Beiträge von HIghtekki

    http://www.goldseiten.de/modul…visit.php?cid=5&lid=71600


    dass goldman sowas schreibt, verwundert nicht. dass die mehrheit der forumsmitglieder sofort dagegen plärren und ein argument nach dem anderen bringen würden wieso der text blödsinn ist, verwundert auch nicht.


    aber man sehe sich mal die kommentare an: 15 stück und ALLE 15 könnten von forenmitgliedern/goldbugs stammen...


    sind da nur leute von goldseiten auf den kommentarformularen von 'die presse' unterwegs oder kommt auch der ottonormalbürger langsam auf den trichter was abgeht? die kommentare sind wirklich eindeutig! niemand glaubt mehr dem was goldman so von sich gibt...


    das lässt doch hoffen oder? ;)


    ps: dieser abschnitt hier ist übrigens der gipfel der unverfrorenheut. so dumm dass es schon fast wieder lustig ist:


    Seit 1997 in den USA inflationsgeschützte Anleihen (TIPS) eingeführt wurden (in anderen Ländern sind sie ebenfalls erhältlich), gebe es praktisch keinen Grund mehr, sich mit Gold abzusichern, sagen Experten.


    das erinnert mich schon irgendwie an die sonderziehungsrechte.

    hier sind ganz viele charts ;)


    http://www.faybl.de/docs/golds…hre_Spekulation170506.pdf


    ab folie 27 ist der englische.


    der s&p 500 chart zeigt übrigens ganz gut dass es bei aktien sehr drauf an kommt wann man kauft. an den oberen bereichen des trendkanals zb 1929, anfang der 70er etc kam es durchaus vor dass man real die nächsten 20-70 jahre nichts verdient hat. an den unteren rändern sah es natürlich anders aus...


    ich denke aktuell sind wir eher am oberen als am unteren rand. daher hab ich aktien auch derzeit untergewichtet. glaube kaum dass der s&p in kürze massiv über diesen trendkanal nach oben ausbrechen wird wenn er dies 200 jahre nicht tat. oder wenn er stark steigt dann mit gleichzeitig sehr hoher (preis-)inflation.

    es müssen ja keine puts und calls sein...


    angenommen eine gold oder silbermine weiß dass sie in den kommenden 12 monate z.b. 10 t gold produziert. weiter angenommen sie rechnet damit dass der preis in 12 monaten von 750 auf 600 $ fällt. dann wäre es für sie besser sie hätte das gold schon und könnte es für 750 $ verkaufen als bis 600 zu warten.
    sie kann nun aber das gold leihen z.b. bei der zentralbank und dieses gold zu aktuell 750$ verkaufen. den erlös legt sie mine dann in us anleihen zu 5% an. die leihgebühr ist im gegensatz dazu nur bei ca. 1-2%.
    wenn der preis wirklich fällt hat die mine glück. sie produziert das gold und gibt es der zentralbank zurück, hat also 750$ verdient und noch eine zinsdiffrenz von 3%.
    steigt der goldpreis dann dürfte sich die mine ziemlich aufregen denn hier entgehen ihr gewinne.
    das ist aber nicht wirklich schlimm. schlimm wird es wenn die mine schon so viel gold/silber geliehen und verkauft hat dass sie dies gar nicht mehr produzieren kann. dann ist sie gezwungen es irgendwann auf dem markt zu kaufen um es der zentralbank zurückzugeben. und dann können dicke verluste eintreten wenn der preis zu stark steigt.
    in dem moment wo die mine z.b. 50 t gold verkauft (vorher leiht) das sie noch gar nicht hat ist sie 50 t short. und ich wüsste jetzt nicht wo sich das zu 0 ausgleichen sollte...?
    das ist übriens reine spekulation und gier. da wird dann weniger abgesichert. eine mine ist ja keine bank.
    und wenn man das muffensausen kriegt muss man eben den preis drücken ;)


    (insgesamt ist es pervers dass eine mine hops gehen kann wenn der goldpreis zu stark steigt daher sollte man keine geshorteten kaufen).

    Zitat

    Original von Mehlwurm
    Romario, ich stimme dir weitgehend zu. Allerdings nutzt mir eine Anlage in substanzstarken Aktien nichts, wenn die Aktiva zerbombt oder enteignet werden bzw. bei Finanzkrisen (Deflation, Inflation, Kreditklemme) gesunde Firmen pleite gehen. Aber genau darum geht es bei einer Anlage in Gold -> eine Sicherheit im Falle von (hauptsächlich politischen) Systemrisiken (nicht Marktrisiken). Die europ. oder asiatische Geschichte zeigt eben genau das. Aus diesem Grund ist ein Vergleich Dow/Gold irreführend - es hat in den USA nie solche Krisen gegeben, so dass Gold seine Stärke ausspielen konnte. Für Anleger in Europa bzw. Asien sieht das anders aus. Deshalb bestehe ich auf einen 100jährigen Vergleich mit Europa, auch wenn es keinen Index gibt, die Geschichte kennen wir alle. Deine genannten Kriterien nutzen nur teilweise etwas. Bei sozialer Ungleichheit kommen Kommunisten in Brasilien oder China an die Macht und deine Aktien sind wertlos (nur als Beispiel), obwohl aus heutiger Sicht deine Anlageentscheidung sinnvoll erscheint.


