Beiträge von auratico

    Bislang hat sich der Kurs von BUF.U gegen alle Meldungen bzgl. Joint Ventures völlig unbeeindruckt gezeigt und war wie ein Stein im Wasser weiter gesunken. Gestern nun aber gab es in Kanada einen schönen Hüpfer nach oben um 28% - offensichtlich auf die untenstehende Meldung hin, die eine Vereinbarung über Uranrechte betrifft.
    Bei BUF.U blicke ich nicht mehr durch - während ihr Hauptprojekt schon seit langem nichts mehr von sich hören läßt, führt plötzlich dieser Uran-Deal zu solch einem Tagesanstieg. Ich halte den Anstieg für rein spekulativ und deshalb nicht nachhaltig, lasse mich als leidgeprüfter Altaktionär aber sehr gerne eines Besseren belehren:



    Buffalo, Bondi und Newcrest schließen Vereinbarung über Uranrechte bei Mount Hogan ab


    VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA--(Marketwire - August 23, 2007) - Buffalo
    Gold Ltd. (TSX VENTURE: BUF.U)(OTCBB: BYBUF)(FRANKFURT: B4K) freut
    sich bekanntzugeben, dass das Unternehmen durch die hundertprozentige
    australische Tochtergesellschaft von Buffalo, Murphy Uranium Pty
    Ltd., Bondi Mining Ltd. ("Bondi")(ASX: BOM) die Uranrechte für ein
    interessantes Gebiet beim Mount Hogan Projekt von Newcrest Operations
    Limited ("Newcrest") (ASX: NCM) in Queensland erworben hat.


    Die Liegenschaft wurde durch ein "Concurrent Rights Deed" zwischen
    Newcrest und Murphy Uranium erworben. Die Muttergesellschaft von
    Newcrest, Newcrest Mining Ltd., ist Australiens größtes
    Goldabbauunternehmen und rangiert unter den oberen zehn
    Goldproduzenten weltweit. Murphy Uranium ist die nicht börsennotierte
    Tochtergesellschaft von Buffalo, die an Bondi als Teil einer früher
    verkündeten Absichtserklärung verkauft werden soll, gemäß derer Bondi
    das Uranportfolio von Buffalo kauft und Buffalo dafür einen Anteil
    von 44 % an Bondi erhält (siehe Buffalo Pressemeldung vom 13. Mai
    2007).


    Laut den Bedingungen des Geschäftes wird Bondi alleiniger Eigentümer
    aller beschriebenen reinen Uranlagerstätten und nach der
    Abbau-Entscheidung wird Newcrest eine Bruttolizenzgebühr von 2,5 %
    auf das geförderte Uran erhalten, einschließlich einer Vorauszahlung
    der Lizenzgebühr in Höhe von AUD$ 500.000 bei der Entscheidung zum
    Abbau.


    "Wir sind erfreut, das Mount Hogan Projekt in das Uranportfolio
    aufnehmen zu können", erklärte Buffalo Chairman und CEO Damien
    Reynolds. "Nach der erfolgten Zustimmung der Aktionäre von Bondi
    erwarten wir jetzt einen schnellen Abschluss unseres Geschäftes mit
    Bondi. Das wird es Bondi ermöglichen, ein aggressives
    Explorationsprogramm für das Uranprojekt zu beginnen."


    Informationen über das Mount Hogan Projekt


    Das Mount Hogan Projekt befindet sich im Nordosten von Queensland,
    Australien, ungefähr 135 Kilometer südlich der Maureen
    Uranlagerstätte, wo Mega Uranium von einer historisch angedeuteten
    Ressourcenschätzung von 6,5 Millionen Pfund U308 mit 0,12 % U308 und
    0,07 % Molybdän berichtet (ref http://www.megauranium.com). Das Mount Hogan
    Projekt enthält hochgradige Uranmineralisierung in veränderten
    pyritischen Metasedimenten in Kontakt mit hoch radioaktivem Granit.
    Begrenzte Bohrungen von Boden und radiometrischen Anomalien durch CRA
    Ltd. in den späten 1970ger Jahren ergaben Bestergebnisse von:


    - 0,38 % U308 über 7 Meter in Schlagbohrung 79 HH PDH-1,
    einschließlich 1,2 % U308 über 1 Meter. Der Durchschlag beginnt bei
    einer Bohrlochtiefe von 29 Metern. Dieser Durchschlag entspricht zu
    aktuellen Gold- und langfristigen Uranpreisen einem Gegenwert von
    36.9 Gramm Gold pro Tonne über 7 Meter.


