Beiträge von SilVisconti


    Hallo mesodor,


    danke für die aufschlussreichen Ausführungen. Für mich bleibt die Frage: Muss nicht in den Gesamtkontext des Alternativszenarios (zu dem beiden Crash-Szenarien) ein weiterer Baustein einbezogen werden, nämlich der des drohenden Platzens der Immo-Bubble. Diesen Kollaps zu verhindern ist IMO nicht durch Marktmanipulation zu erreichen und hängt wie ein Albtraum, aber als harte Realität über dem Gesamtmarkt:


    1. Der schon weiter oben erwähnte PCM scheint(!) nicht zu wissen, wie es mit den Immobilien weitergeht:
    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/368296.htm


    2. Der in den USA vielbeachtete R. Russell, hält ein Softlanding des Immomarktes für eine Wunschvorstellung: „The consensus continues to be that housing is due for a "soft landing." In my opinion, the soft landing is a fantasy. I think it will be well into next year before we know what kind of landing housing is headed for. I think it's going to be a very hard landing, one that will work a hardship on the entire nation.”
    http://www.321gold.com/editorials/russell/russell110906.html


    3. Spezialisten wie J. Tailer und M. Berry sehen eine 50/50-Wahrscheinlichkeit, dass ein Immo-Crash verhindert werden kann, aber nur unter der Voraussetzung, dass dem System umgehend und ganz massiv neue Liquidität zugeführt wird, was offensichtlich bereits geschieht:

    Zitat

    TAYLOR: ….. But you point out that he co-authored a paper hinting that rates of inflation of up to 10% or so may not be problematic. Is it possible that, while Dr. Bernanke is spinning a tough inflation fighting line, behind the scenes he is in the process of printing huge amounts of paper money? And if so, what does that mean for precious metals, base metals, and energy prices?
    BERRY: Your question is right on target. Bernanke not only wrote a paper, he also wrote a book titled Inflation Targeting Lessons from the International Experience, with Fred Mishkin and several other people. I'm sure he wishes he had never said that, but he pointed out the 10% level. He said that it is unclear if inflation rates below 10% are harmful. I can't prove this, but in my mind but I think they have no choice to provide liquidity to the market. I think they are printing like crazy right now. It is clear that Bernanke's bias is stimulating growth at any cost. That would be 2%, 3%, 4%, 5%, and 6% up to 10%. I won't say 10%, but he said it in his book. And of course you point out the image of Helicopter Ben. I'm sure he wishes now he had never made that comment. But it was in 2001 when he was an aspiring Fed chairman. He made the connection between gold and U.S. dollars. He said they have value only to the extent they are strictly limited in supply. Of course gold is strictly limited in supply. U.S. dollars are not limited in supply in any way. That is where we are today, so I think the dollar has to fall, and that is very bullish for gold and other tangible assets.
    TAYLOR: Why do you think it is so necessary that he has to keep pumping money into the system?
    BERRY: I'm not sure I can answer that question well. But here is a man who wrote his Ph.D. thesis on the Great Depression. So I think in his mind-this is just my opinion-but having written a dissertation once, I think in his mind the greater evil in the world is deflation and lower growth and he would rather take the risk of inflating, and he is doing that now.
    TAYLOR: Do you think he is worried about housing?
    BERRY: Absolutely. I think housing is of great concern to everyone in Washington. I have to think the Bush Administration is holding its breath right now. Housing doesn't look good right now. I don't think anyone can say for sure whether there will be a soft landing. The positive spin is that it hasn't happened yet, there is no hard landing. But we have seen dramatically big default rates in California. In the third quarter of this year, there were 26,000 or so defaults, which was double the number of defaults in 2005 in the same time period. And last week, we saw some of the biggest declines in housing prices in 15 years. I think the jury is out on real estate. We don't know how far it will fall or when it will fall.


