Beiträge von Wayne Schlegel


    chefboss: Also, dann wäre es im Hinblick auf Radioaktivitätsvermeidung am optimalsten, man würde in einer Holzhütte leben mit lauter massiven Kernreaktorblöcken um einen rum, die die radioaktiven Kohlekraftwerke abblocken? Habe ich das richtig verstanden?

    (...)Die verfügbaren Zahlen belegen jedenfalls nicht irgenwelchen apokalyptischen Erwartungen, im Gegenteil.

    Womit man weiss, was man von manchen kernindustriell-kolportierten Zahlen zu halten hat. Störfall- und Unfallerwartungen mit dem unbeherrschbaren Teufelszeug brauchen nun nicht mit Zahlen belegt oder wiederlegt zu werden. Jeder kann sehen, was in Fukushima passiert ist und weiterhin passieren wird.

    Die Zwangsevakuierungen richten mehr Schaden an als es die Radioaktivität vermag.

    Nach dieser abstrakten These war es also durchaus schadensvermeidend, dass die Amerikaner die Innenstädte von Hieroshima und Nagasaki, na wenigstens ein paar Schulen und Kindergärten, nicht gewarnt haben? Nicht auszudenken, was bei einer Hals-über-Kopf-Evakuierung schlimmes passiert wäre.


    Bestreite ich einfach mal. Wieso soll ich mir meine Jahresdosis in kürzester Zeit einfangen können und kein erhöhtes Risiko davontragen? Wieso funktioniert das nur mit der Jahresdosis und nicht mit der 10 Jahresdosis? Wenn ich mir meine Jahresdosis Koffein oder Nikotion in ein paar Stunden reinziehe bin ich reif für die Kiste, bei meinem Konsum reicht vermutlich schon die Monatsdosis.


    Du bestreitest zu recht. Denn das ist nur das, was die "Experten" sagen und in der Strahlenschutzverordnung (->http://de.wikipedia.org/wiki/Strahlenschutzverordnung) ihren Niederschlag gefunden hat.
    Aber jetzt gibt es ja makabererweise wieder viel Studienmaterial über die Wirkung von Kurzzeit- und Langzeitdosen auf Menschenmaterial und dies mit schönen neuen Messapparaturen, so die Fukushima-Leute mit welchen ausgestattet waren, deren Ergebnisse vielleicht oder vielleicht auch nicht in die Öffentlichkeit gelangen.

    Zum Lachen, wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre: Im tagesschau.de-Interview der Experte Wolfgang Raskob.
    Leider geht das Vollzitat ja nicht, deshalb nur Auszüge und Kommentar dazu:


    Quelle: http://www.tagesschau.de/inlan…iewwolfgangraskob100.html


    Zitat

    Experte zur Dekontamination verstrahlter Gebiete "Heute können Sie Pripjat wieder betreten"

    Ja, stundenweise geht das. Bis man seine Jahresdosis hat. Wenn man in der ersten Minute seines Aufenthaltes in Pripjat ein Plutoniumpartikel inkorporiert, ist das natürlich das Todesurteil, das auf Raten vollstreckt wird. Und wenn man dann von seinen Anverwandten feuerbestattet wird, dann ist das Plutoniumpartikelchen in der Urne und kann ein paar hundert
    Jahre warten, bis es ohne nennenswerte Aktivitätseinbusse über ein Klärwerk auf Ackerflächen aufgetragen wird.

    Zitat

    Sie ist immer noch eine Geisterstadt: Pripjat. Nach dem Super-GAU in Tschernobyl waren dort 50.000 Einwohner evakuiert worden. Dennoch sei die Stadt ein Beispiel für eine gelungene Dekontamination, sagt der Experte Wolfgang Raskob.

    Gelungene Dekontamination? Die strahlenden Nuklide sind nicht weg (im Sinne von neutralisiert oder verschwunden), sie sind allenfalls, wenn sie sich je nach Halbwertszeit des Isotops (von Tagen bis Jahrhundertausenden) nicht verstrahlt haben, nur woanders.
    - wenn sie zur Dekontamination ausgeschwemmt wurden, sind sie im Grundwasser,
    - wenn sie zur Dekontamination abgetragen wurden, sind sie da, wo der Abraum hingeschafft wurde und dort gfls. durch Regen und Versickerung ins Grundwasser gelangt sind,
    - wenn sie zur Dekontamination in Container gecastort verfrachtet wurden, dann da, wo diese stehen oder da, wo diese im Meer verklappt wurden.