    - 0,17 % U308 über 1 Meter in Schlagbohrung 79 HH PDH-2, innerhalb
    eines breiteren Abstandes 0,05% U308 über 5 Meter beginnend bei einer
    Tiefe von 37 Metern.


    Diese Durchschläge bleiben, als Teil eines regional ausgeweiteten
    Granitkontaktes, der durch nur vier Schlagbohrungen über eine
    Streichlänge von mindestens 5 Kilometern getestet worden ist und
    verschiedene radiometrische und Bodenanomalien enthält, in alle
    Richtungen offen. Wirtsgesteine für die hochgradige
    Uranmineralisierung sind chloritische und pyritische Metasedimente
    und verkieseltes pyritisches Schieferstein, die an Granit mit hoher
    Hintergrundstrahlung grenzen. Bodenproben, die durch CRA über dem
    Granit entnommen wurden, erreichten bis zu 0,13% U308. Vorhandene
    radiometrische Daten zeigen, dass Granite in dem Juntala Projekt, das
    zu 100 % Bondi gehört und sich ungefähr 40 Kilometer südlich von
    Mount Hogan befindet, ähnliche Spuren von hoher Hintergrundstrahlung
    aufweisen.


    Zwölf andere separate Fälle von Uranmineralisierung werden in den
    veröffentlichten geowissenschaftlichen Datensätzen innerhalb des
    Mount Hogan Projekts verzeichnet und auch diese werden einen
    Schwerpunkt des geplanten Programms von Bondi bilden. Bondi
    beabsichtigt die Durchführung eines Programms detaillierter
    Bodenuntersuchungen gefolgt von radiometrischen Untersuchungen und
    Bohrproben des Bodens von einer Reihe von Zielen, einschließlich der
    früheren von CRA bestimmten hochgradigen Uranzone.


    Informationen über Bondi Mining


    Bondi ist ein in Brisbane ansässiges Unternehmen zur Uranexploration
    mit einem Schwerpunkt auf hochgradigem stabilem Uran mit
    Größenpotenzial von Weltklasse. Das Unternehmen meldete am 14. Mai
    2007 eine Absichtserklärung mit Buffalo Gold Ltd. zum Kauf von 100 %
    seines australischen Uranportfolios, das aus 10 bewilligten
    Grundstücken und 13 beantragten Grundstücken besteht, die zusammen
    15.085 km2 in drei bedeutenden Urangebieten im Northern Territory und
    Queensland, Australien, umfassen. Buffalo behält einen Anteil von 44
    % an Bondi.


    Informationen über Buffalo Gold


    Buffalo Gold Ltd. verfolgt Wachstumsstrategien, die den Wert für
    Aktionäre erhöhen und auf sorgsame Chancenauswertung und umsichtiges
    Projektmanagement setzen. Buffalo betreibt offensive Exploration beim
    Mt. Kare Goldprojekt in Papua Neuguinea und bei einem Portfolio von
    Goldexplorationsprojekten in produzierenden und vormals
    produzierenden Regionen von Australien. Im Juli 2007 meldete Buffalo
    einen Zusammenschluss mit Sargold Resource Corporation (TSX VENTURE:
    SRG), einem jüngeren Goldexplorationsunternehmen mit Bergbau- und
    Explorationsprojekten in Sardinien, Italien.


    Weitere Informationen über Buffalo Gold Ltd. (TSX VENTURE: BUF.U)
    finden Sie auf der Webseite des Unternehmens unter
    http://www.buffalogold.ca.


    Im Namen des Leitungsgremiums von BUFFALO GOLD LTD.


    Damien Reynolds, Chair of the Board of Directors und Chief Executive
    Officer


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von bobelle21
    Sehr informativ, gute Tabellen inklusive Chartvergleiche.


    Grüße


    Industry Comment Uranium


    Danke, absolut spitzenmäßige, nüchterne Analyse und Aufstellung. Wenn ich Millionär wäre, würde ich den Haywood-Leuten einen Teil der Kohle anvertrauen. Deren Hedgefonds liegen seit Jahresanfang mit fast 300% im Plus, weil sie rechtzeitig, vorausblickend und völlig korrekt massive Shortpositionen auf den Subprime-Index eingegangen sind. Und diese Uran-Analyse beweist, daß sie auch einen glasklaren Blick auf die Rohstoffmärkte haben.
    @ bobelle
    Gibt es von denen auch einen Bericht zu den Basis- und Edelmetallmärkten?


