Beiträge von trenntWände

    im Vergleich zum Megageldforderungsblasenballon, der die komplette Welt ja schon 60 x kaufen und verfordern kann :whistling

    "verfordern" - der war gut! Einem nackten KaiserSchuldner kann man eben nicht in die Tasche forderngreifen, sondern nur immer mehr rüberreichen...
    Siehe aktuell Görg für die Arcandor-Gläubiger vs. Blender Middelhoff.


    Eine Goldblase sehe ich übrigens nur bei Papiergold wie Futures, weil die COMEX auf ETF verweisen darf und ETFs auch COMEX-Futures halten dürfen...
    Ringelpietz ohne einen Fussel Gold... :D

    ;)

    Also die (Hyper)inflation sehe ich in den nächsten 10 Jahren nicht. Ich wüsste nicht, woher der Preisdruck kommen sollte. Überalterte Gesellschaft, ausuferndes Krank(en)system, Alterspyramide, Rohstoff/Verteilungskämpfe, Überbevölkerungsproblem etc... alles nicht wirklich gute Indikatoren für einen anstehenden Wirtschaftsboom.

    Das ist der eingeengte Blickwinkel der Defla-Anhänger, die nur in (variablen) Preisen denken können, weil sie das Luft-Papier-Byte-Geld als eine feste Größe ansehen.
    Es ist aber nur Luft.


    Kurz und knackig: Infla/Hyperinfla

    http://wirtschaftquerschuss.bl…10/07/tender-komodie.html


    Die Banken haben 438 MRD an frischen Tendern bekommen...
    Und zugleich 442 zurückgezahlt...

    Zitat aus obigem Link:
    'Ende Juni 2010 betrug die ausstehende Liquiditätsinfusion an die europäische Banken 879 Mrd. Euro, immerhin fast doppelt so viel wie vor der Finanzkrise.
    ...
    Neben den Darlehen, welche die Liquiditätszufuhr durch Refinanzierungsgeschäfte für die Banken sichern, hatte die EZB auch Covered Bonds (Pfandbriefe) in Höhe von 60,2 Mrd. Euro zur Entlastung der Banken aufgekauft, ebenso Staatsanleihen in Höhe von 55 Mrd. Euro!


    Es bleibt dabei, die Ursachen der Finanzmarktverwerfungen, die zu der Wirtschafts- und Finanzkrise führten, bleiben weiter ungelöst bzw. sie wurden mit Scheingeldern und historisch niedrigen Zinssätzen der Notenbanken übertüncht.'


    Absurdes Schmierentheater!

    Sehr gut formuliert! Das ist der große Unterschied zu den Deflationsanhängern, die nämlich denken, daß die "Regeln" bestehen bleiben. Ihre Vorstellungskraft ist zu klein, um anzuerkennen, daß die Regeln nur so lange gelten, wie sie den Profiteuren des "Schuldenmachens" (in Wirklichkeit Diebstahl) nützlich erscheint.
    Grüßhorst Köhler hat das auch zu spät erkannt.

    Der Kurs rauscht unaufhörlich in den Keller. Es ist auch abzusehen, dass diese Talfahrt weiter anhält.

    Wie Preise in einer Marktwirtschaft zustandekommen, hast du wohl vergessen? Gekaufte und verkaufte Menge sind zu jedem denbaren Preis gleich, auch wenn dieser Preis 0 ist. Wenn alle davon ausgehen, daß der Preis morgen 0 ist, ist er heute schon 0.

    Jeder der in Goldbesitz ist, kauft Gold weil er denkt es wird steigen, keiner hält es wenn er weiß es sinkt!
    Wer was anderes erzählt ist ein scheinheiliger optimist.

    Ein Optimist zeichnet sich i.A. durch seine Naivität aus, wie kann er dann scheinheilig sein?
    Es führt außerdem zu unsinnigen Schlußfolgerungen, wenn man ein universelles Tauschmittel wie Gold an beliebig vermehrbarem Papiergeld (staatlich befohlenes Falschgeld) messen will.
    Z.B entspricht der 440-Mrd. €-Tender der EZB beim jetzigen POG fast 14.000 Tonnen Gold. Da sollte doch jeder erkennen, daß diese 440 Mrd. € keinerlei Wert haben können.