    Solche Experten beraten die Nichtexperten, die im Bundestag sitzen? Das kann doch nicht gutgehen.

    (...) Deutschland ist nicht verloren wegen einer Sache, aber dies ist eine Politik die gegen Deutschland betrieben wird. Es passt in das Gesamtbild. Wer sich da zum Helfer machen mag, bittesehr. Alle anderen Länder werden sich NICHT daran halten.
    Deutschland schafft sich ab. (...)


    Ich mache mich gerne zum Helfer. Aber nicht gegen D, sondern für D: Weg mit der unbeherrschbaren, katastrophalen und unwirtschaftlichen Atomtechnik. Dann würden wir damit Österreich und Italien als Abschafferstaaten folgen.

    Wer nach dem GAU zum Tiefstand in die Tepco-Aktie ist, hatte heute morgen einen Gewinn von über 50%. Börse hat schon lange nichts mehr mit Fundamentaldaten zu tun, aber ich finde diese Entwicklung interessant.


    Yep, Geld kann man mit allem machen.


    Es sind schließlich 3 Dinge, die nur der Teufel persönlich sich ausgedacht haben kann, um es der Menschheit zu geben:
    1. Geld
    2. Kerntechnik
    3. Gentechnik

    PPS: @WayneSchlegel & peter63: jetzt hab ich erst genau kapiert wie ihrs meint. ;)


    Das ist gut so, geschätzter gutso.
    Was ich mir nicht erklären kann, ist, dass die wirklich "Großen", also ich meine nicht die Polit-/Managermarionetten, die auf der Judaslohnliste eben dieser "Großen" stehen, offenbar nicht zu der Schlußfolgerung zu kommen in der Lage sind, dass sich auch ein Krümelchen Plutionium in ihre Metabolismus verirren kann. Je mehr Plutonium rumschwirrt, ums wahrscheinlicher ist es.


    Selbst einem Soziopathen und auf jedem Fall einem eiskalten Rechner müßte das doch einleuchtend sein. Und weil es für die keinerlei Unterschied macht, ob zu den hunderten Milliarden weitere Milliarden über Atomengagements oder sonstwas kommt, könnten sie das Thema Atom für die Menschheit bei entsprechendem Willen beenden. Das wäre doch mal ein erwünschter Reflex.
    Aber offenbar verbunkern sie lieber Saatgut in Grönland oder machen sonstige Dinge, die aus den Medien rausgehalten werden können.

    Bin ich vielleicht bissel krank im Hirn?

    Servus, im Grunde nicht.


    Wenn ich die Diskussionsgrundlagen und die Argumentationsketten der Atomkraftbefürworter/-beschwichtiger so lese, dann kommt bei mir, tief in den letzten Gehirnwindungen immer wieder dieser Wunsch nach einem Großunfall hier in Deutschland auf. Quasi so nach der gleichen Devise wie bei der Finanzkrise: "Siehste, hab ich doch gesagt !" Damit endlich diese Realitätsverweigerer mal die Augen öffnen und die ganzen riesigen Gefahren erkennen mögen. Ist das nicht krank so eine Denke?

    Nicht krank, nur erschreckend, denn der Mensch sieht die Gefahr schon, verdrängt dies aber größtenteils und tut vorallem selbst in eigener Verantwortung bis auf wenige Idealisten nichts dagegen, dass auf Raubbau und Risikoverlagerung zu eigenen Gunsten/Komfort und zu lasten anderer Menschen und der Nachfahren verzichtet werden würde. Denn darum geht es. Der gegenwärtige Lebensstil/-standard ist nur als Folge von unwiederbringlichem Raubbau und irreparabler Schadensverlagerung soweit wie möglich in die Zukunft hinein möglich. Eine irreale und geradezu naive Annahme wäre es zu glauben, dass die Mehrheit der Menschen auf den bei Ignorieren realer Gefahren und erlebten Leid (anderer) leicht erreichbaren Lebensstil/-standard JETZT verzichten könnte. Das zeigt in meinen Augen die menschliche "Kultur-" und Entwicklungsgeschichte ausnahmslos.


    Muß es erst soweit kommen?

