Hinweise auf die reale Situation scheinen hier zu verpuffen, mvd. Ich teile Deine Meinung diesbezüglich.
Vor allem Sofortmaßnahmen wie 1000 USD an einen Familienhaushalt sind absolut wirkungslos.
Gestern verfasste ich:
http://goldseiten-forum.de/ind…&postID=315185#post315185
Wird die Definition Inflation = Kreditausweitung gewählt und bezieht man folgenden Sachverhalt:
"Ein Kredit (abgeleitet vom lateinischen credere „glauben“ und creditum „das auf Treu und Glauben Anvertraute“)"
mit ein, so sehe ich - auch nach dem gestrigen Posting - noch (!) nicht den "inflationären Schub" (der letzte endete im späteren Frühjahr 2008 mit Ölpreisen 120 USD+)
Das der Erhalt der Macht nur mit inflationären Maßnahmen von Statten geht, ist nach hundertfacher Schilderung hier, hinreichend klar. Nur ist ebenso ersichtlich, dass "Inflationsprogramme", wie bspws. das Konjunkturprogramm eines deutschen Wirtschaftsministers, der mehr tot als lebendig aussieht, verpuffen.
Warum?
Die Komplexität der Globalisierung und des Welthandels! 20, 50, 100 Milliarden an Injektionen wären nur ein heißer Stein auf die Mühlen der Privatwirtschaft. Die Injektionen der ZB an die Geschäftsbanken verpuffen ebenso, siehe Libor und Kreditklemme - aktuell von mir beruflich zu beobachten (und durch zahlreiche Schilderungen anderer privater Eindrücke in diesem Thread).
Ein Beispiel?
Keine kurzfristigen Darlehen mehr für die Bestattung seiner Angehörigen!
Keine Kredite = keine Kreditausweitung = keine Inflation.
Wenn Eichelburg von vollen Media-Markten schreibt, Möbelhäuser und Einkaufszentren voll sind, so wissen die Menschen - teils sogar unterbewusst - "das Geld bald sowieso nichts mehr wert ist". Ein Zeichen für eine inflationäre Entwicklung. Soweit so gut. Parallel zu diesem Prozess bekommen aber Möbelhäuser, McDonalds & Co. keine Kredite mehr für die Herstellung neuer Waren und Dienstleistungen: das Erliegen der Realwirtschaft.
Ein auf Kredit (Vertrauen) aufgebautes Geld steht und fällt mir der Vergabe und Inanspruchnahme von Kredit (Vertrauen).
Der Clou dieses Mal: die Währungen sind erstmalig in einer globalen Krise nicht goldgedeckt. Daher wird es die erste Deflation in der die Währungen ebenfalls "den Löffel abgeben".
Interessante Zeiten, nicht war?! Wer sich auf eine Definition "alter Schule" festlegen will, wird in komplexen Zeiten (Globalisierung) nicht weit kommen.
Einwände?