Das neue Drachenmotiv finde ich sehr gut gelungen.
An der starken Nachfrage speziell aus China + Japan zweifel ich nicht.
Kennen wir ja aus der ersten Serie, wo das Drachenmotiv trotz Höchstauflagen bzw. höherer Auflage, preislich deutlich über den anderen Jahrgängen landete.
Wird wohl wieder der Überflieger, auch in der 2. Serie (obwohl, z.B. die Schlange oder das Pferd mal zwischendurch als Hochreliefprägung ...).
Die Preisgestaltung der Händler ist eine andere Frage.
Ich gehe davon aus, dass den großen Edelmetalhändlern bereits sehr genau bekannt ist, welche Anzahl sie je Stückelung in den nächsten Tagen tatsächlich erhalten werden.
Sonst geht doch keiner in diesen Größenordnungen in Vorkasse - oder?
Da laufen Tests, immer wieder in kleinen Stückzahlen aus dem Zuteilungslimit.
Sozusagen Herantesten an die Schmerzgrenzen der Begierigen.
Immer ein Stückchen höher.
Der Großhändlereinkaufspreis steht fest, der Rest ist stufenweises Ausreizen der überproportionalen Potenzierung der Gewinnmargen.
Gewinnmaximierung ist in unserem (Schein)Geld-Werte-System eine Tugend und keine moralisch bedenkliche Handlung.
Hätte auch gern ne Handvoll 1oz Stücke mit dem schönen Drachen gekauft.
Selbst 50 bis 60 Euros pro Stück wäre mir die Sache wert gewesen.
Leider bin ich die überwiegende Zeit mit völlig anderen Sachen, wie Schnäppchenjagd auf Edelmetallmünzen beschäftigt.
Bin hauptsächlich Sammler.
Einen kleinen Einkauf in den verfügbaren höheren Gewichtseinheiten empfand ich als günstig.
Der Drache wird seine Pracht in diesen größeren Formaten auch ohne Brille in seiner gewachsenen Größe entfalten, wenn ich ihn dann in den Händen halte.
Das entschädigt allemale für den entgangenen 1oz-Silberling.
Für meine Sammlung werde ich ihn irgendwan mindestens 1x kaufen.
Sicherlich für einen höheren Preis, wie er in den letzten drei Tagen angeboten wurde.
Unter akzeptablen Bedingungen der höheren Preisgestaltung (1 oz. Silber) entspr. Verfügbarkeit hätte ich eine deutlich über die persönliche Sammlerleidenschaft gehende Stückzahl beim Händler meines Vertrauens bestellt.
Warum? - ein schönes Stück zum Verschenken zu besonderen Anlässen.
Rechengröße logistischer Aufwand - diese scheinbar veraltete kaufmännische Weisheit entstammt einer grauen Vorzeit, in der ich Vorlesungen besuchte.
Rechnet sich die auswuchernde Preisgestaltung und -taktik mit den dazu erforderlichen zusätzlichen Logistik- und Personalkosten?
An alle übermotivierten Glücksritter - wenn es hart auf hart kommt - für eine Unze Silber (oder Au usw.) gibt es maximal den banküblichen Tagesaufkaufkurs, egal wie beliebt das Motiv einmal war.
Um in diesem Fall die Reisekosten inkl. Zoll, Bestechungsgelder usw. nach Asien bei der Suche nach den großzügig zahlenden Liebhabern in bare Münze umzuwandeln, sollte man sich nicht auf das angelesene Halbwissen verlassen.
Aber wie gesagt, selbst bin ich ein Sammler und Jäger, kein Händler.
Private Verkäufe finanzieren die Gewichtung des speziellen Sammlergebietes.
Einen Austausch zwischen den verschiedenen Sammlerleidenschaften im fairen Kauf und Verkauf möchte ich nicht missen.
Da sind für mich die Möglichkeiten über dieses Forum erste Wahl.
Manche Sammlerpreise haben sich über längere Zeiträume eingependelt.
Und bei den Händlern bevorzuge ich im Einkauf die kalkulierbaren "Urgensteine", wie z.B. Herrn Kleiner oder Herrn Augenstein und nicht die Zocker der Branche.
Sachen, die man nicht unbedingt gerne preisgibt.
Ein bis zwei 1oz-Drachen werde ich mir auf jeden Fall für meine Sammlung zulegen, und wenn ich dafür pro Stück 100 EUro zahle.
Dafür werde ich mich von einigen vorher verausgabten Stücken trennen.
Der Zweitmarkt wirds dankend aufnehmen.
Diese Tendenz (falls es eine ist) könnte später eine Spekulationsblase beim 1 oz Silberdrachen entstehen lassen, wenn auch auf sicherlich hohem preislichen Niveau..
ALEXIS