer und ewig ein recht darauf zu leben und zu arbeiten? ich finde man kann den boden nicht einfach als etwas neutrales von dem darauf stehenden gebäuden trennen. oder wie siehst du das?

    wie schon gesagt musst du unterscheiden zwischen den auswirkungen des zinsen und den vorschlägen was man statt dessen 'implementieren' könnte. wenn der herr volkswirtschaftler sagt, man könnte ihn nicht wiedelegen, dann kann das durchaus sein (auch wenn ich hier mal gern lesen würde, wie er das genau begründet ;) wenn das stimmt, was gsell aus dem zinssystem schließt (dem ich mich durchaus anschließen kann), dann heißt das wie gesagt noch lange nicht, dass sein vorgeschlagenes system auch funktioniert. nach dem was ich bisher darüber gelesen habe, basiert es darauf, dass man geld was eine tauschfunktion hat oder haben soll, die schatzfunktion entzieht, damit verhindert wird, geld zu horten, weil hortbares und gleichzeitig tauschbares geld z.b. verderblichen gütern überlegen wäre (korrigier mich wenn ich falsch liege). die idee ist nun gar nicht so schlecht gedacht. ABER: was ich auch nach nachdenken darüber bisher nicht weiß: wer hindert die leute daran, statt des geldes was automatisch an wert verliert, etwas anderes als 'geld' zu wählen, das sich nach wie vor horten lässt? gold oder silber z.b... will man das verbieten? dass solches 'geld' im laufe der zeit aus dem umlauf geraten würde, klingt schon plausibel. aber was machst du wenn sich jemand weigert das andere nicht aus edelmetall bestehende geld anzunehmen, weil dieser jemand es z.b. selbst gern horten will? willst du es ihm verbieten? oder was sollte ihn davon abhalten? dass er es NICHT annehmen würde und statt dessen das freigeld verwendet ist bisher graue theorie da noch nicht erprobt. gold funktioniert statt dessen seit 6000 jahren.


    naja vll. kannst du mich etwas aufklären. das waren die punkte die mich bisher etwas gestört haben. aber erklär du es mir und verweise nicht auf igendwen. bisher bestand deine argumentation was das freigeld angeht darin auf 4 andere personen zu verweisen, die darin das allheilmittel sehen ;) (dass zuerst deflation und dann inflation kommt das bestreiten denke ich hier weniger...die frage ist dort halt wie gut man in der deflation noch an das gold ran kommt wie oben schon gesagt und ob man die muße hat schnell genug den absprung zu schaffen. darüber hinaus: meinst du nicht auch die tatsache, dass die leute weniger kaufen bzw. ausgeben hat weniger damit zu tun, dass sie nicht WOLLEN sondern eher damit, dass sie nicht KÖNNEN? (z.b. wegen der zinsen). irgendwann müssen sie aber wieder um zu überleben.)


    danke.

    ich denke man muss mal differenzieren zwischen den folgendes des zinses und dem, was die freiwirtschaftler daraus folgern.
    dass die schulden des staates aktuell schneller steigen als die wirtschaftsleistung und damit die steuereinnahmen sollte klar sein. damit wird auch der teil den der staat an zinsen zahlen muss im verhältnis zu seinen steuereinnahmen größer. trifft dies auch auf unternehmen verstärkt zu, so müssen diese von ihrem umsatz einen immer größeren teil für zinsen ausgeben.
    daraus folgt aber noch lange nicht, dass das freigeld das allheilmittel ist ;) es müsste auch wieder von irgendeiner nicht-manipulierbaren institution der allgemeinheit aufgezwungen werden und wozu das führt wissen wir ja.

    für sprudel zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für aus essen gehen zahle ich ca. genauso viel wie vor 5 jahren
    für festnetztelefon zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für handy zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für internet zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für hardware zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für software zahle ich mehr dafür ist sie jetzt legal
    für eine telekomaktie zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für einen geliehenen euro zahle ich weniger als vor 5 jahren
    für einen us-$ zahle ich weniger als vor 5 jahren
    sogar für den schweizer franken zahle ich weniger als vor 5 jahren


    ist das schon die deflation? ;)