    Es muss und sollte nicht, aber es spricht immer noch fast alles dafür, dass es kommen wird. Ich bin nicht überzeugt davon, dass der Schaden aus Fukushima so groß ist, dass ein sofortiger Paradigmenwechsel erfolgt und auf Dauer beibehalten wird mit allen Konsequenzen.


    Warum müssen jedes Mal erst viele Opfer notwendig werden, damit auch die letzten Deppen von ihrer egozentrischen Ideologieschexxe wegkommen? Lernt der Mensch nur noch unter Schmerzen und Leid?

    Exakt, so ist er der homo sapiens, wobei solches Lernen noch nicht einmal nachhaltig ist, wenn der Schaden nicht mindestens genauso nachhaltig ist und täglich sichbar ist/schmerzt.



    Aber ich vermute, ich bin da wohl nicht nicht der einzigste der solche Gedankengänge hatte ....

    Ja.

    Ja, das ist eine Katastrophe..... ich weiß....
    Die zentralen Themen der Zukunft dürften sich um vernünftige Nahrungsmittel und Wasser drehen......
    um Geburtenkontrolle und "nachhaltige" Ausbildung.....

    Ja, wenn es noch glimpflich abläuft. Wenn nicht, ist das einzige Thema: Wie überlebe ich überhaupt.


    Die Globalisierung ist eine Katastrophe..... und nichts anderes....

    Zweifellos. Was aber die weit überwegende Mehrheit des Wahlvolkes nicht davon abgehalten hat und auch künftig nicht abhalten wird, ihr Kreuzchen bei den Globalisierungsparteien CDUCSUFDPSPDGRÜNEusw. zu machen. Da hat das "im Weltvergleich Superbildungssystem" der 60, 70 und 80er bei weitaus geringeren Integrationsproblemen kein Jota verändert geschweige denn Erkenntnis gebracht.


    Engagiert sich jemand von euch in der "Slow Food Bewegung"?

    M.E. sinnlos, da es das Trauerspiel nur verlängert. Niemals wird eine übergroße Menschenmehrheit freiwillig auf so ziemlich allen materiellen "Wohlstand" verzichten, denn nur dann würden die endlichen Ressourcen für die milliardengroße Menschenzahl reichen. Das scheitert also am menschl. Charakter (ich sehe kein Indiz dafür, dass der Mensch mit dem Raubbauen und dem Morden seiner Artgenossen aufhört, sich also in den letzten paar Jahrtausenden irgendwie entwickelt hätte), wie auch an dem menschlichen Wirtschaftssystem, das nur Wachstum zulassen kann. Aufwärts bis zum Ende eben. Das ist die Realität, nichts weiter.

    Ich hatte schonmal geschrieben, dass übereilte (Aktionismus) Abschalten der AKWs ist sinnlos!
    Die sind dann noch genausolange (oder sogar länger) gefährlich, als wenn sie einfach bis zum Ende der zurzeit aktiven Brennstäbe weiterbetrieben worden wären.


    Diese These stimmt so nicht, da höherer Abbrand von Brennstäben mehr ekliges Plutonium erzeugt und ferner die Abklingzeit immer hintendran "zu kleben" ist, die "K..." also länger dampft.

    Es könnte sein, das das ganze Gelump endlich begraben wird, anstatt weiter zu emmitieren.
    Die zweite 65m Betonpumpe von Putzmeister ist mit der Antonov-Frachtmaschine nach Japan unterwegs.


    Mini-Detail am Rande: Ich hatte mich verzappt und gestern aus Versehen Tagesschau gesehen. Da hat man sich sehr bemüht, nicht zu zeigen, dass da ein Russenflugzeug im Einsatz ist.
    Geht ja gar nicht, dass die Russen eine mediale Plattform für konstruktives Mithelfen bekommen. Die sind doch für die Rolle der Bösen vorgesehen.


    Milly - bitte hiergeblieben. Keine Anfeindung sollte Dich schrecken können.

    (...) Netzfundstück:
    Demographischer Wandel mal anders ... (...)


    Servus Homm,
    in dem Netzfundstück lese ich folgendes (Fettungen von mir ergänzt):


    "Die folgende Generation II stellt praktisch zu fast 95% die Klasse der aktuell weltweit betriebenen Reaktoren dar. Die Technik basiert, wie ich vorhin bereits erwähnte, wirklich auf dem Wissen der 60er Jahre… somit kann der Großteil der heutigen Kernkraftwerke wirklich als Technikrelikt (für unter 50-jährige) gelten.


