Zitat
Original von Uri Geller
Wenn ich das richtig verstehe, dann sollen einige große Adressen den Silberpreis shorten, um möglichst lange möglichst viel davon zu horten. Und wenn nichts mehr da ist, zum horten, dann wird der Preis hochgejagt, um satte Profite einzufahren.
Das würde aber heißen, dass wenn Silber in Höchstpreise getrieben wird, unzählige Lemminge anzieht, die anfangen dem Papiergeld zu misstrauen. Ein massiv steigender Silberpreis zieht eine massive Nachfragesteigerung bei allen Edelmetallen nach sich.
Das wiederum zieht steigende Preise nach sich. Massiv steigende Edelmetallpreise führen zu Vertrauensverlusten der Fiat- Währungen.
Ein Vertrauensverlust in Fiat-Währungen - ist das im Sinne dieser großen Adressen?
Wenn sie wirklich Silber (oder/und Gold) horten und shorten, nur um irgendwann massive Profite zu machen, dann ist das gleich mit einem (beinahe?) Zusammnebruch des Papiergeldsystems.
Und sollte das so sein (Silberhortung), wäre es dann nicht am besten, es ihnen gleich zu tun?
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Uri Geller
Ich hatte ja bereits angedeutet, dass man in diesem Themenbereich sehr leicht Verschwörungstheorien zum Opfer fällt und sich von der Realität entfernt. Aber die Theorie in sich ist schon halbwegs schlüssig.
Option 1: Wenn bei massiv steigendem Silberpreis Gold und Dollar in halbwegs geordneten Bahnen gehalten werden können (Gold ist bei den Notebanken der westlichen Industrienationen zur Genüge vorhanden), wird das Ganze als temporäre Silber-Shortage verkauft und das Vertrauen ins Papiergeld nimmt kaum Schaden.
Option 2: Diese Short-Seller wissen genau, dass auch dieses Fiat-System nicht ewig hält. Um ihre Macht erhalten und sogar noch ausbauen zu können, ist es wahrscheinlich, dass eine solche Inszenierung an einem gewissen Tipping-Point der Krise in Gang gesetzt wird:
- Immobilienkrise am Höhepunkt mit vielen Zwangsversteigerungen. Villen, Häuser und Wohnungen werden dem Bankensystem zugeführt. Geschenkt (wenn man mal von den Investitionen in Druckmaschinen absieht :D)
- Die Verschuldung hat einen Grad erreicht, in dem zur Kreierung von 1 Dollar Einkommenszuwachs 20 Dollar und mehr Neuverschuldung notwendig wird, d. h. Wirtschaftswachstum ist durch Geldzufuhr definitiv nicht mehr erreichbar.
- Auslandsverschuldung und Handelsbilanzdefizit haben Größenordnungen angenommen, die das falsche Spiel der USA so nach und nach für alle durchschaubar werden lassen.
@LF
Falls sich die Immobilienkrise weiter verschärft, hat dies natürlich Auswirkungen auf das Konsumverhalten der US-Bürger und somit auf die gesamte Weltwirtschaft. Woher sollen da die Nachschuldner kommen? Aus dem Bereich der Hedge-Fonds? Von denen werden in einem solchen Umfeld eher einige Pleite gehen und ihre Anhängerschaft etwas vorsichtiger agieren lassen.