    ok man könnte jetzt noch einwenden (und mich würde es nicht wundern wenn dieser einwand auch kommt), dass das gold ja vor 1933 fest gezurrt war (und künstlich unten gehalten wurde) und dass es sich einfach nach 1933 dann (auch offziell) 'luft gemacht' hat indem der preis dort hingesetzt wurde, wo er sein wollte (aufwertung auf 35 $) und dass der goldpreis wenn er hätte schwanken können 1929 vll. höher als 6,24 pfund bzw. 24,44 $ gewesen und dann bis 1933 auf diesen wert gefallen wäre. das klingt plausibel. man muss aber berücksichtigen, dass der preis regelmäßig künstlich unten gehalten wurde/wird, auch heute noch, und dieses argument daher nicht wirklich zählt. statt des goldpools wie in den 60ern gibt es heute die goldleihe bzw. den gold-carry-trade und dermaßen exzessiv gehedgte minen, dass man annehmen kann, dass der preis auch heute viel höher wäre, würde er komplett frei gelassen. von daher wäre es nicht unwahrscheinlich, dass der preis heute abermals nicht fallen sondern vll. sogar steigen würde.

    man bedenke: es gibt heute (schon seit einigen jahren) minen die daran interessiert sind, dass der preis nicht zu weit steigt, da sie dann mit ihren derivaten dermaßen in die misen kommen, dass sie den laden dicht machen müssen.
    andere (oder die gleichen) verkaufen gold das sie erst in den nächsten 7 jahren produzieren werden, nachdem sie es sich von den zentralbanken geliehen haben, mit dem gewinn kaufen sie bonds, die sich höher rendtieren als sie für das geliehende gold an zinsen bezahlen müssen und behaupten dann auf aktionärstreffen u.ä. dass sie durch ihre terminverkäufe einen preis erzielt haben der höher liegt als der maximalpreis des gesamten betrachteten zeitraums (jahres) (ich würde sagen das ist betrug)
    gleichzeitig verkauft der IWF (bzw. künditgt es an) haufenweise gold um damit angeblich den armen afrikanischen staaten die schulden erlassen zu können. gleichzeitig wird aber durch die goldverkäufe der goldpreis so gedrückt, dass der hierdurch entstehende volkswirtschaftliche schaden (weniger umsätze der minen, arbeitsplatzverlust etc.) wesentlich höher ist als das geld was vom IWF kommt.
    gleichzeitig ist der schaden (buchverlust) den zentralbanken sich (und dem volkseigentum in form von gold) durch ihre goldverkäufe zufügen bzw. in den 90ern aufgrund des niedrigen goldpreises zufügten um ein vielfaches höher als die mageren gewinne aus dem goldleihgeschäft. darüber hinaus kann man gold, das man verliehen hat, getrost als verkauft ansehen, da sehr unsicher ist wo sich das gold grade befindet und man es im notfall nicht mehr zurück bekommt...bezeichnenderweise wird in den zentralbankbilanzen gold und goldforderungen als ein posten ausgewiesen. angeblich wird dieses verliehende gold dann sogar zweimal gezählt. einmal als forderung und einmal als bestand (was den eindruck erweckt dass die zentralbanken mehr gold hätten als sie haben).


    was passiert wohl wenn der goldpreis so stark steigt dass alle die die sich gold geliehen haben, dieses plötzlich zu einem exorbitanten preis zurückkaufen müssen?


    gibts da noch irgendwen der ein bisschen grips hat und nachdenkt?

    ich hab grad mal nachgesehen wegen gold in den weltmeeren:


    der anteil an gold je volumeneinheit entspricht ca. 0,0000000011% ;) (quelle: der planet erde von time life, band 'meeresströme', seite 20-21).
    auf unsrer erde gibt es ca. 1,338 mrd. kubikkilometer meerwasser (quelle: wikipedia, wird von anderen seiten bestätigt). das sind also etwa 15,246 mio. kubikmeter an gelöstem gold. und das wiederum entspricht ca. 294,2 mio. tonnen. also auch nix mit 10 mrd. oder so ;)


    d.h. also wer weniger als 60 RM hatte (z.b. gar nix) der bekam auch nix. auf der anderen seite: wer mehr als 60 RM hatte, der musste den rest zum schlechten kurs abgeben...


    also irgendwie ist das nicht so sinnig. wenn ich z.b. 6000 RM hätte würde ich diese an 100 (mittellose) leute verteilen, die würden jeweils ihre 60 DM bekommen, zusammen sind das 6000. ich würde jedem davon 10 DM abgeben (für die sind 10 besser als 0), die rechtlichen 50 * 100 = 5000. 5000 ist immerhin besser als 3000.


    oder wo liegt der denkfehler?