    Genration III bzw. Generation III+ stellt einen Evolutionären Schritt dar, das selbe Risiko, die selben Probleme (Kernschmelze, Sicherheitssysteme, radioaktiver Müll für Jahrmillionen, zur Neige gehendes Uran), aber weiterentwickelt… Fehler der alten Generation II werden hier vermieden. Inhärent, also nach Naturgesetzen, sicher sind diese Reaktoren nicht. Leider…. Wobei es zu begrüßen wäre, wenn es anstatt der Generation II Kraftwerke weltweit nur die moderneren Reaktoren gäbe… Zwar wäre dann in Japan immer noch Einiges los gewesen…vielleicht wäre auch der ein oder andere Kern geschmolzen… aber gefährlich wäre es nicht geworden… nicht für die Techniker, und nicht für die Umwelt…"


    Fehler der alten Generation II, die zu 95% weltweit im Einsatz sind. Eine erfrischende Offenheit, die hier zutage tritt. Und es handelt sich um Experten, denn nach eigenen Angaben ist der/sind die Leut: "Physiker, Technical-Consultant und Berater österreichischer Schule in Wirtschaftsfragen"


    Preisfrage: Wußte man von der Fehlerhaftigkeit schon vor Bau/Betrieb dieser Anlagen der Generation II oder hat sich das erst jetzt "erwiesen"?


    Wenn man es vorher wusste, gehören die Verantwortlichen wegen bedingter Vorsätzlichkeit vor Gericht (Tötung, Verbrechen gegen die Menschlichkeit). Wenn man es nachher wusste, gehören die, die für's Weitermachen plädieren ebenfalls angeklagt. Das müßten diese Experten doch konsequenterweise fordern.


    Vorallem aber: Die Logik des Denkens verbietet es, zu glauben, dass die (nun?) zu verkaufenden Folgegenerationen der damals als "sicher" verkauften Anlagen der Generation II, sicherer als sicher sein können. Aber wenn es die Experten von dieser Seite so sagen, fühlt man sich sofort ver-sichert.


    Wieder mal grandios guter Beitrag. Danke.

    Angenommen es gäbe solche Sonnenstürme in absehbarer Zeit, was könnte schlimmstenfalls (worst case) passieren?


    Allerschlimmstenfalls doch nur, dass die Elektrizitätsversorgung zusammenbricht und es einige Zeit dauern könnte, bis die durchgebrannten Generatoren, Transformatoren, elektronischen Schaltkreise, Sicherungen, Steuerchips usw. ausgetauscht worden sind.


    Blöd nur, dass in der Zeit des Austausches es keinen Strom gibt, also man die notwendigen Austauschteile irgendwo in sicherer Reserve hat und diese pronto liefern und einbauen kann. Weil nachproduzieren geht ohne Strom nun mal gar nicht. Hoffentlich haben die Ersatzteillageristen alles auch schon ausgedruckt und nicht nur in einer Datenbank. Denn für den Datenzugriff braucht man ...


    Halt, wird da einer sagen. Es gibt doch Sicherungen. Klaro, Sicherungen gibt es immer und überall. Viele Millionen, wahrscheinlich sogar viele Milliarden. Auch in Sellafield, Harrisburg, Tschernobyl, Fukushima gab es Sicherungen. Mit einem absoluten Technikvertrauen sind Sicherungen natürlich sicher. Immer und überall, bei jeder Laune der Natur oder des Menschen. Die Sonne darf halt nicht mehr zucken, nachdem man die Sicherungen ausgetauscht hat.


    Blöd halt vorallem das mit den Atomanlagen. Wie wir jetzt alle wissen, bedürfen die auch im heruntergefahrenen Zustand der ständigen Kühlung - und die wird elektronisch gesteuert. Gar nicht daran zu denken, wenn die Kühlung im Volllastbetrieb plötzlich nicht mehr mittut.
    Wenn denn nicht zuviel Elektronikkrimskrams in den Notstromaggregaten für die Kühlung verbaut sind, besteht Hoffnung, dass man die auszutauschenden Teile auf Lager hat und beim Einbau mit Taschenlampe oder im Kerzenschein auch keinen Fehler macht. Denn sonst sähe es wirklich böse aus. Die Atomanlagen geraten nämlich sonst weltweit gleichzeitig ausser Kontrolle. Fukushima mal 450 und das schön verteilt auf der Nordhalbkugel.


