ZitatOriginal von Marcher
Nur haben die wohl die wenigsten Bock dazu, alles was sie sich aufgebaut/erarbeitet haben einfach so zu verlieren. Deshalb sehe ich nix verwerfliches drin, wenn man sich Gedanken über die aktive Gestaltung seiner Zukunft macht.
Das ist natürlich gut zu verstehen, dass man seiner Hände / seines Kopfes Arbeit nicht verlieren will. Dennoch, die wie gesagt überspitzte Metapher war gewählt, um vielleicht doch mal zum Nachdenken in diese Richtung anzuregen.
Schließlich sollte man auch sehen, dass einem das Umfeld - oder anders formuliert die Gesellschaft die Rahmenbedingungen gegeben hat, dass die Früchte der eigenen Arbeit für manche sogar sehr groß ausgefallen sind (ich meine das nicht sozialneidisch, sondern rein faktenorientiert). Okay, man zahlt ja dafür Steuern an die Gesellschaft zurück als Ausgleich für die Rahmenbedingungen und den individuellen Vorteil, den man gezogen hat.
So weit so gut und in florierenden Zeiten allgemeiner Konsens. In Krisenzeiten ist es absolut verständlich, dass man primär sich und seine Nahestehenden retten will. Aber sollte man sich da nicht auch in gewisser Weise solidarisch zeigen?
Im Zweifel wird die Solidarität im anderen Extrem zwangsweise durch Enteignung hergestellt. Und genau davor möchte sich der Goldköfferchenmensch wiederum schützen. Wiederum anderseits findet man in Notzeiten viele Beispiele, wo sich Menschen das letzte Hemd und das letzte Brot teilen. Bei diesem Szenario befindet sich die Goldköfferchenmentalität auf der anderen Seite des Betrachtungsspektrums.