Aktueller Lagebericht an die Emu-Gemeinde – Emu 1998
Meine persönliche Einschätzung zu dem Preis des 1998 Emus ist folgende. Wie zu sehen war, ist seit dem ersten Auftauchen der 1998 Ausgabe der Preis von anfänglich 899 Euro (Februar 2007) doch recht kontinuierlich gesunken. Aktuell haben wir den Tiefststand dieser Entwicklung mit 426,06 Euro (19.08.07). Die Preisentwicklung ist aus aktueller Sichtweise sehr gut nachvollziehbar. Man muss sich grundsätzlich bewusst werden, dass das Sammeln von Palladiummünzen nicht sehr verbreitet ist. Es sammeln nur wenige Promille der Münzsammler weltweit Palladiummünzen. Auch wenn sich die Zahl der Sammler in der letzten Zeit, nicht nur auf Grund der Nachprägung des 1998er Emus durch die Perth Mint, welche doch sehr viele Diskussionen gebracht hat und somit das Sammeln von Palladiummünzen mehr in den Blickpunkt der Sammler gerückt hat, bleibt der Sammlerkreis von Palladiummünzsammlern doch sehr klein. Da dadurch auch nur eine geringe Nachfrage herrscht, führen auch nur kleine Änderungen auf der Angebotsseite zu drastischen Preissenkungen bzw. Preissteigerungen. Da bei der Ausgabe der Nachprägung des 1998er Emus doch das Angebot sehr groß war und ist, war die Konsequenz, dass die Preise fallen. An dieser Stelle hätte der Handel doch ein wenig mit dem Einstellen von Angeboten aus ihrer Sicht aufpassen sollen. Für uns Sammler ist es natürlich gut, dass wir die Münze günstig bekommen. Ich gehe aber stark davon aus, dass der Handel es sich einfach nicht leisten kann und konnte, diese Münzen zu lagern und über eine weitaus längere Zeitspanne die Münzen auf dem Markt zu positionieren. Diese Annahme hätte zur Folge, dass nun doch bei den zwei Nachprägungen größere Mengen ausgeprägt wurden. Ich schätze persönlich, dass es doch zwischen 2.000 und 3.000 Münzen gewesen sein könnten. Dies würde auch die Vermutung begründen, warum der Handel die Münzen nicht über einen längeren Zeitraum auf dem Markt positioniert. Allerdings habe ich keine Hinweise darauf, dass die Nachprägung in diesen Mengen durchgeführt wurde. Die Perth Mint hüllt sich in Schweigen und teilt mir nur die Auflage mit, dass diese maximal 5.000 betragen würde. Dies lässt vermuten, dass die komplette Auflage nicht ausgeprägt wurde. Vielleicht gibt die Perth Mint irgendwann einmal die Zahlen an die Öffentlichkeit. Ich werde auf jeden Fall daran arbeiten.
Nun aber zurück zum aktuellen Preis des 1998er Emus. Ich gehe davon aus, dass die Preise noch auf 390 Euro bzw. 380 Euro fallen könnten. Dies liegt darin begründet, dass der kanadische Palladium-Bullion Maple Leaf, mit einer Auflage von etwas mehr als 60.000 Exemplaren pro Jahr, zur Zeit öfter in ebay angeboten wird. Dieser Maple Leaf wird zur Zeit im Schnitt mit 360 Euro gehandelt. Da der Emu in der maximalen Auflage von 5.000 Exemplaren, aktuell doch weniger angeboten wird, würde ich die Preise zwischen 380 Euro und 390 Euro für einen 1998er Emu für angemessen halten. Einen maximalen Tiefstpreis für den 1998er Emu würde ich bei aktuell 360 Euro ansetzen. Ab diesem Preis wird der 1998er Emu mit dem Maple Leaf auf eine gleiche Ebene als Bullionmünze, was eigentlich der Sinn des Emus war, gesetzt, was damit das Interesse von Käufern des Maple Leafs auch auf den 1998er Emu lenkt. Ein Preis unterhalb des Maple Leaf Niveaus halte ich persönlich, auf Grund der obigen Erörterung, für ausgeschlossen.
Mittelfrist vermute ich steigende Preise. Dazu ist es aber erforderlich, dass der Abverkauf von größeren Mengen durch die Händler abgeschlossen ist. Wann dies sein wird, kann, auf Grund der unbekannten Auflage der Nachprägung, keiner sagen. Nach dem Abverkauf würde ich mittelfristig einen Preis auf dem Niveau des 1995er Emus für wahrscheinlich halten. Dieser liegt zur Zeit bei cirka 600 Euro. Sollte sich allerdings herausstellen, dass die Auflage doch geringer als 2.000 bzw. 3.000 Münzen ist, dann sind mittelfristig Preise um die 700 Euro oder sogar 800 Euro, je nach Auflage, realistisch.
Wichtig bei Palladiummünze ist allerdings, dass man auch auf die Entwicklung des Metallpreises eingeht. Diesen Parameter habe ich in meiner Preiseinordnung nicht berücksichtig. Sollte der Preis, wie Ende der 1990er und Anfang des 21. Jahrhunderts, rapide ansteigen, dann sind noch weit aus höhere Preise für die Münzen wahrscheinlich, da sicherlich wieder etliche Münzen in dem Schmelzofen landen. Allerdings könnte der Palladiumpreis auch rapide einbrechen, von dem ich allerdings nicht ausgehe.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass dieser Lagebericht meine persönliche Meinung widerspiegelt und nicht zum Kauf von Palladium animieren soll. Jeder kann einmal daneben liegen mit seinen Vermutungen! Irren ist Menschlich! Außerdem sind sehr viele Parameter, die eine exakte Einschätzung möglich machen würde unbekannt, bzw. der Öffentlichkeit nicht zugänglich.