    Zitat

    BERRY: Yes, and I think the equity markets are very overbought here. The key element in my mind, Jay, is the way the housing sector has been financed with one-year variable-rate mortgages that have to reset at some point. And that is one reason why I think the Fed has to keep rates low. Maybe it's the best of all worlds now for the Fed. But the consumer has been the savior of our economy and to the extent the consumer goes away in the U.S., that is very problematical. Somehow oil fell from $78 to $58 and we had gasoline prices plummet from $3.25 to $2.08 today. And those declines have really helped the economy a great deal. But if the consumer is unable to continue fueling growth, then this economy is slowing. By the way I saw statistics this morning and this economy is starting to slow significantly.
    TAYLOR: Then that would bode well for an even more rapid rise in the printing of paper money.
    BERRY: Absolutely! I don't see that there is any way around that. I can't imagine rates being raised in this economy. In fact, as I said in my presentation, I think we will see interest rate cuts in the overnight lending rate much sooner than most anyone expects.




    B) Sollte sich jedoch der Immobilienmarkt auf diesem Niveau stabilisieren können, jedoch nur unter Inkaufnahme einer Aufstockung der Geldschwemme (anstatt die Überschussliquidität über Finanzinnovationen abzuschöpfen), dann droht die Gefahr eines unkontrollierten Dollarrutsches um angenommen 30% innerhalb weniger Tage oder gar Stunden, sobald die Notierungen eine kritische Schwelle unterschritten haben. Ich bin mir nicht sicher, ob ein solcher Rutsch in einem Umfeld weltweit einsetzenden, massenhaften Abverkaufs des Greenbacks durch Monetarisieren oder durch andere Maßnahmen der Fed verhindert, und dadurch ein Abgleiten in die Unkontrollierbarkeit ausgeschlossen werden kann.


    Gruß
    SilVisconti

    Zitat

    Original von Saccard
    Hm, Goldpreis jetzt wieder bei 483, so rosig sieht das nicht aus. In Euro gerechnet ist der Goldpreis nicht aus dem Dreieck ausgebrochen, verläuft derzeit bei 495 Euro.


    Keine Ahnung was das bedeuten soll.. ich Frage mich ob das nur auf eien Goldpreisschwäche in Euro oder auch in US$ hindeutet (mit zurücklaufen in das Dreieck).


    Gruß
    S.


    Saccard, der Goldpreis in Euro ist doch schon aus dem Dreieck ausgebrochen, wenn Du an die 4 oberen Spitzen des Abwätstrendkanals mal ein Lineal anlegst (auch im Chart mit log. Skalierung, den ich im Moment nicht anklicken kann)


    http://mispk.dresdner-bank.de/…&ChartHoehe=270&Ts=323205


    Gold ist gerade ziemlich überkauft (siehe Slow St.) und muss ein paar Tage korrigieren:


    http://isht.comdirect.de/html/…le&x=38&y=5&sTab=bigchart


    Aber trotzdem sind wir - da gebe ich Dir Recht - noch nicht ganz über den Berg.


    Gruß
    SilVisconti


    Hallo gutso,


    danke für den Leitartikel aus der FTD.


    Dottores neuester Ausfluss führt m.E. zu dem Schluss, dass wir anstatt mit dem deflatory crash eher mit der finalen weltweiten Hyperinflation rechnen müssen. Die Rettung des Systems (wenn auch nur für kurze Zeit) wird aus purem Überlebensdrang über den Gerechtigkeitssinn siegen! (Das System hatte eh nie Sinn für Gerechtigkeit und Ehrlichkeit und das wird sich erst recht nicht ändern, wenn es dem Ende zugeht: Bei der ultimativen Nagelprobe werden die ZB’ s vor Haien und Heuschrecken zurückzucken)


    Ist schon unglaublich, was der Mann drauf hat. Aber interessant zu beobachten, wie er geschickt den Bogen zu einer Lösung spannt, die er bisher nicht nur weit von sich gewiesen, sondern sogar rigoros bekämpft hatte.