    Nicht die Sonne grillt uns dann, sondern wir uns selbst. Die Hölle auf Erden - den Teufel würde es freuen.


    Vergessen wir also lieber das mit den Sonnenstürmen, zumal auch kein Atomanlagenplaner oder -verantwortlicher mit sowas rechnen konnte.

    Oliver, Iring und blackpearl,
    Zustimmung und danke für die Einschätzungen und Hinweise.


    blackpearl: Kannst Du ein brauchbares Vakuumierungsgerät/-equipment empfehlen? Falls selbst im Einsatz: Anwendungsbesonderheiten, Bezugsquellen? Danke im voraus.


    Wenn wir mal partielle, nur wenige Tage dauerende Versorgungsausfälle ausblenden (die kann man, wenn keine speziellen Lebenslagen (Babies, gesundheitl. Beeinträchtigung usw. vorliegen), auch minderernährt aussitzen, und eben eine wochenlang/monatelang anhaltende Versorgungskrise gedanklich durchspielen, sollte man m.E. berücksichtigen, dass


    1. keine Energie (Strom usw.) für Zubereitungen zur Vergügung steht
    2. selbst wenn man auch Energie bevorratet hat (Notstromaggregat, Gasflasche, Ofen ...) man sich gut überlegen sollte, davon nahrungszubereitend Gebrauch zu machen, denn ein frisch gebackenes Brot riecht in einer ausgehungerten Nachbarschaft meilenweit gegen den Wind. Vielleicht will man sich ja aussuchen können, an wen man was verschenkt.


    Im wirklichen Krisenszenario sollte man konsequenterweise davon ausgehen, dass es lange keine gefahrlose Möglichkeit gibt, so man nicht weitab von der Zivilisation sich befindet oder eine bis an die Zähne bewaffnete Schutztruppe um sich (und nicht gegen sich) hat, irgendetwas im gewohnten Sinne zuzubereiten. Also wie oben von Oliver vorgeschlagen: auch in kaltem Wasser über Nacht gequollene Nudeln oder Reis haben eine Sättigungsfunktion. Natürlich auch Weizengries oder das Korn, wenn dies eine dem Reis gleichkommende effektive Lagerbarkeit haben sollte (da ich das nicht weiss, keine Zeit zum Ausprobieren habe und es nicht darauf ankommen lassen will, bleibe ich jedenfalls bei dem Reis).


    Insofern plädiere ich nach wie vor für Menschen mit begrenzten Ressourcen (Zeit, Geld, Lagerkapazität) für die in meinem obigen Post beschriebene quick-and-dirty-Bevorratung (ergänzt um Zahncreme und ne Pulle Rum zum Desinfizieren auch der Seele).


    Wie wäre es mit Reis, Nudeln und meinetwegen Dosenbrot statt Getreide? (...)


    Genau so sehe ich das auch.
    Für den Bevorrater, der effektiv (wenig Geld, wenig Lagerplatz, maximale Energiedichte, maximale Haltbarkeit) für den schlimmsten und nicht nur kurzdauernden Krisenfall vorsorgen will und sich nicht mi dynamischer Lagerhaltung und verständniswerbendes regelmäßiges familiäres Zwischendurchverzehren von Konserven in (jetzigen) Überflusszeiten beschäftigen will, nimmt also großzügig dimensioniert:


    Reis, Nudeln, Dosenbrot,
    Zucker,
    Thunfischdosen (in Öl!)
    Salz, Vitamintabletten
    Toilettenpapier (weil man bei einer raschen Umstellung auf obige Kost Anpassungsprobleme bekommen wird).


    Aber damit kann es der quick-and-dirty-Vorsorger ohne Gourmetambitionen und mit anderen Aufgabenstellungen im täglichen Leben, die ausfüllend genug sind, bewenden lassen und hat damit das Thema Nahrungsvorsorge abgehakt. Proviant muss nur noch schädlingszugriffssicher z.B. in dichten PVC-Fässern gelagert werden.