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von dau2006
    .
    Was ich mich aber frage ist, wie ich im Falle einer Bankenpleite an mein Aktiendepot bzw. meine Aktien komme, welches sich ja für mich nur online bei der dann pleite gegangenen Bank befindet. Dürfte dann ja auch relativ mühsam werden bzw. muss ich damit rechnen einige Zeit keinen Einfluss auf meine Aktien nehmen zu können.



    der DAU


    Hallo dau,


    Im Falle einer Pleite der Bank/des Brokers verbleiben deine Aktien selbstverständlich in deinem Eigentum, nur aber eventuell für einige Zeit nicht in deinem Besitz, d. h. erst nach einer ziemlich langen Zeit würden die Aktien wieder für dich handelbar, weil kein Insolvenzrichter auf dieser Welt voreilig Vermögenswerte freigibt vor der endgültigen Klärung aller Ansprüche. Und das kann sich erstaunlich lange hinziehen.


    Ein Verrechnungkskonto sollte auch bis zu einem bestimmten Betrag einlagegesichert sein, doch auch hier würde es im Falle einer Pleite erstmal zu langen Verzögerungen kommen.
    Daraus den Schluss zu ziehen, man solle nun gar mit 100% in Aktien investiert sein, ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Cash in allen Formen sollte man jetzt haben, möglichst nah bei sich und vielleicht kleinere Beträge verteilt auf mehrere Konten.


    grüsse


    auratico

    Und weiter geht´s mit den Problemen der Minenfinanzierung. Cameco, einer der größten Uranproduzenten überhaupt, gibt an, 120 Millionen C$ in kurzfristige Papiere gesteckt zu haben, deren Rückzahlung nun ungewiß ist. Natürlich wieder an Bord ist die nun schon hinlänglich bekannte Coventree Inc., die die am 17. August fälligen Zahlungen an Cameco nicht leisten konnte:


    St. LOUIS (ResourceInvestor.com) -- As the global credit crisis widens and deepens, troubles in the asset-backed commercial paper market are leaking into the mining sector thanks to questionable treasury activities by companies chasing higher yields on their cash piles.


    Several Canadian miners with exposure to the asset-backed commercial paper (ABCP) market could get hit hard if banks and trusts prove unable to pay up despite the flood of liquidity and credit easing provided by central banks around the world. The latest - and one of the largest - firms to announce its exposure is Cameco Corp. [NYSE:CCJ; TSX:CCO], which said yesterday it has about C$120 million of its C$332 million “portfolio”, or nearly two fifths of the total, invested in the short-term notes.
    In the Canadian market, the uranium company has C$13 million invested in asset-backed commercial paper held in two trusts: C$7.5 million in Apsley Trust, managed by Metcalf & Mansfield and C$5.5 million in Planet Trust, managed by Coventree Capital. Both matured on August 17, 2007, but neither counterparty has paid Cameco.


    http://www.resourceinvestor.com/pebble.asp?relid=34981


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Handelsblatt gestern Titelseite doch ähnlich.


    Und nun natürlich auch die FAZ. Es ist wirklich äußerst interessant zu verfolgen, wie nun alle Mainstream-Medien noch rasch auf den kritischen Zug aufspringen und so tun, als hätte man dies alles doch schon lange kommen sehen. Nun erst wagt man es in diesen Medien, das Kreditfiasko bis zur Zinspolitik der FED zurückzuverfolgen. Es ist schon erstaunlich, wie lange man hier braucht, um den Maulkorb abzulegen, erst wenn das Kind längst in den Brunnen gefallen ist:


    Das Dilemma der Notenbank


    Von Holger Steltzner


    Der volle Umfang der Krise wird erst jetzt sichtbar
    23. August 2007


    Aus der Krise am Markt für amerikanische Hauskredite ist eine Vertrauenskrise unter Banken geworden. Nun wird nach Schuldigen gesucht. Wer nach dem Auslöser der Finanzkrise forscht, erhält eine beunruhigende Antwort: Es könne sein, dass die Feuerwehr den Flächenbrand an den Finanzmärkten selbst gelegt habe.
    Amerikas Notenbank Fed, die in der Krise zusammen mit Zentralbanken aus Europa und Asien die Geldmärkte mit Liquidität flutet, hat zuvor mit Zinsen fast zum Nulltarif zur Spekulation auf Kredit verführt.