    Man ignoriert kurzerhand sämtliche Gesetze, Verfassungen und völkerrechtliche Verträge, und gut is!
    Wer sollte denn dagegen etwas tun können?
    "Unabhängige" Zentralbank - welche Macht hat sie denn wirklich über die Schuldenstaaten?
    Eine lustige Vorstellung: Die Notenbanker pilgern zu irgendeinem Gericht und fordern von den Pleitestaaten die Rückzahlung der monetisierten Schulden.
    Die Staatenlenker lachen sich entweder kaputt, schmeißen die Notenbanker achtkantig raus oder gehen einfach nach Hause.
    Schließlich haben sie sich doch nur wählen lassen, um dick abzukassieren, und nicht, um den Zorn des Volkes zu spüren, weil sie auf Erhebung von Steuern pochen, nur um ominöse EZB-Schulden zu verringern :rolleyes:

    Wenn es über ein Wochenende mal eine Währungsreform gibt, ist das eine Inflation oder eine Deflation? Gute Frage, gell?
    Wenn es eine "richtige" Währungsreform ist, bei deren Gelegenheit sich der Staat entschuldet (und nur dann machte eine Währungsreform Sinn), ist es eine Deflation (=Verminderung der ungedeckten Geldmenge). Keinesfalls ist das eine Inflation (=Erhöhung der ungedeckten Geldmenge). Was passiert dann mit EM?
    Weiss man nicht ganz genau, auf jeden Fall bleibt es aber erstmal EM, egal in wessen Hände es sich befindert oder wohin es wandert, wohingegen Papiergeld sicher größtenteils zu Altpapier wird.

    Genau so ist es.
    Je nachdem, was man unter Geld versteht, lautet die Antwort entspechend unterschiedlich.
    Versteht man unter Geld nämlich (Spar-)Guthaben resp. (Staats-)Schulden, erscheint eine Währungsreform als Deflation (Verringerung der bisher als Zahlungsmittel angesehenen Schuldscheine ohne Bezugnahme auf die Kaufkraftentwicklung derselben).
    Versteht man unter Geld nur das bis dato legale Falschgeld, dann ist es eine Hyperinflation (Güterpreise in Altgeld gemessen gehen gegen unendlich).
    Versteht man unter Geld ein universelles, nicht beliebig vermehrbares Tausch- und Wertaufbewahrungsmittel, dann erscheint die Abschaffung des Gegenspielers (die enttarnte FIAT-Pseudowährung) als Deflation (für das universelle Wertaufbewahrungsmittel erhält man mehr Güter).

    Falls kein Goldstandard oder etwas ähnliches kommt, dann ist auch Gold nur eine Ware, vor allem nach einer Währungsreform incl. Haircut!

    Du meinst, daß die neue Währung wieder durch Nichts gedeckt sein könnte. Das wird m.E. aber nicht funktionieren, denn ungedeckte Währungen werden nach dem GEC nicht mehr akzeptiert werden. Der Betrug war einfach zu groß. Die Warenströme der produktiven Länder und Menschen zu den unproduktiven gegen Papier und Zahlungsversprechen werden versiegen.

    Zehn Euro Nennwert der Münze sichern ihn gegen sinkende Silberpreise ab. Geld verlieren kann er nicht - solange keine Währungsreform kommt.
    Da ist das Geld auf dem Konto doch weitaus sicherer!


    Zum weiter oben zu findenden Dösbaddel T. Bayer ein Nachtrag: Anfang Mai hatte er sogar mal etwas ganz Vernünftiges geschrieben: EZB kopiert Hemmungslosigkeit der Fed
    Auszug: '"Helikopter-Ben" - so der Spitzname von Fed-Chef Ben Bernanke - gilt im inflationsgebeutelten Deutschland als hemmungsloser Geldschöpfer, der sich um Teuerung nicht viel schert. Jetzt ahmt ihn EZB-Chef Jean-Claude Trichet nach - und wird zu Mirage-Jean-Claude, der fleißig Manna vom Himmel regnen lässt. Dass von "Sterilisierung" geredet wird, ist für alle braven Sparer nur ein geringer Trost.


    Wie viel Mirage-Jean-Claude abwerfen wird, muss noch festgelegt werden. Orientiert sich Trichet an den Vereinigten Staaten, deren 300 Mrd. $ an Treasury-Käufen rund zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachten, dann würden sich die Käufe auf 180 Mrd. Euro belaufen. Macht er es wie die Bank of England, die 200 Mrd. Pfund an Gilts oder zwölf Prozent des BIPs aufschnappte, dann wäre die EZB bei 1200 Mrd. Euro angelangt. Eine schwindelerregende Summe, die für mächtig Verunsicherung sorgen dürfte.'

    Der Tender vom Sommer 2009 mit einem Volumen von 440 muß am 1. Juli zurückgezahlt werden.
    ...
    Im Artikel stand auch, dass am 1. Juli ein "Anschluß-Tender" erneut vergeben wird.
    ...
    Fussball-WM läuft auch zur Zeit... (hat man 1. Juli wegen WM gewählt? )

    Bestimmt haben die EZB-Fritzen letztes Jahr gedacht: Anfang Juli 2010 ist Fußball-WM, da machen wir am besten einen 1-Jahres-Tender, der bis 1. Juli 2010 geht. Das haben die übrigens schon im März so gedacht und haben einfach die drei Monate abgewartet.
    Jetzt machen die EZB-Heinis einen Dreimonats-Tender, damit er kurz vor dem Republikgeburtstag endet.


    Dies ist eine Glosse zur Farbtopf-Denkweise.