    Es ist jedem freilich unbenommen, seitenlang darüber zu schreiben, zu lesen, Nährwert- und Vitamtabellen zu vergleichen und abzuwägen und zu perfektionieren und ...


    Oder halt einfach machen und fertig. Je nach Mentalität.

    Ich schaue mir gerade mit Amusement dieses Interview an. Kein Wunder, dass dieser Typ auf der Europol-Liste steht, bei diesem Mist, den der verzapft!!!


    1 Milliardstel Gramm klingt klein, aber es ist trotzdem noch wahrscheinlicher im Lotto zu gewinnen, als das so ein Teilchen aus Japan zu uns kommt. Der Typ gehört nicht nur auf die Liste von Europol, sondern Interpol, bei dem Mist, den der verbreitet ... der erinnert eher einem typischen Finanzberater der einem irgendwelche Papieren aufschwatzen will ... :cursing:


    So isser halt, der Homm. Es faellt schwer, ihn ernst zu nehmen, aber als eine Uebung in Geduld:


    Also wenn dort Tonnen an Plutonium freigesetzt wurden/werden und frueher oder spaeter in die Nahrungskette gelangen - und das werden sie -, dann halte ich es fuer nicht unwahrscheinlich, dass da schon ein paar Mikrogramm in Thunfischdosen bei ALDI (Fang Westpazifik) oder einer Frutti-di-mare-Pizza auftaucht. Oder es findet sich ein indirekterer Weg, denn schliesslich ist ja auch vor nicht allzulange Zeit Dioxin ueber Tierfutter hierher gelangt. Schon vergessen?


    Unwahrscheinlich waere hingegen, dass ein freundlicher japanischer Weltenbummler auf dem naechsten Weihnachtsmarkt mir so ein Teilchen in das Gluehweinglas hustet. Einen Hauch wahrscheinlicher dann schon, dass besagter Japaner das Isotop in Duesseldorf auspinkelt und es ueber die staedt. Klaeranlage auf einem Zuckerruebenfeld und schliesslich in meinem Kaffee landet.


    Schliesslich hat das Plutonium viel Zeit, biologischen Organisamen zu schaden, bei einer Halbwertszeit von 24.000 Jahren.

    ..ich halte raffinierten Zucker eh für eine Volksseuche. Ich trinke meinen Tee und Kaffee ohne Zucker - stehe nicht auf Süßkram und trinke keine Cola! Außerdem könnten deutsche Landwirte mit ein paar Zuckerrübenfeldern mehr Zucker erzeugen, als es uns allen lieb sein kann. Just my 2 cents. :)


    Mir waere das neu, dass ein deutscher Landwirt (raffinierten und damit ewig haltbaren) Zucker erzeugen wuerde, geschweige denn koennte. In den 15 Jahren, in denen ich mit entsprechenden Landwirten zu tun hatte, haben die zwar stets Zuckerrueben angebaut, diese aber dann zu Verladestationen kutschiert, wo sie dann Gueterzuegweise zur industriellen Fertigung gelangt sind. Funktioniert alles nur mit erheblichem Energieaufwand, also Oelverbrauch 1), und dem Einsatz von Grossmaschinen, wobei ich selbst in Jugendzeiten in den damals nicht so empfundenen Genuss gekommen bin, auch mal haendisch miternten zu duerfen. Man denke sich einfach mal das Oel spasseshalber weg und schaue sich an, wie die Zuckerproduktion samt Logistik ohne dieses geschehen koennte.


    Und schon gibt es auch keinen Zucker. Wenn denn nun hier im Faden Knappheits- und Krisenszenarien gedacht werden, wie soll dann der Landwirt von heute auf morgen aus seinem Rueben-Rohstoff Zucker in entsprechenden Mengen produzieren?


    1) laut Wiki: Der Gesamtenergieaufwand zur Produktion von einer Tonne Zucker beträgt hierbei circa 11200 MJ (entsprechend dem Brennwert von rund 267 kg Rohöl, vgl. Öleinheit), hiervon entfallen circa 2500 MJ (entsprechend 60 kg Öleinheiten) auf die Feldproduktion (für Bodenbearbeitung, Düngung, Saat, Pflanzenschutz und Ernte) und durchschnittlich 600 MJ (entsprechend 14 kg Öleinheiten) für den Transport der gerodeten Rüben vom Feld zur Zuckerfabrik.