    Zitat

    Original von catinth
    Die erste Frage ist nicht ob der Sozialismus kommt, sondern wann?


    wie wärs damit: er muss gar nicht mehr erst kommen, da er schon da ist. wenn man sich ansieht was hier so überwacht wird, wie viele abgaben man 'zum wohl der allgemeinheit' zu leisten hat, wie viel leute die nichts leisten im vergleich zu denen bekommen, die etwas leisten, und VOR ALLEM wenn man sich unser sozialistisches geld (da staat = monopol) ansieht, dann kommt man zu dem schluss: wir sind schon mitten drin. nur ist er nicht so offensichtlich wie in früheren zeiten.

    Zarathustra


    bist du dir da so sicher, dass gold in einer deflation fallen wird?


    ich hab mal ein paar zahlen aus der zeit von 1929 bis 1933 gesucht. hier das ergebnis (für die USA und GB)


    entwicklung der nominalen löhne in GB: -4,8%
    entwicklung des CPI in GB: -14,4%
    entwicklung des nominalen pro-kopf-einkommens in den usa: -47,3%
    entwicklung des CPI in den usa: -24,4%


    und jetzt die goldpreise
    offizieller goldpreis in london: +-0 (klar, der ist fest)
    offizieller goldpreis in den USA: +-0 (da fest)


    aber jetzt:
    marktpreis in london: +47,2%!! (von 4,24 auf 6,24)
    marktpreis in den usa: +18,24% (von 20,67 auf 24,44)


    da war also nix mit fallen...


    und selbst wenn er fällt...wenn der CPI genauso fällt oder sogar noch etwas mehr dann gewinnt gold real immer noch an kaufkraft. klar man kann vorher extrem viel bares horten und dann hoffen IN der krise irgendwie an das gold zu kommen, welches dann ev. gegenüber BAREM an wert verliert. die frage ist nur ob man denn IN der krise wirklich zeit und geld für sowas hat oder ob das gehortete vll. nicht schon ausgegeben ist bevor der goldpreis fällt...wenn er fällt. zudem muss man dann sehr schnell den absprung schaffen bevor die inflation kommt...die frage ist ob man dann rechtzeitig an genügend gold ran kommt bevor das geld wertlos wird. da horte ich lieber jetzt schon ein bisschen.

    ihr müsst euch echt mal ferdinand lips und die goldverschwörung reinziehen. da wird auf über 300 seiten erklärt wer alles ein interesse hatte und auch noch hat den goldpreis künstlich möglichst niedrig zu halten und mit welchen verbrecherischen mitteln dabei vorgegangen wird.
    sehr interessant die thesen zu den zentralbanken. als es noch den goldstandard gab (den echten vor 1914) brauchte man keine zentralbank denn das gold hatte eine disziplinierende wirkung. sobald sich ein land zu stark verschuldete floss automatisch gold ab, was dazu führte dass man gezwungen war das geld wieder zu verknappen um die konvertierbarkeit aufrecht zu erhalten. da nun kein land an einem abfluss interessiert war wurde so die verschuldung eingedämmt und immer wieder ausgeglichen...ab 1914 meinte dann das fed diese rolle übernehmen zu müssen und quasi als notanker zu dienen. aber gerade dadurch war es nun möglich auf der ganzen welt die schulden ins astronomische zu treiben. dadurch war es natürlich auch für die banken nicht mehr nötig sich zu disziplinieren. denn am ende war ja immer das fed als notanker das es dann schon wieder richten würde. mit gold hätten die banken wirklich disziplin üben müssen um nicht vor die hunde zu gehen...man kann heutzutage also wirtschaften wie man will. am ende gibt es immer einen notanker. und wer zahlt dann die zeche? natürlich die allgemeinheit. wir alle zahlen ständig dafür dass einige wenige regierenden/banker usw. ständig beabsichtigt oder unbeabsichtigt mist bauen und sich die tasche vollstopfen. denn jeder neu geschöpfte ungedeckte dollar den A bekommt wird von der allgemeinheit erwirtschaftet. ebenso wie die zinsen bzw. pleiten von unternehmen UND regierungen (aufgrund von missmanagement) die dann vom IWF o.ä. 'aufgefangen' werden, wofür natürlich letztendlich abermals der steuerzahler löhnt. das ist dermaßen unmoralisch und ungerecht, passt aber irgendwie in die heutige zeit. es ist alles erlaubt womit man irgendwie 'durchkommt' und je geschickter man vorgeht und je besser man die öffentlichkeit täuscht desto besser für einen selbst.


