Der Markt erwartet, dass (a) der Infrastrukturausbau funktioniert und sukzessive Marktdruck wegnimmt und (b) die Industrienachfrage zurück geht. zu sehen an der extremen backwardation 2023 vs. 2027.
Künftige Versorgung dann Norwegisches Pipelinegas plus LnG. LNG wird preissetzend, perspektivisch Grenzerzeugungskosten plus Transport, aktuell grob bei 30 EUR/MWh.
Vorher langfristig bei um 20 EUR/Mwh, heißt 10 EUR/Mwh mehr, bei 1.000 TWh/a Vorkriegsverbrauch 10 Mrd Wohlstandsverlust p.a. nachhaltig. Aus dem Gassektor, Multiplikatoreffekte schwer abschätzbar, dürften aber locker bei Faktor 10 liegen.
Das gilt natürlich alles nur beim Status quo, das heißt Ukraine eskaliert nicht weiter, Norwegige Pipes fliegen nicht in die Luft, etc. Pp. Bemerkenswert ist eine enorme intraday-Volatilität, die sogar in Absolutwerten über denen im Dezember (bei doppeltem Preisniveau) liegen. Sehr sehr viel Unsicherheit im Markt, die Händler trauen dem Verfall nicht so recht und haben lose Finger, sobald es nach oben zuckt oder sich die Nachrichtenlage verändert.
Gas- und Stromabschöpfung haben ebenso wie die Erlösabschöpfung im Übrigen keinen Beitrag zu der Marktpreisentwicklung. (Falls der Habeck Robert demnächst das als Erklärung für seinen nächsten Flop anführt und sich damit rühmt, dass er dafür gesorgt hat, dass die Marktpreise sinken)