@darkend
Ich meine ja nicht die Bahnhöfe/Flughäfen selbst, sondern die Wohnhäuser in dieser Umgebung. Ich muss als Staat bzw. als Militär schauen, dass ich diese Umgebung, wenigstens unter Kontrolle habe. Das heißt, alles im Umkreis von 500m rund um den Hauptbahnhof XYZ, muss militärisch gesichert sein.
Respekt für Deine Meinung, auch wenn ich sie nicht teile aus dem Grund, dass ich es nicht für wahrscheinlich halte, dass in einem umfassenden Stromausfallszenario Staat oder Militär mit seinen paar Leuten nennenswert (!) natürlich repressive Ordnung halten kann. Ob Staats- und Militärbedienstete in ausreichender Zahl in so einer Situation überhaupt ihre Familien und ihre Habe zurücklassen werden, um irgendwelche Anlagen oder VIPs zu schützen, bezweifele ich. Es sei denn, sie bekommen einen Mitflugschein gen Süden. Wenn es irgendwelche staatliche Strukturen gibt, die noch klardenkend geleitet werden (und sich nicht die Staatshierarchie in BW-Transportflugzeugen oder Schiffen nach Südamerika, Südafrika, Australien usw. verdrückt haben), dann müssen die für die permanente Sicherheit, Ersatzteilversorung, Wartung und Kühlung der Nuklearanlagen sorgen. Denn sonst ist absolut für einige hunderttausend Jahre höheres, nicht im Siechtum befindliches höheres Leben unmöglich. Wenn das schon in friedlichen, Vollversorgungszeiten hin und wieder nicht klappt, muss man großes Gottvertrauen haben, dass das in einer echten Krise dauerhauft und fehlerfrei klappen wird.
Ich verstehe, dass sich im Inneren alles streubt, so ein Szenario zu denken und man zig Gründe sucht, dieses wenn schon nicht ausschießbar, dann als beherrschbar bzw. lösbar bzw. vorübergehend anzusehen.
Im Grund gibt es nur 3 Varianten, mit dem Thema umzugehen:
a) man beschäftigt sich überhaupt nicht mit solchen Szenarien
b) man sucht aussschließlich Gründe, wenn man schon ihren Eintritt für nicht ausgeschlossen hält, dass sie beherrschbar und lösbar sind
c) man denkt auch die brutalen Möglichkeiten so nüchtern wie möglich durch ohne rosarote Brille oder Wunschdenken[/color]
Sonst kann ich ja nicht Sorge dafür tragen, dass Nahrungsmittel, Waffen und sonstiges friedlich in den Bahnhof eintreffen kann. Ich könnte mir das so vorstellen, dass dann nur Anrainer die in dieser Gegend wohnen, sich in diesem Gebiet aufhalten dürfen.
In einem stromlosen Szenario wird überhaupt nichts an irgendeinem Bahnhof/Flughafen usw. eintreffen. [/color]
Wer keine Angst vor dem Thema hat, der kann hier feststellen, dass andernorts sehr tief- und weitgehend über solche Themen nachgedacht wird:
Die Gleichförmigkeit der Entwicklungen (Verschuldung, Konjunktur, Dekadenz, Aufspaltung in "Arm und Reich", fehlendes Gemeinschaftsgefühl und allgemein Verfallerscheinung) hat das Systemgleichgewicht instabil werden lassen. Eine bereits kleine Erschütterung reicht nun mehr auf, die Kettenreaktion aus Fortschritt und "Wohlstand" umzukehren
-> http://totzeit.blogspot.ch/
Dort insbesondere einige erhellende Grafiken: der AKW-Gefährdungsatlas Deutschland, Kontaminationsverbreitungskarte für die Nordhalbkugel und eine mehrseitige Ausarbeitung zum Thema Krisenbewältigungsstrategien:
https://docs.google.com/file/d…c3J8mOUNpWmpvLXR5elk/edit
Was könnte der Auslöser für ein solch beklemmendes Szenario sein? Es könnte ein Kampf um die immer geringer werdenden Ressourcen sein, der auch mit Hilfe miltitärischer Mittel ausgetragen wird. Es könnte aber auch sein, dass sich ein "normaler" Unfall bei einem AKW ergibt. Die Folgen hat der Wissenschaftler Kunkel errechnet