    Warum aber teilt er sein „extremstes Spezialistenwissen“ mit uns? Aus Brüderlichkeit? Oder will er die nächste Elaine Garzarelli werden? :D


    Erfolgreichen Wochenauftakt wünscht
    SilVisconti


    Hallo midas und mesodor,


    um Missverständnissen vorzubeugen: Ich habe nicht den Goldpreis geshortet, sondern den Nasdaq100, obwohl hier das Todeskreuz (am Beispiel des Goldcharts aufgezeigt) noch nicht genagelt wurde (siehe weiter oben).

    Zitat

    Original von Saccard
    Das Beispiel 1999/2000 hat doch gezeigt, daß man im Prinzip seit 1998 hätte short sein können. Früher oder später gibt jeder Bullenmarkt die meisten seiner Gewinne wieder ab. In der Zwischenzeit können sich aber sehr große Verluste türmen und deswegen bin ich immer sehr skeptisch gegenüber shorts.


    Das hält ja über Monate oder gar Jahre kein Schwein aus. Deswegen shorten ausschließlich mit Finger am Abzug der Reißleine.


    Zitat

    Der wirkliche Zeitpunkt zum shorten kommt m.E. aber erst dann, wenn der Markt von hier aus schon 11% gefallen ist und der DJIA und DJTA neue kurzfristige Tiefs machen.


    Nach der klassischen Methode ist der ideale Zeitpunkt zum shorten, wenn das Todeskreuz genagelt wurde (50dma schneidet 200dma von oben nach unten) wie derzeit beim Gold:
    http://isht.comdirect.de/html/…dle&x=5&y=4&sTab=bigchart


    Diesmal ist jedoch alles anders :D Shorten des Marktes spekulativ aus fundamentalen Gründen.


    Gruß
    SilVisconti


    Hallo flx3,


    November/Dezember sind die stärksten Monate an der Börse . Da habe ich 1999 in guter Erinnerung. Und die Nasdaq ist in guter Stimmung. Da kann im Winterhalbjahr noch einiges gehen.


    Wie habe ich mich positioniert? Große Positionen in Gold/Silbermetall, Spielgeld in Silbercall und Bargeldbestand in 50€-Scheinen bleiben. Beabsichtigten Kauf eines Silber-Explorers stelle ich ein, nachdem mir an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mein Kauf jeweils pünktlich um 9.08 Uhr in Frankfurt mit gleichem oder knapp darüber liegendem Limit weggeschnappt wurde (Kauf in Kanada bei meinem Discount-Broker nicht möglich). Dafür gestern Kauf einer kleinen Anfangsposition eines Nasdaq100-Puts am möglichen Doppeltop mit SL 20% unter Einkaufskurs. Ich will mich nicht zu Tode shorten, denn auch neue 5-Jahres-Höchststände sind möglich und das 12-T-Momentum gibt leicht bullishe Signale. Jedoch sprechen Sentiment http://www.wallstreetcourier.c…ily-market-statistics.htm und Postings bei WO: im Minutentakt eine andere Sprache. Falls es klappen sollte, wird diese Position pyramidisiert, aber trotzdem immer mit SL. Viele große Trader haben das Shorten von Märkten als eine der schwierigsten Aufgaben überhaupt bezeichnet. Aber ich will, wenn es soweit ist, unbedingt dabei sein, denn das Potenzial http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/367581.htm ist riesig. Immer wieder kleinere Verluste durch Ausgestopptwerden sind der Preis dafür. Außerdem habe ich mich, falls Dich das interessiert, in die Ausbildung meiner 2 Kinder positioniert: Ich habe einen Zahlvertrag, in den ich monatlich je kid 650 € investiere. Und nächstes Jahr kommen noch jeweils 500 € Studiengebühren pro Semester dazu!


    gutso, danke für den Link, aber langweilig wird mir’s bestimmt nicht bei 102 Seiten bevorstehender Lektüre und dem Superwetter. :)


    Gruß
    SilVisconti


    Hallo gutso,


    sehr überraschend für mich die über den Tellerrand blickenden Gold-Anleger:


    Zitat

    Die weltweite Finanzindustrie ist in einem Bloomberg-gepamperten Einlull-Prozess gefangen und kaum einer, der über den Tellerrand blickt, wenn es auch interessante Ausnahmen gibt (Gold-Anleger usw., die wohl mehr Zulauf hätten, könnten sie sich endlich das vorab-rechthaberische Gehabe verkneifen).


