Beiträge von M.Sammler

    Das grundsätzliche Problem, was nicht nur bei der Perth Mint auftritt, ist folgendes.
    Sämtliche Bullionmünzen wurden ausschließlich zu Anlagezwecken in das Edelmetall, und nicht in die Münze als solche, entwickelt. Aus diesem Grund wurde entweder hohe Maximalauflagen, oder keine Limitierung der einzelnen Ausgaben beschlossen. Aus diesem Grund wurden etliche Jahrgänge nicht ausgeprägt. Allerdings haben etliche angefangen die Bullions als Sammlermünze zu handeln, was teilweise zu Preissteigerungen führte, da manche Jahrgänge selten ausgeprägt wurden.
    So lange eine Maximalauflage nicht erreicht wurde, bzw. eine endgültige Auflage verkündet wird, darf die Münze rechtlich so lange geprägt werden, bis die Währung nicht mehr der des Ausgabelandes entspricht. Auch danach gibt es noch Möglichkeiten die Münzen unter gewissen Umständen nachzuprägen. Da nun für die Lunars, Kookas, und Emus in BU keine endgültigen Auflagenahlen durch die Perth Mint verkündet wurden, können die Münzen bei Bedarf weitergeprägt werden.
    Sicherlich ist dies im Sinne des Sammlers nicht schön, aber rechtlich in Ordnung. Die Perth Mint sagt selbst, dass Bullionmünzen keine Sammlermünzen seien.
    Um aber die Perth Mint nicht alleine als "bösen Buben" darzustellen, sei auch gesagt, dass unter anderem Deutschland Pfennige von 1950 mehrere Jahre geprägt hatte. Es ist kein Einzelfall, aber es es grundsätzlich ärgerlich, zumal bei der "Nachprägewelle" der Perth Mint doch sehr viele Sammler von betroffen sind.


    Meiner Meinung nach ist der unter Umständen mögliche Tiefstpreis erst dann erreicht, wenn ein Pd Maple und ein Emu auf gleichem Preisniveau liegen. Dies ist auf Grund der aktuellen Mengen, die teilweise vorhanden sind, durchaus möglich.


    Für einen Händler ist ein Verkauf zu 430 Euro durchaus lohnenswert. Man muss bedenken, dass der Ausgabepreis der Perth Mint für Bullion-Pd's bei 110% des aktuellen Metallpreises lag. Dazu kommt selbstverständlich noch Versand etc.
    Fakt ist, dass die 98er Emus in 2006 nachgeprägt wurden. Wenn wir nun den Spotpreis von Ende 06 nehmen, der um die 330US$ war kommen wir zu folgenden Ausgabepreis.


    330US$ * 110 = 363 US$ Ausgabepreis Perth Mint.


    Wenn wir nun die Versandkosten pro Münze mit 5 US$ ansetzen, ist dies bei großen Mengen, die garantiert nach Deutschland kamen, hoch geschätzt. Somit beläuft sich der Bezugspreis auf cirka 368 US$, was damals cirka 290 Euro entsprochen hat. Selbstverständlich kommen noch Einfuhrumsatzsteuer, die man allerdings wiederum steuerlich geltend machen kann, von 19% hinzu. Im Endefeckt hätten wir dann einen Bezugspreis von 345 Euro, der meines Erachtens doch recht hoch angesetzt ist.


    Somit sollte es für einen Händler, vorausgesetzt er hat die Münzen direkt bezogen, kein Problem sein, Münzen auch zu 430 Euro und darunter zu verkaufen.

    Das Angebot birgt zwei große Risiken. Zum einen, wie intermax schon erwähnt hat, können 19% Einfuhrumsatzsteuer anfallen. Das zweite Risiko, was meiner Meinung nach höher zu bewert ist, ist, dass es nicht möglich ist, solche Summen versichert nach Deutschland zu versenden. Sollte, aus irgendwelchen Gründen, die Sendung verloren gehen, dann war es ein teurer Spaß.


