ZitatAlles anzeigenOriginal von auratico
Die Preisdrückungen vom Freitag und heute kamen aus London vom Spotmarkt, was relativ selten geschieht, dann aber zumeist mächtig.
In London geht es um physisches Gold, allem zuvor immer auch Zentralbankgold. Die beteiligten Bullion Banken machen dort als Clearing- Agenten die Geschäfte unter sich, zur Preisfestsetzung wird dann noch die Société Genérale hinzugezogen. Alle am Londoner Goldpreis beteiligten Banken haben im Zuge der Bankenkrise zur Zeit mit massiven Problemen bei ihren Derivatgeschäften zu kämpfen.
Dass da etwas faul ist, darf man annehmen, die genauen Abläufe hingegen kann man zeitnah nicht in Erfahrung bringen, da der Goldpreis in London ja von einer sehr überschaubaren, verschwiegenen Herrenrunde in Clubmanier festgelegt wird.
Aber es ist schon so etwas wie eine Grundregel, dass man am physischen Markt (also London) intervenieren muss, wenn es an den Terminmärkten (New York) zu auffällig oder zu risikoreich erscheint. Dementsprechend ist am vergangenen Freitag und heute der Spotpreis stärker als die Futures abgestürzt.
Der Kassapreis vor allem ist für das Goldkartell der gefährlichere Teil des Goldpreises. Er zeigt an, wie stark physisches Gold aktuell nachgefragt wird.
Wer einmal einen Blick auf die Goldpreismacher von London werfen möchte:
http://www.lbma.org.uk/members_list.html
grüsse
auratico
Die Deutsche Bank - involvierte Bank - ist am Donnerstag dran, ihre Bilanz offenzulegen. Warten wir ab.