    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/367441.htm


    Solche Töne hat man lange nicht aus seinem Munde gehört. Aber dass Gold-Anleger keinen Zulauf hatten, lag wohl eher an seiner reservierten Haltung gegenüber Gold als an dem vorab-rechthaberischen Gehabe der Goldbugs.


    Werde mich ab morgen auch an die 102 Seiten machen, vermutlich aber spätestens nach Seite 23 entnervt das Handtuch werfen.....


    Schönen Abend
    SilVisconti

    Private Equity & System-Risiken - die nächste Warnung!
    [ Börse & Wirtschaft: Elliott-Wellen-Forum ]


    Geschrieben von dottore am 07. November 2006 10:52:18:


    Hi,


    die britische Financial Services Authority FSA hat eben einen Bericht über den PE-Markt publiziert, der alles andere als beruhigend ist.


    Um es kurz zu machen:


    1. PE ist in Teilen so stark overleveraged, dass Pleiten unausweichlich sind (jedenfalls nach Ansicht der FSA).


    2. Dies führt zur bekannten Kettenreaktion (Banken, Börsen, national, international).


    3. Weiter Folgen: Da ca. 11 % aller in GB Beschäftigten in Firmen beschäftigt sind, die zum Teil oder ganz PE-Konstrukten gehören, sind die Risiken für den Arbeitsmarkt und die Gesamtwirtschaft erheblich.


    Der Bericht (Langfassung, aber mit fast unglaublichen Zahlen und Grafiken) bitte


    hier.


    Der FSA-Report ergänzt die hier schon gebrachten Hinweise auf die Zinsstruktur-, Vola- und Leverage-Probleme (PIMCO, JPM, BIZ, usw.) weiter unten.


    Auf erneute Vorwürfe, da werde wieder mal "in Panik" gemacht, habe ich mich eingestellt.


    Jede "Krise" hat sich bisher durch Over-Leveragen angekündigt - auf welchem Markt auch immer. Jedem ist es unbenommen, seine Augen vor den Zeichen der Zeit zu schließen.


    Einstweilen bleibe ich bei meiner Meinung: Diesmal liegt der Trigger in einer ganz anderen (und von vielen übersehenen oder überhaupt nicht verstandenen) Ecke der Finanzmärkte. Vielleicht ist der Schuss schon aus dem Lauf? Falls nicht, löst er sich garantiert, sobald der bisher völlig freie und in Wild-West-Manier operierende PE-Markt "reguliert" würde, was der FSA ebenso vorschwebt wie der BIZ. (Dass er nach einem Desaster reguliert wird, versteht sich für jeden, der sich in der Geschichte von Märkten, Börsen usw. auskennt, von selbst).


    Ich bitte das Ganze ernst zu nehmen und nicht als üblichen Smalltalk eines Wirtschaftsforums-Schreiberlings abzutun.


    Gruß!


    http://f17.parsimony.net/forum30434/messages/367715.htm

    Morgen allerseits,


    Bob Chapman meint, Nicht-Insider seien momentan zum Verlieren verurteilt, weil sich die Märkte infolge Manipulationen völlig irreal verhielten. Gold-ETF’s würden in Zukunft an Gewicht gewinnen, Gold werde die Investmentwelt schocken....