    Es geht nicht nur um die Wahl der Anlageklasse Aktien, sondern auch um die Region. 1928 hat ein "vernünftiger" Investor auch diversifiziert, also in USA, Europa etc. angelegt. Europa war dann fast ein Totalverlust. Um eine Aussage über Gold zu treffen müßte die Wertentwicklung eines solchen gemischten Portfolios mit Gold verglichen werden. Der Vergleich Dow/Gold ist einseitig, führt zu falschen Schlüssen und ist kein Argument gegen Gold als Portfoliobestandteil.



    wäre ein index mit englischen aktien seit 1693 auch recht? ;)

    Zitat

    Original von Faber
    Trotz hoher Wahrscheinlichkeit weiterer heftiger Steigungen behalte ich meine Taktik bei, und ändere meinen Tip auf


    12,90


    Wenn es nur ein klein wenig plumpst, bevor es steigt, was es schon mal tut.. Ich riskiere wieder den unteren Rand.


    damit liegt man öfter mal richtig mit der strategie ;) (letztes mal leider nicht).


    wie mans nimmt. 1923 z.b. wurde papier wegen der inflation nahezu wertlos. der aktienindex stieg aber ähnlich wie der us-$ exponenziell an, die kurven laufen fast parallel. denn zumindest die realen aktiva etc. waren danach immer noch da. wenn ein unternehmen zum großen teil andere finanzanlagen hat sieht die sache natürlich anders aus.

    das stimmt schon.


    es macht aber denke ich einen unterschied ob ein bear fonds manager pessimitisch ist (weil er es sein muss) oder ob nahezu alle marktteilnehmer/banker/fondsmanager etc. pessimistisch sind. so wie 2003. das taugt dann in gewisser weise als kontraindikator.


    die aussage 'die banker sagen' hört sich danach an als wäre der schreibende der meinung er könne schon einen kontraindikator ausmachen. da ich anderer meinung bin hab ich meine ausführung bezüglich 'nicht überbewerten' gemacht.

    so meinte ich das auch nicht. ich rechnet auch eher mit fallenden kursen und die fratze da kannst du gleich wieder löschen :) (ist nicht grade schön).


    es ging mir eher darum dass man sich bei jeder aussage fragen sollte ob der aussagende damit irgendeine zunächst mal egoistische absicht verfolgt. jemand der an fallenden kursen verdient MUSS zwangsläufig ständig pessimistisch sein. daher bringt eine solche aussage eigentlich keinen mehrwert. es reicht zu wissen dass es 23 bear fonds manager gibt (die natürlich alle mit fallenden kursen rechnen).

    das sagen nicht 'die banker' sondern das sagt David Tice. man muss wissen, dass der seit einigen jahren einen bear fond leitet (steht ja auch da). also setzt er auf fallende kurse und ist daher meistens pessimistisch ;) war er schon 2005. zwischen 2000 und 2005 hat er mit 12% p.a. alle 22 anderen bear fonds manager geschlagen.


    also so eine aussage sollte man nicht überbewerten. man muss eher unterstellen dass er die angst schüren will um selbst zu verdienen. also als kontraindikator wenig zu gebrauchen.


    quelle: http://www.nytimes.com/2005/08/20/business/20values.html

    Zitat

    Original von elsilbero
    Vergleiche zu 1929 ff. sind ja immer interessant, eines war aber garantiert anders damals:
    Die Geldmengenentwicklung wurde wie auch in Japan 1989/90 massiv runtergefahren.
    Was dann passierte ist bekannt: Aktiencrashes in den darauf folgenden Jahren. Als man dagegen steuern wollte war es zu spät und die Maßnahmen verpufften, zumindest teilweise.
    Heute dagegen steigt die Geldmenge mit Jahresraten von 13% und darüber, in einer solchen Konstellation hat es noch nie einen Crash gegeben, schreibt die Finanzwoche. Es sei denn etwas unvorhergesehenes passiert. Ich tippe eher auf eine weitere Politik der kräftig steigenden Geldmengen und damit auf in den nächsten Jahren steigende Inflationsraten, gut für EM!