    damit wird auch klar wieso sämtliche nutznießer des systems angefangen bei den regierungen über die notenbanken und geschäftsbanken absolut kein interesse an einem steigenden goldpreis haben (obwohl die notenbanken sofern sie gold haben ihre eigenen reserven und damit das volksvermögendamit mindern). 1. weil der goldpreis seit jeher eine art barometer für das system ist das als um so maroder angezeigt wird je höher der preis steigt (das heißt ja dass das vertrauen ins fiat schwindet) und die (zentral)banken sehen ja sich selbst als die eigentlichen währungshüter und wollen diese funktion nicht ans gold verlieren (da sie dann keine daseinsberechtigung mehr hätten). 2. weil man die leute im fiat halten muss um weiter das deficit spending betreiben und weiterhin den reichtum anderer abschöpfen zu können. also muss man ab und zu mal auf den preis hauen damit die leute verschreckt raus springen und das vertrauen ins fiat wieder zunimmt. das ist aber nur eine frage der zeit wie lang sich das noch hält...


    stimmt. ich gehe davon aus dass das system nicht ewig besteht. der staat wird noch ein paar mal versuchen einzugreifen und zu retten aber das geht nicht ewig denn der staat kann auch nichts wirklich erwirtschaften sondern nur umverteilen d.h. die zusammenbrüche werden letztendlich von der allgemeinheit bezahlt werden, was dazu führt dass die mitglieder dieser allgemeinheit ebenfalls zunehmend leiden und in schwierigkeiten kommen. bestehende forderungen denen der eine nicht mehr nachkommen kann, werden icht einfach so aus der welt geschafft sondern die übernimmt dann jemand anders. entweder der gläubiger oder wenn der staat eingreift die allgemeinheit. dadurch wird die gesamtsituation aber keinen deut besser.


    naja kommt drauf an wie kurz oder langfristig man denkt. wenn man meint ich tue als bank lieber den firmen gutes damit sich das langfristig für mich rechnet dann wäre das vll. vorteilhaft...vilelleicht. aber der bank kommt es zuerst mal auf die eigene rendite und das eigene risiko an bzw.deren verhältnis. und wenn ich ein unternehmen habe das relativ marode ist, dann gehe ich als bank wohl weniger das risiko ein dem extrem billig kredit zu geben in der hoffnung dass die firma wieder hoch kommt. da rechne ich eher 0,1% zinsen gegen relativ hohes risiko und dann wird knallhart entschieden ob der kredit vergeben wird. die bank muss auch immer für die eigene liquidität sorgen sonst kommen die wirtschaftsprüfer und fangen an zu meckern.


    ps: auf die 0,1% würde daher natürlich noch ein inflations- sowie ein risikoaufschlag kommen.

    Zitat

    Original von wolfswurt
    Definition: Kredit = Abhängigkeit = Sklaverei


    Schulden bedeuten Knechtschaft!


    Gruß Wolfswurt


    zinsen zu zahlen wäre ok wenn sie einen anteil der mit dem aufgenommenen (kredit-)geld erzielten rendite entsprechen würden. sie sind u.U. tötlich sobald sie IMMER gezahlt werden egal ob die investition die man tätigt positiv oder negativ verläuft.

    ist auch alles logisch. wenn die bank was verkauft wird in der regel kein mehrwert geschaffen da die bank lediglich als (zwischen)händler auftritt. und wenn kein mehrwert geschaffen wird, die bank aber was dran verdienen will dann ist klar wer die zeche zahlt. der kunde hat zwar u.U. die CHANCE auf einen gewinn aber der erwartungswert ist negativ. genauso wie in der spielbank. man hat die chance auf die richtige zahl zu setzen aber auf lange sicht gewinnt immer die (spiel)bank. einfach weil dort niemand einen wert schafft.