    US MARKETS
    September and October were ugly months in the economy and uglier months are on the way. These were discovery months. Discovery that had trouble is on the way. The market has not forecast these problems, because our government is manipulating our markets. The markets almost all are consumed by rank speculation and unnatural intervention. That is why charts, waves and cycles do not work anymore. You have to know what the elitists are gong to do before they do it. Ours is a game of psychological warfare. There is clear economic retrenchment and every statistic out of Washington is bogus. Only those on the inside get to make money – everybody else loses. The market ignores credit risk and the various calamities that recession brings because the prospect of lower interest rates trumps all – Funny Money Über Alles.”
    (...)
    European central banks sold 393 tons of gold last year versus a possible sale of 500 tons. That is the first shortfall since 1999. As this transpires more and more central banks talk of diversifying out of the dollar and a lower dollar means higher gold prices. Sooner or later China has to officially buy gold. What can they do with all those depreciating dollars? New on the scene is the Exchange Traded Fund, ETF. These 7 gold ETF’s worldwide are holding 500 tons of gold. There off take is 250 tons a year or 10% of world production. During the recent gold correction the ETF’s held steady and that means they are attracting long-term investment funds. The ETF is bringing capital markets, professional investors and central banks together in a way never before attempted. In time the ETF’s will be as large as the gold share sector. It draws from an entirely different sector than shares. It is being used as a long-term hedge and institutions don’t have to take delivery. It is being used as insurance. During the recent 20% decline, the ETF holdings rose some 10%. Gold is being accepted as another form of diversification. If the trend continues we could see ETF holdings dwarfing all other gold holdings and up to 25% of existing gold above ground. Gold only represents 3% of US financial assets, which means gold can double or triple without a major catastrophic event. Styles and times change and gold is about to begin to have its day in a way that will prove quite shocking to the investment world. Gold is the alternative to fiat money and once the dollar index breaks down below 80 discovery will begin. We are about to enter an age of wisdom or revolution. Either way gold will be rediscovered as the only real money.


    http://news.goldseek.com/Inter…Forecaster/1162838976.php


    Gruß
    SilVisconti

    Zitat

    Persönliche Frage:
    Hältst Du den Inhalt des Links von goldensextant für authentisch, oder ist es eine Story ala Orwell oder Orson Welles??
    Kann man extremer kaum ausdenken mit seinen Folgerungen !


    Grüsse
    Edel Man


    Edel Man,


    hier die Meinung Walter Eichelburgs zu dem Dokument:


    Zitat

    Auch Bob Landis http://www.goldensextant.com/ weiss nicht genau, ob das Dokument [A] echt ist. Der Inhalt ist aber sehr plausibel.
    Wenn es nicht echt sein sollte, dann wurde es [B] von einem exzellenten Kenner der Szene geschrieben.
    Aber es gibt viele undichte Stellen in der Bush-Adminstration.
    Einiges erscheint in der "Voice of the White House": http://www.tbrnews.org


    http://www.hartgeld.com/good-bye-dollar.htm


    Es gibt IMO eine dritte Möglichkeit, dass nämlich [C] dieses (falsche) Dokument gezielt in Umlauf gesetzt wurde, um potentiellen Goldkäufer (und sonstige Marktteilnehmer) auf die falsche Fährte zu locken.


    Die Varianten [A] und [C] halte ich für unwahrscheinlich, möchte sie aber nicht GANZ ausschließen.


    Die Variante [B] erscheint mir sehr naheliegend. So exzellent, wie Eichelburg schreibt, müsste dieser Autor die Szene gar nicht kennen. Um so was zu erfinden, würde es doch reichen, sich intensiv in die Materie eingelesen, ein paar Fakten recherchiert und ein schlüssiges Konzept entwickelt zu haben, welches nicht mal unbedingt in allen Teilen konsistent zu sein braucht. Für das Verfassen eines solchen Drehbuchs benötigt man eher Fantasie, schriftstellerische Begabung (u.a. für markige Sprüche), viel Sinn für zynische Highlights sowie einen Schuss dramaturgisches Talent. Dieses Stück erinnert mich irgendwie an die Sandkastenspiele von unreifen, kleinen Jungen und könnte von Tausenden von amerikanischen Cowboys geschrieben worden sein. [Blockierte Grafik: http://img.wallstreet-online.de/smilies/laugh.gif]


    Ich hab’s hier nur mal ganz provokativ reingestellt, um die Meinung der erfahrenen Kämpfer an der Krisenfront in Erfahrung zu bringen. Wie ist Deine Meinung zu dem Dokument?