    in japan wurde die geldmenge 1989/1990 nicht massiv runter gefahren. das einzige jahr seit 1955 in dem es in japan einen rückgang der geldmenge gab war das jahr 1991, wo sie um 0,4% zurückging. 1989 stieg die geldmenge (M2) um 8,5%, 1990 immer noch um 2,0%. zwischen 1992 und 2000 lag dieser wert immer zwischen 2 und 4%. es war also lediglich die geldmengensteigerung die nachließ.


    was die usa 1929 angeht: ich nehme mir mal folgende geldmenge: 'currency held by the public'.


    ende 1926: 3,983 Mrd. $
    1927: 3,859
    1928: 3,834
    1929: 3,800
    1930: 3,809
    1931: 4,604
    1932: 4,830
    1933: 4,839
    1934: 4,554


    man sieht: als es anfing zu crashen wurde das geldmengenwachstum extrem hochgefahren. und einen massiven rückgang gab es zu keiner zeit. wie auch? wir wissen ja: geld ist kredit und kredit ist geld. damit entspricht das geldvermögen immer exakt den gesamten schulden. und die werden in diesem unserem zentralbanksystem NIEMALS auf längere zeit schrumpfen sondern müssen immer weiter wachsen. so auch die geldmenge. von einigen wenigen quartalen mal abgesehen.


    was ich allerdings interessant finde: in japan ist aktuell die monetäre basis massiv am fallen....


    quellen:
    http://www.econstats.com/r/rjap__m14.htm
    http://www.nber.org/databases/…y/contents/chapter14.html

    leute, kauft doch einfach beides ;) dann habt ihr kein problem.


    immerhin sind beides sachwerte und wenn man mehrere aktien hat die aus verschiedenen branchen sind dann ist es auch unwahrscheinlich, dass alle pleite gehen.


    papier ist zur altersvorsorge o.ä. ungeeignet, sachwerte nicht. egal ob aktien oder gold.


    man kann natürlich die quote hin und her schieben. aktuell hab ich z.b. EM übergewichtet, aber das wird sich auch wieder zugunsten von aktien ändern.

    wenn ich 'die briten' sage meine ich damit zunächst mal die verantwortlichen in der macht, also parlament, bankvorstände etc. also die die den groll der bevölkerung zu spüren kriegen, wenn was schief läuft (zwischenzeitlich gab es viele streiks und sowas schadet immer dem ansehen).


    eigentlich geht es doch ganz einfach immer nach folgendem schema.


    ausgangspunkt: es fließt wie 1927 gold in die usa. folge: zinsen sinken, geldmenge steigt, es wird investiert, gekauft: wirtschaftsboom. je weiter der boom geht desto mehr wird auf pump gekauft, weil man dann einen hebel hat und gierig wird.
    das geht eine weile weiter...irgendwann wird aber so viel produziert dass es überproduktion gibt und die preise anfangen zu fallen. folge: umsätze und gewinne gehen zurück, kredite fallen aus...konjunkturrückgang. zudem steigen die zinsen und das geld fließt wieder aus dem lande ab. als folge gibt es weitere pleiten und deflation. so lange bis sich auch dies wieder umkehrt und es von vorn anfängt.
    was ist nun passiert? 1927 wurde der effekt der spekulation dadurch verstärkt, dass man die zinsen gesenkt hat. infolgedessen gab es auch einen entsprechend großen rückgang ab 1929. schuld daran ist nicht das gold sondern die tatsache, dass überhaupt über die maßen spekuliert wurde also vor allem auf kredit.
    gold als geld führt lediglich dazu, dass fehlentwicklungen wieder rückgängig gemacht werden weil zu hohe preise wieder fallen, zu große geldmengen zurückgehen und kredite ausfallen. aber das ist ganz normal dass das passiert und liegt in der natur der sache. es ist auch nicht ungerecht, denn der der kredit aufnimmt, weiß was er tut. und der der ihn gibt, ebenfalls. dafür kriegt er ja seine zinsen die dann im laufe der zeit noch ansteigen. ein ausfallender kredit ist also eine private sache zwischen dem gläubiger und dem schuldner.


    keynes hat sich die zusammehänge angesehen und kam zu dem schluss, dass es zu große schwankungen bei den auf und abschwüngen gäbe, d.h. zuerst gibt es einen zu großen boom und danach einen entsprechenden rückgang. was muss man also tun?


    statt zu versuchen einen exzessiven boom zu verhindern meinte keynes es wäre recht wenn man dann wenn der rückgang droht, eingreift um diesen aufzuhalten, indem man die zinsen massiv senkt. klingt erst mal sinnvoll. es stellt sich dann aber raus, dass die fehlentwicklungen hierdurch nicht korrigiert werden, sondern das problem wird in die zukunft verlagert. d.h. wenn der schuldner seine schulden nicht mehr zurückzahlen kann und der gläubiger auch nicht auf sein geld verzichten will, muss man einfach die möglichkeit haben neue schulden aufzunehmen um damit die alten zu bezahlen d.h. es muss möglch sein die rückzahlung beliebig in die zukunft zu verlagern. möglichst auch die zinszahlungen.