    http://www.faz.net/s/Rub7FC5BF…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    grüsse


    auratico

    Nun beichtet auch Southern Arc, wo sie ihre kurzfristigen Cash-Positionen liegen haben. Viel Geld haben sie nicht, aber der Ort ist der denkbar schlechtetste im Moment, nämlich die schwerstens insolvenzgefährdete kanadische Coventree Inc, der anscheinend sehr viele kanadische Explorer ihre Cashbestände anvertraut haben, die dann in kurzfristigen Unternehmensanleihen (Commercial papers) angelegt wurden, deren Refinanzierung völlig ins Stocken geraten ist:



    Press Release Source: Southern Arc Minerals Inc.



    Southern Arc Minerals Provides Information on Short-Term Investment
    Wednesday August 22, 8:30 am ET



    VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA--(Marketwire - Aug. 22, 2007) - Southern Arc Minerals Inc. (the "Company" or "Southern Arc") (TSX VENTURE:SA - News) provides the following information on the impact of the recent events and uncertainty in global credit markets on its cash holdings. Company cash holdings are approximately $2.25 million of which approximately $1.4 million is invested in Canadian asset-backed commercial paper ("ABCP"). This ABCP is rated by Dominion Bond Rating Service ("DBRS") as R1-High, which is the highest possible rating for commercial paper, and consists of "Series A Notes" held with Coventree Capital Group Inc. ("Coventree") sponsored funds.
    ADVERTISEMENT


    The notes were purchased on July 20, 2007 on recommendation of the Company's bank, HSBC Bank Canada, and matured on August 17, 2007. However, the notes were not paid out and remain outstanding. The Company will continue to monitor the situation with HSBC Bank Canada and Coventree.


    Coventree has publicly stated that this situation has been caused by a disruption in the liquidity for Canadian ABCP rather than the creditworthiness of the underlying assets and the notes continue to be rated R1-High.


    The Company believes that this liquidity issue with ABCP will not disrupt its business operations. Southern Arc has $850,000 of available cash and is continuing its exploration program on the porphyry occurrences within the Selodong Intrusive Complex in Indonesia as planned.


    On behalf of the Board of Southern Arc Minerals Inc.


    John Proust, President and CEO


    The TSX Venture Exchange does not accept responsibility for the adequacy or accuracy of this release.




    Contact:
    John Proust
    Southern Arc Minerals Inc.
    President and CEO
    (604) 676-5241
    (604) 676-5246 (FAX)
    Website: http://www.southernarcminerals.com


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Tschonko
    Ebenso Fortuna:
    German long, wenn das so weitergeht, brauchst nimma recherchieren! :D


    Ist doch klasse, wie die jetzt alle brav der Reihe nach antanzen und beichten kommen. Und die, die nichts sagen, müssten dann wohl eher derivativen Dreck am Stecken haben. Denn wenn das so weitergeht, wird es bei den Minern bald überlebenswichtig sein, mit dem credit crunch nichts zu tun zu haben, so eine Art finanztechnisches Hygiene-Adelsprädikat: This mine is free of contagious derivative risk!


    grüsse


    auratico


    Nachgreichte Meldung auf deutsch -irre, was die so alles mit den Kundengeldern (darunter viele Rohstoffhändler) angestellt haben:


    US-Börsenaufsicht klagt Fondsanbieter Sentinel


    Die US-Börsenaufsicht SEC hat den wegen der Kreditkrise ins Schlingern geratenen Fondsanbieter Sentinel Management Group wegen Betrugs geklagt. Die Behörde warf dem US-Unternehmen gestern (Ortszeit) in einer zivilrechtlichen Anzeige beim Bundesbezirksgericht in Chicago vor, Wertpapiere von Kunden ohne deren Wissen und gesetzwidrig für eigene Geschäfte eingesetzt zu haben.


    Demnach übertrug Sentinel Papiere im Wert von mindestens 460 Mio. Dollar (341 Mio. Euro) aus Kundendepots auf das der Firma. Zudem habe der Fondsanbieter Effekten von Klienten als Sicherheit für Kredite benutzt. In den Depotauszügen für die Kunden seien die Wertpapiere aber aufgeführt worden.


    Kritik an Buchführung
    Unterdessen hatten gestern die Gerichtsanhörungen zu Sentinels Antrag auf Gläubigerschutz begonnen. Auch dabei sah sich das Unternehmen mit Vorwürfen illegalen Verhaltens konfrontiert - dieses Mal von einem seiner wichtigsten Kunden, der Firma Discus Master.