    Gruß
    SilVisconti

    Zitat

    Original von gutso


    Im Moment spielen die Schlüsselrolle als Marketinginstrument für diesen Silber Anlagemarkt die ETF´s (Exchange Traded Funds).
    Selbst wenn diese nur Papiersilber kaufen & entgegen ihren Aussagen kaum physisches Silber hinterlegen, verändern sie doch die Perspektive auf Silber, das in den 90er jahren ausschliesslich als Industriemetall wahrgenommen wurde.


    G. Morgen Gutso!


    Bitte gestatte mir in diesem Zusammenhang einige Anmerkungen bzgl. der Metallhinterlegung von Gold/Silber-ETFs.


    Grundsätzlich gibt es solche ohne und solche mit Metallhinterlegung. M.W. existieren momentan. 3 Gold-ETF’s und 1 Silber-ETF mit Metallhinterlegung. Dass die Hinterlegung nicht genau 1:1 sein kann, liegt an der zu erfüllenden Aufgabe eines ETF, hier am Beispiel des größten aller ETFs, des GLD, von A. Hamilton erläutert:


    Zitat

    ETFs sind darauf ausgelegt, dem Preis ihrer zu Grunde liegenden Anlagen zu folgen und das ist keinesfalls ein leichtes Unterfangen. Gold, in diesem Fall der zu Grunde liegende Rohstoff, hat sein eigenes Angebot- und Nachfrage-Profil, vollkommen unabhängig von jenem des GLD. Die einzige Möglichkeit um zu erreichen, dass der GLD dem Goldpreis folgt, ist eine aktive Verbindung des Fonds zu physischem Gold, um die unterschiedlichen Entwicklungen von Angebot und Nachfrage zwischen Gold und GLD auszugleichen.


    http://www.goldseiten.de/conte….php?storyid=2269&seite=2


    Dass der GLD tatsächlich mit Gold hinterlegt ist, und wie die Abbildung des Goldpreises durch den GLD funktioniert, geht aus den weiteren Ausführungen Hamilton’s hervor:



    Ich hatte im März/April d.J. einen Artikel (Titel und Autor ist mir entfallen) gelesen, in welchem der Artikelschreiber einen Abonnenten und Anteilseigner eines metallhinterlegten Gold-ETFs aufforderte, zu versuchen, sich einen Teil seiner shares nicht in Cash, sondern in Gold ausbezahlen zu lassen. Der Leser erhielt auf seine Anfrage hin die Auskunft, er habe keinen Anspruch auf das Gold des ETF!


    ETF’s wurden IMO u.a. deswegen ins Leben gerufen, damit im Krisenfall das Gold/Silber der Eigentümer (ggf. Untereigentümer) bequem geliehen/geraubt (ggf. konfisziert) werden kann.


    Zitat

    „MR. PAULSON. French for “screw you.” Sir. Besides, we’re gathering up plenty of accessible metal in the ETFs. And Barrick holds a lot of reserves we can monetize if needed”


    http://www.goldensextant.com/MinutesII.html#anchor163744


    Der Witz des Jahres 2006: Ausgerechnet J.P.Morgan wurde als Verwalter des SLV eingesetzt!!!


    Zitat


    Nevertheless, I have had serious doubts about the Silver ETF. I have three main concerns:
    First, the big problem is that the custodian of Barclays\' physical silver is J.P. Morgan, who is a bullion bank named in the lawsuit against Barrick by Blanchard. I assume J.P. Morgan is short both silver and gold (they likely mostly owe, not own, silver and gold, and stand to go bankrupt if bullion prices rise substantially). As some have said, having J.P. Morgan as a silver custodian is like putting the mouse in charge of the cheese.


    http://www.safehaven.com/article-4666.htm


    „Mit J.P. Morgan als Verwalter des Silbers könnte man genauso einer Maus die Organisation der Einlagerung der Käsevorräte übertragen“ [Blockierte Grafik: http://img.wallstreet-online.de/smilies/laugh.gif]


    Es wurde also dafür gesorgt, dass im Extremfall J.P. Morgan notfalls noch Silber zur Verfügung hat – allerdings nicht das eigenen, sondern das SfL*!