    dies hat zur folge, dass die schulden die eigentlich zwischen A und B vereinbart waren und nun ausfallen von der allgemeinheit getragen werden müssen, also sozialisiert werden. zudem geht das ganze nur wenn die verschuldung nciht durch irgendetwas physisch begrenzt wird. also: gold als anker abschaffen und schlecht reden (barbarisches relikt ;)


    ist alles irgendwie nachvollziehbar was da so ablief...

    naja gecrasht hat es weil spekuliert wurde und die zinsen tief waren.


    relevant ist die frage: wieso war das so??


    hier eine erklärung:
    angefangen hat es schon 1925 als churchill in GB zum goldstandard von vor dem 1. weltkrieg zurückkehrte. dies hatte zur konsequenz, dass es wieder einen festen wechselkurs zwischen dem pfund und dem us-$ gab, nämlich bei 4,86 $ je pfund. zwischenzeitlich hatte der kurs bei nur 3,66 gelegen und war bis 1925 auch nur auf 4.42 wieder angestiegen. das anheben des pfunds auf diesen wert von vor dem krieg bedeutet, dass das pfund nun relativ 'überbewertet' war. dies wiederum führte dazu, dass GB weniger güter insbesondere in die USA absetzte und die USA sich im gegenzug guter exporte freuen konnte.


    EIGENTLICH hätte das gold selbst diesen missstand geregelt, nämlich dadurch, dass durch diesen zustand gold aus GB in die USA abfießt, was dazu führt, dass dort die preise relativ steigen und in GB fallen. somit wäre es für die USA wieder attraktiver gewesen in GB einzukaufen.


    allerdings regten sich die briten darüber auf, dass das ganze gold in die USA floss und somit im eigenen land die preise, löhne, umsätze etc fielen, die usa hingegen waren zum investieren wesentlich attraktiver. also was macht man? man muss dafür sorgen, dass die USA ebenso an attraktivität verlieren. also muss man sie dazu nötigen, die zinsen massiv zu senken. das hat zur folge, dass es inflation gibt und zudem die zinseträge fallen wenn man das geld in den usa anlegt.
    dahe fuhren 1927 der governeur der bank of england, der reichsbank sowie der bank of france in die usa mit der folge, dass ihr ersuchen erhört wurde und die zinsen gesenkt wurden (zunächst von 4 auf 3,5%). zudem wurde eine große menge von government securities ausgegeben mit der folge dass das geld billiger wurde, die geldmenge stieg und die leute anfingen zu spekulieren.


    wie das 1929 geendet hat, ist bekannt. die leute spekulieren IMMER wenn die finanzierung billig ist. aber wäre der zins ein marktzins gewesen wäre er vermutlich gar nicht so weit gesenkt und es wäre nicht so stark spekuliert worden.


    insofern hat die FED eine hauptschuld an dem desaster. inwieweit die briten bzw. die europäer druck gemacht haben weiß ich jetzt nicht...es war aber ein planwirtschaftlicher akt.


    quelle: The Great Crash 1929, John Kenneth Galbraith (1997)

    Zitat

    Original von kalle14
    Irgentwo habe ich mal gelesen,das das Verhältnis von Papiergold zu physischen Gold 75 : 1 betragen soll.Also wirkt sich doch der physische Kauf nur sehr gering auf den Goldpreis aus.


    auch hier ist wieder plausibilisierung angesagt. wenn man alles gold betrachtet das bisher gefördert wurde, kommt man auf ca. 150.000 tonnen. eine tonne hat aktuell einen wert von ca. 22.000.000 $. ergo hat alles gold zusammen einen wert von ca. 3,6 billionen us-$.
    wenn es nun 75 mal so viel gold in papier gäbe, dann müsste sich dieses auf insgesamt ca. 274 billionen us-$ belaufen. auch wenns vll. viel ist. aber so viel dann doch nicht ;) das wäre mehr als die hälfte aller insgesamt überhaupt exisiterender derivate und bei denen ist meines wissens schon der größte teil mit zinsderivaten belegt.


    interessanterweise kursieren die 75:1 schon längere zeit im netz herum und kaum einer macht sich gedanken.


    wenn man nun anfängt nicht die 150.000 tonnen zu nehmen sondern einen teil hiervon wird es schnell subjektiv (welchen teil man nun nimmt) und da macht eine solche aussage gar keinen sinn mehr.

    was mich bei bocker wundert ist die tatsache, dass er wohl eine technik- und ingenieursausbildung genoss...aber das ist wohl schon etwas her ;) oder vll ist es so, dass er eine bestimmte grundmeinung hat (der staat ist böse) und daraus alle möglichen schlüsse zieht ohne diese mal genauer auf plausibilität zu prüfen.