    nicht unbedingt. wenn die nachfrage nach kredit sinkt dann fallen die zinsen. und wenn die zinsen zu tief sind dann werden die kredite restriktiver vergeben was sich eher negativ auf das wachstum auwirkt. oder würdest du bei 0,1% zinsen noch jemand geld leihen? der staat muss sich also neu verschulden um das wachstum aufrechtzuerhalten (wenn auch künstlich). das MUSS war aus sicht des staates...


    man kann natürlich argumentieren wenn die zinsen tief genug sind dann fangen die marktteilnehmer automatisch wieder an sich neu zu verschulden...sollten sie. aber sie tun es nicht unbedingt. z.b. dann nicht wenn wir in einer rezession sind und es sich nicht lohnt neu zu investieren. die zinsen bleiben also tief, gleichzeitig wird die vergabe der banken restriktiv wenn die unternehmen mehr konkursgefährdet sind. die frage ist dann wie man hier wieder raus kommt. letztendlich würde der staat als 'helfer' auftreten solang er das noch kann.

    exakt. kein geld sondern sofort fällige forderungen an die bank bekommt man da ;) gepaart mit einer verbindlichkeit in der selben höhe. da wird erst mal nix geschaffen sondern umgebucht. wenn man das geld (das nicht geschaffen wurde sondern vorher schon da war) dann in bar abgehoben hat und ausgegeben dann bleibt die verbindlichkeit an die bank bestehen. ebenso bleibt sie bestehen wenn man die forderung 'ausgegeben' als woanders hin überwiesen hat. im letzten fall ist kein cent 'geld' irgendwo hin geflossen sondern lediglich kredit von A nach B.


    je mehr kredit(geld) vorhanden ist, desto mehr muss neu geschaffen werden damit es weiterhin seine 'rendite' bringt. wenn die unternehmen/privatleute irgendwann nicht mehr neu kredit aufnehmen wollen/können wird der staat wieder gefordert sein und sich neuverschulden um den zins hochzuhalten.


    wer kredit nimmt den er eigentlich nicht braucht der wird auch verführt dinge auf kredit zu kaufen die er nicht braucht, um die banken sowie das wachstum künstlich am leben zu erhalten.

    Zitat

    Original von S 04


    Doch, hat es schon. (Angebot/Nachfrage). Ist die nachfrage nach Geld(Kredit) groß steigen die Zinsen. Ist ein Überangebot an Geld da, fallen diese.


    bei manchen dingen geht die nachfrage hoch je billiger sie werden. bei andern geht die nachfrage runter je billiger sie werden. ;) dasselbe gilt umgekehrt. wenn etwas teurer wird kann die nachfrage hoch oder runter gehen. daraus folgt dass man aus einer bestimmten nachfrage bzw. steigen oder fallen der nachfrage nicht schließen kann ob etwas billig ist.


    wer etwas dringend braucht kauft JETZT egal wie teuer oder billig.
    wer etwas absolut GAR NICHT braucht, kauft NIE egal wie teuer oder billig es ist.
    wer etwas zwar generell aber nicht momentan braucht kauft JETZT wenn er denkt es wird teurer und kauft jetzt NICHT wenn er meint es wird vll. noch billiger.


    man sieht: es ist kaum möglich aus dem einen das andere abzuleiten. wenn die nachfrage relativ gering ist KANN es sein dass das gut teuer ist. es KANN aber auch sein, dass es billig ist, man aber damit rechnet dass es NOCH billiger wird. es KANN auch sein, dass kein bedarf nach dem gut da ist...


    billig oder teuer sind relative begriffe. man muss vergleichen entweder mit andern gütern oder mit dem preis desselben gutes zu einer andern zeit.

    TeeKay


    ok vielleicht ist es nicht der tiefpunkt aber der chart sieht mir doch so aus als wenn es zumindest auf sicht von ein paar wochen deutlich bessere kurse geben wird. vll. nicht nochmal über 700...aber wenn wir in eine seitwärtsbewegung kommen dann sind wir aktuell denke ich näher am unteren als am oberen rand.


    die leute hatten so viel zeit. 4 wochen. wieso gehen sie grade jetzt raus nach 25% kursverfall? wo wollen sie dann wieder rein nachdem sie bei 570 raus sind? bei 540? oder gehts runter bis 300? wo es doch 4 wochen früher noch auf über 1000 steigen sollte ;) dabei hat sich von der zins und inflationsseite kaum was geändert.