    *Silber fremder Leute


    Angenehmen Wochenendauftakt wünscht
    SilVisconti


    Zitat

    Ich persönlich bin ja sehr skeptisch geworden bezüglich der Minen und weiß immer noch nicht, ob ich da jemals wieder größere Mengen Geld reinstecken werden. Zu groß sind die Unwägbarkeiten, z.B. wird m.E. ganz Westafrika in Bürgerkriege verstrickt werden, ob da Ghana eine Ausnahem bilden wird? Ich denke Marc Faber hat recht und inzwischen sollte man Gold gegenüber den Minen vorziehen abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen. Gefährlich finde ich hier im Forum die Preisparolen. $700 bis Jahresende. $800 in 12 Monaten. $450 Korrekturziel. Geschehen kann das alles. Gold ist immer noch im Dreieck und das Dreieck entstand gleichzeitig mit einem rising wedge bei den Aktienmärkten. Wenn es bei den Aktien kracht, dann wohl auch beim Gold. Kupfer kann sich imemr noch nicht zwischen Inflation und Deflation entscheiden. Ich denke aber , daß die jüngsten Daten meiner Einschätzung vom Mai recht gegeben haben und daß wir eher auf eine Deflation hinsteuern. Und daß Gold wegen Deflation und Pleitewellen steigen wird. Dazwischen erfolgt eine Preiskorrektur, weil der Markt erstmal die neue Situation erkennen muß. Vielleicht hatten wir die Korrektur, vielleicht geht sie noch weiter. Wenn Gold über 615 oder 620 steigen sollte, wären wir wohl aus dem Dreieck draußen. Egal wie das endet, ich denke selbst mit Kursziel 450 oder 400 sollte man jetzt versuchen, Gold zu akkumulieren. Die nächsten 12 Monate einfach jeden Monat 5-10% in Gold investieren. Ich kann mir kaum vorstellen, daß der Goldpreis Ende 2007 niedriger steht als Anfang 2007 oder Mitte 2008 niedriger als Mitte 2007.


    Gruß
    S.


    Hallo gutso, hallo Saccard,


    ich bin angenehm überrascht, von Euch die Bestätigung dessen zu hören, von was ich ebenfalls überzeugt bin, dass nämlich Gold/Silberminen momentan eine risikobehaftete Anlage darstellen.



    Das Risiko von 1. hat sich seit gestern etwas verringert und bei Punkt 2 bin ich mir (wie erwähnt) nicht ganz sicher, ob der DOW, getrieben von einer neuerlichen Liquiditätsschwemme infolge schwacher Wirtschaftsdaten, nicht doch genau die andere Richtung als die von mir befürchtete einschlägt. Ich muss mir eingestehen, dass ich nicht weiß, wie’s am Aktienmarkt weitergeht. Die Risiken indes bleiben.


    Allein im physischen Edelmetall fühle ich mich wohl, und sollten Silber & Co in den nächsten Monaten noch mal schwächeln, akkumuliere ich mehr davon. Aber wem sage ich das - es entspricht genau Eurer geäußerten Meinung, was mich positiv überrascht und auch etwas erleichtert hat.


    Gruß
    SilVisconti


    http://www.kitcocasey.com/displayArticle.php?id=1036


    Schönen Feiertag
    SilVisconti

    Guten Morgen!


    R. Russel lässt Hoffnung aufkeimen.
    Ist Eichelburg auf dem Holzweg?
    Kann sich dieses größte ‚Ponzi Scheme’ aller Zeiten
    erneut am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen?
    Was Münchhausen konnte, können die schon lange..... [Blockierte Grafik: http://img.wallstreet-online.de/smilies/laugh.gif]


    “Questions I ask myself:
    Bonds are rallying and interest rates are declining. Bonds appear to be discounting deteriorating business in the months ahead. What will gold do in this situation? Lower interest rates tend to be bullish for gold. But lower rates also dovetail with declining business and deflationary pressures. In such an atmosphere, will gold advance or decline? If business turns sour in 2007, the Fed will move (as per Greenspan) to pull out all the stops, lower rates and open the money spigots wide. This would be inflationary and bullish for gold.