    Dass dieses Angebot nur mit einem "l" in Palladium gelistet ist, hatte ich garnicht bemerkt. Es zeigt aber, dass ich für meine Suche und Preisanalyse, doch recht gute Parameter eingebaut habe. 8)

    In ebay.com wurde heute ein Constellationset, gegradet von NGC, mit einem Startpreis von US$ 3500 (cirka 2570 Euro) eingestellt.
    Laut Auktion ist nur Versand in den USA und nach Kanada möglich.


    Eigentlich ist es sehr schade, dass die original Etuis und die Zertifikate nicht dabei sind. So etwas ist den Amerikaner aber meist egal. Hauptsache das Ding ist "gegradet" ;)


    http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAP…iewItem&item=270161442519

    Zitat

    Original von Spieler0815
    Also ich würde sagen, da ist jemand recht günstig an einen Bären gekommen.
    Ebay ist eben auch immer Glückssache.
    Aber diese Schwankungen sind bei ebay normal. Ist auch bei den russischen Münzen zu beobachten: Mal eine bestimmte Münze 400 Euro, dann mal 500 Euro - das sind 25 Prozent mehr.


    Normalerweise, jedenfalls in allen US-Auktionen, hat der Herbst-Bär immer einen deutlichen Aufschlag gebracht und bis zu knapp 2000 US-Dollar gebracht, ich hab damals alle Auktionen in den Staaten mitprotokolliert.


    Spieler


    Die Preisspannen bei den Russen und den Bären in den USA habe ich auch beobachten könne. Es kommt sehr oft auf die Überschrift des Artikels an, welchen Preis die Münzen erzielen.

    Die AGB's und das Impressum sind das wichtigste auf deiner Seite, welches als aller erstes online sein muss! Darauf muss man penibel achten, da man dir sonst sehr leicht "an den Karren" fahren kann.

    Ich habe etliche Quellen für dieses Statement. Das es zwei Testprägungen gab, wird von Seiten der Perth Mint bestätigt. Die weiteren Infos in meinem Statement habe ich durch gute Kontakte bekommen, die allerdings nicht als Quelle genannt werden möchten und so etwas sollte man respektieren.


    Silberkarpfen
    Hast du dein Beitrag auf Grund von "netten" PN's und/oder e-Mails geändert/gelöscht. Nicht einschüchtern lassen, sonst gäbe es seit mehreren Monaten keine Statistik über den 98er von mir mehr.

    Zitat

    Original von Silberkarpfen
    Warum sind die nachgeprägten Emus ausschließlich in D aufgetaucht?


    Dies liegt daran, dass ein Großhändler/Bank/etc. aus Deutschland bei der Perth Mint nachgefragt hat, ob man nicht wieder eine Pd-Münze auflegen könnte.
    Die Perth wollte aber erst einmal den Absatz testen und prägte deshalb den 98er nach. Somit wurden/werden die Münzen in Deutschland vertrieben.


    Sorry, Beitrag gelöscht.
    Ist einfach nicht meine Zeit ;) In den Ferien sollte man eigentlich noch schlafen :O

    Angenommen, es handelt sich um ein vergoldetes 1 Pfennig Stück, dann ist dieses keine 0,5 Cent wert, sondern nur den Materialwert.
    Der Grund ist, dass die LZB/Bundesbank solche Münzen nicht annimmt, da diese "verändert" wurden und nicht mehr dem Original entsprechen.
    So verhält es sich auch mit den 10 Euro Münzen aus Deutschland, die von Händlern teil vergoldet oder vergoldet angeboten werden. Diese werden von der Bank nicht mehr angenommen und haben den Zweck als Zahlungsmittel verloren!


    Man könnte spöttisch sagen, dass es daran liegt, dass bei der Herbstversion das Sternbild waagrecht sowie in der Mitte ist. Somit wird die Harmonie des Gesamtmünzbildes nicht "gestört".


    Wir Sammler sind schon ein witziger Verein :]