    Zuvor hatte Sentinel Dokumente vorgelegt, wonach die brancheneigene Aufsichtsorganisation National Futures Association Sentinel wegen seiner Buchführung nur Tage vor dem Antrag auf Gläubigerschutz abgemahnt hatte.


    Sentinel hatte zuletzt Fonds im Volumen von etwa 1,6 Mrd. Dollar (1,187 Mrd. Euro) verwaltet.


    http://www.orf.at

    Zitat

    Original von Eldorado
    Credit firm charged with fraud


    Sentinel filed for bankruptcy on Friday, becoming the latest casualty of the global credit squeeze.


    ....Der CEO sitzt wahrscheinlich schon auf seiner Yacht und segelt in den Sonnenuntergang :D


    Noch zur Information, falls nicht bekannt: Sentinel ist/war hammerdick mit den Rohstoffmärkten verbunden, die größten Kunden von Sentinel waren neben Hedge Fonds die Rohstoff -Future-Händler.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von gutso
    http://www.ftd.de/boersen_maer…uslandsaktien/241854.html


    Ein dicker Hammer!


    Gruss,
    gutso


    Absolut! Die sind eben total ausgefuchst, die Chinesen, und ungleich flexibler als weithin gedacht. Natürlich wird der Hang Seng in Hongkong nun erstmal ähnlich aufgepumpt werden wie die Festlandbörsen, dann wird man den Investitionsbereich nach Singapur ausweiten und schließlich auch noch andere internationale Börsen ansteuern. Wie es scheint, haben die Chinesen noch genug Ventile, die sie öffnen können, mit Kapitalmärkten ganz am Anfang ihrer Entwicklung.


    Sehr spannend wird nun sein, ob auch gleich ein internationaler Run auf den Hang Seng beginnt in einer global derart angespannten Situation, wo alle die Hosen voll haben und in absolut atemberaubender Weise in die kurzfristigen US-Anleihen flüchten.
    Fürs Gold freilich ist das keine so tolle Meldung, denn noch bevor man den Chinesen nun erlaubt hat, auch in den Hang Seng zu investieren, wurde ja schon der Golderwerb liberalisiert , ohne daß dies sich bislang besonders positiv auf den POG ausgewirkt hätte. Ein Chinese erwartet eben andere Renditen und ist wachstumsorientiert, ja sogar wachstumsbesessen, wenn ich da nur an einige eigene Freunde in Südwestchina denke, die eine Verdreifachung ihrer Geschäftsaktivitäten im Jahr inzwischen als etwas fast Naturgegebenes ansehen.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Tschonko


    ECU CASH INVESTMENTS HAVE NO DIRECT EXPOSURE TO RECENT CREDIT CRISIS


    ECU HAS NO EXPOSURE TO JOINT VENTURE RELATED NON-RECOURSE LOANS


    @ Tschonko


    Na also, geht doch! Die sollen nun mal schön brav alle die Hosen runterlassen, damit sich die Spreu vom Weizen trennt. Schließlich können wir nicht alles selbst machen. Es gehört sich, daß die Investoren in einer derart angespannten Kreditsituation wissen, was Sache ist. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, sollte man meinen.
    Nach einiger Zeit wird sich dadurch ein bereinigtes Feld von interessanten Werten ergeben, die sauber wirtschaften. Interessant sind jetzt natürlich alle, die in absehbarer Zukunft keine großen Kredite mehr brauchen, denn hier ist fürs erste mal Sense.
    Sinclair und seine erfahrenen Mitarbeiter haben Recht behalten, nur wollte das in einem mit billiger Liquidität versehenen Marktumfeld jahrelang niemand hören, ganz ähnlich wie auf dem Hypothekenmarkt.


    grüsse


    auratico

    Oho, das sind aber neue Töne aus der Gata-Abeilung. Wo man noch bis vor kurzem sicher zu sein schien, daß dem "Kartell", PPT etc. bald die Luft ausgehen würde, hält man inzwischen auch ein "MAJOR SMASHING" auf den POG und nochmals auch für die Minen für möglich. Die aberwitzigen jüngsten Abverkäufe beim HUI haben offenkundig dazu geführt, daß man das Munitionsarsenal der Goldfeinde neu bewertet, insbesonders die noch erwarteten Goldverkäufe durch die Zentralbanken.
    Treuherzig das Fazit: man solle derzeit nicht auf margin unterwegs sein - das ist nicht gerade originell. Tja, die GATA ist auch so verblüfft, daß sie sich wie eine Candle in the wind verhalten. Sicher ist sicher, wir haben´s euch doch gesagt, wir haben nur noch eine "core postition"...