    Does it make any sense to trade gold? My experience trading in-and-out of a bull market is that you end up being out when the big advance arrives. Nevertheless, some few people do trade gold successfully. Should I advice trading gold? My answer -- no, because subscribers almost always screw it up. Take your position, sit with your position, add to your position on corrections. At any rate, that's what I've done with my own account.”


    “My perspective -- It's hard to believe that the market doesn't know all about the housing picture. Anytime you think you know more than the market, you're on your way to being wrong. So did the market decline into the July lows discount the worst that lies ahead in housing? That could just be the answer.”


    http://www.321gold.com/editorials/russell/russell103106.html


    Gruß
    .SilVisconti

    Zitat

    PPS: das mit dem "sit tight" kann man so auch nicht ganz verallgemeinern, oder?
    In einem zyklischen Markt sollte man doch auch azyklisch zu handeln versuchen.
    Nicht mit 100% rein / raus, weil man die Ein- & Ausstiege nie sicher feststellen kann, aber eben mit erkennbaren Anteilen des Depots.
    Nicht bezogen aufs Physische, habe damit jetzt nur den Minenanteil gemeint, & alles was sich papiermässig direkt an den Spots orientiert.


    Ich verstehe bis heute nicht ganz warum man immer alles kaufen & dann halten soll bis ultimo.


    Wenn mir das mal jemand erklären kann, gerne.


    N’abend Gutso,


    ich behandle meine physischen Gold/Silberbestände wie einen langfristigen Fonds über 10 bis 15 Jahre Bei Schwäche etwas zukaufen, bei festen Kursen ein wenig geben. Bei einem Spike auf beispielsweise 50 USD dürfen es auch mal 25% sein. Das war mit sit tight gemeint.


    Nicht gehedgede (!) Gold/Silberminen trade ich nur mit mittelfristigem Zeithorizont, da mir dieser Markt zu volatil ist., um ihn langfristig zu traden und IMO insbesondere gerade jetzt 2 Damoklesschwerte über dem Gesamt-Markt hängen (wie kürzlich schon erwähnt).


    Als ich beispielsweise im März aus Ecu-Silver-Mining, die 200% über der 200-dma notierte, ausstieg (leider etwas zu früh) wurde ich von ThaiGuru ausgelacht. Nun ja, mit ECU hatte er Recht, die hat sich gut gehalten. Aber bei den anderen Gold/Silberminen hat sich der Ausstieg (per SL) zwischen April und Juni ausbezahlt.


    Meine Methode, Aktien zu traden, orientiert sich an dem Modell von William O’Neill, einem der legendären „Magier der Märkte“ von Jack D. Schwaiger. Natürlich ist dieses Modell nicht umfassend bei nicht gehedgeden Gold/Silberminen anwendbar. Aber wenn ich ein Chartbild mit hausseträchtiger Bodenformation erkenne, schaue ich mir diesen Wert etwas genauer an (nicht ich selber).


    Ich habe im Moment einen Explorer, den auch ThaiGuru im Depot hat, im Visier und werde ggf. demnächst eine Anfangsposition kaufen. Der (oder das) Chart hat eine wunderschöne Untertasse ausgebildet und bastelt gerade an einem lieblichen Henkelchen, das allerdings jetzt nicht mehr signifikant tiefer gehen sollte. Ich werde, um mir den Einstieg nicht zu versauen, den Chart nach meinem ersten Einstieg hier abbilden. Ansonsten bleibe in bei den Gold/Silber-Minen solange im Cash-Modus, bis ich die genannte Mine zu höheren Kursen pyramidisieren kann und/oder ich erneut einen Schatz gefunden habe.


    Diese Methode ist IMHO auf einen mit unangenehmen Crash-Erfahrungen aus 1987 Gezeichneten wie zugeschnitten.


    Gruß
    SilVisconti