Das wollten sie schon vorher. Nur wissen sie nicht was bei Neuwahlen passiert und ob der Misstrauensantrag überhaupt durchgeht. Denn wenn die CDU dazu kommt, fliegen Grüne und FDP raus. Und nicht alle SPD-ler finden Scholz schlecht. Außerdem könnte die AfD gegen den Antrag stimmen etc. Also Chaos mit ungewissem Ausgang. In solch einem Szenario ist die Unterstützung der Ukraine ein Spießrutenlauf.
Neuwahlen wären vermeidbar über konstruktives Mißtrauensvotum. Guckst du wiki ...
Dann muss aber Kanzlernachfolger konstruktiv mitbenannt werden.
Wenn z.B. der Oppositionsführer oder ein Wüterich oder Chantal auf diesem Weg drankäme (unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen) und er/sie/es genau das tut, was er/sie/es immer gesagt hat, ist D im Krieg. Durch die bilateralen Verträge mit UA wiederum ist dies nicht zwingend ein Beistandsfall, was bedeutet, dass die Verbündeten zwar lautstark sich empören, drohen, lamentieren und Rest-Muni liefern, aber nicht unter eigenem Vernichtungsrisiko robust beistehen müssen. Die können quasi empört zugucken - und bleiben vertragsrechtlich "sauber". So könnte man die Lage sehen (andere Interpretationen sind natürlich auch möglich).
Das wissen natürlich alle, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kriegskanzler/in drankommt, nicht sehr hoch ist.
Ob der Amtierende aber die sog. Vertrauensfrage (guckst du wiki ...) stellen wird, ist angesichts des Restrisikos einer Abwahl mit Neukanzler nicht wahrscheinlich. Aber auch nicht unmöglich, insbesonder wenn er sich "sicher" fühlt, also hinter den Kulissen er die Stimmen beieinander zu haben glaubt.