    Den Originallink habe ich nicht, das Zitat findet sich bei http://www.hartgeld.com:


    Wow, what a wild ride! I hope all take Jim Sinclair's advice and carry no margin. The currency manager's continue their old games of bashing the HUI then the POG, but it gets more dramatic and less effective each time. People on this site have expressed uncertainty about why the HUI got such a smashing with a subsequent smaller move in the POG. No one knows but my guess is if you ask a carpenter for help he picks up a hammer. This is their only tool left and therefore they are going balls out on it while they cave on interest rates. If this reasoning holds true into the near future I would say that we on Planet Gata better be prepared for a MAJOR SMASHING coming up. They completely decimated the shares in just a few days to "soften the coast" for a cut in the discount rate. They are probably at this moment preparing a major POG annihilation for when they actually drop the Fed rate. I anticipate this to be a time when they will empty the vaults of bullion to maintain the social order. We may see the shares unmercifully battered before this is all over. I maintain my core position, but am waiting for the smoke to clear after this upcoming last major battle. D-day is coming. Hold on to your seats and hats. If there are markets left to trade, then that IMHO will be the time to back up the truck.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von andjessi
    Welche Fakten tauchen denn jetzt langsam auf?!
    Die US-Immobilienkrise schweilt schon seit Monaten/Jahren und jetzt passiert das, was viele vorher gesagt haben: Die Blase platzt, die Kredite platzen, es gibt einige Bankpleiten.
    .


    Die US-Immobilienkrise ist aber nur das im Moment augenscheinlichste - weil geplatzte -Beispiel einer völlig verdrehten Finanzwelt. Es sind ja die auf diesen Hypotheken aufgebauten derivativen Finanzkonstruktionen, die nun unter die Räder kommen. So bedeutend der Sektor der Immobilienhypotheken auch sein mag, es steht vielmehr der gesamte Bereich der synthetischen, intransparenten Finanzprodukte zur Disposition, allem zuvor natürlich auch jene Konstruktionen, die wiederum das Platzen der Anleihen versichern sollten, die sog. credit default swaps. Diese Blase ist gerade mal erst angestochen, denn nicht überall springen, wie in Deutschland, wo vertrottelte Banker absolute Narrenfreiheit genießen, sofort die vom Steuerzahler alimentierten Wohltäter in die Bresche, wenn wieder einmal von Provinzbanken Milliarden verzockt werden.


    grüsse


    auratico

    Und wie die Minen durch den sich anbahnenden Zusammenbruch der kurzfristigen Kreditmärke betroffen sind! Meine Güte, mit wie vielen Pleitefonds und insolventen Risikokapitalgesellschaften die verbandelt sind, z.B. mit der praktisch insolventen Coventree Inc, einem Emittenten von Unternehmensanleihen in Kanada. Offensichtlich sind die Cashpositionen etlicher Minen in solchen hochriskanten Anleihen angelegt worden:


    Canadian miners object to rescue


    Plan to help short-term debt market doesn't give them a fair shake, they say


    Since Monday, several asset-backed commercial paper issuers, including Coventree Inc., the largest independent player, were forced to call on their bankers for emergency liquidity after they were unable to roll over maturing debt, prompting warnings of potential default. As a result, the $120-billion asset-backed commercial paper market has been paralyzed.


    Over the last few days, a string of mostly mining companies have revealed they invested in the troubled securities, including Redcorp Ventures Ltd., Barrick Gold Corp. and Ivanhoe Mines Ltd.


    Redcorp said it may have to delay projects if it is unable to retrieve its money soon.


    Another mining company, New Gold Inc., which has $152 million in asset-backed commercial paper, learned of the problem last week when it couldn't cash about $6 million of paper sponsored by Coventree.


    http://www.canada.com/montreal…e0-41a9-84a5-c23235b1572d


    Zu Ivenhoe: TORONTO (Reuters) - Ivanhoe Mines said on Friday that it has $66.5 million of holdings in Canadian asset-backed commercial paper, representing about 34 percent of its total cash position of about $200 million.


    Of that, $13.8 million is held with funds sponsored by Coventree Capital , the Canadian mineral explorer said. Coventree has been at the heart of the credit crunch in Canada's asset-backed commercial market since it announced earlier this week it couldn't find funds to repay outstanding paper.


    grüsse


    auratico

    Na dann auf in die nächste Runde, schließlich werden die Zentralbanken auch in Zukunft eine Menge Schotter für ihre Tender und ähnliche Späße brauchen:



    EU central banks under pressure to sell gold


    Reuters
    Published: August 16, 2007, 23:12


    London: European central banks may sell the maximum agreed limit of 500 tonnes of gold annually in the next two years as pressure mounts to pay off public debts and cut deficits, analysts say.


    Unlike last year's gold sales of just 395.80 tonnes, the banks are likely to sell 500 tonnes this year and meet the target in the last two years of the five-year Central Bank Gold Agreement (CBGA) that ends in September 2009.


    http://archive.gulfnews.com/articles/07/08/17/10147043.html


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado
    [QUOTE]Die meisten Lemminge und Fonds (wusste gar nicht das sie so im PM Aktien Markt investiert haben) sind raus aus dem Markt.
    Ich schaetze 80% deren Aktien wurden auf dem Markt geschmissen ohne Ruecksicht auf Verluste.


    Die Hedge Fonds sind schlechterdings überall drinnen und auch blitzartig wieder draußen. Letzteres ist notwendig, weil ja durch die extreme Leverage schon ein Verlust von 10% den ganzen Fonds kippen lassen kann. Viele der tausenden kleineren Hedge Fonds schichten ihr GESAMTES Portfolio regelmäßig innerhalb eines einzigen Handelstages vollkommen um, je nachdem, was ihnen ihre Black Boxes signalisieren. Wenn man mit Explorern etwas verdienen zu können glaubt, dann geht man eben flächendeckend dort hinein, schichtet am nächsten Tag um in Weizen Futures, um sich am übernächsten Tag im Yen zu engagieren (in dem man sich zuvor pikanterweise verschuldet hatte)
    Auf diese Weise entfallen inzwischen ca. 40% der täglichen Börsengeschäfte auf die Hedge Fonds.


    Auch ich bin vom nun offenkundig gewordenen Ausmaß des PM-Engagements der Hedge Fonds überrascht. Aber wie so oft, bei nachträglicher Betrachtung, wirkt die Sache durchaus logisch. Hedge Fonds investieren in risikoreiche Anlageklassen mit hoher Hebelwirkung und glauben - und hier liegt der von der Realität nun Lügen gestrafte Denkfehler -, daß sie diese Risiken durch ihren Geschwindigkeitsvorteil und andere Verfahren wie Puts etc. eben "hedgen" könnten. Natürlich nicht, wenn alle das Gleiche machen.


    Die Explorer-Aktien haben sie nun wohl weitgehend abgestoßen, die Abermillionen geschenkten Warrants aus Kapitalerhöhungen etc., nun aus dem Geld, haben sie natürlich noch für den nächsten Anlauf.
    Man kann jemandem wie Jim Sinclair natürlich auch Eigeninteresse vorwerfen, aber es bleibt sein Verdienst, schon seit Jahren auf die hochbrisante Finanzierungsstruktur vieler Explorer und Junior Producers hingewiesen zu haben. An dieser Erkenntnis führt nun kein fröhliches Minengeplapper der bezahlten Beschwichtigungshofräte aus der PR-Abteilung der Explorer (Grandich, um hier nur einen zu nennen) mehr vorbei.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado
    Diese Nachrichten sind Peanuts und jucken wenige.
    Was fehlt sind schlechte Nachrichten von Freddie and Fanni.
    .....


    Bitte doch gerne:


    In problematische Fahrwasser ist auch das Institut Fannie Mae geraten, das mit Hypotheken anderer Institute und Bürgschaften handelt. Nach einem Ertragsrückgang um 36 Prozent im vergangenen Jahr seien in diesem Jahr verstärkte Abschreibungen von Krediten zu erwarten, teilte das Institut in Washington mit. Fannie Mae finanziert oder bürgt für jeden fünften Immobilienkredit in den USA. Das Institut wurde vom US-Kongress gegründet, um Familien mit geringem Einkommen den Hausbesitz möglich zu machen.


    http://www.derstandard.at


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von TeeKay
    Solange die verzinsten Kredite nicht ausfallen, erhoeht jeder Dollar Zins die Geldmenge.


    Das bleibt eben die Frage. Mit einem abgesenkten Diskontsatz sollen fürs erste die verzweifelten Banken entlastet werden. Wieder ein Trick mehr, die wesentlicheren Leitzinsen dagegen einfach bei 5,25% zu belassen.
    Natürlich geschieht das Erwartete: die Aktienkurse ziehen an und das Gold läuft brav mit. Wenn sie jetzt - was ich nicht glaube - auch noch das Tagesgeld verbilligen (vermutlich erst im Herbst) würden, geben sie den Dollar wieder zum Abschuß frei und das Spielchen inklusive Carry Trade könnte von neuem beginnen. Das Ganze ist schon eine wilde Finanz-Seifenoper, so viel Phantasie hat ein einfaches Gemüt wie ich gar nicht.


    Jetzt kann man mal gespannt sein, wie weit sich die Minen - im Gleichzug mit den Standardaktien - erholen können, denn die Minen sind nun seit langem schon nur noch JoJo-ähnliche Manöviermasse, bis es hoffentlich wieder einmal deutlich heißen kann: „Bäumchen rüttel dich und schüttel dich, wirf Gold und Silber über mich!“


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von GOLD_Baron


    Die europäischen Großbanken stecken so tief in dem Summ, dass man davon ausgehen kann, dass sie Goldman Sucks & co. ziemlich vielen Problemen entledigt haben.


    !


    Ja und nein. Richtig ist, was gutso über die wesentlich strengeren Regeln in Europa angemerkt hat, die dazu geführt haben, daß hier die Verluste, zumal bei den halbstaatlichen Banken, viel rascher zutagegetreten sind als in den USA, wo eine ungleich größere Intransparenz erlaubt ist. In den USA ist immer noch nicht klar, in welchem Ausmaß z.B. Goldman Sachs et al. außerhalb ihrer eigenen Hedge Fonds noch in das Subprime-Desaster verwickelt sind. Die hüllen sich einfach in Schweigen, was in der Eurozone in dieser Situation nicht mehr so ohne weiteres möglich ist.


    Es stellt sich also schon die Frage, wie viel da noch bei US-Investmentbanken über ihre Kreditnehmer (Hedge Fonds) an faulen Krediten außerhalb der Bücher schlummert. Insofern ist es kein Wunder, daß man zuerst in Europa mit der bösen Wahrheit heraus mußte - freilich im Falle der halbstaatlichen Banken auch aus dem Grund, weil sie nach Möglichkeit in der ersten Reihe stehen wollten, wenn es darum geht, aus dem Schlamassel herausgekauft zu werden, im Falle der IKB ja auch mit Erfolg. Mal sehen, welche Pfeifen noch so alles aufzeigen und mit dem Geld der Steuerzahler herausgehauen werden wollen.


    grüsse


    auratico

    Zitat

    Original von Eldorado


    Kann nur hoffen das nun alles schnell geht und auch schnell wieder oben, jeder Tag ist ein Geschenk fuer mich ohne Anforderung zum Zwangsverkauf..


    XEX


    Ob diese Situation wirklich so rasch vorüber sein wird? Oder ob wir es jetzt mittelfristig nicht doch eher mit einer deflationären Interimsphase (einige Monate) zu tun haben, in deren Verlauf Gold und Goldaktien erstmal für einige Zeit (nicht nur einige Tage !) weiter unter die Räder kommen bzw. auf gedrücktem Niveau verharren? Vor November wird die FED wohl keine Zinskürzung vornehmen, um die Hausbesitzer zu entlasten. Die Inflationsängste rund um den Dollar, die maßgeblich für positive Spannung beim Gold sind, machen einem deflationären Ausverkauf Platz. Da könnte das Gold durchaus nochmals einen satten Abtaucher erleben, auch weil es sich zuletzt leider als immer noch extrem angreifbar gezeigt hat. $ 450 will mir dennoch nicht in den Kopf...


    "Again, the Fed knows the consumer needs lower rates next year due to all the mortgage resets, so it must balance policy with this in mind set against Presidential Cycle needs, meaning the turn from hawkish to dovish could possibly take until Christmas in their eyes. Would this be too late for the economy and markets, as with the ’29 experience? Obviously nobody knows for sure, but now you may better understand why it’s not ‘crazy talk’ to contemplate a two-thirds correction in gold down into the $450 area. That is not a typo."


    http://www.financialsense.com/…ials/petch/2007/0816.html


    grüsse


    auratico